Assistassistenten

Über Janniks Buch zur Gladbacher Nichtabstiegsrückrunde hatte ich ja schon vor geraumer Zeit berichtet, und dabei auch vorsichtig darauf hingewiesen, dass sein Blog seit einiger Zeit brach liege. Aus gutem, in diesem Fall beruflichem, Grund, hatte er eine Blogpause ausgerufen. Na ja, was sollte nach dieser Rückrunde auch noch kommen, was auch nur annähernd so spannend, mitreißend, letztlich bloggenswert sein sollte?

[Dieser Absatz ist Janniks Lesegewohnheiten gewidmet.]

Dann kam der Gladbacher Vorrundenlauf mit noch mitreißenderem Fußball, überragendem Erfolg, einigen guten Geschichten und interessanten Protagonisten, und es würde mich sehr wundern, wenn Jannik unter seiner Blogabstinenz nicht gelitten hätte wie ein, wie soll ich sagen, begossener Pudel. Schlechtes Timing, irgendwie, und natürlich hat er das Ganze längst rückgängig gemacht. Zum Glück.

Nun will ich meine derzeitige geringe Schreibfrequenz, deren Hintergrund an anderer Stelle kurz zur Sprache kam, nicht mit Janniks zeitweiligem Komplettausstieg vergleichen, und mich nicht mit ihm, aber ich klopfe mir zumindest in Sachen Timing schon ein wenig selbstverliebt auf die Schulter. Mal im Ernst: Wer hätte schon was über die erniedrigende Pokalvorführung durch die Bayern schreiben wollen? Über die als Debakel abgesprungene und letztlich als Euphemismus gelandete Niederlage in Hannover? Über die zwei Punkte, die Leverkusen hergeschenkt hat? Über den deutlichen Sieg gegen eine von allen guten Geistern verlassene Hertha, mit dem man sich nun wirklich nicht ernsthaft zu beschäftigen brauchte, oder über jenen gegen eine ohne Abwehr angetretene Freiburger Mannschaft? Am Ende hätte ich gar über Standardsituationen schreiben müssen, und das kann nun wirklich in niemandes Sinne sein. (Außerdem steht ja schon alles drüben im Brustring.)

Was ich allerdings nicht versäumen möchte: Abbitte zu leisten. Bei Sven Ulreich. Schon wieder. Nicht wegen der konstant guten Leistungen auf der Linie und im Eins-gegen-eins, das hatten wir schon. Auch nicht wegen der hohen Flanken, da sehe ich den Bedarf noch nicht. Sondern wegen seiner Scorerqualitäten. Wie oft habe ich über seine gemächliche Spieleröffnung gemeckert, an technischen Defiziten herumgemäkelt, über seine Abstöße wechselweise geschimpft und gelacht, die zu Vehs Zeiten kurz und ungenau, später dann nur noch ungenau waren.

Und dann: dieser Assistassist gegen Freiburg, der in den von mir verfolgten Medien viel zu wenig Beachtung fand. Jener lange Ball auf Harnik, den sie schon im Hinspiel intensiv geübt hatten, wobei der damalige Freiburger Linksverteidiger keiner Schülerabwehr entsprungen war, jener lange Ball also, den ich ganz selbstverständlich im Aus sah, um mich dann zum einen zu erinnern, dass er gar nicht von Niedermeier geschlagen worden war, und um zum anderen einzusehen, dass ich Martin Harniks derzeit aus gutem Grund breite Brust unterschätzt hatte, machte also dessen Weg frei zu einem Tor, das nicht nur bei manch anderem Verein, exemplarisch sei Hannover 96 genannt, den Anlass für eine mediale Zeitmessung geboten hätte, sondern das eben zudem Ulreichs ersten mir bewusst gewordenen Assistassist besiegelte.

Überhaupt sind Assistassists ja eine zu unrecht vernachlässigte Kategorie der Damen und Herren Opta, Impire, und wie sie alle heißen. Bemerkenswert, wie Ibisevic vor dem 4:1 in der Luft stand und mit seiner Verlängerung Hajnals Torvorbereitung einleitete. Ob indes auch Sakais Diagonalball vor dem 1:0 ein lupenreiner Assistassist war oder letztlich doch bloß ein Assist, wird in Fachkreisen heftig debattiert. Kann Ibisevic den Assist bekommen, obwohl er den Ball nicht berührt hat? Kann ein Durchlassen, das die Gefahr erst heraufbeschwört, als assistwürdige Leistung gelten? Ganz abgesehen von der Frage, ob Ibisevic den Ball nur versehentlich nicht getroffen hat. Natürlich ist die Antwort klar: Wenn wir das Ganze konsequent weiterdächten, könnte sich dann ja auch jemand frenetisch als Torschütze feiern lassen, nachdem und weil er sich weggeduckt hat, um einem Torerfolg nicht im Weg zu stehen. Öhm.

