vier/zwanzigzwanzig

Die Eltern zog’s vor langer Zeit gen Norden,
sie hofften auf ein bessres Leben dort.
Im Zielland trieb er landestypisch Sport –
fürs andre Land. Da gab’s nicht diese Horden.

Er wollte Bronze, Silber, goldne Orden,
doch schien das nicht so leicht für jenen Ort.
Sein Weg wies ihn, wie einst die Eltern, fort:
er ist im Norden Staatsbürger geworden.

Nen raschen Absprung hat er sich erhofft,
doch wurd es sportpolitisch kompliziert:
Verbände haben sich um Geld gezofft.

Im Zielland lief’s, der Mann hat reüssiert.
Doch lustig, dass – man hat das nicht so oft –
ein Brüderpaar zwei Länder kombiniert.

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Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler*innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie bleiben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert gelegentlich), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

drei/zwanzigzwanzig

Sie kam, diszipliniert in Sachen Technik,
aus einem Land, das nicht so häufig glänzte
in ihrem Sport, und war im Grunde, wennste
so willst, ne Pionierin – ruhmesträchtig!

Der Sport war dorten sekundär, der Lech schick,
zum Glück gab’s Unterstützung: sie ergänzte
ne zweite Dame. Insgesamt kredenzte
das Paar dem Land elf Stockerlplätze – prächtig!

Sie hatten’s eingefädelt, auszuwandern,
doch stellte der Verband sich erst mal quer:
Sie drohten abzurutschen, es ward rüder.

Am Ende ging’s: Sie fuhren für den andern
Verband und taten sich ein bisschen schwer.
Ganz nebenbei: Sie ehelichten Brüder.

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zwei/zwanzigzwanzig

Er holt olympisch mit der Mannschaft Gold,
und gilt als Toptalent, der junge Spund.
Doch mit den Jahren kommt der Leistungsschwund,
die Zweikampfstärke ist ihm bald abhold.

Im Vaterlande nicht mehr recht gewollt
(und allzu oft auch nicht so ganz gesund),
tut er nach ein paar Jahren schließlich kund,
er wandre aus. Und jede Seite schmollt.

Im neuen Team (hier nicht: in neuen Farben)
muss er rein sport- wie auch beruflich darben –
es knallt nicht recht. Mithin: nicht mal ein Rumsen.

Mal gibt’s Medaillen, doch zur falschen Zeit.
Ein sechster Platz indes, nach zähem Fight:
nicht poplig, sondern besser noch als bumsen.

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eins/zwanzigzwanzig

Genau zwei Meter groß und auch so breit –
so wirkte er, wie’s hieß. Auch als Barriere
im Laufe einer langen Weltkarriere
vom Vorjahrtausend bis zur heutgen Zeit.

Medaillenmäßig war er früh so weit,
doch Gold blieb lang ’ne knifflige Affäre –
erst Länderauswahl vier (‘ne pekuniäre?)
hielt endlich den WM-Titel bereit.

Dank “vier” ahnt man (geschichtsvergessen) stracks:
Die Sportart war bei Länderwechseln lax –
was wüste Resultate implizierte.

Als Spätberufner hat vor fast drei Jahren
der Mann in seinem Kreis viel Ruhm erfahren,
als er sein Team zum EM-Titel führte.

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Hintergründe zum Kalender.
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Wurzeln

Sie müssen jetzt ganz stark sein. Denn es wird … einfach. 

Nein, das sage ich nicht immer. Erinnern Sie sich noch an das vergangene Jahr? Damals, vor der Pandemie? Da hatten wir auch das Vergnügen, Sie und ich. Also, zumindest ich. Wir beschäftigten uns im damaligen Adventskalender mit Doppelsportler*innen, und es war … nicht immer einfach.

Was ich einige Tage nach dem Ende jenes Vergnügens, als sich vermutlich kaum mehr jemand in die hiesige Kommentarspalte verirrte, zum Anlass für einige Überlegungen grundsätzlicher Art nahm:

“… Seien wir ehrlich: Türchen 24 war ein reines Google-Rätsel. Mit etwas Zeit und dem richtigen Ansatz relativ leicht zu lösen. Und, seien wir nochmal ehrlich, der ganze Kalender war dann doch eher so ausgestaltet, dass – ich bitte gegebenenfalls um Korrektur und Verzeihung – kaum jemand in der Lage gewesen sein dürfte, mehr als fünf Türchen ohne Google oder dessen Alternativen zu lösen.

