11 Freumde und Kampke. Fragen und Antworten.

Die 11 Freumde, ihres Zeichens Exponenten der Fußballkultur, bleiben uns gewogen. Auch in Liga zwei werden sie den VfB nicht vergessen und lassen daher erneut einen Schlurch- und Popelsblogger zu Wort kommen, der sich nach bestem Wissen und Gewissen müht, die Antworten nicht ganz so vertraut klingen zu lassen wie die Fragen. Gelingt nicht immer. Zudem wurde er von der Realität eingeholt: Anders als zum Zeitpunkt der Beantwortung steht mittlerweile fest, wie der Sportdirektor des VfB Stuttgart heißt. Diese rasche Entscheidung war nicht abzusehen.

Und hier noch ein Zitat in eigener Sache, von @MickyRust:

Die geneigte Leserin ahnt, dass auf dieser 2/3-Seite nicht allzu viel Inhalt Platz hat. Falls also jemand den Rest lesen möchte: here You go!

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Darum muss man meinen (sic!) Blog lesen:
Muss man nicht. Reimt sich noch nicht mal.

Die neue Saison könnte ganz eventuell legendär werden, weil…
… die legendärste zweite Liga aller Zeiten zum letzten Mal im frei empfangbaren Fernsehen läuft.

Wenn ich an die vergangene Saison denke, dann…
… funktionieren die Filter in meinem Kopf erstaunlich gut.
Spieltage 17-21: Europapokalträume!

Wenn ich einen durchgeknallten russischen Milliardär kennenlerne, kaufe ich meinem Klub…
… alle Spieler, die sich die aktuelle sportliche Führung wünscht. Wenn man nur wüsste, an wen man sich da wenden muss. Und wie immer: Joshua Kimmich.

Mein schlimmster Albtraum…
… wäre ein planlos herumdilettierender Verein. Honi soit.

Aus meinem Team auf dem Zettel haben muss man…
Thomas Hitzlsperger. Ohne Zettel kann man sich seine Funktionsbezeichnung gar nicht merken.

Die lustigste Fan-Aktion der vergangenen Saison war…
Wie gesagt: Es gab ein paar gute Spieltage, und der Rest war Elend. Nix mit lustig.

Auswärts brauche ich Bier, drei Punkte und…
… jemanden, der das Bier trinkt. Aber eine rote Wurst nähme ich gern.

Das müsste passieren, damit ich nie wieder ins Stadion gehe…
Solange dort Fußball gespielt wird, stellt sich die Frage nicht.

Meine Klatschpappe benutze ich beim nächsten Stadionbesuch um…
… den freundlichen jungen Menschen, die den Gästefans so hübsche Dinge wie “Schwule und Zigeuner” zurufen, ein bisschen Sauerstoff zuzufächeln. Zunächst. Vielleicht hilft’s ja.

Mein Verein muss an den DFB Strafe zahlen, weil/wir ich im Stadion…
… das verunglimpfende Banner “Hey DFB, Du bist manchmal ein bisschen gemein!” zeigen.

Exakt so läuft jeder Heimspielsamstag bei mir ab:
Möglichst zum Neckarstadion radeln, ein paar Minuten zu spät zum Treffpunkt kommen, rote Wurst und Kaltgetränk, überzogen optimistischen Tipp abgeben, “Auf geht’s Jungs aus Cannstatt!”, am Ende resigniert den Kopf schütteln, bedröppelt nach Hause radeln.

Am Montagabend ins Stadion gehen ist wie…
… an jedem anderen Tag in erster Linie ein Vergnügen. Leider ist es jedoch für zu viele ein unmögliches Unterfangen, kann also weg.

Unser aktuelles Trikot ist…
… optisch verlässlich.

Wenn David Guetta Stadion-DJ wird, dann…
… setze ich auf sein Gespür für Pausen. Lange Pausen. Alles andere ist irrelevant.

Auf diese Schlagzeile warte ich schon seit Jahren…
“Osterei gelegt: VfB kann für die neue Bundesligasaison planen!”
Ich werde wohl noch ein Weilchen warten.

In fünf Jahren ist mein Klub…
… immer dann in aller Munde, wenn schwächelnde “Traditionsvereine” gefragt werden, an wem sie sich bei ihrer sportlichen Konsolidierung orientieren wollen. (Hüstel.)

Die Liga nach unten verlässt…
Wer spielt denn überhaupt in dieser zweiten Liga? (Man muss seine überhebliche Absteigerhaltung schließlich offensiv transportieren.)  Wie auch immer: Wichtig wäre mir, dass es nicht den VfB trifft.

Leipzig ist weg, jetzt steigen wir auf, weil…
… soundsovieltausend Dauerkarten verkauft sind. Aufbruchstimmung olé! Übers Sportliche reden wir später. Mit wem auch immer.

Außerdem geht noch hoch…
Heidenheim. Einfach wegen Frank Schmidt. Ob der Kader das hergibt? Keine Ahnung.

Wäre mein Klub ein Mittagessen, dann definitiv…
Verlorene Eier.

Für 10 Millionen in die zweite englische Liga verlässt uns im Winter…
Robin Dutt. Verzichtet auf ausstehende Restzahlungen, weil er seinem Herzen folgen und wieder Trainer werden will,

Wenn ich einem Außerirdischen Fußball erklären müsste, würde ich sagen:
“Hier, Euer Ball. Macht einfach, das wird schon.”

Eine Blutgrätsche verdient hätte…
Leider Thomas Hitzlsperger. Gerne von Joshua Kimmich.

Wenn mein Klub vorm VfB landet, dann…
… ist irgendwas mit der Matrix nicht in Ordnung.

Die US-Variante meines Klubs hieße…
Wannabe Wild Horses.

Den Namen unseres Stadions finde ich…
… perfekt. “Neckarstadion” klingt doch super.

Fußball gucke ich am liebsten…
Ja, stimmt weiterhin.

Von dieser EM-Truppe könnte sich unsere Mannschaft eine Scheibe abschneiden…
Immer wieder Italien. Es muss großartig sein, wenn man weiß, dass hinten nichts passiert.

Diese Saison als erstes gefeuert wird…
… der eine oder andere Nachzügler aus der Ära Dutt.

Und falls es doch nicht  der Coach von 1860 ist?
Der Eventmanager, der für die EM-Berichterstattung in der ARD verantwortlich zeichnet.

Packing war gestern: In dieser neuen Statistik wäre mein Klub ganz vorne…
Wissen wir ja alle: Eigentore pro, nun ja, vielleicht Spieltag?

2. Liga ist viel schöner als Bundesliga, weil…
Nein. Einfach nein.

Zwischenbescheid

Die Saison läuft. Hier noch nicht, offensichtlich, aber sonst überall. Auf den Trainings- und Testspielplätzen der Republik und der Trainingslagerpauschalanbieter, in Fernsehen, Zeitungen und Gerüchteküchen, mitunter auch in den Blogs, obschon auch dort der eine oder die andere eine sommerliche Brise durchwehen und den Herzensverein einfach mal eine Weile Herzensverein sein ließ. Die wunderbaren Kollegen vom Vertikalpass und von Goldmann saxt focht das nur ein bisschen an – sie zeigten weiterhin Flagge, nur ein kleines bisschen seltener, dafür ein etwas größeres bisschen grundsätzlicher. Schön so.

Hier, also genau hier, herrschte indes beredtes Schweigen, das wohl als Ausweis eines gewissen erarbeiteten Grundvertrauens in Robin Dutt und eines Vertrauensvorschusses für Alexander Zorniger gelten darf. Letzterer scheint sportlich so manches verändern zu wollen, was vielerorts für eine gewisse Unruhe sorgt, so auch bei mir, wo sich Besorgnis und Vorfreude ob der so nicht angekündigten, sondern lediglich von mir so interpretierten Jagd nach dem Ball nicht ganz die Waage halten, will sagen: ja, der Gedanke, die Spielweise und -freude der letzten paar Saisonspiele könnten ein kurzes Intermezzo und Vergnügen gewesen sein, missfällt mir; der Gedanke, Zorniger könnte wissen, was er tut, und würde zudem einen Teufel tun, Filip Kostić‘ Stärken zu ignorieren, ist indes deutlich stärker.

Oder war es zumindest, ehe mit Martin Harnik ein von mir nicht zuletzt abseits des Feldes sehr geschätzter Spieler nach meiner Lesart überraschend deutlich seine Skepsis gegenüber dem neuen System, oder dessen Umsestzbarkeit zum Ausdruck brachte. Was natürlich auch an einer verzerrten medialen Darstellung liegen kann, oder daran, dass Harnik selbst seine Felle davon schwimmen sieht – ich kann das nicht beurteilen, weiß ja nicht, was in den Vorbereitungsspielen so passiert, aber es wäre natürlich denkbar, dass der Trainer im neuen System, wiewohl Harnik als schneller Stürmer gut geeignet scheint, dann doch eher Timo Werner neben Daniel Ginczek sieht. Aber jetzt wird’s hier schon wieder viel zu wild.

Wie ich in den letzten Wochen also so gar nichts andachte, sprang mir zufällig die Sache mit den beiden misslungenen Schalker Medizinchecks ins Auge, die sich dann unversehens in einen 140zeichigen Fünfzeiler gedrängt sahen:

Da waren sie also wieder, diese leidigen fünf Zeilen, die sich in mein Gehirn bohren und mich schubweise nicht in Ruhe lassen, langjährige Mitlesende mögen sich erinnern. Damit mir künftig für solche Fälle ein Ventil zur Verfügung gestellt, habe ich einen Tumblr mit dem ebenso überraschenden wie überraschend freien Namen fuenfzeiler.tumblr.com auf die Beine gestellt und dort ein paar Verse veröffentlicht. Ohne expliziten thematischen Fokus, aber ganz unvorbereitet wird es die Lesende nicht treffen, wenn auch dort gelegentlich von Sport oder gar Fußball die Rede ist.  Vom VfB eher nicht, bis dato, aber auch das mag sich noch ändern.