Überhaupt: Ibisevic. Und überhaupt: Sakai. Hatte ich bei Ersterem nicht kürzlich eher überschaubare Assistquoten (mangels verfügbarere Assistassistquoten, klar) angeführt und ihn implizit auf einen reinen Torjäger reduziert? Und dann legt er Harnik einen nach dem anderen auf – die der dann nicht verwertet. Abbitte, auch hier. Über Zweiteren hatte ich bis dato noch gar nichts geschrieben. Dabei macht es so viel Spaß, ihm zuzusehen (aber wie gesagt: Abstinenz).  Sicher, defensiv hätte es sich phasenweise auch gut in besagte Freiburger Schülerabwehr einsortieren lassen, ohne dort groß aufzufallen – den Fehler gegen Harnik vor dem 2:0 hätte ich ihm in ähnlicher Weise auch zugetraut. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass er ihn wieder ausgebügelt hätte, wäre deutlich höher gewesen. Im Vollsprint, wie immer. Irgendwie erinnert er mich an den jungen Sammy Kuffour. Nicht die Spielweise. Irgendwas anderes. Sowas wie … Begeisterung, Elan, Siegeslust?

Irgendwie ist es trotz allem schade, dass ich morgen so gut wie nichts vom Spiel beim HSV sehen kann.

Ehre, wem Ehre gebührt

Am Wochenende war ich unterwegs. Irgendwo in Bayern, wo die Wahrscheinlichkeit, eine Premiere-Kneipe (ich weiß, dass das mittlerweile anders heißt) zu finden, die das Spiel des VfB beim FC Schalke 04 übertragen würde, eher überschaubar war. So begnügte ich mich mit 90elf und gelegentlichen gestreamten Standbildern und bin zu keiner seriösen Bewertung des Spiels imstande. Zumal sich der Webradioreporter ob der hohen Qualität beider Mannschaften mitunter überschlug, was nicht der Wahrnehmung aller am späten Sonntag nachgelesenen Quellen entsprach.

Immmerhin weiß ich, dass dem VfB erneut ein reguläres Tor aberkannt wurde und dass der Schalker Ausgleich nach einer nicht geahndeten Abseitsstellung entstand. Letztere war, nach den Bildern, die ich dann doch noch gesehen habe, meines Erachtens zu knapp, um dem Schiedsrichtergespann einen Vorwurf zu machen. Schließlich sind wir sonst auch immer die ersten, die die Unparteiischen an die Vorgabe “im Zweifel für den Angreifer” erinnern. Der Linienrichter hat sich um Sekundenbruchteile und Zentimeter vertan, Tasci indes sekundenlang geschlafen.

Den nicht gegebenen Treffer zum 0:2 muss man Florian Meyer und seinem Team natürlich ankreiden. Dies gilt umso mehr, wenn es selbst im diesbezüglich sonst eher zurückhaltenden Brusting Schirischelte gibt – nicht zuletzt und auch nicht ganz überraschend unter Verweis auf die zeitliche Nähe zu den Magathschen Verschwörungstheorien der Vorwoche.

Ansonsten weiß ich, dass der VfB entweder im 4-4-1-1 mit Cacau als Spielmacher (Stuttgarter Nachrichten) oder doch im 4-4-2 (Ballverliebt, Taktikguru) mit hängender Spitze agierte, dass Träsch defensiv wie offensiv Akzente setzte, dass die erste Halbzeit stark, die zweite durchwachsen war, habe natürlich gehört, dass ein Ruck durch die Mannschaft gegangen sei, ferner, dass der neue Trainer der richtige Mann sei, der alte aber vielleicht auch der richtige gewesen wäre.

Bei Sport im Dritten habe ich dann endlich auch die Bilder zu Jens Kellers Abgrenzungsversuchen gegenüber Christian Gross sowie Armin Vehs Reaktion im Sportstudio gesehen und zunächst einmal festgestellt, dass Kellers Outfit Erinnerungen an Stielikes Sakko weckt. Abgesehen davon empfand ich seine Aussagen als unangemessen, unangemessener noch als Vehs Reaktion. Auch wenn ich bei beiden davon ausgehe, bzw. in Vehs Fall der Überzeugung bin, dass sie zumindest teilweise Recht haben. Fredi Bobic hat Jens Keller verteidigt (ab ca. 7:00). Das ist seine Pflicht, und der ist er nachgekommen.

Überhaupt kann ich die teilweise scharfe Kritik, die in meiner Timeline (das ist ein Twitter-Fachbegriff für die Menschen, deren Tweets ich lese) an Bobics Interview im SWR laut wurde, nur bedingt, besser: nur abschnittsweise teilen. Meines Erachtens ist Bobic insofern ganz passabel in das Gespräch eingestiegen, als er zunächst einen Teil seiner Hausaufgaben abgearbeitet hat. Er hob nicht nur die sportliche Verantwortung des neuen Trainers hervor, sondern schaffte es insbesondere, bereits nach 45 Sekunden erstmals den Begriff “Cheftrainer” einzubringen, von dem ich ehrlich gesagt bis vor kurzem gar nicht wusste, dass er in der Bundesliga gebräuchlich ist, der aber ganz offensichtlich das peinliche Herumgeeiere von Präsident Erwin Staudt in der Pressekonferenz nochmals kontern sollte.