Ein Umstand, der sich nicht einfach so ergeben hat, sondern den wir uns gemeinsam erarbeitet haben, würde ich sagen. Die Ratefüchse waren immer gewiefter, besser vorbereitet, empfänglicher auch für vermeintlich recht gut versteckte Hinweise, der Rätselsteller reagierte möglicherweise mit besseren Verstecken, abseitigeren Aspekten, was weiß ich, und so sind wir an besagtem Punkt gelandet, wo es ohne Suchmaschineneinsatz recht schwer wird bzw. wo dieser bereits eingepreist scheint.

Und irgendwie weiß ich nicht recht, ob ich mich an diesem Punkt so richtig wohlfühle. Da muss ich noch ein bisschen drüber nachdenken …”

Nun, ich habe nachgedacht. Und mich entschieden: Wir gehen einen Schritt zurück. Bzw. ich gehe, und würde mich freuen, wenn Sie mitgingen. Zurück “zu den Wurzeln” ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber ja, wir versuchen einfach, uns aus der oben beschriebenen Entwicklung herauszuziehen.

Ergo: Es wird … einfach. Im Sinne von: nicht suchmaschinenbedürftig. Googlefrei. Sofern alles nach Plan verläuft. Zwar gibt es noch die eine oder andere von mir zu füllende Lücke in diesem unserem Kalender. Aber zwischen den Lücken, da, wo sich bereits jemand hinter den Türchen verbirgt, da stecken Leute, die Sie kennen. Von denen Sie mindestens schon mal gehört haben. Auf deren Namen Sie häufig ganz ohne Google kommen könnten. 

Nach heutigem Stand (Momentaufnahme!) habe ich den Namen oder auch nur die ungefähre Geschichte keiner einzigen gesuchten Person erst bei der Kalenderrecherche erfahren. Gab’s ja in den vergangenen Jahren öfter: wirklich bemerkenswerte Sportler*innen-Biographien, die nicht nur mir, sondern auch vielen Mitratenden bis dahin weitestgehend unbekannt waren. Diesmal nicht. 

Und so behaupte ich einfach mal, dass ein großer Teil der erfahrungsgemäß hoch kompetenten Ratefüchs*innen hier die gesuchten Personen hinter geschätzten 20 Türchen kennt und dem Grunde nach suchmaschinenlos herausfinden kann. Das hängt dann natürlich immer noch davon ab, ob der Typ mit den Erklärungen gerade einen guten Tag hatte oder eben nicht, aber gut, da haben wir alle keinen Einfluss drauf. Und ja, natürlich ist es ein Unterschied, ob man erst in diesem Jahrtausend sportlich sozialisiert wurde oder ob man, wie der eine oder die andere hier, den Hausherrn eingeschlossen, bereits Sonja Henie, Anderl Ostler und Alberto Juantorena in ihren ganz großen Momenten zugejubelt hat, Sie wissen schon. 

Trotzdem: googlefrei, Spaß dabei. Das wär was. Keine Kontrolle (wie auch?), keine Sanktionen, noch nicht einmal Ächtung, aber schön wär’s schon. Vielleicht nicht immer, aber doch ziemlich oft. Danke. 

Was bei diesem Ansinnen helfen könnte: das Thema. Es ist … einfach.

Keine geheimen Zweitsportarten, keine Liebeleien mit anderen Sportspersonen, die irgendwann mal 1996 in der Gala, und nur da, gestanden haben, nein, Basics. Die im Übrigen eine ganze Reihe an Leuten, die hier in den letzten Jahren mal hinter einem Türchen steckten, erneut auftauchen lassen könnten. Viktor Ahn zum Beispiel, oder Naim Süleymanoğlu. Johann Mühlegg. Zola Budd. Fred Perry. Vanessa Low

Genau, Sie wissen natürlich längst, worum es geht. Und haben Leute vor Augen, die ohne jeden Zweifel in den nächsten Wochen hinter einem Türchen auftauchen müssten. Und die, das ist möglicherweise anders als in früheren Jahren, häufig auch tatsächlich hier auftauchen werden. Gewiss gäbe es Athlet*innen, die man nicht unmittelbar auf dem Schirm hat, die aber durchaus die Bedingungen erfüllen, oder anders: Natürlich wäre es möglich, zum diesjährigen Thema einen suchmaschinenbedürftigen Kalender auf die Beine zu stellen. Mit Yamilé Aldama, Emese Hunyady (auf die zu verzichten mir verdammt schwerfiel) oder Rixi Markus. Aber wer will das schon?