Kurz zum VfB geäußert habe ich mich indes im Saisonheft der 11 Freunde. Betonung auf kurz, denn wie schon im Vorjahr ist der Raum für die bloggenden Zulieferer deutlich knapper bemessen als in früheren Jahren. Da indes der Fragebogen selbst nach wie vor die alte Länge hat, dokumentiere ich nachfolgend meine Antworten, deren Einordnung möglicherweise durch die Information erleichtert wird, dass zum Zeitpunkt der Beantwortung der Wechsel von Sven Ulreich bereits bekannt war, das Karriereende von Marcell Jansen indes noch nicht, und auch das VfB-Trikot war noch nicht offiziell vorgestellt worden.

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Die neue Saison wird legendär, weil

sie wie immer dazu verdammt ist, die legendärste Bundesligasaison aller Zeiten und Welten zu sein.

Wenn ich an die vergangene Saison denke, dann…

… erinnere ich* mich glücklicherweise nur noch an die letzten paar Spiele – und träume konsequenterweise von Europa 2016.

Wenn ich einen durchgeknallten russischen Milliardär kennenlerne, kaufe ich meinem Klub

… ein bisschen Geduld. Um einen behutsamen Weg in andere Tabellenregionen nicht an kurzfristigen Ambitionen scheitern zu lassen. Ach, und Joshua Kimmich.

Mein schlimmster Albtraum…

wäre am Saisonende, den VfB mal kurz VfB sein lassend, eine aufgeblähte Europameisterschaft, bei der jedes zweite Uefa-Mitglied teilnehmen darf und der Weltmeister zusieht.

Mein Held vergangener Jahre…

heißt, um mal nicht ganz so weit in die Vergangenheit zu blicken, Sami Khedira. Wir durften ihm ein paar Jahre aus der Nähe zusehen, feiern seinen Meisterschaftskopfball noch heute und wussten lange vor Kevin-Prince Boateng, dass er in Südafrika eine wichtige Rolle spielen würde. Es ist kein Zufall – und keine Selbstverständlichkeit –, dass in Stuttgart nach wie vor nur in den höchsten Tönen von ihm gesprochen wird.

Die lustigste Fan-Aktion der vergangenen Saison war

Lustig war gar nicht so en vogue. Aber das ebenso entschlossene wie melodische „Nazis und Idioten“, mit dem mein Stadionnachbar deren Schmähgesang „Schwule und Zigeuner“ kaperte, hat sich einen Platz in meinem Herzen gesichert.

Auf Auswärtsfahrten darf niemals fehlen…

Da ich leider nur sehr selten auswärts fahre, darf bei diesen Spielen vor allem eines nicht fehlen: der Zugang zu einer Fußballkneipe mit Konferenzabneigung und VfB-Sympathie.

Ich gehe nie wieder ins Stadion, wenn …

Quatsch! Ich gehe immer wieder in Fußballstadien. Das könnte, so inkonsequent das auch sein mag, selbst eine konzertierte Aktion aller regelmäßig verdammten Geißeln des heutigen Fußballs nicht verhindern.

Mit einer Klatschpappe kann man prima…

Gibt’s die noch? Vielleicht befinde ich mich in einer privilegierten Situationen, aber ich kann mich nicht erinnern, in der Cannstatter Kurve eine gesehen zu haben.

Mein Verein muss an den DFB Strafe zahlen, weil wir im Stadion

die zulässige Dezibelzahl überschritten haben, oder wie war das? Und vor allem: Wer hätte das vom ach so anspruchsvollen Stuttgarter Publikum gedacht?

Unser aktuelles Trikot ist…

… bis dato noch nicht vorgestellt worden. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es diesmal weiß wird, vielleicht mit einem roten Ring auf der Brust. Möglicherweise auch noch auf dem Rücken.

Wenn Pep Guardiola im nächsten Jahr nicht mindestens vier Titel holt, dann

… steht zu befürchten, dass irgendwo ein Sack Reis umfällt.

Auf diese Schlagzeile warte ich schon seit Jahren…

Ulreich sichert seinem Verein die Europa-League-Qualifikation.

Diesen Fußball-Twitteraccount habe ich immer im Auge…

@collinaserben. Ich bin nicht immer einverstanden, gelegentlich auch dezidiert anderer Meinung, schätze aber den Blickwinkel und dessen Vermittlung. Und bewundere das dicke Fell.

Der nächste Pokal im Trophäenschrank meines Klubs ist…

… selbstverständlich nur eine Frage der Zeit. Dass es allerdings mit dem obligatorischen einen Meistertitel pro Jahrzehnt auch in den 10er Jahren klappt, wage ich noch nicht mit letzter Gewissheit zu behaupten

Fußball gucke ich am liebsten

Ja. Nach wie vor.

Die Erste Liga verlässt nach unten…

Die letzten Jahre hatte ich mich hier auf Peter Gagelmann kapriziert. Aber das Ding ist ja durch. Dann halt etwas seriöser: sorry, Ihr Lilien! Und die Hertha würde mich noch etwas weniger überraschen als die acht bis zehn ähnlich ernsthaften Kandidaten.

Gegner des HSV in der Relegation wird…

Drei Mal sei Hamburger Recht, wollt Ihr sagen? Von mir aus. Solange der VfB mindestens einen Platz vor dem Relegationsrang steht, ist mir völlig egal, ob der HSV absteigt oder nicht. Auch wenn man sich das dort nur schwer vorstellen kann.

Folgender Filmtitel beschreibt meinen Verein perfekt:

Planet der Affen

Wenn ich Trainer wäre, würde ich zuallererst…

… Twitter fragen. #followerpower!

Wenn Aliens auf der Erde landen und ich ihnen Fußball erklären müsste, würde ich sagen…

Hier, Euer Ball. Macht mal, das wird schon.

Die Superkraft meines Vereins ist…

Linksverteidiger zu verpflichten, die eigentlich keine sind. Unerklärlich, dass Marcell Jansen hier noch nicht unter Vertrag war.

Der USA-Franchise-Name meines Klubs wäre…

Wannabe Wild Horses. Ohne Stuttgart im Namen, Arsenal-Style. Und dann die Stuttgartsager auslachen.

Dieses Extra würde unser Stadion perfekt machen:

Jemand, der weiß, wann man lustige Tor- und sonstige Musiken einfach mal weglassen sollte. (“Immer” wäre möglicherweise eine ganz gute Richtschnur.)

 

* Das „ich“ ist ein Nachtrag. Es stand so nicht in meinen Originalantworten. Und so sehr ich mich in der Vergangenheit darüber geärgert habe, dass meine Antworten zum Teil sinnentstellend verändert wurden, so froh wäre ich im vorliegenden Fall über eine redaktionelle Bearbeitung gewesen.

Dann halt doch: VfB-Content. Ein bisschen.

Es lässt sich wohl nicht mehr weiter hinauszögern. Zu eindeutig sind die Signale, zu schnell rückt das Großereignis in den Hintergrund, zu unerquicklich sind die Sommerlochthemen, zu medienpräsent ist die Versammlung. Kurz: es ist wohl an der Zeit, sich wieder mit dem VfB zu befassen. Wenn auch nicht mit den Versammlungsthemen, will sagen: mit der „alternativlosen“ Ausgliederung, mit den neuen Aufsichtsräten, die ihre Unternehmen in Stellung bringen, Sie wissen schon.

Auch nicht mit dem Urlaub, übrigens, aus dem Herr Bobic zurückgekehrt ist, wie Herr Wahler jüngst in bemerkenswerter Art und Weise betonte, oder gar mit den Krachern, deren Ankündigung dann ja doch eher ein wenig flapsig zu verstehen gewesen sei, wenn ich Herrn Wahler recht verstanden habe.

Oh, Verzeihung, mit den Krachern hab ich mich dann ja doch befasst, mit einem zumindest, wenn auch in Wahler’scher Manier: flapsig. Der eine oder die andere hat es vielleicht schon gesehen, bei der Lektüre des Bundesliga-Heftchens der 11 Freunde, wo ich wiederum ein paar mehr oder weniger ernsthafte Sätze zum VfB sagen durfte. Geübten Lesenden wird aufgefallen sein, dass die BloggerInnenbilder entfallen und die Fragebögen kürzer geworden sind.

Da indes die Antworten pro Fragebogen ähnlich zahlreich und auch ähnlich umfangreich waren, es sei denn, ich hätte eine abweichende Version beantwortet, will ich meine vollständige, ungeschminkte und tatsächlich nur sehr bedingt originelle Wahrheit gerne hier veröffentlichen:
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Die neue Saison wird legendär, weil…

sich der 1. FC Köln zum besten Aufsteiger aller Zeiten aufschwingt. Nicht nur nach Punkten.

Wenn ich an die vergangene denke, dann kriege ich…

zum einen das kalte Grausen, zum anderen: Zweifel. Am Verein und an mir selbst. Es gibt mir zu denken, wie bereitwillig ich mich zwischenzeitlich in den scheinbar unabwendbaren Abstieg fügte. Die Labbadia-Jahre haben mich mürbe gemacht.