Auch die Nachfrage von Moderator Johannes Seemüller nach den Protagonisten der Entlassung (Wer ist “wir”?) beantwortete er mit einem geschichtsbewussten konsequenten “Wir sind der CKlub”. Nun könnte man natürlich kritisieren, dass “der CKlub” vor allem “die Mitglieder” sind, doch in Verbindung mit seiner nachgeschobenen Erläuterung “die sportliche Führung mit dem Vorstand, alle komplett” und der in den Mund gelegten Ergänzung um den Aufsichtsratsvorsitzenden, ist seine Aussage ok, hielt er sich an den im Sprechzettel vorgesehenen Fraktionszwang. Alles andere wäre in der aktuellen Situation auch reichlich töricht.

Später verteidigte er dann, wie bereits angesprochen und in der Sache unumgänglich, Jens Keller gegen Armin Veh, der schließlich Trainer des HSV sei und sich nicht um Stuttgarter Belange kümmern möge, und wies bezüglich Sebastian Rudy in durchaus angebrachter Deutlichkeit (und das sage ich als großer Rudy-Fan) darauf hin, dass diesem von drei Trainern, besser: Cheftrainern, bescheinigt worden sei, er werde sich in Stuttgart nicht durchsetzen. Sehe ich, mit großem Bedauern, ähnlich.

Sagte ich vorhin, alles andere als eine “Wir sitzen alle im selben Boot”-Einstellung wäre töricht gewesen? Nun denn, einen kleinen Ansatz, sich entweder zu vergaloppieren oder aber Profil zu zeigen, hatte er sich dann doch gestattet: der angesprochenen Erläuterung, wer denn dieses “wir” sei, das die sportlichen Entscheidungen treffe, ließ er einen kurzen Hinweis in eigener Sache folgen (ab ca. 2:25):

“…aber glauben Sie mir eins, die sportliche Führung gibt, und das sind Jochen Schneider und ich, geben die Vorgaben…[sic!]”

Herr Hundt, Herr Staudt, Herr Ruf, ziehen Sie sich warm an!

Ach, vielleicht ist das doch nicht nötig, wenn man die letzten gut vier Minuten des Interviews noch einmal Revue passieren lässt, die bei “Zimmer frei” vermutlich problemlos als “ultimative Lobhudelei” durchgehen würden: das Wiederkäuen der Hundtschen Aussagen zum Stuttgarter Personalbudget, das unter den Top 6 der Liga rangiere, die Rüge für den Ex-Trainer, der sich unbotmäßig zu Vereinsbelangen geäußert habe, die außerhalb seines Kompetenzbereichs lagen, die demütige Feststellung, dass sich “Professor Hundt” keineswegs (zu) häufig öffentlich äußere, und natürlich die Erkenntnis, dass besagter Professor aus Uhingen, “wenn mal die ganze Emotionalität raus lässt, […] richtig gehandelt” habe.

Natürlich. Wäre ja noch schöner.
Bis zum nächsten Mal lernt Herr Bobic auch noch den Rest:

Senator E.h. Professor h.c. Dr. sc. techn. Dieter Hundt
(ohne Gewähr)

Zwischen zwei Zitterspielen zwitscherten zwei…

…ach, was weiß denn ich? Keine Ahnung, was ich nach dem gestrigen Spiel gegen die nicht sonderlich beeindruckenden Berner an Rückschlüssen für die morgige Partie gegen Gladbach zwitschern ziehen sollte. Dafür war, wie gesagt, Bern zu schwach, und der VfB zu, wie soll ich sagen, unstet.

Dennoch: natürlich war der gestrige Sieg eine Erleichterung. Und “Erleichterung” beschreibt auch den Jubel nach den Toren ganz gut. In meiner Nähe war wenig von Überschwang oder lauter Freude zu sehen oder hören – eher vernahm man plumpsende Steine offensichtlich geschwächter Fans. Wie auch immer: es geht also. Man kann Tore schießen. Man kann sogar zu null spielen. Und man kann den einen oder anderen guten Angriff vortragen. Pavel Pogrebnyak, der auf mich zuvor wie die personifizierte Unsicherheit gewirkt hatte und sich allem Anschein nach meist am liebsten hinter dem nächsten Baum versteckt hätte, trat gestern mitunter so auf, wie man ihn in der Rückrunde oft und gerne erlebt hatte: wuchtig, robust, nicht immer elegant, aber häufig so, dass der jeweilige Abwehrspieler angesichts des nahenden Stürmers den Ball möglichst rasch – und häufig überhastet – wieder los werden wollte und dabei entweder Pogrebnyak selbst oder einen seiner nachrückenden Mitspieler bediente. Erfreulicherweise hießen diese Leute, die gerne mal Bälle zurück gewannen, nicht selten Gentner oder Kuzmanovic, die ihre beste gemeinsame Leistung ablieferten.

