Wo ballern sie denn? Wo ballern sie denn hin?

Frau Creezy hat zum Blogwichteln geladen, viele Menschen haben mitgemacht. Weshalb? Weil’s Spaß macht und gar nicht weh tut. Und weil man im positiven Sinne gezwungen wird, sich mit mindestens einem fremden Blog ausführlich zu befassen und ganz nebenbei in der Regel auch noch einige andere Blogs kennen lernt, auf die man ansonsten vielleicht nicht gestoßen wäre. Mein Blogwichtel (m/w) musste sich beispielweise mit Fußball beschäftigen, obwohl ihm das eigentlich fern liege. Zumindest behauptet er das. Formvollendet. Viel Spaß!

Update:
Mittlerweile weiß ich, wem ich das nachfolgende, entlarvende Poem zu verdanken habe: den Anglo-German Translations, wo es nicht nur, aber auch um Literatur und Übersetzen geht.

Mein eigener Blogwichtelbeitrag ist auch längst enttarnt. Wer ihn lesen will, kann es drüben im Fischblog tun.
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Wo ballern sie denn? Wo ballern sie denn hin?

Holla die Waldfee Creezy die Blogfee hat mich angelacht
Und mir ein Blog zum Wichteln zugedacht.
(So war es schließlich ausgemacht.)
Doch „Angedacht“
Ist sehr speziell
Und richtet sich an Fußballkenner.
Wie kommt man da auf einen Nenner,
Wenn man (wie ich)
Von solcher Kenntnis unbeleckt?
Die Heinzelmännchen, die vordem
Zu Kölle ungebeten angetreten,
Wie es geschrieben steht in dem Poem,
Die blieben offenbar bei ihren Leisten.
Denn vom „Zusammenschustern“
War die Rede nicht,
Sonst wär der Schuster
Weniger erpicht
Auf weitere Bewichtelung gewesen.
Doch ist vom Gegenteil in dem Gedicht
Und anderen Quellen nachzulesen.
Das waren noch Zeiten:
„Da kamen bei Nacht,
Eh man’s gedacht …“
(Geschweige denn, nur angedacht.)
Die Wichtel konnten also schustern,
Dass die Schwarte kracht …?
Es liegt mir fern, mich aufzuplustern
Und so zu tun als ob –
Ich würd nur ausgelacht.
Was mach ich nun, ich armer Wicht?
Vom Ballfach bin ich nun mal nicht.
Doch König Fußball spielt die erste Geige!*
Ich kann zwar auch vom Leder ziehn,
Doch solches treten? Fehlanzeige!
Ach, wie gut, dass niemand weiß,
Wie ich denn nun wirklich heiß! 🙂


* (Und auch die zweite, dritte, vierte …)

Grimme und andere Kleinigkeiten

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch daran, dass ich in der Vorweihnachtszeit am Blogwichteln teilgenommen habe. Mir wurde damals ein überaus sachkundiger Text zugewichtelt:

In ein oder zwei Jahren wird Markus Babbel bei einem ambitionierten Zweitligisten Verantwortung übernehmen…

Der Urheber war recht rasch enttarnt, und als sich der von mir so Bewichtelte bei der Organisatorin interessiert äußerte, gab auch ich mich zu erkennen.

So weit, so gut. Vor einigen Tagen wurde nun bekannt, dass das besagte Blog „Not quite like Beethoven“ für die Grimme Online Awards nominiert wurde.

Seither frage ich mich, welchen Einfluss mein Text auf die Nominierungskommission hatte und inwieweit er Herrn notquites Chancen bei der Jury erhöht schmälert.

Etwas ernsthafter gratuliere ich ihm sehr herzlich, wünsche ihm viel Glück und kann nur jeden ermutigen, sich einmal in das möglicherweise zunächst etwas abseitige Thema einzulesen und ihn dann vielleicht in Sachen Publikumspreis zu unterstützen.

