Wechselwegweiser

Wechselwegweiser sind in aller Regel sinnvoll, um Verkehrsflüsse besser zu steuern und Gefahrensituationen zu minimieren. So kennt der gemeine Stuttgarter Stadiongänger, der gelegentlich über die Gaisburger Brücke zum VfB geht, die dortige Praxis, mindestens einen Fahrstreifen vor bzw. nach dem Spiel mal in die eine, mal in die andere Richtung freizugeben.

Ähnliches geschieht beim ÖPNV. Wer an der Stadionhaltestelle in die U11 steigen will, läuft bereits vor dem Bahnsteig auf vier Zugänge zu, die einzeln geöffnet oder geschlossen werden können, um die Fußgängerströme zu kanalisieren und ggf. eine Überfüllung des Bahnsteigs zu verhindern. Am Freitag sah das nach dem Spiel ungefähr so aus:

Symbolbild
Symbolbild, dilettantisch, möglicherweise dennoch hinreichend.

Klare Sache also. Man sieht von weitem, dass drei Eingänge geöffnet sind, und stellt sich entsprechend an. Während man sich einsortiert, nimmt man mit einem Anflug von Irritation zur Kenntnis, dass sich auch ganz links außen eine Schlange bildet. Ok, denkt man zunächst, da grade ohnehin niemand in die Gegenrichtung unterwegs ist, werden sie wohl ganz unbürokratisch auch den vierten Eingang umfunktioniert haben. Sieht man genauer hin, stellt man fest, dass sich besagte linke Schlange deutlich schneller bewegt. Sieht man noch genauer hin, wird deutlich, dass sie sich als einzige bewegt, weil die anderen drei Türen zu sind. Vermutlich werden also die Zugänge kurz geschlossen gehalten, weil der Bahnsteig gerade etwas voll ist.

Man schüttelt den Kopf ob der ganzen besonders Gescheiten, die sich quer durch die drei Schlangen drängeln, um zum linken Zugang zu gelangen, und wartet auf die Durchsage, dass die Fahrgäste sich doch bitte vernünftig verhalten und vor den drei Zugängen warten mögen. Vergeblich. Statt dessen wird die Bewegung nach links eine zunehmend massive, der man sich weder entziehen kann noch – da einen an diesem Abend nur wenig am Ort des Geschehens hält – will. Man wird nach und nach zum Eingang gedrängt und ist zunehmend erbost, links und rechts hört man schon Kommentare, in denen der Ortsname Duisburg fällt, was glücklicherweise weit übertrieben ist, und doch fragt man sich nicht ohne Sorge, was sich die BVGSSB-Knechte dabei denken mögen, wenn sie diese offensichtliche Fehlentwicklung dulden.

Genau diese Frage stellt man dann, möglicherweise in einem Zustand, der mit Seelenruhe nicht ganz treffend beschrieben wäre, den uniformierten Herren auf dem Bahnsteig, um zu erfahren, dass der Bug ein Feature sei. Nicht vom ersten, natürlich, der schweigt nur, aber der zweite Angesprochene gibt relativ freundlich zu verstehen, dass der Bahnsteig überfüllt sei und man den Zugang deshalb so regle. Allem Anschein nach ist ihm überhaupt nicht bewusst, dass die Fahrgäste draußen in die Irre geleitet werden, genau wie seinen Kollegen, die zu glauben scheinen, wir Wutbürger echauffierten uns lediglich über den langsamen Ablauf.

„Was ist denn hier los?“ hören wir in etwas aggressivem Ton von einem hinzu kommenden SSB-Mitarbeiter, und man hat das Gefühl, dass das Ganze ein wenig aus den Fugen geraten könnte. Er bemerkt dann aber doch, dass wir, wiewohl wütend, in erster Linie auf einen bestenfalls kundenunfreundlichen, wohl aber vor allem gefährlichen Missstand hinweisen wollen, sodass er sich doch fürs Zuhören entscheidet. Und uns freundlich darauf hinweist, dass er nicht wisse, wieso die Einsatzleitung das so handhabe. Na dann.