Und ja, selbstredend gibt es in diesem Internet Listen von Sportlerinnen und Sportlern, die perfekt hinter ein Türchen passen würden. Tolle Lektüre am ersten Weihnachtsfeiertag, würde ich sagen, aber wirklich erst dann.

Zurück zu den Wurzeln. Ging zum Beispiel Katharina Gutensohn, als sie nach einem mehrjährigen deutschen Intermezzo wieder für den heimischen österreichischen Skiverband startete. Überhaupt, der Skisport! Eishockey natürlich, mit seinen Austrokanadiern und Deutschamerikanern. Rugby, wo der Südpazifik gefühlt die halbe Welt mit Nationalspielern ausstattet, auch Fußball, wie immer. Vermutlich eine dreistellige Anzahl Schachspieler*innen aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. 

Was ich sagen will: Gut möglich, dass einzelne Sportarten mehr als nur einmal vorkommen, und ich will auch nicht ausschließen, dass Sportspersonen aus früheren Jahren wieder auftauchen, oder gar Leute, die schon hier und heute in diesem Text genannt wurden.

Um es noch einmal explizit und deutlich zu sagen: Wir suchen Personen, die in aller Regel für mindestens zwei verschiedene Staaten oder zumindest Verbände angetreten sind – die Sportarten haben bei der Gestaltung der Regularien ja durchaus eine gewisse Fantasie walten lassen.

Gehen Sie dabei getrost davon aus, dass aus den Türchen eher nicht die Robert Prosinečkis, Sergei Tschepikows oder Jens Weißflogs dieser Sportwelt herauslugen werden, die über politische Umwälzungen hinweg sportliche Leistungen für Vorgänger- und Nachfolgestaaten erbracht haben. Gänzlich ausschließen kann man es nicht, klar.

Möglicherweise finden sich auch Leute, die zwar zwei Staatsbürgerschaften haben, die aber nur in der Jugend (Here’s looking at you, Wilson Kipketer!), vielleicht gar überhaupt nicht, für den einen Staat angetreten sind. Oder Leute mit nur einer Nationalität, die aber trotzdem, irgendwie. Irgendwo muss irgendwann auch noch ein Hauch von Schwierigkeit ins Spiel kommen, nicht wahr?  

Wie in den vergangenen Jahren habe ich für den Aufgalopp zwei Beispielrätsel mitgebracht, mit einem kleinen Unterschied: In den Vorjahren gab es je einen (vermeintlich?) schwierigen und einen einfachen Fall; da jedoch anno 2020 alles so einfach sei, wie hier zu lesen war, das Rechercheteam aber durchaus über einzelne Fälle gestolpert ist, die zu schade sind, um sie draußen zu lassen, aber auch zu schwierig, um sie in der Breite ohne Suchmaschineneinsatz zu lösen, bekommen heute zwei nicht ganz so präsente Namen ihre kleine Bühne.

Nummer eins. Den Namen kannte ich nicht:

Die Eltern aus der Tschechoslowakei
sind hier für uns nicht weiter zu beachten.
Die junge Frau allein ist zu betrachten
ob ihrer Länder eins und zwei und drei.

Und vier! Mich schreckte schon die Reiserei –
sie aber schien nach Abwechslung zu schmachten.
Die Gründe, die die Medien geltend machten,
warn mannigfaltig, Übersetzung (frei):

Beim ersten Wechsel lag es am Gewicht,
beim zweiten stimmte wohl die Kohle nicht,
beim dritten war nicht nur der Schah in Harnisch.

Laut Quellen gab’s noch Wechsel Nummer vier,
zurück auf Los, doch fehlt der Nachweis hier:
Fuhr sie vielleicht nicht ab, wie einst in Garmisch?

Ohne Suchmaschine nicht ganz trivial, mit wahrscheinlich ein Kinderspiel. 

Nun das zweite Hors­d’œu­v­re. Auch nicht unbedingt geschenkt, aber zumindest bekannt aus Film und Fernsehen.

Als einst die Amis nach Olympia kamen
(die Reisen dorthin glichen Odysseen,
Sie haben *das* ja sicherlich gesehen),
erlief er Gold in seines Landes Namen.

Das sagt sich leicht, geschätzte Herrn und Damen,
doch dürften Sie den Widerspruch verstehen:
Es sollten fast fünf Jahre noch vergehen,
bis es entstand, in feierlichem Rahmen.