Jüngst kam ich auch in einem anderen Blog zu Wort, und zwar bei @gses vom Rasenschachmagazin. Auch dort mag sich die geneigte Leserin vielleicht noch daran erinnern, dass ich zu Beginn der Bundesligasaison am Projekt „Bloggerblick“ teilnehmen durfte, für das im Rasenschachmagazin zu jedem Bundesligaverein ein Blogger Einschätzungen und Prognosen abgab. Und jetzt wird abgerechnet. So wird mir beispielsweise meine Begeisterung für Mario Gomez vorgehalten:

„Unser Interview vor der Saison wurde betitelt mit “Gomez war eine Naturgewalt”. Das WAR kann man nun besonders fett drucken, oder?“

Dem konnte ich wenig entgegensetzen, auch wenn ich im Grunde nicht von meiner Einschätzung abwich, dass Gomez überragende Fähigkeiten hat. Weitere Themen sind die Herren Gross und Lehmann, die Überraschungen und Enttäuschungen der Saison und nicht zuletzt der Evergreen, die vermeintliche Bevorzugung Stuttgarter Spieler durch Joachim Löw.

Sehr gefreut habe ich mich zudem über den @spielbeobachter, der meinen Ansatz aufgriff, die eigenen Prognosen zur abgelaufenen Saison aus einer ex post Sicht heraus nochmals Revue passieren zu lassen: „Die große Glaskugelbeurteilerei„.

Babbel – die Ausnahme [Blogwichtel]

Frau Bhuti hat zum Blogwichteln geladen, viele Menschen haben mitgemacht, so auch ich. Mein Blogwichtel hat die Schwerpunkte meines Blogs rasch erkannt und sich mit Fußball im Allgemeinen, dem VfB Stuttgart im Spezielleren und Markus Babbels Trainerschein im ganz Konkreten befasst – dabei kommt er oder sie zu einem Schluss, den ich gerne teile. Film Blogwichtel ab:


Von einem Ausnahmespieler hat man bei Markus Babbel nie gesprochen. Ein Ausnahmetrainer war er bis zu letzt. Zunächst genoss er eine Sondergenehmigung des DFB und durfte damit den VfB bis zum Saisonende 2008/2009 trainieren. Andere Trainer bekamen keine solche Extraregeln, wieder andere bekamen noch viel bessere. Doch zu den Europa- und Welt-meistern, die die Scheine fast automatisch per Post bekamen gehörte er nicht.

Die nächste Unterstützung vom Verband war die Reform des Lehrgangs, die es Babbel ermöglichte den Lehrgang zu besuchen und doch weiterhin Trainer zu sein, was Matthias Sammer eigentlich zum Ehren-SPD-Mitglied in Hessen oder FDPler des Jahres machen sollte, denn das hatte er im Jahr zuvor ausgeschlossen.

Es scheint Babbel sportlich auch nicht weiter gebracht zu haben. So etwas vermutete Spieler Jens Lehmann auch, als er forderte, dass nicht jeder einen Schein machen müsste. Vielleicht hat Schlussmann Lehmann da auch schon an sich selbst gedacht, entsprechende Ambitionen hat er bereits geäußert. Nur sollte man nicht vergessen, dass man auch bei einer Lehre zum Bäcker oder Bankkaufmann durchaus auf die theoretische Ausbildung an der Berufsschule verzichten kann, wenn man z.B. durch 12 Jahre Gymnasium die Schulpflicht erfüllt hat, aber am Ende steht die Prüfung, die entscheidet, ob man die entsprechende Berechtigung erhält.

Bayern München zahlt lieber im Voraus für Mehmet Scholl als Übungsleiter der II. Mannschaft und ist ganz optimistisch, dass er demnächst auch darf, was er laut Verein schon kann. Horst Heldt brachte damals noch die freie Berufswahl ins Spiel, vergass aber trotz seines Ausbildungsberufs, dass nur einen Meisterbetrieb führen darf, wer einen Schein hat.

Den wird Babbel nun in Ruhe machen und sich ärgern. Denn wirkliches Fehlverhalten oder schlechte Leistung kann man ihm von der Fernsehcouch aus gar nicht nachsagen.