Mittlerweile lässt der Zustrom ein wenig nach, die Gefahr ist wohl gebannt, und anstelle einer Grundsatzdiskussion oder einer Beschwerde an höherer Stelle steigen wir auch in die Bahn. Das heißt, wir täten es, wenn sich nicht je ein SSB-Mitarbeiter vor mehrere geöffnete Türen „unseres“ Wagens stellen und dem Ansturm entgegen stemmen würde, um zu gewährleisten, dass der Wagen zunächst von den anderen Türen her befüllt wird. Und plötzlich denkt man, ohne es zu wollen, möglicherweise ist allein dieser Gedanke ziemlich peinlich, aber so ist es halt, an William Thacker, auch wenn man sich seines Namens – im Gegensatz zu dem von Anna Scott – nicht erinnert: surreal, aber unschön.

Fußball war davor. Ich verzichte nicht auf den billigen Hinweis, dass auch Bruno Labbadia mitunter ein Wechelwegweiser gut täte. Der ihm möglicherweise gesagt hätte, dass es gar nicht so sinnvoll ist, den offensichtlich in abgelaufenen Turnschuhen angetretenen Shinji Okazaki auch nach der Pause noch auf dem Platz zu belassen. Oder er wusste bereits, dass Okazaki in Halbzeit zwei nicht noch einmal in die Situation kommen würde, bei einer gefühlten 7-gegen-2-Kontersituation mit dem Ball am Fuß auszurutschen. Im Zuge eines überflüssigen Dribblings. Vielleicht wusste er natürlich auch, dass Timo Gebhart anstelle von Okazaki nicht sonderlich viel reißen würde – abgesehen von einer sehr sehenswerten Ablage auf Kuzmanovic, natürlich, dessen in jenem Fall (was leider nicht immer zutraf) überlegter Schuss abgewehrt wurde.

Doch der Reihe nach. Was wiederum falsche Erwartungen schüren könnte: keineswegs habe ich vor, das Spiel in Gänze zu kommentieren. Aber so ein Grundgefühl, das würde ich schon gern vermitteln. Ein Grundgefühl, das vor dem Spiel ungefähr so lautete, dass der VfB gegen verunsicherte Hamburger versuchen müsste, ein frühes Tor zu erzielen, um dann, so die in der Kurve dem Vernehmen nach weit verbreitete Meinung, zu einem relativ einfachen Sieg zu kommen.

Gesagt, getan. Harnik traf in der 18. Minute, und zu sagen, die Verunsicherung der zunächst noch forsch aufgetretenen Hamburger sei mit den Händen zu greifen gewesen, wäre weit untertrieben. Dumm nur, dass die Stuttgarter Spieler das auch bemerkten. Der Plan ging also offensichtlich auf, und nun müsste man nur noch nachlegen, dann stünde man auf Platz drei oder so, wie erwartet. Nur noch nachlegen. Tat man aber nicht. Naja, nicht schlimm, es würden sich ja noch weitere Chancen ergeben. Kurzzeitig machte es der HSV dem VfB unheimlich leicht, letztlich zu leicht. So leicht nämlich, dass die Stuttgarter Spieler wohl glaubten, die sich bietenden Möglichkeiten nicht mehr durch konsequent vorgetragenem möglicherweise gar in dieser Form geübte Angriffe nutzen zu müssen, sondern stattdessen die einfache Variante durch die Mitte, gerne auch einmal mit dem Ball am Fuß und dem Kopf unten, wählen zu können. Dass der VfB dennoch zu weiteren Gelegenheiten kam, lag am HSV, der aber irgendwann feststellen durfte, dass die Intensität der VfB-Bemühungen und auch der Glaube an das zweite Tor schwanden.