Er lebte – kam hinzu – im Mutterland
und ward von dort nach Griechenland entsandt,
doch trat in kolonialen Farben an.

Drum trägt sein Land bis heute am Revers,
dass es bei allen Spielen von jeher
dabei gewesen sei. Dank diesem Mann. 

Falls Sie nun, was mich nicht komplett überraschen würde, ohne Suchmaschine “diesem Mann” keinen Namen zuweisen können, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Ab morgen wird alles anders.

All denjenigen jedoch, für die beide Beispiele zu einfach waren, muss ich, nicht ohne einen Anflug von Zerknirschtheit, zurufen:

Sie müssen jetzt ganz stark sein. Denn es wird … einfach. 

 

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Abschließend erneut ein wiederverwerteter Hinweis aus den Vorjahren:

Leider zeigt die Erfahrung, dass meine Kommentarfunktion manchmal hakt. Wer Probleme hat, ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. Der Umstand, dass ein Kommentar nicht gleich angezeigt wird, ist indes kein relevantes Indiz für eine Fehlfunktion, es bedürfte schon einer Fehlermeldung. Tatsächlich werden die Kommentare erst im Lauf des Tages en bloc veröffentlicht, um die Lösung nicht vorschnell zu offenbaren – ältere Häsinnen und Hasen wissen Bescheid, jüngere verstehen sicher, was ich meine.

Wie immer wünsche ich Euch und Ihnen allen eine schöne Adventszeit, mit Marzipan, Nüssen und Mandarinen; zudem ein bisschen Besinnlichkeit. Die Flötenkonzerte fallen leider aus, der gelegentliche Kirchgang aus, Fußball und Wintersport bringen’s auch nicht so recht. Bleiben also Drei Haselnüsse für Aschenbrödel.

Hier geht’s dann zum Kalender.

SIP #GPdlVSC –
Stuttgarter Kandidatenkür

Andernorts ist man schon weiter. Bei den Drittligisten läuft bereits das Halbfinale, auch zahlreiche (alle?) Zweit- und Erstligisten haben ihre Auswahl abgeschlossen. Aber gut, so ist das eben in Zeiten der Pandemie. Und im Föderalismus! In Europa! Ein jeder Regionalentscheid läuft nach eigenen Regeln und eigenem Zeitplan ab. Oder Verfügbarkeit der Programmdirektion. Technischen Möglichkeiten. Was auch immer, wie auch immer.

Vor einiger Zeit hatte ich um die Benennung von Kandidaten gebeten, SIP #GPdlVSC, Sie wissen schon, und nicht ganz überraschend war das Feedback im Blog überschaubar. Hinu kamen einige Benennungen bei Twitter, zudem im persönlichen Gespräch, was natürlich in Sachen Transparenz optimierungswürdig ist, aber nun gut, Pandemie, Föderalismus, Europa, Sie kennen das.

Nachfolgend also die gesammelten Werke, die in einer früheren Version mit hübsch eingebetteten Videos daherkamen, von denen sich aber nicht alle in eingebetteter Version abspielen ließen, und so gibt’s im Sinne der Chancengleichheit eben nur eine popelige Linkliste, was aber insofern irrelevant sein dürfte, als die geschätzten Lesenden ohnehin alle Kandidaten im Ohr haben, aus der täglichen persönlichen Playlist heraus.

  1. Das VfB-Lied
  2. Furchtlos und Troy
  3. Ein Stern (der über Stuttgart steht)
  4. Furchtlos und Treu
  5. Wenn Du mich fragst, wer Meister wird
  6. Stuttgart kommt
  7. Für immer VfB
  8. Rot wia Bluat, weiß wia Schnee

Die Reihenfolge ist eine rein zufällig entstandene, die jeweiligen Interpreten sind in der Regel den Videos zu entnehmen.

Nicht zur Wahl steht dieses Meisterwerk, mangels Vollständigkeit, mangels Video, mangels Hymnencharakter. Zudem sind vorgeschlagene Gesänge auf einzelne Spieler herausgefallen, schweren Herzens.

Nachfolgend also das Abstimmungswerkzeug, die Reihenfolge entspricht der obigen.
Bitte nur einmal abstimmen, Tricksereien mögen zu anhaltendem Juckreiz zwischen den Schulterblättern führen. Die Abstimmung läuft bis zum 7. September, 12 Uhr. MESZ.

 

Nächstes Jahr wieder!

 

In eigener Sache (I):
Natürlich kann niemand diesen Wettbewerb ernsthaft gewinnen wollen!