Mein schlimmster Alptraum…

Der VfB tut all das, was die Fans wollen: er wechselt die ungeliebte Vereinsführung aus, den weinerlichen Trainer gleich mit, ersetzt ihn durch ein junges Eigengewächs, setzt auf „junge Wilde“ – und dann geht trotzdem alles schief. (Ein Alptraum halt. Völlig unvorstellbar.)

Auf diese Schlagzeile warte ich seit Jahren…

„Die bessere sportliche Perspektive des Vereins gab den Ausschlag für meinen Wechsel zum VfB.“

Meine steile These für meinen Auftritt im DSF-Doppelpass…

Rudolph Brückner hätte echt etwas aus dieser Sendung machen können.

Die lustigste Fanaktion der letzten Saison…

In Stuttgart war dem gemeinen Fan einmal mehr nicht so sehr nach Lachen zumute. Aber die Choreo zum 120. Geburtstag machte was her. Und der Jubel für Thomas Hitzlsperger am letzten Spieltag fühlte sich gut an.

Mein unrealistischer Fünfjahresplan…

wird bereits im zweiten Jahr von der noch viel besseren Realität überholt. Endlich wieder Champions League – und im Halbfinale wartet Meister Köln.

Mit meinem 10-Millionen-Lottogewinn kaufe ich meinem Klub…

lieber nichts. Nachdem ich vom Verfall des Vereinswerts gelesen habe, triebe mich die Sorge um, mit den 10 Millionen gegen 50+1 verstoßen zu können. Aber vielleicht ließen sich ja mit Bruchteilen des Geldes die Einrichtung eins Fanprojekts und die Aufarbeitung der Nazihistorie beschleunigen.

Mein Verein braucht eine neue Hymne. Gesungen von… , weil…

Armin Veh, weil dem Verein ein bisschen mehr Selbstironie nicht schaden könnte.

Diesmal feiert der FC Bayern feiert die Meisterschaft bereits am…

letzten Spieltag. Der DFB besinnt sich dann aber eines Besseren und hält sich doch an die offizielle Tabelle.

Und wenn nicht, kommt am Ende raus, dass Pep Guardiola…

die Anweisungen von Mastermind Hermann Gerland in den entscheidenden Spielen ignoriert hat.

Absteigen müssen leider…

immer noch die Mannschaften, die sportlich nicht gut genug sind. Wird in traditionsbewussten Kreisen gerne mal beklagt, ist aber ein ganz gutes Konzept.

Die große Überraschung der Saison…

wird aus Stuttgarter Sicht der versprochene „Kracher“, den der VfB in der Winterpause dann tatsächlich kauft: Moritz Leitner. Ach, und Labbadias Comeback bei den abstiegsbedrohten Schalkern.

Und wohin pinkelt Kevin Großkreutz?

Das möchte ich noch immer nicht wissen.

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Ein Fragebogen halt, mit gezwungen halbwitzigen Antworten. Ich hoffe, die neue Saison gibt mehr her.

Rote Bullen, detailliert gecovert

Es gibt gute Gründe, die 11Freunde zu mögen. Vermutlich gibt es gute Gründe, sie nicht zu mögen. Ganz bestimmt gibt es Gründe dafür, dass ich in den letzten Monaten eine Reihe der Hefte eher rudimentär gelesen habe, und ich will damit nicht einmal einen Qualitätsverlust andeuten, sondern lediglich den Umstand, dass sich Prioritäten phasenweise, manchmal auch dauerhaft, verschieben können.

Mein aktueller Grund, die 11Freunde ganz besonders zu mögen, ist – nicht zum ersten Mal – ein Cover. Ja, es hat schon wieder einen Bayern-Bezug, stimmt, aber damit kann ich umgehen, gerade beim Quasi-Saison-Sonderheft, wo ich dem Meister der Vorrunde durchaus ein naturgegeben erscheinendes Vorrecht zugestehen würde. Was mir, neben den „Bullen“ auf der Beifahrertür, vor allem gefällt, ist die implizite Aufforderung an mich, endlich wieder Breaking Bad zu schauen:

11freunde_sonderheft2013

Daneben verblassen gewiss alle anderen Gründe; einen möchte ich gleichwohl noch nennen: das BloggerInnen-Sonderheft. Ebenfalls zum wiederholten Male. Einfach weil ich mich freue, dass da einige Onlinemenschen auch mal gedruckt zu Wort kommen, die ich sehr gerne im Netz lese, oder vielleicht auch bisher nicht gelesen habe, die mich nun aber neugierig gemacht haben, vermutlich auch einige, die ich auch weiterhin nicht lesen werde (phasenweise oder dauerhafte Prioritäten, Sie wissen schon). An dieser Stelle wäre eine Diskussion darüber denkbar, was man von der Formulierung „jemanden lesen“ halten mag oder auch soll.

In aller vorgeschobenen Bescheidenheit und nicht gänzlich frei von Narzissmus weise ich an dieser Stelle etwas verschämt darauf hin, dass auch ich selbst ein paar Sätze zu diesem Heftchen beitragen durfte. Und weil Redaktionen nun mal so funktionieren, wie sie funktionieren, sind einige meiner Einschätzungen zur Bundesliga im Allgemeinen und zum VfB im Besonderen der Schere zum Opfer gefallen oder ein wenig optimiert worden, was dann ja im Einzelfall auch den Zungenschlag ein wenig verändern mag.

Hier meine komplette Rohversion:

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Die neue Saison wird legendär, weil:
… wir, wie immer, gar nichts anderes akzeptieren würden.

Wenn ich an die vergangene Saison denke, dann…
…stelle ich fest, dass sich eine Grundwahrheit des Fußballs wieder einmal bestätigt hat: die Tabelle lügt nicht. „Gleichwohl“, so murmle ich vor mich hin, „scheint sie dem in Stuttgart gespielten Fußball ein bisschen zu schmeicheln. B-Noten-Absteiger!“

Wenn ich einen durchgeknallten russischen Milliardär kennenlerne, kaufe ich meinem Klub …
… in all meiner Naivität noch immer ab, dass er sich nicht mit durchgeknallten russischen Milliardären einlassen wird.

Mein schlimmster Albtraum:
Gerd E. Mäuser fährt, huldvoll winkend, auf einem kroatischen Powerboot in das Neckarstadion ein. Das willfährige Volk erhebt sich ehrerbietig. Mäuser streicht sich zufrieden über den Schnurrbart und singt: „I did it the Stuttgart way.“

Mein Held vergangener Jahre:
Gerhard Mayer-Vorfelder. Manfred Haas. Erwin Staudt. Merkt man ja häufig erst hinterher.

Die lustigste Fan-Aktion der vergangenen Saison war…
…der gleichermaßen lustig wie würdevoll inszenierte Striptease zahlreicher Fußballfans in eigens vorbereiteten Zelten. Wenn es nicht so absurd gewesen wäre, hätte man es fast für echt halten können.

Auf Auswärtsfahrten darf niemals fehlen…
Tacker. Locher. Rechtsbeistand.

Ich gehe nie wieder ins Stadion, wenn…
…es irgendwann Arena heißt und einen Sponsorennamen trägt. Oder so.

Mit einer Klatschpappe kann man prima….
… über den lustigen Fächer reden, den sie (oder er) vergnügt in der Hand umherwirbelt.

Mein Verein muss an den DFB Strafe zahlen, weil wir im Stadion…
… gemeinsam mit Martin Harnik lautstark den Konsum von Alkoholika propagieren. Die Zahlung erfolgt allerdings sachgerecht an die Uefa.

Unser aktuelles Trikot ist…
…ein kleines bisschen anders. Was nicht allen zusagt. Mir schon.

Wenn Pep Guardiola im nächsten Jahr nicht mindestens vier Titel holt, dann…
… sollte man Bruno Labbadia eine Chance geben. Die hätte er verdient.

Auf diese Schlagzeile warte ich schon seit Jahren…
„Rückblende: Als Homosexualität im Fußball noch ein Aufreger war“

Diesen Fußball-Twitteraccount habe ich immer im Auge…
Transfermarkt. Immer wieder schön, wenn ein mir völlig unbekannter Name in acht verschiedenen Gerüchten auftaucht.

Der nächste Pokal im Trophäenschrank meines Klubs ist…
… der Mercedes-Benz Junior Cup. Und selbst da liegt der letzte Sieg sechs Jahre zurück. Aber vielleicht wird Harnik ja Weltmeister.

Fußball gucke ich am liebsten…
Punkt. Und zwar auf dem Sportplatz. Mit oder ohne Tribüne. Auf Rasen oder Asche. Bambini oder alte Herren. U19-Junioren oder Frauen. Fußball halt.

Die Erste Liga verlässt nach unten…
Herr Gagelmann. Manchmal muss man (hier: ich) zu seinen völlig subjektiven und willkürlichen Überzeugungen stehen. Irgendwann behalte ich recht. Und wenn’s nur altershalber ist. Den Grund habe ich übrigens längst vergessen.

 

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In den vergangenen Jahren hatten die beteiligten Blogger jeweils die Gelegenheit, drei Sonderhefte an ihre Leser zu verschenken. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob dem heuer auch so ist. Ich tu jetzt einfach mal so. Im Zweifel muss ich die Suppe dann halt selbst auslöffeln. Beziehungsweise diejenigen, die an Stelle eines Heftes dann (und nur dann!) halt ein VfB-Schweißband bekommen, oder was ich sonst halt so finde.