Kurz zur Erinnerung zwischendurch: Bern war harmlos.

Defensiv war Verlass auf Tasci und Träsch, Boka sorgte links für mehr Stabilität, Niedermeier hatte zwar einige gute Szenen, aber eben auch wieder einige, in denen er, womöglich übermotiviert, etwas desorientiert wirkte, und in Sachen Ulreich habe ich mir ein Schweigegelübde auferlegt. Das sich allerdings nur auf seine Abwehraktionen bezieht, d.h. ich kann darauf hinweisen, dass ich mir in ein paar Situation eine schnellere Spieleröffnung von ihm erwünscht hätte.

Didavi hatte wiederum eine Reihe guter Szenen – mit fortdauernder Spielzeit klappte auch die Abstimmung mit Boka besser -, während es noch immer schwer fällt, Camoranesi zu bewerten. Er hatte meines Erachtens ein paar Ballverluste und Fehlpässe zu viel; wenn er aber öfters solche Szenen hat wie in der ersten Halbzeit, als er Christian Träsch mit einem kurzen Pass die ganze Seite öffnete, oder vor dem 2:0, dann darf er auch den einen oder anderen Ball vertändeln.

Bern war übrigens nicht sonderlich stark.

Harnik dürfte sein Jahresbudget an fast schon skurril vergebenen Torchancen aufgebraucht haben; gleichzeitig fiel auf, dass er den Ball immer wieder vor die Füße bekam – irgendetwas muss er also richtig gemacht haben, auch wenn die Berner gerade bei seiner besten Aktion, als er von der Strafraumlinie knapp vorbei schoss,  schon sehr entspannt zusahen, wie er den Ball vom rechten auf den linken Fuß und wieder zurück legte. Egal wie: der Harnik gefällt mir.

Im Übrigen wäre ich über einen anderen Strafstoßschützen nicht böse.

Rückschlüsse für morgen? Keine. Gladbach ist stärker. Anders als gegen Bern kann ein Rückstand nicht ausgeschlossen werden, und wer weiß, wie man dann reagieren würde. Dennoch: ich bin guter Dinge und bleibe bei dem Tipp, den ich drüben beim Büchsenwurf abgegeben habe: 3:1.

Drüben beim Büchsenwurf? Genau. Der Büchsenwurf ist – die Älteren kann es kaum überraschen – ein Blog, das sich im Wesentlichen mit Roberto Boninsegna Borussia Mönchengladbach beschäftigt. Daniel befragt dort regelmäßig Anhänger anderer Vereine zum jeweils bevorstehenden Spiel, und weil der werte Herr Brustring Hirngabel in diesen Tagen unabkömmlich ist, durfte ich die Lücke füllen und ein paar Sätze zum VfB sagen – es gab schon Zeiten, da fiel es leichter.

Im Gegenzug bat ich dann meinerseits Daniel um ein paar Einschätzungen zur Borussia, die sich zum Teil auf die aktuelle Saison und Situation beziehen, zum Teil darüber hinaus reichen. Et voilà:

Was wird der Borussia eher gerecht: 3:6 oder 0:4?

Ich denke, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen – Stichwort Konstanz. Borussia gleicht einer Wundertüte, wobei eine schrittweise Verbesserung sicherlich erkennbar ist. Die beiden Ergebnisse bilden quasi die Leitplanken zwischen denen wir uns derzeit bewegen (können). Dabei gilt es darauf zu achten, dass extreme Ausschläge zugunsten der bereits angesprochenen Konstanz ausbleiben. Beim 6 : 3 lieft alles glatt – beim 0 : 4 lief gar nichts.

Kann Michael Frontzeck länger in Mönchengladbach bleiben als Hans Meyer um die Jahrtausendwende?

Als bekannt wurde, dass Frontzeck unser neuer Trainer wurde, entgegnete man ihm vielerorts mit überzogener Kritik. Mittlerweile jedoch konnte er beweisen, dass er einer Mannschaft seinen Stempel aufdrücken kann. Falls das Umfeld der Borussia aus alten Fehler gelernt hat, und falls man nicht, wie früher, bei der kleinsten Niederlagenserie den Trainer entlässt, hat Michael Frontzeck definitiv das Potenzial über einen vergleichbaren Zeitraum im Amt zu bleiben. Es ist unverkennbar, dass gewisse Parallelen zwischen beiden Trainern bestehen, zumal Frontzeck auf Empfehlung von Hans Meyer sein Amt antritt.