Schon vor der Pause fand der HSV wieder ins Spiel. Nicht zuletzt Töre, der mich bei jedem Schritt glauben ließ, er trage die Schuhe seines etwa zwei Größen älteren Bruders auf, legte eine Aktivität an den Tag, die man dem einen oder anderen VfB-Nachwuchsspieler auch zutrauen würde, wenn er denn dürfte. Nach dem Wechsel konnte dann niemanden mehr überraschen, dass der VfB die paar Prozent an Konzentration, die er vor der Pause allzu siegessicher herausgenommen hatte, nicht mehr aufbringen konnte. Es entwickelte sich eine Konstellation, über die Martin Harnik später, meines Erachtens zurecht, sagen sollte, dass jemand gefehlt habe, der auch einmal das Tempo herausnähme und den Ball hinten herum spiele. Womit ich nicht sagen will, dass das Spiel zu schnell war. Aber es erinnerte phasenweise an einen Amateurkick, bei dem es zwar hin und her geht, bei dem der Grund dafür aber in erster Linie an blindwütigen Versuchen liegt, die im Ballverlust und häufig in direkten und ebenso wenig durchdachten Gegenangriffen resultieren. Und ein wenig dachte man an die Zeiten zurück, als der englische Fußball allein wegen seines Tempos gepriesen wurde – wozu auch die hohen Bälle passten, die der VfB ab Mitte der zweiten Hälften in die Sturmmitte schlug, die Cacau (1,79) gegen Bruma (1,86) und Rajkovic (1,95) überraschenderweise nur selten behauptete berührte.

Ich werde ein wenig unsachlich. Daher der ganz sachliche Hinweis, dass irgendwann das erste Gegentor aus einer Standardsituation kommen musste. Dass es am Freitag passierte und dass es gleich zwei waren, ist nicht schön, könnte aber auch damit zu tun haben, dass die Hamburger so oft üben durften, weil der VfB einfach zu viele Ecken und Freistöße zuließ. Verursachte trifft es vielleicht besser. Und ebenso sachlich stelle ich fest, dass sich der HSV den Sieg in der zweiten Halbzeit redlich verdient hat. Was Sven Ulreich dazu veranlasste, nach dem Abpfiff wie von der Tarantel gestochen zum Schiedsrichter zu sprinten, erschließt sich mir beim besten Willen nicht, aber das nur ganz am Rande.

Vor der Saison sagte ich, ich sei zufrieden, wenn der VfB diese Saison nie ängstlich auf die Abstiegsplätze schauen müsse. Mit Platz 7 und 6 Punkten auf Vorsprung auf Platz 16 liegt man diesbezüglich im Plan. Zufrieden bin ich dennoch nicht. Weil mehr drin gewesen wäre. Und weil ich mir an der einen oder anderen Stelle etwas mehr Mut vom Trainer erhofft hatte. Es ist schön, dass die Verträge zahlreicher Nachwuchsspieler vor der Saison verlängert und umgewandelt wurde. Aber so ganz allmählich sollte man doch auch einmal darüber nachdenken können, jemandem ein wenig Spielzeit zu geben. Aber das ist für heute ein zu weites Feld.

Vereinsblogger unter sich

Da wir uns gerade redlich mühen, drüben bei Trainer Baade eine Front zwischen sogenannten Vereinsbloggern und sogenannten Fußballkulturbloggern aufzubauen, ich aber mit Kultur nichts im Hut habe, ist es mir ein Anliegen, hier und heute ein Zeichen zu setzen und mich klar als Vereinsblogger zu positionieren.

Gewiss ist es eine Eigenheit eben dieser Spezies, neben der Nach- und zum Teil Währendbetrachtung der Spiele des „eigenen“, will sagen: unterstützten Vereins mehr oder weniger regelmäßig auch schon vorab auf das bevorstehende Spiel hinzuweisen und im Sinne einer optimalen Vorbereitung einen echten oder vermeintlichen Kenner bzw. eine echte oder vermeintliche Kennerin des kommenden Gegners zu Wort kommen zu lassen.