Es gibt da allerdings einen Pferdefuß: all diejenigen, die bis hierher gelesen haben und ganz leise bei sich dachten: „Puh, sieht gut aus. Der Text ist fast durch und ich musste immer noch keine in Form gepressten Limerickverschnitte lesen“, die muss ich enttäuschen. Die Verse kommen noch. Ansonsten kommt aber im Grunde nichts mehr. Wer also möchte, kann sich an dieser Stelle ohne Informationsverlust ausklinken.

Wer indes ein Heft ein Schweißband Ruhm und Ehre vielleicht irgendwas gewinnen will, muss da jetzt durch: drei Fünfzeiler, jeder beschreibt eine mehr oder minder bekannte Spielsituation aus der mehr oder minder weit entfernten Vergangenheit, und jeder ist für ein(e) Dings gut.

Ich darf also um Auflösung in den Kommentaren bitten, und zwar nur um je eine hinreichend konkrete Antwort pro Teilnehmer/-in. „Hinreichend konkret“ beinhaltet nicht zwingend ein exaktes Datum, wohl aber eine aussagekräftige Benennung der Situation, die Verwendung von Spielernamen und Mannschaften, Sie wissen schon.

Wer die Antworten ergoogelt, erbingt oder Telefonjoker zu Rate zieht, ist ein erbärmlicher Wicht. Oder eine ebensolche Wichtin.

Szene 1:
Erst sehn wir McAllister blassen,
dann Anderton königlich passen.
Colin Hendry wirkt tapsig,
der Jubel, hm, flapsig:
im Zahnarztstuhl hebt man die Tassen!

[Lösung. Von McAllister bis zum Zahnarztstuhl.]

Szene 2:
Die ältere Dame: erstaunt.
Das Publikum: unwirsch, es raunt.
Denn der Hüter hält alles.
Bis zum Fall eines Balles –
ein Exkusener: bestens gelaunt.

[Lösung. Nein, ich mag die Tonalität auch nicht.]

Szene 3:
Ein Mann mit elastischen Beinen
ließ Tifosi (dahoam!) bitter weinen.
Deren Stürmer: verwirrt.
Dessen Elfer: verirrt.
“Spaghetti legs!” jauchzten die Seinen.

[Lösung. Vgl. das schönere Video in den Kommentaren.]

Dysfunktional

Komischer Kerl, der Kamke.

Auf der einen Seite betrachtet er die Entwicklung des Fußballs völlig nüchtern. Wundert sich über den Kampf „gegen den modernen Fußball“, und das nicht nur, weil er froh ist, keinen Libero mehr zu sehen, sondern unter anderem auch deshalb, weil er nicht mehr auf unüberdachten Tribünen in 60er-Jahre-Stadien stehen will und betriebswirtschaftliche Themen nicht per se als das Böse betrachtet. Macht kein Hehl daraus, dass er das „Projekt Hoffenheim“ vor Jahren als spannenden Feldversuch betrachtete und noch heute interessiert verfolgt.

Hat keine Berührungsängste mit einem deutschen Meister VfL Wolfsburg und ziemlich wenig Verständnis für die noch immer hoffähigen Hinweise auf den bösen Leverkusener „Plastikclub“, der seit 1979 ununterbrochen in der Bundesliga ist (was nur vier andere Vereine von sich behaupten können). Und heißt dereinst RasenBallsport Leipzig in der Bundesliga willkommen, so sie sich denn sportlich qualifizieren.

Und auf der anderen Seite ist er ein Sozialromantiker. Den ein ungutes Gefühl beschleicht, wenn er, wie seit geraumer Zeit üblich, liest oder hört, dass ein Spieler „funktioniere“, oder eben nicht.

Dass es im aktuellen Fall gerade – zufällig, möchte er sagen – Klaus Allofs ist, der sich bei den 11 Freunden gleich doppelt (das erste Mal durch die Fragestellung dahin gedrängt, das zweite Mal aus freien Stücken) so zitieren lässt, dürfte er – angesichts seiner Wertschätzung für den besonnen wirkenden Bremer Vorstand – nebenbei ein wenig bedauern; der Irritation tut das keinen Abbruch, vielleicht im Gegenteil.

„Ich bin mir zum Beispiel sicher, dass ein Wesley oder Marko Marin vor fünf Jahren beim SV Werder Bremen, unter anderen Vorzeichen, richtig gut funktioniert hätten.“

Zwei kleine Rädchen im Getriebe der Bremer Angriffsmaschinerie, sozusagen. Abnutzungsteile, womöglich, die man jederzeit austauschen kann. Oder anders gesagt: eine treffende Zustandsbeschreibung des Profifußballs? Vielleicht.

Dennoch: dem Kamke, also mir, gefällt sie nicht, die Reduktion des Fußballspielers auf seinen Anteil am Produktionsprozess. Klingt so entmenscht, irgendwie.

(Wäre ich firm in Sachen Kapitalismuskritik oder in dem, was gerne einmal pejorativ als Klassenkampfrhetorik bezeichnet wird, könnte ich mein Unbehagen vermutlich besser ausdrücken.)

Kapitalismuskritik am Beispiel von Fußballprofis. Hat was. Veröffentlicht, wie ich grade mitbekomme, am Tag, an dem besagter Klaus Allofs zunehmend ernsthaft nachgesagt wird, im Winter zu besagtem VfL Wolfsburg zu wechseln.

Ich habe mich wohl ein bisschen verlaufen. Was ich sagen will (falls man es nicht erahnen kann):
Gefällt mir nicht, wenn Menschen „funktionieren“ sollen.

Die Tasci-Kehre und anderer Unfug

Ungeachtet der Informationsebbe der letzten Wochen hat sich die Welt weitergedreht, auch in Cannstatt. Allzu viel habe ich nicht mitbekommen. Sicher, ich weiß, dass man die Mainzer nicht mehr mögen darf, nachdem sie sich in der Ansetzungsposse für den ersten Spieltag nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben, und ich weiß auch, dass die jungen Wilden am Samstag Anschauungsunterricht bei den noch jüngeren Wilden von der U19 nehmen durften, während die alten gar nicht so Zahmen in Falkendings gewannen. History repeating, ist man geneigt zu sagen, und da passt dann auch ins Bild, dass Fredi Bobic bei der Mitgliederversammlung (interessante Erfahrung, direkt im Stadion, auch wenn ich zeitig wieder aufbrechen musste) vom „Erwachsenenfußball“ sprach, der – sinngemäß – höhere Ansprüche stelle als der Juniorenfußball.

Nun glaube ich, mich zu denjenigen zählen zu dürfen, die bereits in den vergangenen Jahre regelmäßig Kritik an den geringen Einsatzzeiten junger Spieler übten, namentlich im Vorjahr insbesondere bei Holzhauser, dem nicht mehr ganz so jungen Gebhart und, kurzzeitig, ehe die Sache anders gelöst wurde, Bernd Leno, und ich zähle ganz gewiss zu denjenigen, die sich sehr darüber ärgern, dass man den Nachwuchs beim Pokalspiel komplett zuhause ließ. Die Aufregung über den Erwachsenenfußball kann ich gleichwohl nicht nachvollziehen, zumindest nicht mit Blick auf die Mitgliederversammlung, wo Fredi Bobic auf mich den Eindruck machte, nach einem passenden Wort zu ringen, um seinen Satz über die nicht ganz trivialen Anforderungen des, äh, wie soll ich denn nun sagen, Seniorenfußballs zu Ende zu bringen. Ich bin sofort dabei, wenn es darum geht, die Situation der jungen Spieler beim VfB zu kritisieren; die hämische Verwendung eines böswillig zu interpretierenden Begriffes ist mir indes unangenehm.

Egal. Nach dem Aufgalopp in Brandenburg geht es nun richtig los. Der Kevin ist in der Stadt und sorgt unter freundlicher Mithilfe von Presse, Funk und Fernsehen dafür, dass es auch jeder mitbekommt. Sei ihm gegönnt. Und am Samstag beginnt die Bundesliga. Zur Champions-League-Uhrzeit, wenn das nichts ist.

In der Sommerpause hatte ich das Vergnügen, mich aushäusig ein bisschen mit dem VfB zu beschäftigen bzw. meine Ansichten kund zu tun. Einerseits zum Verein und seinen Aussichten für die kommende Saison, andererseits mit seinem Kapitän und dessen tödlichem Pass. Oder so ähnlich – im aktuellen Heft des Magazins zur näheren Betrachtung des Fußballspiels („Der tödliche Pass„) darf ich mich relativ ausführlich über Serdar Tasci und ganz konkret die nach ihm benannten Tasci-Kehre auslassen:

„„Nahezu gleichauf sprinteten ein Stürmer und ein Abwehrspieler zum Ball. Dem Verteidiger gelang es, den Angreifer ein wenig nach außen abzudrängen, um sich dann im Hüftumdrehen durch eine formvollendete Tasci-Kehre ein paar Meter Platz zu verschaffen und sich dem eigenen Spielaufbau zu widmen.“

So könnte das dereinst klingen, wenn Serdar Tasci nicht einfach nur Serdar Tasci wäre, sondern einer der ganz Großen des Weltfußballs, dem eine vielleicht nicht exklusiv, zumindest aber besonders häufig und außergewöhnlich behände ausgeführte Aktion zum Markenzeichen wird.

…“

Weiterlesen müsste man im Heft, und irgendwann werde ich mein Beschreibung des Tasci’schen Alleinstellungsmerkmals wohl auch hier veröffentlichen.