In eigener Sache (II):
Falls es technische Probleme geben sollte – dieses Blog ist schließlich ein bisschen eingerostet – bitte ich um einen freundlichen Hinweis bei Twitter (@heinzkamke) oder per Mail (blog @ heinzkamke .de).

In eigener Sache (III):
Wir haben jetzt ein Ergebnis.

SIP #GPdlVSC

Wie absurd! Da tut sich in diesem einstmals recht rege betriebenen Blog jahrelang überhaupt nichts, wenn man vom Special-Interest-Produkt (SIP) „Adventskalender“ absieht, und dann kommt der Hausherr einfach so Mitte August mit einem Text um die Ecke, aber nicht etwa, um irgendwelche klugen, zusammengeklauten Gedanken über Fußball und Corona und die Gesellschaft, oder auch nur über den VfB Stuttgart, in die Welt zu tragen, nein, vielmehr geriert er sich als Handlanger eines noch spezielleren SIP: des #GPdlVSC.

GPwas? Ach, fragen Sie nicht! Es hat etwas mit Sankt Pauli zu tun. Dem Millernton. Der übrigens ebenfalls ein adventliches SIP am Start hat, aber das tut heute nichts zur Sache. Wo aber auch, und damit kommen wir zum aktuellen Thema, ein paar Herren am Ruder sind, von denen mindestens einer (Here’s looking at You, Maik!) für seinen, wie soll ich sagen, exquisiten Musikgeschmack bekannt ist.

Und weil man dortzustadte selten klein denkt, dreht man eben am ganz großen Rad und hat so ungefähr die ganze fußballnahe Welt dazu eingeladen, sich mit ihren Hymnen zu beteiligen, am Grand Prix de la Vereinslieder Song Contest #GPdlVSC.

Ja, der Name kann durchaus als Sinnbild verstanden werden für das ganze Konstrukt. Kompletter Unfug, wenn Sie mich fragen. Aber mich fragt ja keiner. Also, außer besagtem Maik. Der mit seinem Team regionale, ähem, Multiplikatoren braucht für sein SIP. Multiplikatoren wie zum Beispiel ein brach liegendes Blog, dessen Reichweite kaum noch messbar ist.

Dieser Maik hat mich also gefragt, ob ich für die Fanmusik beim VfB Stuttgart so ungefähr den Part übernehmen könne, den Barbara Schöneberger beim Contest formerly known as Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne für das deutsche Liedgut innehat.

Besagter Part besteht in unseren Fall in allererster Linie in der regionalen Vorentscheidung. Also in der Auswahl einer Komposition, die im Namen des VfB Stuttgart der Fans einzelner Anhänger des VfB Stuttgart ins Rennen um den #GPdlVSC gehen soll.

Hierfür bedarf es eines zweistufigen Verfahrens, das wie folgt ablaufen soll:
Zunächst darf ich alle Interessierten bitten, in den Kommentaren mögliche Kandidaten zu benennen. Dies sollte insofern ein Leichtes sein, als wir hier in Stuttgart auf gewisse Vorerfahrungen mit Song-Contests zurückgreifen können (Puh).

Gerne zitiere ich an dieser Stelle die Spielleiter vom Millernton:

„Wir hoffen hier natürlich auf die ein oder andere Überraschung, denn beispielsweise beim FC Bayern kann doch wohl bitteschön niemand ernsthaft „Stern des Südens“ bevorzugen, wenn es auch „Tage voller Sonne“ gibt?! Und auch beim FCSP wird es wohl eher nicht „Das Herz von St.Pauli“ werden, unser Favorit wäre ja wahlweise L.A.K. oder ein gewisser Herr Uhlmann, aber auch diese Entscheidung haben wir an ein anderes Medium delegiert, wir wollen ja möglichst unparteiisch sein.“

Überhaupt kann es nicht schaden, deren Ausführungen zum Wettbewerb durchzulesen.

Im zweiten Schritt, der um den 25. August herum beginnen soll, sofern sich der Hausherr bis dahin überlegt hat, wie er es technisch bewerkstelligen will und kann, ist dann wiederum die VfB-affine Lesendenschaft aufgefordert, unter den eingegangenen Vorschlägen, so denn welche eingegangen sind, einen Favoriten auszuwählen.

