sechzehn/zwanzigneunzehn

Vielleicht hat jener Herr zwei Varianten
von einer einzgen Sportart nur betrieben?
Grad zu Beginn sah man ihn häufig schieben –
ein Träumchen, wie die Herren dabei rannten.

Er kurvte dann in einer sehr rasanten
Fasson in Richtung Ziel. Hat nach Belieben
damit WMs geholt. Genauer: sieben!
Doch eine fehlt. Ob manche das erkannten?

Er schrieb ja noch ein weiteres Kapietel*:
Erfolg nach zähem Kampf, A Hard Day’s Night,
wobei: Die Frise hatte nichts von Beatle.

Mit vier statt zweien brauchte er noch Zeit,
doch letztlich glückte ihm der achte Titel.
Mit Eigenbauten kam er nicht so weit.

* Kein inhaltlicher, nur ein Aussprachehinweis.

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Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert leider gelegentlich), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

fünfzehn/zwanzigneunzehn

Im Zentrum konnte er im Heimatland
in seinem Teamsport die WM gewinnen.
Olympisch war ‘s Jahr drauf das Gold nicht drinnen —
Platz zwei nach Torverhältnis, so der Stand.

Im Einzelsport sah er ganz eklatant
die Nationalitäten rasch zerrinnen,
repräsentierte in der Folge binnen
der Laufbahn gleich vier Flaggen – Emigrant.

Bedingt durch so ’nen Rückschlag in seim Leben
hat sich ’ne Art Superlativ ergeben –
sein Erdteil war ein andrer als zuvor.

Kein Sportler sonst von diesem Kontinent
obsiegte beim Bewerb, den jeder kennt.
Jahrzehnte später stand er nicht im Tor.

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vierzehn/zwanzigneunzehn

Die Kombi ist nun wahrlich nicht so selten,
konnt sich wohl trainingstechnisch weit verbreiten,
geschuldet nicht zuletzt den Jahreszeiten,
und darf als Standard-Double-Feature gelten.

Die Grenzengänger zwischen diesen Welten
kennt unsereins ja schon seit Ewigkeiten.
Ne Frau verpasst um ein paar Haaresbreiten
das zweite Gold im Jahr. Wer wollt’ sie schelten?

Ein Rotschopf holt in beiden Disziplinen
gleich mehrere Medaillen. Dazu kommen
die Tschechin und die zwei US-Geschwister.

Und unsrer? Spielt nicht nur auf beiden Bühnen,
er hat zudem (!) den Paralymp erklommen
mit seinem Partner, sehbehindert ist er.

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dreizehn/zwanzigneunzehn

Er hat sich meist sehr zügig fortbewegt.
Nicht schnell genug, bemerke ich dezent,
bei dem Bewerb, den in dem Sportsegment
die Fanschar hierzuland’ zu schauen pflegt.

Woanders hat er Überschwang erregt,
bewies als Rookie mehr als nur Talent
– erschuf mit seinem “Pass” ein Monument –
und hat zwei Jahre lang Platz 1 belegt.

Er muss die Laufbahn jäh zunächst beenden,
erfreut sich, ganz direkt gesagt, des Lebens.
Lässt’s später bei ‘ner Rückkehr nicht bewenden.

Er sattelt um, bemüht sich nicht vergebens,
ergreift die neue Chance mit beiden Händen:
Vier Goldene sind Zeugnis seines Strebens.

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zwölf/zwanzigneunzehn

Zwei Teamsportarten parallel betrieben,
auf absolutes Topniveau gepolt.
Die Titel dabei stets en gros geholt:
Der nationalen deutlich mehr als sieben.

Kontinental Historie geschrieben:
rein metaphorisch manchen Arsch versohlt
und jeweils den Europacup bejohlt –
man sieht im Geist Konfettischnipsel stieben.

Gut 30 Länderspiele auch gemacht,
als Goalie, zur Verhinderung von Toren.
Dazu ein Ligator erzielt – wie keck!

Im andern Sport war nicht des Tores Wacht
der Job. De facto ging es hier ums Scoren.
Paar hundertfach nen Psalm anhören: Check!