Wie viele Tore erzielt Brouwers diese Saison?

Das ist eine gute Frage. Die Torquote der letzten Saison sollte schwerlich zu toppen sein, jedoch sieht es momentan so aus, als würde Brouwers dort weitermachen, wo er vor der Sommerpause aufgehört hat. Ich tippe auf 5 – 8 Tore.

In welchem Tabellendrittel steht Gladbach zu Saisonende?

Zwischen der Unterkannte des mittleren und der Oberkante des unteren Tabellendrittels. Wobei dies schwer vorherzusagen ist – Thematik: Wundertüte.

Und wo in drei Jahren? Mit Reus und Herrmann?

In drei Jahren werden wir hoffentlich dauerhaft am Ende des oberen Tabellendrittels auftauchen. Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass die Borussia ihre Talente zu oft an Vereine wie Bremen, Bayern oder Schalke abgeben musste. Sollte es gelingen diese dauerhaft zu binden, dann könnte die von mir angestrebte Platzierung real werden.

Wie geht’s aus am Samstag?

Ein knappes 1 : 2 für uns.

Soweit also Daniel vom Büchsenwurf, dem ich herzlich für seine Einschätzungen danke  – auch wenn er mit der letzten Antwort natürlich daneben liegt.

Bestandsaufnahme

Man gibt ja so manchen Blödsinn von sich im Lauf einer langen Bundesligasaison. Als Spieler. Als Trainer. Als Manager oder Präsident. Aber auch als Blogger und Fan. Während die Erstgenannten gerne einmal von ihren Fehleinschätzungen eingeholt werden (von außergewöhnlich hell leuchtenden Ex-Spielern, Trainern, Präsidenten und WM-ins-Land-Holern soll hier nicht die Rede sein), kann sich der unscheinbare Beobachter gemeinhin darauf verlassen, dass ihm sein Geschwätz von gestern nicht um die Ohren fliegt. Wo kein Kläger und so, mangels Relevanz und Reichweite.

Das kann ich nicht akzeptieren. Ich stelle mich. Kurz vor Saisonende, in Erwartung der anstehenden Entscheidungen, lasse ich meine Torheiten Prognosen und Einschätzungen Paroli laufen und versuche zu überprüfen, ob die eine oder andere sich noch als richtig erweisen könnte und wo ich bereits heute einräumen muss, furchtbar daneben gelegen zu haben. Nach dem Ampelprinzip.

Teilweise handelt es sich dabei um die “großen” Fragen wie “wer wird Meister”, “Wo landet der VfB” oder ähnliches, teilweise aber auch um Kleinigkeiten. Sicherlich habe ich das eine oder andere übersehen, und an einigen Stellen kann man wohl auch über die Schriftfarbe diskutieren.

Genug der Vorrede. Hier die Übersicht, die ich nach Saisonende, vielleicht auch nach und nach, nochmals aktualisieren werde:

23. Juni 2009:

Klaas-Jan Huntelaar. No way.

14. Juli 2009:

Marica nicht explodiert, Julian Schieber noch ein paar Tage braucht und Cacau seinen Status als ganz guter Bundesligastürmer nicht entscheidend nach oben korrigieren wird

Irgendwann wird die erste Krise der Ära Babbel kommen, und wenn er dann nicht vor Ort ist, wird sich die Frage stellen, ob Neuvorstand Heldt ein weiteres mal so rasch und konsequent handelt wie bei Giovanni Trapattoni und Armin Veh.

habe den Eindruck, dass es [der Brustring] ein sehr schönes, ambitioniertes Projekt wird.

17. Juli 2009, rasenschachmagazin:

Wenn alles positiv verläuft, schätze ich, dass sich der VfB am Ende zwischen den Plätzen 3 und 5 befinden wird.

Für die Beiden [Träsch und Cacau] war es ein nettes Bonbon, aber ich sehe sie nicht zwingend auf Dauer als Nationalspieler.

Meine Geheimtipps sind Timo Gebhart und Georg Niedermeier, denen ich zutraue, einen Riesensprung zu machen.

7. August 2009, ballpodder:

So richtig kann das da vorne [im Sturm] noch nicht funktionieren. Den Abgang von Gomez kann man gar nicht hoch genug einschätzen.

Ich glaube, das Khedira eine absolute Führungsposition übernehmen wird.

Ich glaube nicht, dass Hitzlsperger noch einmal so eine schlechte Hinrunde spielen kann wie im Vorjahr.

bin überzeugt, dass Lehmann noch einmal eine sehr gute Saison spielt.

8. August:

[Hleb], der sich hinter der Mittellinie in halblinker Position anspielen lässt und von dort in Serie zu begeisternden Soli aufbricht, die nicht selten zumindest in Tornähe enden, entweder mit einem eigenen Abschluss oder, häufiger, dem Zuspiel auf einen Mitspieler. Ich glaube nicht, dass er dieser Spieler noch ist.