VfB-Affinität ist insofern ein Kriterium, als wir ja keine Verhältnisse wie beim #ESC mit seinen gekaperten Abstimmungen gutheißen können, ganz zu schweigen von einer Didi-Hamann-Bridge. Auch wenn derlei letztlich nicht zu vermeiden ist. Zumindest aber nimmt sich der Hausherr das Recht heraus, etwaige Vorschläge aus dem Fanmilieu möglicherweise konkurrierender Vereine gar nicht erst zur Abstimmung zuzulassen.

Aber wie gesagt: Das ist erst der zweite Schritt. Zunächst würde ich mich über Vorschläge in den Kommentaren freuen, nach Möglichkeit mit Link, um die jeweilige Einreichung anhören oder auch anschauen zu können.

In eigener Sache (I):
Falls es technische Probleme geben sollte – dieses Blog ist schließlich ein bisschen eingerostet – bitte ich um einen freundlichen Hinweis bei Twitter (@heinzkamke) oder per Mail (blog @ heinzkamke .de).

In eigener Sache (II):
Natürlich kann niemand diesen Wettbewerb ernsthaft gewinnen wollen!

 

vierundzwanzig/
zwanzigneunzehn

Falls sich das Warten aufs Christkind allzu langweilig gestaltet, hier eine kleine Fleißaufgabe:

Zum Abschluss gibt’s ein kleines Potpourri,
um Niemandes Erwartung zu enttäuschen,
von Menschen mit Geschwindigkeitenräuschen –
sie schieben an und bremsen nie zu früh.

Der Beste: Staffelbronze in Annecy.
Platz 3 in Göteborg: stieß nicht mit Bäuschen.
Olympiafans sind – hüstel – aus dem Häuschen:
denn Sommergold und Winter- gab’s fast nie.

Vor Seoul und Silber: Gold in Rom, vor Wentz.
Macht Lincoln Hawk (dem andern) Konkurrenz.
Ist Fullback, isst Kartoffeln, fährt mi’m Radl.

Im Münchner Hürdenvorlauf ausgeschieden.
In Rio über sieben: weitzufrieden.
Nach Sommergold nur Wintersilber – Tadel.

Heiligabend. Ich weiß nicht, wann ich dazu komme, die heutige Lösung kurz hier auszubreiten (morgen, vermutlich), und ich weiß erst recht nicht, wer von den geschätzten Mitlesenden oder Mitschreibenden seiner- oder ihrerseits in den nächsten Tagen nochmal hier reinschaut, drum sag ich es jetzt, wortgleich und ebenso pathetisch wie in den Vorjahren: Danke. War schön.

Ach, und falls noch jemand in den Kommentaren  hinterlassen möchte, welches fantastische Double Feature ihm oder ihr gefehlt hat: nur zu!

Ich wünsche Euch und Ihnen frohe, friedvolle Weihnachten und einen fabelhaften Start in das Jahr 2020, das für uns alle ein gutes werden möge! Und wenn’s mal etwas trüber wird, Sie wissen ja: There’s a light … over at the Frankenstein place!

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dreiundzwanzig/
zwanzigneunzehn

Das Fernsehpublikum kennt nicht so Viele
aus seinem Sport. Inmitten steiler Wände
ward er nicht nur bei jenem zur Legende –
‘ner lebenden, er hat durchaus noch Ziele.

Ein viertes Gold wär was, das ihm gefiele.
Er nähm’s nochmal im üblichen Gelände,
doch weiß man, dass er nicht darauf bestände:
Er mag auch anderswo extreme Spiele.

Er hat wahrhaftig ziemlich abgeräumt,
hält in dem Setting mancherlei Rekorde,
doch nicht im Park und auch nicht auf der Straße.

Dass er von Coubertin im Sommer träumt,
ist klar. Doch in besagten Sportes Horde
begeistert jener in begrenztem Maße.

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zweiundzwanzig/
zwanzigneunzehn

Sie siegte “nur” bei einem Top-Event,
doch holte dabei über zehn Plaketten.
Vielleicht auch mehr, ich würd’ da noch nicht wetten,
grad wenn man ihre Vorgeschichte kennt:

Rund fünfzehn Mal – der Frust ist evident,
man muss sich wohl in Fatalismus retten –
bewirkten andrer Spritzen, Blut, Tabletten
für sie ‘nen Sprung im – Obacht! – Klassement.

Auch in Olympia gibt es ‘ne Medaille
(die falsche, wie Sie sicherlich schon ahnen)
und später lockt ein Wechsel, hin zum Glanze.

Sie will gern einen Gürtel um die Taille,
und noch ‘nen Ring. Doch wie sie noch so planen,
schlägt sie ’nen Haken – Cut! – und stoppt das Ganze.

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