Hier im Blog geschieht das eher selten, was ein wenig daran liegen dürfte, dass ich nicht heinreichend strukturiert vorgehe, um schon Tage vorher einen Blogger (w/m) zu kontaktieren, mir aktiv innovative Fragen zu überlegen, und was halt sonst noch so dazugehört. (Ein klein wenig mag es auch damit zu tun haben, dass es erfahrungsgemäß nicht immer und überall gelingt, dabei allzu kreativ zu fragen, vielleicht auch zu antworten.) Wenn indes jemand auf mich zukommt und um die Beantwortung solcher Fragen oder auch um einen Gastbeitrag bittet, fühle ich mich stets sehr geschmeichelt und bin gerne bereit, meine Meinung zum VfB kund zu tun. Und nicht nur das: selbstverständlich lasse ich mich nicht lumpen, sondern frage im Sinne einer ausgewogenen Vorberichterstattung auch das jeweilige Gegenüber ein bisschen über „seinen“ Verein aus, auch wenn meine Fragen mangels hinreichender aktueller Beschäftigung gelegentlich nur bedingt auf die gegenwärtige Situation des Vereins eingehen, sondern sich gerne auch mal in historischen Betrachtungen und der einen oder anderen Spitze verlieren, um von der eigenen schlechten Vorbereitung abzulenken. „Stein oder Koitka?“, geht’s noch?

In diesen Tagen hatte ich das Vergnügen, von Herrn @nedfuller angesprochen zu werden, der selbstverständlich alles andere als ein nur vermeintlicher Kenner des HSV ist und uns in NedsBlog bewundernswert regelmäßig vor Augen führt, was einen Vereinsblogger noch so ausmacht. Dort drüben habe ich seine Fragen zum VfB beantwortet, seine bemerkenswert ausführlichen Antworten auf die meinigen folgen hier:

1. War mit Beiersdorfer alles besser?

Klar! Wir sind Pokalsieger geworden. 
Achso, du meinst nicht den Spieler, sondern den Sportchef.

Klar! Alles war früher besser.
Nein im ernst, unter Didi hatten wir eine sehr erfolgreiche, wenn auch titellose Zeit. Es wurden immer wieder kluge Transfers getätigt und das Festhalten an van der Vaart war damals vorbildlich.
Zum Ende schlichen sich dann aber Fehler ein (Neves, Alex Silva, sämtliche Wintertransfers 2008, bis auf Tomas Rincón) und damit machte er sich angreifbar. Ebenso gab es aus der zweiten Mannschaft kein durchkommen nach oben. In der Nachbetrachtung war das meiner Meinung nach sein größter Fehler. Es wurde einiges Geld in die Jugendabteilung investiert, aber der Ertrag stellte sich nicht ein. Dadurch konnte der Vorstandsvorsitzende Fragen stellen, die die Position des Sportchefs untergruben. Die Konsequenz war ein Showdown im Aufsichtsrat, welchen Didi damals verloren hat.

War alles besser? Ja! Wir haben oft in der Liga oben mitgespielt und waren ständig im internationalen Wettbewerb, spielten sogar Champions Leaugue.
War alles besser? Nein! Er hat sich zu wenig um den Nachwuchs gekümmert und damit haben wir heute zu kämpfen.

Also ein klares Jein! als Antwort auf die Frage.

2. Frank Arnesen steht für einen schlecht informierten Außenstehenden wie mich in erster Linie für Neuzugänge aus der Chelsea-Reserve, für wiederkehrende Treueschwüre zu einem Trainer, den er zunächst nicht wollte, und für eine – woher auch immer ich diesen Eindruck nehme – gewisse Geradlinigkeit. Wofür steht er in Hamburger Augen?