Daneben baten mich die 11 Freunde, ein paar Einschätzungen zur bevorstehenden Bundesligasaison unter besonderer Betrachtung des VfB abzugeben, was ich gerne tat. Nebenbei erwähnt: „grand heft liga“ halte ich für einen großartigen Titel. Ob das so ist, weil oder obwohl ich das Spiel nicht kenne, weiß ich nicht.

Naturgemäß fielen einige Antworten dem Rotstift zum Opfer, was mir einen Grund gibt, sie hier noch einmal in epischer Breite aufzuführen:

Die neue Saison wird legendär, weil:
wir wie immer dafür Sorge tragen werden, dass sich die Prophezeiung selbst erfüllt.

Alesia? Ich kenne kein Alesia! Die alte Saison habe ich schon vergessen weil:
… ich in aller Demut beschlossen habe, dass es mir in der neuen Saison egal ist, wo der VfB herkommt. Nehmen Sie dies, Herr Labbadia!

Drei Wünsche frei für die nächste Saison? Hier sind sie:

1. Ein Bundesligaspieler spricht öffentlich über seine Homosexualität.
2. 25 weitere schließen sich fürs Erste an.
3. Mindestens 300 andere Spieler sagen: „Na und?“

Huaaah! Mein größter Albtraum:
Da mittlerweile niemand mehr Christoph Daum als ernsthaften Kandidaten für einen Trainerposten betrachtet, bin ich im Schlaf ziemlich entspannt.

Mein Lieblingsspieler im aktuellen Team ist: 
Martin Harnik. Läuft, trifft und kann sprechen.

Mein Held vergangener Jahre:
Zvonimir Soldo. Lief langsam, traf selten, sprach nur das Nötigste.

Lustigster Fangesang der letzten Saison war:
Alles mit Europapokal. Und am Ende auch noch wahr.

Nie wieder! Was müsste passieren, damit Du nicht mehr ins Stadion gehst?
Wenn die Spieler Schulter- und sonstige Polster trügen, der Ball mit Händen und Schlägern gespielt werden dürfte, das Spiel in vier Viertel mit Nettospielzeit aufgeteilt und Franz Beckenbauer nicht mehr zum Interview gebeten würde, käme ich wohl ins Grübeln.

Auf dieses Auswärtsspiel freue ich mich besonders, weil:
Das der VfB-Amateure bei den endlich wieder drittklassigen Kickers. Steht der Stadt gut zu Gesicht. Hoffe ich.

Unser aktuelles Trikot ist…
… um einen Stern reicher. Schön.

Wenn Kathrin Müller-Hohenstein und Olli Kahn im nächsten Jahr auch die Champions League moderieren, dann…
hätten wir genügend Zeit, auch die verborgenen Schönheiten von Usedom kennenzulernen. Wenn wir nicht die Zum-Anpfiff-Einschaltetechnik weiter verfeinerten.

Wonti, ich komme! Hier ist meine beinharte These für den nächsten Doppelpass:
Der Busfahrer des FC Bayern München hat Schnupfen.

Im Stadion brauche ich nur Wurst, Bier und…
eine Bezahlkarte. Mist, fehlt. Also doch nur Fußball.

Meinem Klub fehlt …
ein Stuttgarter-Weg-Leitsystem.

Diesen Fußball-Twitteraccount habe ich immer im Auge:
Das ist billig. Bei „im Auge“ muss es ja auf den Baade rauslaufen.

Wer verpflichtet in der Winterpause Otto Rehhagel?
Guido Knopp. Um ihn als Nachfolger aufzubauen.

Und wer Rolf Schafstall?
Schwer zu sagen. Aber man hört mitunter, im Osten der Republik genieße er besonders hohe Anerkennung.

Wer klagt sich nach dem Relegationsspiel durch alle Instanzen?
Wie immer: Wolfgang Stark

Die Erste Liga verlässt nach unten…
Augsburg. Gagelmann. Düsseldorf.

Und weil sie grade dabei waren, ein neues Heft zu erstellen, frugen sie auch gleich noch nach Informationen über besonder gute, skurrile oder sonstwie auffällige Ausländer der Vereinsgeschichte. Wenn man das Heft liest, lässt sich erahnen, dass der eine oder andere Gedanke Eingang fand:

Der VfB hatte einige Phasen, in denen er auf dem internationalen Transfermarkt besonders glücklich agierte. Namen wie Sasa Marković oder Srgjan Zaharievski aus den späten 90ern werden hier nach wie vor ebenso voller Hochachtung ausgesprochen wie jene, die kurz nach der Jahrtausendwende die Herzen der Stuttgarter Fans eroberten – bei Namen wie Rui Marques, Centurión oder, etwas später, Carevic schnalzt der gemeine VfB-Fan noch heute mit der Zunge.

Der beste Ausländer im Trikot meines Klubs war … , weil:
Diego Maradona, 1989, nach dem Uefa-Cup-Finale. Weil er der Größte war.

Der schlechteste Ausländer im Trikot meines Klubs war
der, den sie danach in Blackburn sehr treffend mit „Inglourious Basturk“ begrüßten. Selten lagen Anspruch, Gehalt und Wirklichkeit so weit auseinander.

Der unterschätzteste Ausländer im Trikot meines Klubs war
Didi, weil:
Hey, man stelle sich vor, der hätte tatsächlich noch ein Knie gehabt. Hätte ein ganz Großer werden können.

Wir suchen außerdem den skurrilsten ausländischen Profi, der jemals das Trikot Deines Klubs getragen hat. […]
Ganz ehrlich: Anekdoten abseits des Fußballs, auf Weihnachtsfeiern oder meinetwegen auch in Besenkammern interessieren mich nicht allzu sehr.
Wenn man aber den Altvorderen glauben darf (und weshalb sollte ich das nicht tun?), war Buffy Ettmayer als Fußballspieler einer derjenigen, die großen Sport mit großer Unterhaltung zu verbinden wissen.

Und wer war der unbekannteste ausländische Profi im Trikot deines Klubs? […]
Unbekannt eher nicht, eher die Kategorie „Stippvisite“: Jon Dahl Tomasson war da, geht ja gerne mal unter. Aber Jesper Grønkjær? Das kann doch niemand ernsthaft behaupten wollen, oder? Am Ende sagt noch einer, in den letzten Jahren habe ein Weltmeister für den VfB Stuttgart gespielt, einer wie Camoranesi, zum Beispiel. Was für ein Unsinn!

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Wer das Heft und den Saisonplaner lesen möchte, kann das Paket beim Zeitschriftenhändler seines Vertrauens erwerben oder konnte es in einem der beteiligten Blogs (hoffentlich auch seines Vertrauens) gewinnen. So auch hier, wenn auch etwas verspätet. Sie wissen schon: Informationsebbe. Herzlichen Dank an 11 Freunde.

Um zu gewinnen, reicht es, eine der auf dem Titelbild abgebildeten Personen zu benennen (solange Vorrat reicht, also bis drei). Ich selbst kenne sie nicht alle, erwarte gegebenenfalls also gute Indizien. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Es geht um dieses Titelbild:

(Selbstverständlich darf auch antworten, wer kein Heft möchte.)

Der Herr im grünen Trikot ist übrigens nicht Arnd Zeigler. Vielleicht bin ich ja auch der einzige, der da eine gewisse Ähnlichkeit zu erkennen glaubt.

Stadthallencharme

So ein weihnachtlicher Aufenthalt im benachbarten Ausland bietet neben viel Schnee, Familie, Essen, Zeit und einigen weiteren ausschließlich positiven Aspekten nicht zuletzt Gelegenheit und Anlass, sich endlich mal wieder eine ganze Ausgabe des Magazins zur offensiven Erweiterung des Fußballhorizonts, vulgo: ballesterer, in aller Ruhe und Detailtiefe durchzulesen. Und so stößt man nicht nur auf Ismuszitate der Welt Hertha Linke Textilvergehensredaktion oder auf Franz Binder, sondern vor allem auf Herbert Prohaska.

Prohaska – Austrianer, Held & Hawara“ lautet denn auch der Aufmacher, und wer sich nun wie ich frug, wieviel Platz man ihm wohl einräumen würde, dessen kühnste Träume wurden übertroffen: über 20 der knapp 60 redaktionellen Seiten waren dem offiziellen Jahrhundertfußballer sowohl der Wiener Austria als auch des österreichischen Fußballs gewidmet, und auch wenn der eine oder andere Schmäh dabei war, so blieb doch ein in doppelter Hinsicht vielseitiges Bild übrig, das den gemeinen Leser, in diesem Fall: mich, ein bisschen wehmütig an jene 7 Seiten zurück denken ließ, mit denen die 11 Freunde kurz zuvor ihren Titelhelden Bernd Schuster und insbesondere besagten egozentrischen Leser abgespeist hatten.

Sicher, Schuster hat hierzulande nicht den Status, den Prohaska in Österreich genießt (das Kriterium “ internationales Renommee“ lassen wir mal außen vor), und ohnehin verfolgen die 11 Freunde ein ganz anderes Konzept als der Ballesterer, und Schweinsteiger hatte neulich 11 Seiten, andere Titelgeschichten auch mehr, und überhaupt und sowieso. Kurz: ich hab mich gefreut über 22 Seiten Prohaska. Am Rande auch über Brigitte Xander.