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elf/zwanzigneunzehn

Er spielte Polo, heißt’s in einer Quelle.
Ich weiß nicht recht, er war doch gar nicht posh.
Zwar stimmt es, dass er gerne Bälle drosch,
doch glaub ich nicht an Pferde oder Ställe.

Er siegte dreifach, jeweils auf die Schnelle
– ein Gegner kriegte zweimal auf die Gosch’
(doch andernorts besiegte ihn der Boche) –
beim Hochamt seines Sports. Nun wirklich: Bälle.

Sein Outfit war bisweilen sehr umstritten,
er selbst indes bei Filmstars wohlgelitten
und seinerzeit nur selten ein Verschmähter.

Den kleinen Erstsport gab er bereits dran,
als er mit 19 die WM gewann.
(Nicht Polo, wohlgemerkt, das kam viel später.)

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zehn/zwanzigneunzehn

Ihr Sportverband beschäftigt sich zumeist
mit Laufen, auch mal Gehen, Springen, Werfen,
Im Stadion und – um das Profil zu schärfen –
in Stadt und Land, wie Leser, Du, ja weißt.

Sie ist zu manchem Wettbewerb gereist
und schafft die Quali, ohne Druck und Nerven.
Fährt zur WM, hat wohl noch paar Reserven,
nimmt teil und ist zufrieden. Sportlergeist.

Davor versuchte sie’s auf andern Wegen,
doch schien sie es schon früh drauf anzulegen,
ein neues Ziel zu sehn: Karriereende.

Sie war zwar gut, gewann auch ab und zu
doch war’s zu viel, sie wollte ihre Ruh.
Was bleibt, sind sechs auf einen Streich. Legende.

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neun/zwanzigneunzehn

Weit vor der Wende ging’s olympisch los.
Sie startete im Team mit andern Damen
– ich kannte keine von den Drein mit Namen –
und stand fast an der Spitze des Tableaus.

Die Konkurrenz nicht nur im Land war groß,
sodass ihr an der Zukunft Zweifel kamen:
Man engagierte sich im großen Rahmen,
sie sah die Grenzen ihres Topniveaus.

Es zog sie dann, weil sie noch Ehrgeiz hatte,
auf ein erheblich andres Feld: zur Platte.
Auch dort kam sie zu coubertinschen Weihen.

Erst Silber und vier Jahre später Dritte;
zudem gewann sie, meistens rechts der Mitte,
noch zwei WM. Das imponiert dem Laien.

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acht/zwanzigneunzehn

Sie gelten als verwandt, die Disziplinen,
zumindest auf den allerersten Blick:
Man muss mit Bällen umgehn, braucht Geschick
und kann wohl durchaus Geld damit verdienen.

Für beide gibt es ziemlich große Bühnen
(hängt dabei hierzuland’ ein Stück zurück).
Mir selbst gibt nur die eine einen Kick –
die Sportler dort zähl’n eher zu den kühnen.

Als Patriot, der für Olympia brannte,
nahm er sich frei, versuchte, übte, rannte –
bei ‘nem Versuch ist’s letztlich nicht geblieben.

Im andern Sport gab’s – sorry – pede stante
‘ne Wende, wie man sie zuvor nicht kannte.
Er mit dabei. In Summe: mehr als sieben.

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sieben/zwanzigneunzehn

Ich lehne mich mal ziemlich aus dem Fenster:
So ohne Google wird’s heut‘ ganz schön eng.
Den Namen nennt man nicht aus der Lamäng.
Kotinosmäßig ist er kein Bekränzter.

Sein Trainingsaufwand ist wohl ein begrenzter,
der Weg zu Wettkampforten oft auch läng-
er, und der Winter leider nicht so streng.
Sobald jedoch Olympia ansteht, glänzt er!

Sein sommerlicher Weg hat Hand und Fuß:
Besiegt final ein Schwergewicht zur Quali –
die Niederlage dort ist dann ne glatte.

Im Winter hakt’s, er scheitert, hat den Blues.
Da plötzlich: Letzte Ausfahrt Island, dalli!
Er schafft’s, nimmt teil, steht wieder auf die Matte.

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