Hoffnung. Plan. Konzept. Und natürlich: Erfolg.
In meinen Augen verkörpert Frank Arnesen die Hoffnung auf eine gute Zukunft des HSV. Er hat einen Plan, wie er einen Fußballverein aufstellen muß, um mittelfristig Erfolg zu haben. Das fehlte uns in den letzten 3-4 Jahren. Sein erster Schritt, die Jugendmannschaft mit den Profis trainieren zu lassen, führte dazu, daß Töre nun in der Regel Spielzeit bei den Profis bekommt, obwohl er als Perspektivspieler gekauft wurde und erstmal in der Zweiten spielen sollte.

Wenn man zurück blickt auf alle potentiellen Nachfolger von Dietmar Beiersdorfer (Roman Grill, Oliver Kreutzer, Matthias Sammer) dann sticht nur noch der Name Urs Siegenthaler bei mir heraus. Da ist der Name Frank Arnesen ähnlich klangvoll.

Wieviel zählt denn anderswo ein Treueschwur? Nichts. Warum sollte Frank Arnesen da anders sein. Ich fand seine Erklärung, warum er am Samstag noch zu Oenning hielt sogar gut nachvollziehbar.

Gradlinigkeit? Oha, daß wäre jetzt nicht unbedingt ein erstes Charaktermerkmal gewesen, welches ich bei Frank entdeckt habe. Aber gut, ich nehme das gerne, ich mag gradlinige Menschen.

Zu den Verpflichtungen von Chelsea: Rajkovic hat eingeschlagen, Mancienne spielt, Töre ist auch immer wieder dabei, warum sollte er also diese Spieler nicht holen? Und zu ehemaligen Spielern/Trainern: Ist Dutt ideenlos (Toprak)? Klopp (Zidan)? Oder wie wäre es mit Bayern (Heynckes)? Man kennt sich, man ist überzeugt von der Leistung des Spielers, also warum sollte es falsch sein, auf bewährtes zu setzen? 

3. Man kennt ja verschiedene Modelle bei kurzfristig hochgezogenen Nachwuchstrainern, gerade hier in Stuttgart. Bei Babbel lief’s zunächst gut, wer weiß, was ohne die Trainerausbildung geschehen wäre, bei Jens Keller ging’s nach hinten los. Anderswo darf man bei Thomas Schaaf wohl selbst einem Hamburger gegenüber von einer Erfolgsgeschichte sprechen. Eine solche, ähnlich nachhaltig, ist bei Cardoso allein schon aus formalen Gründen (fehlende Fußballlehrerlizenz, wenn ich mich nicht irre) nicht drin, dennoch: was reißt er in den nächsten Wochen? Oder wird’s gar nur ein Spiel?

Es gab mal eine Anfrage vom Hamburger Abendblatt, in der die Fans ihren historischen Fußballmoment beschreiben sollten. Mir fiel dazu nur das Comebackspiel von Cardoso ein. Er war lange verletzt. Wir lagen zurück. Ein Raunen ging durch die Westkurve, als klar wurde, ER kommt jetzt ins Spiel. Er kam, er schoß zwei Tore, wir gewannen. Ich habe immer noch Gänsehaut, wenn ich an dieses Raunen im Stadion zurück denke… Was war die Frage?

Cardoso will sich ja nun endlich mal zum Lehrgang anmelden. Dann klappt es vielleicht auch in Zukunft mal als Cheftrainer bei uns und nicht nur als Übergang. Ich mag die Vorstellung, daß ein ehemaliger Spieler bei uns im Verein arbeitet, die Jugend betreut, sich bis zur U23 hocharbeitet und dann Cheftrainer wird. Gerade im Zusammenspiel mit Frank Arnesen kann ich mir das sehr gut vorstellen, weil der Sportchef ja ein Konzept bis zu den U-Mannschaften umsetzen will. Und damals, bei Doll, herrje, ich war so glücklich, daß er die Chance bekam. Ein schlechtes Ende muß ja nicht immer die Regel sein.