Dabei stehe ich eigentlich Rapid viel näher als der Austria. Bzw. stand ich zumindest früher. Vermutlich lag es primär an der Trikotfarbe, violett war einfach nicht so meins, und die örtliche Kreisligatruppe war auch grün-weiß. Andere österreichische Vereine nahm ich kaum wahr, bzw. nur als Teil eines Doppelpacks (LASK/ VOEST oder Sturm/GAK), oder erfreute mich nur an ihrem Namen (Raika Flavia Solva) – Hansi Müllers FC Swarovski Tirol gab’s ja auch erst einige Jahre später –, und ein Faible für Hans Krankl tat sein Übriges dazu, dass es mich eher nach Hütteldorf zog. Meine drei Tags für Krankl lauten Lonely Boy, Düsseldorf und letztlich doch das kaum zu vermeidende Cordoba.

Tag Nummer vier wäre dann wohl Christian Keglevits gewesen. Nicht dass die beiden nach meiner Kenntnis eine besonders enge Beziehung hätten, bzw. wenn sie sie doch haben, hat mein Tagging nichts damit zu tun. Ich habe schlichtweg Keglevits‘  Länderspieldebüt vor Augen, im September 1980, wie ich nachgeschlagen habe, gegen Ungarn. Als 19-Jähriger traf er – beim Debüt, wie gesagt – gleich doppelt, der Reporter hyperventilierte nahezu durchgängig und redete, so meine Erinnerung, bereits die Nachfolge das damals 27-jährigen und beim FC Barcelona unter Vertrag stehenden Krankl herbei. Seither denke ich beim Namen Krankl zumeist auch kurz an Keglevits, der heute, gut 30 Jahre später, bei 18 Länderspielen und 3 Toren steht.

Ich schweife ab. Es ging um Prohaska. Also hier auch, vor allem aber im Ballesterer. In aller Ausführlichkeit und – so zumindest meine Wahrnehmung – nicht übertrieben kritisch, auch wenn jene Punkte, die einer noch bedeutenderen internationalen Karriere wohl im Weg standen, genau wie jene, die man ihm in seiner Zeit beim ÖFB zum Vorwurf machte, angesprochen (und durchaus verständnisvoll behandelt) werden. Sehr schön die Ausführungen zu seiner Zeit in Italien, wobei die Schilderung der damaligen Ausländerregelungen in der Serie A wie eine Zeitreise anmutet – ein Eindruck, den Namen wie Tonino Cerezo (sic!) oder Roberto Pruzzo verstärken. Oder das ausführliche Interview mit dem Protagonisten, oder der immer wieder auftauchende Andi Ogris, oder jenes violette Bild, das diesem hier aus dem Austria Wien Archiv so ähnlich ist, oder Polsters Einlassung über den ungustiösen Prohaska, oder, oder, oder.

War ja auch ein Großer, der Mann. Gewann nicht nur vielfach die Meisterschaft und den Pokal, sondern war auch – und die Statistik führt es völlig zurecht noch vor der italienischen Meisterschaft, und dem dortigen Pokal auf, auch vor dem Europacupfinale oder Prohaskas WM-Teilnahmen – Stadthallensieger 1977, 1979, 1980, 1984, 1985 und 1986, zudem auch noch als Trainer in den Jahren 1991, 1992 und 2000. Völlig unterschlagen hat man dabei, dass Prohaska zwischen 1976 und 1989 insgesamt zehn (!) Mal als bester Spieler des Stadthallenturniers ausgezeichnet wurde.

In der Hälfte der Fälle hätte ich vermutlich mit abstimmen können, so intensiv verfolgte ich das Geschehen in der Wiener Stadthalle zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag. Prohaska, Austria-Jahrhunderttorschütze Felix Gasselich, Ernstl Baumeister, hinten Sara, dann auch Polster und Nyilasi, und einfach nur Fußball. Noch bei der letzten Ausgabe 2009 fand das Turnier auf Parkett statt, ohne Kunstrasengedöns und dergleichen – zugegeben: ich kann nicht gänzlich ausschließen, dass das zwischenzeitlich einmal anders war, damals, als man das Turnier in einen Meisterschafts- oder Hallencup-Kontext befördern wollte, wovon niemand etwas hatte.

Wer übrigens meint, nur beim Rekordspieler Prohaska würden die Hallentriumphe so herausgehoben, der irrt. Man schaue sich einmal die Wikipedia-Einträge nicht nur der Vereine, sondern auch zahlreicher Spieler an, deren Erfolgserlebnisse in der Stadthalle nicht selten aufgeführt sind. Seien es Peter Schöttels 5 Siege, oder die ebenfalls 5 von Drabits, seien es die beiden Stadthallentitel, die Krankl als Trainer errang. Oder man frage nach bei Andreas Ivanschitz, dessen Lebenslauf auf der eigenen Website den folgenden Passus enthält:

„Im Jänner 2004 konnte er auch einen Titel mit seinem Klub feiern. Das in Wien mit einem sehr großen Stellenwert gesegnete Stadthallenturnier, das erstmals im Jahr 1959 ausgetragen wurde, ging nach einem packenden Finale gegen den großen Lokalrivalen Austria Wien an die Grün-Weißen, Ivanschitz erzielte in der Verlängerung das entscheidende Siegestor!
Ein Jahr später belegten sie den 2.Platz und Ivanschitz wurde zum „besten Spieler“ dieses Turniers gewählt werden.“

(Hervorhebung durch mich, Satzbau nicht.)

Bei der Vienna galt der einzige Sieg in der Stadthalle, trotz des lange und unübersehbar verblassten Glanzes des Turniers, im Jahr 2009 zumindest als Achtungserfolg und war in der Wikipedia eine eigene Überschrift wert, der FC Bayern hat ebenfalls noch keinen Löschantrag gestellt. Tatsächlich war er seit 1971 der einzige ausländische Turnierseiger, ehe ihm 2001 ein „Team Kroatien“ nachfolgte. Wobei es meines Erachtens keiner ausländischen Topstars bedurfte. Den Reiz machten vielmehr die zahlreichen Aufeinandertreffen der Wiener Vereine aus, und, ja, ich gebe es zu, ein wenig erbauten mich zumindest am Rande auch immer Namen wie der FavAC oder eine Zeit lang die Kombination Vienna/Simmering.

Doch ich will mich hier nicht zum Stadthallenexperten aufspielen. Wer mehr über die einzelnen Turniere ab dem Jahr 1959 erfahren möchte, möge sich einmal beim Fanclub Austria 80 umschauen, wo alle Ergebnisse nachzulesen sind. Was mich stattdessen ein wenig umtreibt, ist die Frage, wieso der Hallenfußball in Deutschland selbst in den 80ern und 90ern nie diesen Stellenwert erlangte, wieso es nie gelang, eine Institution wie das Stadthallenturnier aufzubauen. Sicher, Österreich, und auch der österreichische Fußball, ist kaum mit den hiesigen Gegebenheiten zu vergleichen – man betrachte allein die Anzahl der Wiener Erstligaklubs. Dem könnte man wohl entgegen halten, dass die Dichte in Nordrhein-Westfalen ähnlich hoch ist, und auch wenn der nationale Primus (der aktuelle schon, ich weiß) nicht dort angesiedelt ist, hätte da durchaus das Potenzial für ein gleichermaßen langlebiges wie attraktives Turnier vorhanden sein können. Oder gibt bzw. gab es dieses Turnier tatsächlich, und ich hab’s nur nicht wahrgenommen?

Schließlich ist es nicht von der Hand zu weisen, dass der Hallenfußball hierzulande ein paar Boomwinter erlebt hat. Damals, als – wenn ich mich nicht irre – Mirko Votava den Torwart gab und genau das auf Intervention des DFB bald nicht mehr tun durfte. Irgendwie habe ich das Gefühl, man hat sich ein wenig verzettelt, in Regelfragen, und Bandenfragen, und Kunstrasenfragen, und Verletzungsgefahrfragen, und Grätschenfragen. In Österreich hat man gespielt. Auf Parkett, auf 49 mal 30 Metern. In Deutschland dürfte so ziemlich der einzige Spieler, dessen Leistung Auftritt bei einem Hallenturnier im öffentlichen Gedächtnis präsent ist, Quido Lanzaat sein.

Wie viele der werten Leserinnen und Leser hätten gewusst, dass Borussia Dortmund mit weitem Abstand Rekordgewinner des DFB-Hallenpokals ist, sogar der einzige Verein, der sich mehrfach, und zwar gleich vier Mal, in die Siegerlisten eintragen durfte? Überraschte es jemanden, dass der gemeine Internetsucher auf bvb.de diese Information nicht findet, auch wenn er (also ich) nicht ausschließen kann, dass sie irgendwo dort versteckt ist, oder wundert man sich eher darüber, dass es wenigstens im Wikipedia-Eintrag vermerkt ist? Hätte überhaupt jemand den am Ende gültigen Namen der Veranstaltung gekannt und nicht viel eher Hallenmasters gesagt?

Weiß jemand, welcher Spieler DFB-Hallenpokal-Rekordsieger ist und ob es Spieler oder auch Trainer gibt, die mit mehreren Vereinen gewannen? Kann sich jemand an persönliche Ehrungen erinnern, abgesehen von der des besten Torwarts 2001? In individuellen Wikipedia-Einträgen findet sich auf Anhieb bei Oliver Schmidt der Hinweis auf seinen Turniersieg 2000, den er mit seinem Trainer gemein hat – offensichtlich pflegt man derlei Einträge in Fürth. Aber sonst? Aber sonst? Alles Lüge?