Timo Gebhart setzte ein paar schön Duftmarken, denen zufolge die gegnerischen Hintermannschaften diese Saison auf den Außenbahnen möglicherweise recht flink sein müssen, um gegen Hleb und Gebhart zu bestehen.

4. Oktober 2009:

Auf der Gegengerade war ein erstes “Babbel raus!”-Plakat zu sehen, und ich habe wenig Zweifel, dass eben diese Diskussion deutlich an Fahrt aufnehmen wird.

6. Oktober 2009:

Der Tag, an dem der erste VfB-Neuzugang in Lederhosen vorgestellt wird, ist auch der Tag, an dem ich meine Dauerkarte zurückgebe.

19. Oktober 2009:

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich ihn [Elson] nicht für den Spieler halte, der das Offensivspiel des VfB auf Dauer bestimmen kann; Impulse als Einwechselspieler kann er gleichwohl setzen.

21. Oktober 2009:

in der Champions League scheinen die Chancen auf ein Weiterkommen eher theoretischer Natur

Meine Prognose? Babbel bleibt bis zur Winterpause. Und dann vermutlich auch darüber hinaus. Oder Heldt geht mit ihm.

17. November 2009, mylaola:

Wenn ich ehrlich bin, kann ich mir eine Rückrunde wie in der Vorsaison derzeit nicht vorstellen.

Also: der VfB landet zwischen 7 und 9, wobei ich insgeheim noch auf Platz 5 oder 6 (dann mit einem „günstigen“ Pokalsieger) hoffe.

Meister wird wieder Wolfsburg.

30. November 2009:

…wenn er [Staudt] […] tatsächlich voll und ganz von Babbel überzeugt ist und keinen Deut von seinem Trainer abrücken will, ziehe ich meinen Hut. Ich kann nur nicht so recht daran glauben.

6. Dezember 2009:

Aliaksandr Hleb, dessen Verpflichtung sich zu einem gravierenden Fehlschlag entwickelt …  frage ich mich ernsthaft, ob er von Arsène Wenger wirklich so viel gelernt hat, wie man gemeinhin vermutet. Er wirkt wie ein egoistischer Fremdkörper…

10. Dezember 2009:

Der zurückgekehrte Khedira hat deutlich gemacht, dass es möglicherweise etwas voreilig war, Kuzmanovic zum neuen Platzhirsch auszurufen.

…dürfte es für Cacau und Schieber eng werden mit einem Startelfplatz.

Auf den äußeren Mittelfeldpositionen gehe ich davon aus, dass Hleb und Gebhart erst einmal vor Rudy stehen

Wird Hitzlsperger nach seiner Verletzung mehr als ein Ergänzungsspieler sein? Ich glaube nicht, und frage mich, ob der Verein ihn mit Blick auf die WM ziehen lässt.

Auch bezweifle ich, dass Elson bei Gross eine wichtige Rolle spielen wird.

13. Dezember 2009:

Kamke: Ich will ihn nicht mehr sehen!
Blogger hat den Glauben an Lehmanns Professionalität verloren

14. Januar 2010, allesaussersport:

[1] Grundsätzlich traue ich dem HSV und Werder [bzgl. Uefa-Cup] schon einiges zu […] Werder kommt ins Finale

Tatsächlich traue ich auch den Bayern in der CL einiges zu. Halbfinale, würde ich sagen.

Demel ist gerade auf dem Basar beim Afrika-Cup und wurde gestern bei Milan, heute eben bei Sunderland und morgen vielleicht bei Atlético gehandelt, das kann ich noch nicht so ernst nehmen.

[3] Meines Erachtens wird sich Hitzlsperger sehr schwer tun, im WM-Kader zu bleiben, weil er auch in der Rückrunde beim VfB einen schweren Stand hat. Ich wäre nicht gänzlich überrascht, wenn sich da auf dem Transfermarkt noch etwas täte.

In der Defensivzentrale ist nicht abzusehen, wie es mit Tasci weitergeht.

[4] Gerade bei Reus und Brouwers muss man damit rechnen, dass sie ihr Niveau bzw. ihre Effektivität nicht ganz halten können – dann wäre man wohl auf die Torausbeute der südländischen Spieler angewiesen.

Michael Frontzeck hat mich ein Stück weit positiv überrascht; dass es reicht, kann ich indes noch immer nicht glauben.

Ich denke, dass irgendwann eine Phase kommen wird, in der er [Tuchel] nicht mehr ausschließlich gefeiert, sondern auch mal als Besserwisser kritisiert wird, und bin gespannt, wie er damit umgeht.

[5] Andererseits halte ich es durchaus für möglich, dass sich Wolfsburg in der Rückrunde fängt, weil man hinten wieder stabiler wird, Grafite im ersten zweiten Spiel doppelt trifft und plötzlich wieder alles von selbst läuft. Ohne Zutun des Trainers [Veh], von dem man sich anschließend unter Krokodilstränen trennt.