Ich glaube Cardoso muß gar nicht viel machen. Was passiert denn jetzt in den Köpfen der Spieler? Ich kann nur für mich sprechen, aber ich würde alles dafür tun nun zu zeigen, daß es am Trainer lag und nicht an den Spielern. Damit der neue Trainer, auch wenn er noch nicht da ist, sieht, daß mit mir zu rechnen ist.

Ich möchte auch keine Schnellschußverpflichtung. Deswegen kann Cardoso gerne auch gegen Schalke auf der Bank sitzen (Der Empfang für ihn seitens der Nordkurve wäre ihm zu gönnen!). 

4. Carl-Edgar Jarchow wird nachgesagt, er halte die damalige Entlassung von Kurt Jara noch immer für einen Fehler. Was kann der Verein tun, um eine Rückkehr des meines Wissens auch von Dir über die Maßen geschätzten österreichischen Wundertrainers zu ermöglichen?

Jara raus! (‚tschuldigung, er war der erste und einzige Trainer, bei dem ich in der Kurve den Rauswurf laut schreiend gefordert habe. Das ist ein Pawlowscher Reflex)
Ich glaube der Verein muß einfach Arnesen entlassen und somit die sportlichen Entscheidungen an Jarchow übergeben. Dann bekommen wir Pagelsdorf als Athletiktrainer und die ChosenFew sitzen komplett im Aufsichtsrat.
Was ein Albtraum.

5. Wer wird denn nun neuer Trainer? Muss er zwingend aus dem niederländischen Sprachraum kommen?

Nein, muß er nicht. Neuer Trainer wird *Trommelwirbel* der neue Trainer. Ich weiß es nicht, habe ja noch nicht mal einen Lieblingskandidaten. Was soll ich mir auch einen Trainer wünschen, erstens kann ich es nicht beeinflussen und zweitens haben wir doch in den letzten 10 Jahren gefühlt alle schon gehabt. Wünschen würde ich mir einen Kandidaten, der den Weg von Frank Arnesen mit gehen will. Auch gerne länger, aber ich glaube ja auch an den Weihnachtsmann.

6. Wie geht das Spiel in Stuttgart aus?

Neue Besen… Die Mannschaft ist… Also eigentlich sollte doch…
Ich habe keine Ahnung, was Cardoso in der kurzen Zeit bewegen kann. 
Aber um es mit den Worten von pleitegeiger auszudrücken: Die haun wir wech! (Und das bitte im typisch Hamburger Slang vorstellen, sie ist zwar aus Heidelberg, hat das aber total gut drauf!)

7. Jansen oder Aogo? 😉

Äpfel mit Birnen vergleichen gilt nicht! 
Aogo. Als Kapitän. Hätte ihm vielleicht gut gestanden.
Jansen sollte meiner Meinung nach folgendes tun: einen privaten Trainer engagieren, der ihm Stellungsspiel und Zweikampfverhalten eines Linksverteidigers beibringt und dann ein Jahr lang Sonderschichten schieben. Dann wird’s auch was. Wer kam eigentlich auf die Idee, er ist ein LAV? Klinsmann?

8. Son oder Töre?

Töre. Son ist zu überdreht in meinen Augen und braucht noch länger. Töre ist auch in seinem Defensivverhalten schon weiter.

9. Stein oder Koitka?

Stein. 
Ich war todtraurig, daß er uns ausgerechnet in meinem ersten Jahr als HSV Fan verlassen hat.    Meine Gründe Fußballvereine vor dem HSV gut zu finden, hatte ja mit Torhütern zu tun. (Schumacher, Burdenski, herrje, ich war mal Juvefan, weil ich Zoff so verehrt habe!)

10. AOL oder HSH Nordbank?

Imtech. So meine ich zuletzt gelesen zu haben.
Aber wie auch immer das Stadion heißt, wichtig ist aufm Platz!

11. Lediglich oder Ausschließlich der HSV?

Nur der HSV!

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Herzlichen Dank an Nedfuller,
dem ich ein glückliches Händchen bei der Trainerwahl wünsche.