Eigentlich wollte ich ja Herbert Prohaska huldigen. Und dem Ballesterer. Ersteres tat ich ein wenig, auch wenn ich dabei den Faden verlor. Letzteres fällt mir seit jenem Moment schwer, als ich auf Seite 59 eine Einschätzung zu Steffen Simons Reporterleistung las, der zufolge ich wohl einräumen muss soll, ihm bisher stets bitter unrecht getan zu haben, indem ich ihn nach handwerklichen Kriterien beurteilte:

„Das, liebe Freunde, ist mit Sicherheit Kunst.
Und zwar richtige.“

Für mich klingt das ja irgendwie nach Surrealismus.

Fälschung? Fälschung!

Kurzzeitig dachte ich darüber nach, den 11 Freunden einen Leserbrief zu schreiben.

Hatte ich schon einmal getan, damals, wegen Bernd Nickel. Genau, jener Bernd Nickel, Doktor Hammer, direkt verwandelte Ecken, Sie wissen schon. Irgendwann behauptete das Magazin für Fußballkultur, Nickel habe das Kunststück mit den Ecken im Frankfurter Waldstadion von allen vier Eckfahnen aus mit dem linken Außenrist vollbracht. Im Freundeskreis war ich nicht der einzige, der an dieser Darstellung zweifelte, und nach ausführlicher Diskussion war es letztlich meine Aufgabe, bei der Redaktion nachzufragen und um eine grafische Klärung der Frage zu bitten, „wie Bernd Nickel aus Rechtsaußenposition eine Ecke mit dem linken Außenrist direkt verwandelt hat.“ Ich war ein wenig stolz darauf, dass ich darauf verzichtet hatte, den Leserbrief, der eigentlich eine Lesermail war, mit dem Hinweis einzuleiten, dass ich die 11 Freunde ja eigentlich ganz dufte fände (was der Wahrheit entsprochen hätte) und es ja eigentlich auch nicht meine Art sei, dass aber dieser Fehler zu offensichtlich und so weiter.

Der Chefredakteur stellte in seiner Antwort eine praktische Überprüfung im Podcast sowie gegebenenfalls Sanktionen für den Autor in Aussicht, die ich hier nicht näher beschreiben möchte. Leider war ich damals (und bin es bis heute) kein sehr aktiver Podcastkonsument und kann nicht mit Gewissheit sagen, ob es tatsächlich dazu kam; ich vermute eher nicht, was sowohl für die Klärung als auch für die Sanktionen gilt, und bin damit einverstanden.

Nun bin ich also wieder über so eine Kleinigkeit gestolpert, die mich seit der ersten partiellen Lektüre der neuen Ausgabe nicht mehr loslässt und dafür sorgt, dass es eben keine Kleinigkeit mehr ist. Für mich. Und dafür, dass ich über den, wenn ich mich nicht sehr irre, zweiten Leserbrief meines Lebens nachdachte. Letztlich entschied ich mich dagegen – vermutlich, weil man ja auch ab und zu mal was Fußballkulturelles in sein Blog schreiben sollte.

In der Rubrik „Momentaufnahme“ kommt diesmal jemand zu Wort, der sich als langjähriger Gladbacher Betreuer und Physiotherapeut Charly Stock ausgibt. Er erzählt die immer wieder gern gehörte Geschichte von einer falschen Rolex, die man Wolfram Wuttke zum Abschied vom Bökelberg mit auf den Weg gegeben habe, und davon, wie er selbst, eine Lupe im Auge, die Uhr gefälscht habe. Nun will ich nicht ausschließen, dass sich ein junger Fußballspieler vom Schlage Wolfram Wuttkes in den frühen 80ern von einem in der Heimwerkstatt eingeritzten Markennamen täuschen ließ, und wer weiß, vielleicht ging es ihm ja, wie das bei Präsenten gelegentlich so ist, mehr um die Geste als um das – für ihn dem Vernehmen nach nicht ganz überraschende – Geschenk an sich.

So weit, so gut. Und doch will mir nicht in den Kopf, dass es der echte Charly Stock gewesen sein soll, der die Geschichte erzählt hat. Sicher, er war „nur“ Physiotherapeut, war möglicherweise kein ausgewiesener Fußballfachmann, Wuttke war ja auch nicht allzu lange in Gladbach und es ist ein paar Tage her, aber, und damit wende ich mich explizit an alle Frühgeborenen, die Wuttkes aktive Zeit noch erlebt haben:

Ist es vorstellbar, dass jemand Wolfram Wuttke beim Fußballspielen zugesehen hat, eine Zeit lang sogar sehr regelmäßig und aus nächster Nähe zugesehen hat, und dass dieser jemand, wenn er sich zumindest ein kleines bisschen für Fußball interessiert, in der Retrospektive nicht von Wuttkes stilprägendem rechten Außenrist redet, der an guten Tagen mit jenem des Kaisers verglichen wurde, sondern von seinem

„genialen linken Fuß“  ?

Von Star Wars und einem Director's Cut

Star Wars, hier im Blog? Sind wir bei Nerdcore oder was?

Nee, sind wir nicht.
Die meisten dürften aber längst wissen, was ich meine:

Und wieso Director’s Cut?

Auch das ist leicht beantwortet: weil die Redaktion die Blogger-Fragebögen in ihrer grenzenlosen Weisheit auch dieses Jahr kürzen musste. Darüber kann ich in meiner begrenzten Weisheit natürlich nicht glücklich sein, weshalb ich meinen Fragebogen nachfolgend in Gänze darstelle.

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Die neue Saison wird unvergesslich, weil…
es bestimmt gelingt, die WM-Euphorie in den Bundesliga-Alltag hinüber zu retten.

An die alte Saison werde ich mich lange erinnern. Warum? Darum:
Weil wir in der falschen Kurve standen. Weil wir endlich mal wieder eine Drei-Trainer-Saison erlebten. Und weil wir hoffentlich irgendwann auf 2010/2011 als die Saison zurückblicken werden, in der der Demokratisierungsprozess des VfB Stuttgart Fahrt aufnahm.

Drei Wünsche frei:
Neuer Aufsichtsrat. Neue Satzung. Weltfrieden. Und wenn ich noch einen Zusatzwunsch äußern dürfte: ich möchte nicht, dass ein und derselbe Trainer innerhalb von zwei Wochen mit zwei verschiedenen Vereinen in einem Bundesligastadion zu Gast sein darf.

Dein größter Albtraum:
Der nächste Fleckschneisentatort.

Lieblingsspieler im aktuellen Team:
Gebhart, irgendwie. Ein ungeschliffener Kicker, der viel Spaß am Fußball hat und auch Spaß macht. Manchmal. Oft rege ich mich zwar fürchterlich über ihn auf, über seinen leichten Stand, seine unsinnigen Dribblings, seinen Abschluss; aber ich mag ihn. Und hoffe auf ihn.

Dein Lieblingsspieler aller Zeiten:
Soldo. Nach wie vor. Aber die Gomez- und Khedira-Verklärung setzt verstärkt ein.

Lustigster Fanchoral/Spruch der letzten Saison:
Lustig? Letzte Saison? Eigentlich war mir eher zum Weinen zumute. In vielerlei Hinsicht. Nicht zuletzt ob der Zweitligakampagne, inklusive Schals und Gesängen.

Das schau ich mir nicht mehr an! Was müsste passieren, damit Du nicht mehr ins Stadion gehst?
Flächendeckende Dopingenthüllungen in der Bundesliga. Möglichst auch noch vom DFB unter den Teppich gekehrt. (Dann würd‘ ich halt nur noch zum Amateurfußball gehen.)

Auf dieses Auswärtsspiel freue ich mich besonders, weil:
Wehen Wiesbaden. Das nächste Spiel ist immer das schönste.

Unser aktuelles Trikot…
sieht aus wie immer. Gut so.

Als Nachfolger für Udo Lattek schlage ich aus meinem Verein vor:
Kommt auf die Rahmenbedingungen an. Wenn es ein Vollzeitjob mit Exklusivitätsklausel ist: Dieter Hundt.

Im Stadion brauche ich nur Wurst, Bier und…
Fußball. Und jemanden, der das Bier trinkt.

Was unserem Stadion / Klub fehlt ist…
Bargeld. An den Imbissständen (die in Wahrheit vermutlich Verköstigungsoasen heißen).

Meister wird diesmal …
Leverkusen.

Oder vielleicht doch:
Nichts da – wenn schon, denn schon. Bleibe bei Leverkusen. Warum auch immer.

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Falls sich jemand wundern sollte, dass er oder sie das im Heft abgedruckte Zitat „Noch einen Fleckschneisentatort werde ich wahrscheinlich nicht überleben“ hier nicht bzw. nur in schwächerer Form findet: tja. Grenzenlose Weisheit.

Das Heft habe ich noch nicht gelesen, den Großteil des Saisonplaners, in dem eine Vielzahl kompetenter Blogger, Fans und sonstiger Beobachter sowie, seltener, deren weibliche Pendants zu Wort kommen, hingegen schon. Schön zu lesen, finde ich. Wer das auch tun möchte, kann das Paket beim Zeitschriftenhändler seines Vertrauens erwerben oder in einem der beteiligten Blogs (hoffentlich auch seines Vertrauens) gewinnen. So auch hier. Herzlichen Dank dafür an 11Freunde.

Kommentieren allein reicht diesmal allerdings nicht. Man muss auch was wissen. Oder raten. Googeln. Die Facebook-Gesichtserkennung fragen.