In ein oder zwei Jahren wird Markus Babbel bei einem ambitionierten Zweitligisten Verantwortung übernehmen und dann wird die Biografie im Kapitel Karriere weitergeschrieben.

Vielen Dank, lieber Blogwichtel – ich hoffe, Du hast einen ähnlich gelungenen Artikel erhalten. Und vielen Dank, Frau Bhuti, für Organisation, Aufwand und Mühe!

Ach, eines noch:  Wenn ich keine Bemühungen anstelle, den Verfasser oder die Verfasserin zu identifizieren, hat das nichts mit einem Mangel an Interesse, Wertschätzung oder Begeisterung zu tun. Mir gefällt einfach die Idee des anonymen Wichtelns.

Als Blogwichtel aufgeflogen…

… bin ich bereits vor ein paar Tagen. Da ich mich jedoch noch im Urlaub befand, konnte ich das Eingeständnis meiner Demaskierung noch ein wenig hinauszögern – wie auch immer, Ute hat mich aufgespürt, bzw. sie hat es geschafft, mir diesen Artikel zuzuordnen. Wie ihr das gelungen ist, lässt sich in den Kommentaren der genannten und eines weiteren Beitrags nachvollziehen.

Wie ich bereits in meinem Wichtelbeitrag schrieb, kannte ich das Blog vorher nicht. Einer der angenehmen Nebeneffekte von Herrn Hollemanns schöner Wichtelinitiative besteht jedoch gerade darin, dass man dort Zuwachs für seinen Feedreader findet, was in meinem Fall für uteles blog auf jeden Fall zutrifft.

Wie die geneigte Leserin weiß, hatte ich den mir zugedachten Wichtelbeitrag nicht veröffentlicht. Die Gründe dafür, wie auch für meinen Verzicht auf die sonst übliche Detektivarbeit, sind in diesem Text und den Kommentaren kurz dargestellt. Und damit will ich es auch bewenden lassen.

Blogwichtel

An dieser Stelle sollte der Beitrag meines Blogwichtels stehen, auf den ich mich sehr gefreut hatte. Die mir zugesandte Erotikgeschichte werde ich hier jedoch nicht veröffentlichen.

Ich weiß: Zensur. Verstoß gegen die Spielregeln. Hätte ich mir vor der Anmeldung überlegen sollen. Stimmt alles. Dennoch: die Grundregel, dass in meinem Blog nur Sachen stehen sollen, die ich dort haben möchte, ist nicht verhandelbar.

Tut mir leid für den unbekannten Blogwichtel. Ich gehe davon aus, dass er oder sie ein Forum findet, um den Text zu veröffentlichen.

Herzlichen Dank nochmals an den Hollemann, der das Ganze organisiert und umgesetzt hat.

Blogwichteln dank Hollemann.

Der Hollemann führt in diesem Jahr die mittlerweile 42. Auflage seines traditionellen Blogwichtelns durch. Erstmals hatte auch ich die Ehre, aus unzähligen Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt zu werden, in den nächsten Tagen einen Text für ein fremdes Blog zu schreiben, während ein(e) weitere(r) Blogger(in) einen Beitrag für mein trautes Heim andenkt verfasst.

Seit der Verlosung heute nacht wissen alle Beteiligten, wo sie sich verewigen dürfen. Selbstverständlich habe ich bereits ein wenig in meinem Zielblog gestöbert und muss sagen, dass mir ganz schön mulmig ist. Ob ich den Kuranyi machen mich krank stellen soll, oder einfach so tun, als hätte mich meine Blogzuteilungs-Email nie erreicht? Aber dann dürfte ich hier ja auch keinen Gastbeitrag veröffentlichen. Also: Augen zu und durch.

Kurz zum weiteren Ablauf: bis zum 14.12. habe ich Zeit, meinen Beitrag an den Hollemann zu schicken, der meinen Text weiterleiten und mir parallel dazu den diesem Blog gewidmeten Beitrag zuleiten wird. Am 17.12. werden dann alle Beiträge möglichst synchron veröffentlicht, wenn ich alles richtig verstanden habe. Ich freu mich drauf.