Er [Veh] ist bestimmt kein schlechter Trainer; als Manager  scheint er nur bedingt geeignet, und in Summe ist er meines Erachtens einfach überfordert.

In der vergangenen Saison assozierte man mit Hoffenheim vielerorts Dietmar Hopp, die Traditionsfrage, Disziplinlosigkeiten und das offensive, attraktive Spiel. Ohne letzteres dürften die Sympathien nicht unbedingt zunehmen.

Vor der Saison war ich überzeugt, dass man mit Simunic einen ganz wichtigen Transfer getätigt habe

1. Februar 2010:

Der Trainer hat immer recht

Nun gilt es, auf dem Boden zu bleiben, wobei ich auch in dieser Hinsicht […] viel Vertrauen in Christian Gross setze.

13. Februar 2010, NedsBlog:

inzwischen habe ich aber das Gefühl, dass er [Gross] sehr genau weiß, was er tut und was er will, und das setzt er dann auch konsequent um.

…geht sowas halt auch einmal nach hinten los. Christian Gross und Horst Heldt werden sich in den nächsten Wochen sehr genau überlegen, ob sie sich bemühen, ihn [Hleb] über den Leihvertrag hinaus zu halten.

[Nachwuchsspieler:] …bin ich überzeugt, dass man vom Großteil der Genannten noch einiges erwarten darf. Über allen steht dabei Khedira, aber gerade in Sebastian Rudy […] setze ich große Hoffnungen, und Gebhart ist natürlich auch ein Riesentalent, von dem ich hoffe, dass es in Christian Gross den richtigen Trainer zur richtigen Zeit bekommen hat.

Heute halte ich 5-16 noch für möglich, 6-11 für realistisch, und 6-8 für gut. 5 für überragend.

19. Februar 2010, Spielfeldrand Magazin:

Als Torschützenkönig sehe ich beide [Marica, Pogrebnyak] auf absehbare Zeit nicht.

Aus deutscher Sicht “unbedingt mit” muss meines Erachtens Sami Khedira, zudem würde ich Serdar Tasci und, wenn er sein Niveau beibehält, Christian Träsch mitnehmen. Weitere Kandidaten sehe ich für Joachim Löw (noch) nicht.

[Barcelona:] ich wäre zufrieden, wenn das Hinspiel nicht verloren ginge und der VfB mindestens ein Tor erzielte.

Ich gehe davon aus, dass der VfB die Partie bestimmen wird, was Ballbesitz und Spielanteile anbelangt. Köln wird defensiv gut stehen, ohne zu mauern, und seine Chance nach vorne auf jeden Fall suchen […]. Mein Tipp: 0-2

21. Februar 2010:

Und nein, ich sehe weder Cacau noch Hilbert in Joachim Löws Kader für Südafrika

24. Februar 2010:

wenn der VfB im Camp Nou nur 3 Tore schießt, müsste Barcelona schon 4 machen. Das schaffen die nie.

1. März 2010:

Der Abstieg ist nur noch eine theoretische Option. Der Uefa-Cup meines Erachtens auch. Würde mich interessieren, wer daran glaubt, dass man an Ostern noch ernsthaft vom internationalen Geschäft redet, nach den Spielen in Bremen, Gelsenkirchen und München.

14. März 2010:

Wobei die Wahrscheinlichkeit, dass Khedira in der nächsten Saison noch mit von der Partie ist, derzeit von Woche zu Woche sinken dürfte bzw. bereits jetzt ein all-time low erreicht haben könnte.

13. April 2010:

Mittlerweile bin ich sehr guter Dinge, dass der VfB den HSV noch überholt; Wolfsburg mit seinem künftigen Weltfußballer macht mir da deutlich mehr Sorgen.

Dialog? Nein danke!

Sicher, es war arschkalt. Der Wind war eisig, der Schneefall kontinuierlich, der Nebel dicht. Und dennoch hatte ich am Samstag den wohl besten Skitag meines Lebens. Ganz sicher zumindest den besten Schnee, der mich – auf der Piste, wohlgemerkt – gelegentlich bis über die Knie einsinken und mehr oder weniger elegant auch wieder herausfahren ließ. Andere Menschen waren eher nicht da. Außer meinem Mitfahrer natürlich, der allerdings darauf bestand, irgendwann in ferner Vergangenheit schon einmal einen vergleichbaren Tag erlebt zu haben.

Die anschließende automobile Talfahrt tat unserer Laune zunächst keinen Abbruch, ganz im Gegenteil: nach etwas Gefummel am zunächst unkooperativen Radio war die Bundesligaschlusskonferenz gefunden, der VfB führte souverän mit 2:0, das 3:0 liege in der Luft, ich leistete el pibe und hirngabel gedanklich mit dem größten Vergnügen Abbitte, das Leben meinte es gut mit mir.