Unten folgen ein paar Bilder von Fußballspielern (edit: bzw -trainern). Von früher. Damit sich die später Geborenen nicht beschweren können, habe ich fast nur Leute genommen, die dem Fußball auch nach der aktiven Zeit und in den meisten Fällen bis ins neue Jahrtausend hinein in offizieller Funktion verbunden blieben. Die Spieler Akteure stammen aus verschiedenen Vereinen; für das Gewinnspiel zählen jedoch nur die VfBler. Drei tragen offensichtlich Brustring. Einige weitere taten es zu einem anderen Zeitpunkt. Sie zählen auch.

Ok, Butter bei die Fische: die ersten 3 KommentatorInnen, die einen VfB-Mann erkennen, bekommen ein Heft. Der Versand erfolgt direkt über 11Freunde, die mit den Adressen gewiss auch dieses Jahr verantwortungsvoll umgehen.

Mir ist natürlich klar, dass es recht viele Leute gibt, die innerhalb kürzester Zeit alle 16 Spieler Akteure benennen könnten. Ob die sich zufällig gerade hier tummeln, steht auf einem anderen Blatt. In jedem Fall gilt, bis die 3 Hefte vergeben sind, folgende Regel:

1 Kommentar pro Person, 1 Spielername pro Kommentar.

Edit: Die drei Hefte sind vergeben, jede(r) möge nach Belieben kommentieren, so er oder sie noch will. Sind ja noch ein paar Namen offen.

Volkert  Höher Ohlicher  Toppmöller
Friedrich Schäfer Ribbeck  Zobel
Entenmann Held Lorant  Köstner
Hickersberger  Handschuh  Köppel  Schumacher

(Das mit den Reihen und Spalten habt Ihr ja alle drauf, oder? Und nein, ich war nicht so doof, die Spieler sie zu taggen.)

Lauter Volltreffer

Im Vorjahr hatte ich einige Wochen vor Ende der Saison eine Bestandsaufnahme vorgenommen, d.h. ich hatte meine im Lauf der Saison  mehr oder weniger fundiert abgegebenen Prognosen einer kritischen Würdigung unterzogen.

Dieses Jahr hat sich das irgendwie nicht ergeben. Vielleicht, weil ich außerhalb dieses Blogs nur wenige Vorhersagen getroffen habe, vielleicht, weil die im Blog abgegebenen Einschätzungen zu weit von der Wirklichkeit entfernt waren, um sie hier ohne allzu großen Gesichtsverlust noch einmal aufzuwärmen. Angefangen beim Spieler der Saison.

Um mich dennoch ein wenig bloßzustellen, habe ich zumindest meine Antworten aus dem 11Freunde-Fragebogen noch einmal hervorgekramt und durfte feststellen, dass ich g l ä n z e n d abgeschnitten habe.

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Deshalb wird die neue Saison unvergesslich…
Unvergesslich ist ein großes Wort. Bemerkenswert ist aber, dass die Bundesliga erstmals das Unwort des Jahres stellen dürfte: Torfabrik.

Nun ja. Unwort des Jahres ist es nicht geworden. „Torfabrik“ finde ich dennoch nach wie vor billig unglücklich. Da hilft auch das Redesign nicht sonderlich. Eher gar nicht. Überhaupt nicht.

Aus der alten Saison wird in Erinnerung bleiben…
In allererster Linie das Schicksal von Robert Enke.

Wenn man sich dann doch an sportliche Themen erinnern möchte, bleiben aus Stuttgarter Sicht eine fürchterliche Vorrunde, eine unnötige Arbeitsplatzgarantie mit minimaler Halbwertszeit, grenzüberschreitende Fanproteste, eine grandiose Rückrunde und die erste Halbzeit gegen Barcelona. Und dann noch die Entwicklung von Christian Träsch.

Wie sehr das Schicksal von Robert Enke nachhält und nachhallt, wurde bereits in der vergangenen Saison und auch in dieser Spielzeit wieder des öfteren in Frage gestellt, nicht zuletzt im Kontext der Buchveröffentlichung von Andreas Biermann.

Die fürchterliche Stuttgarter Vorrunde der Vorsaison blieb dann doch nicht sooo lange in Erinnerung. Die wurde überflügelt. Und anstelle einer starken Halbzeit gegen Barcelona hatte man dieses Jahr eine halbe Stunde gegen Hamburg. Immerhin.

Welche Schlagzeile würdest Du gerne in der kommenden Saison verfassen?
Interview mit Sami Khedira: „Jeder Wechsel wäre ein Rückschritt!“

So hat er es nicht gesagt. Aber „Esto es un sueño hecho realidad“ drückt in meinen Augen durchaus so was Ähnliches aus.

Drei Wünsche frei:
Im Rahmen einer Transparenz- und Demokratieinitiative der FIFA tritt Joseph Blatter zurück.

Christian Gross ist im Dezember noch VfB-Trainer. Dezember 2013.
Ciprian Marica gewinnt den Goldenen Schuh.

Nr. 1 hat nicht ganz geklappt. Aber ich glaube, er war nahe dran.
Nr. 3 scheiterte ausschließlich an der Engstirnigkeit der Herren Bobic und Labbadia.
Und Nr. 2 kann ja noch klappen. Wer sich an dem „noch“ stört: bei einem Verein, der ungeniert „nie mehr“ durch „niemals“ ersetzt, wird man ja wohl mal ein „noch“ unter den Tisch fallen lassen können.

Dein größter Albtraum:
Christoph Daum wird Trainer des VfB Stuttgart. Wobei selbst das noch eine positive Seite hätte: ich wäre samstags bei der Familie. Bzw. sonntags oder freitags.

Gar so viel scheint da ja nicht gefehlt zu haben.

Lieblingsspieler im aktuellen Team:
Die defensiven Mittelfeldspieler. Und ich hoffe weiterhin auf Sebastian Rudy.

Check. Rudy hat eine starke Saison gespielt.
Träsch auch, Kuzmanovic eine halbe, und Gentner ist ja Innenverteidiger.

Messer zwischen den Zähnen! Dein Lieblingsfeind:
Vom Konzept Feindschaft halte ich nicht viel, und ganz gewiss nicht beim Fußball. Dafür ist er mir zu wichtig.

Oder, um konkret zu werden: es ist mir egal, wie der KSC spielt. Es ist mir auch egal, in welcher Liga er spielt. Wenn er zufällig grade in der Bundesliga ist, sind mir die 6 Punkte für den VfB wichtig. Ansonsten habe ich weder Veranlassung noch Lust, den kleinen Nachbarn zu verunglimpfen, während der VfB gegen Dortmund, Nürnberg, Timisoara oder wen auch immer spielt.

Nichts hinzuzufügen. Ich hab nicht darauf gehofft, dass der KSC aus der zweiten Liga absteigen möge.

Dein Lieblingsspieler aller Zeiten:
Zvonimir Soldo. Asgeir Sigurvinsson. Guido Buchwald, bevor er meinte, es zähle zu den Pflichten eines Ehrenspielführers, sich mit zweifelhaften Attacken gegen den Trainer als dessen Nachfolger ins Gespräch zu bringen.

Und ja, ich war immer ein großer Bewunderer von Mehmet Scholl.

Guido Buchwald. Auf dem Weg in die dritte Liga (von unten). Glückwunsch.

Lustigster Fanchoral/Spruch der letzten Saison:
Speziell zum Saisonende war die Stimmung in der scheidenden Kurve weniger lustig als vielmehr wehmütig, manch einer sprach vom „Fado in Stuttgart“. Letztlich war „Cannstatter Kurve – wir sind die Cannstatter Kurve!“ vielleicht nicht besonders originell, aber schön, und laut, und was fürs Herz.

Lustig war’s dieses Jahr eher selten. Tradition wird siegen belustigte gleichwohl ein wenig.

Wo stehst oder sitzt Du im Stadion? Und warum?
Erst stehe ich mit einer Wurst beim PSV, dann in der, nun ja, Untertürkheimer Kurve. Warum? Weil die Cannstatter Kurve umgebaut wird.

Zugegeben: hier lag ich falsch. Wer konnte auch damit rechnen, dass der Fritz-Walter-Weg gesperrt und der PSV in eine Sackgasse verlegt würde. Also am Schlienz. Und danach in der gefühlten Cannstatter Kurve.

Auf dieses Auswärtsspiel freust Du Dich besonders:
17. Mai 2011, Dublin, Lansdowne Road.

Der Gegner steht noch nicht fest.

Völlig überraschend wurde das Spiel nicht nur auf den 18. verschoben, sondern die Uefa lud auch noch, einer iberischen Quote folgend, zwei portugiesische Mannschaften ein. Der VfB war immerhin auch gegen Potrugiesen ausgeschieden (auch wenn in beiden Spielen bei Benfica nur je einer in der Startelf stand und einer eingewechselt wurde). Wird wohl dennoch schwierig, meine Prognose in einen Treffer umzuinterpretieren.

Du wirst überraschend zum Doppelpass eingeladen. Deine Traumbesetzung für die anderen Sessel?
Steffen Simon, Udo Lattek, Christoph Daum, Raimund Hinko, Dr. Theo Zwanziger, Manfred Breuckmann.

Ach nee, ich hab die Frage falsch verstanden. Nochmal:
Kai Pahl, Raphael Honigstein, Trainer Baade, Christian Gross, Klaus Allofs, Christian Eichler (Eichler, nicht Eichner)

Wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Holt der FC Bayern das Quadrupel? Oder wer wird Meister?
Quadrupel? Fuji-Cup, Hallen-Masters, T-Home-Supercup, Champions League? Einverstanden.

Um die Meisterschaft streiten dann Bremen, Leverkusen und der VfB.

Zwei Punkte: Bayern ist nicht Meister, Leverkusen hat ein wenig drum gestritten. Immerhin.