Zu früh gefreut. Die weitere Fahrt zur Pension war ein Desaster, trotz Schneeketten. Erst Almeida, den ich selbst zu Wochenbeginn stark geredet hatte, und dann auch noch der Exnationalspieler – bittere Minuten. Und alle gute Laune war verflogen. Die Sportschau wollte ich nicht sehen, bekam dann aber doch noch mit, dass die Stuttgarter Pausenführung “schmeichelhaft” gewesen sei, was sich nicht unbedingt mit den Informationen aus dem Rundfunk deckte, aber vielleicht war ich auch schon ein wenig unausgeglichen.

Da letztlich irgendjemand die Schuld tragen muss, nahmen wir sie auf uns, die wir das Spiel in unserer Maßlosigkeit dem Tiefschnee geopfert hatten, und entschieden uns für die maximale Selbstkasteiung: ein Abendessen am Tisch neben dem Alleinunterhalter. Mit freiem Blick auf die Tanzfläche, die bei gelungenen Medleys von Boney M. über Howard Carpendale und Roland Kaiser bis hin zu Elvis Presley, Adriano Celentano und karnevaleskem Liedgut stets gut gefüllt war und dabei nicht nur geübte Tänzer anlockte. Das Personal war bestenfalls mittelfreundlich und nur bedingt qualifiziert, die Einrichtung hatte ihre beste Zeit hinter sich und den Tischdecken war es nicht gelungen, allen Motten auszuweichen. Aber es war das einzige Gasthaus mit einem halbwegs vom Schnee befreiten Parkplatz, den man wohl auch nach der Mahlzeit ohne Abschleppseil würde verlassen können. Vor lauter Kopfschütteln verdrängten wir erfolgreich das Fuaßballergebnis.

Für das Sportstudio waren wir zu müde, während Bundesliga pur standen wir einige hundert Meter hinter dem Idioten, der ohne Schneeketten bergwärts gefahren war, Sport im Dritten verbrachten wir auf der Autobahn, und am Montag war glücklicherweise so viel zu tun, dass ich mich nicht in irgendwelchen Videoportalen aufhielt und auch sonst die Nachberichterstattung nur widerwillig überflog. Abgesehen vom Brustring, natürlich.

Da ich auch sonst fast nichts über den Bundesligaspieltag wusste, griff ich schließlich doch noch zu einer ungewöhnlichen Maßnahme und erwarb den kicker, wo ich mich zunächst mit Louis van Gaals teilweise bedenkenswerten Reformideen konfrontiert sah, die beim kicker leider nicht online zu finden sind; andere Qualitätsmedien sind diesbezüglich offener. Dann wunderte ich mich, dass man in Nürnberg bereits vorab Ronnie Rengs drüben bei catenaccio geäußerten Wunsch nach einem Oka Nikolov-Special nachgekommen war, wenn auch mit leicht unterschiedlichem Zungenschlag:

Reng:
“Ein Wahnsinn, wie so ein unterdurchschnittlicher Bundesligatorwart immer wieder einen neuen Vertrag bekommen und die Eintracht jedes Jahr wieder sechs bis acht Punkte kostet, ohne dass irgendjemand aufschreit…”

Karl-Heinz Körbel im kicker:
“…ich bin mir sicher, dass er nach der Karriere einer der wenigen sein wird, die vom Umfeld und den Fans immer bewundert werden.”

Sicher, die beiden Positionen schließen sich nicht zwingend aus. Es ist allerdings interessant, diese leichte Nikolov-Lobhudelei zu lesen, wenn man in den letzten Wochen ein wenig dem Kid zugehört hat, der sich sowohl in sportlicher Hinsicht als auch mit Bezug auf die im kicker gepriesenen Werte über Nikolov äußerte.

Und dann war da noch Christoph Schickhardt. Der “gefragteste Jurist im deutschen Fußballgeschäft“, die Allzweckwaffe eines Großteils der Bundesligisten, zahlreicher Spieler und Trainer, hat sich im Rahmen der gegenwärtig vor allem pyrotechnisch motivierten Diskussion um Gewalt in den Stadion für härtere Sanktionen ausgesprochen. Damit trifft er den aktuellen Tenor, der auch in einem offenen Brief der Bundesliga-Fanbeauftragten Niederschlag findet, und ich stimme insofern zu, als ich überführte Gewalttäter hart bestraft sehen möchte.

Etwas konsterniert lässt mich allerdings Herrn Schickhardts Hinweis auf Fehler der Vereine zurück:

“Leider hat man schon teilweise Fanvertreter in die Gremien aufgenommen und beschäftigt sich einfach zu viel mit ihnen.”

Ist also das Konzept Dialog gescheitert? Mitbestimmung ein Anachronismus? Der aktive Fan ein schlechter Kunde?

Mir ist gerade ein bisschen schlecht.