"Der VfB ist dem Clubfan weitgehend egal."

Die geneigte Leserin weiß, dass ich selbst weder organisiert noch initiativ genug bin, regelmäßig den Austausch mit Anhängern anderer Vereine zu suchen, quasi im Sinne einer Vorberichterstattung. Wenn mich aber jemand anspricht, der so etwas in schöner Regelmäßigkeit macht, bin ich gerne dafür zu haben. Dies gilt natürlich in ganz besonderem Maße, wenn derjenige nicht mit 08/15-Fragen um die Ecke kommt, sondern auch mit dem einen oder anderen unerwarteten Ansatz aufwartet – so wie es die Herren von Clubfans United im Vorfeld des sonntäglichen Spiels zwischen dem VfB und dem “Ärgernis” aus Nürnberg getan haben.

Ich durfte mich bei Ihnen über die Aussichten für das Wochenende, über “gemeinsame” Spieler und deren Perspektiven, über Fredi Bobic’ Verhandlungsführung, mein Verhältnis zum “Club”, die intimen Schwächen des VfB (ich habe sie bei der Besetzung der Außenverteidigerpositionen auf eine falsche Fährte gelockt und die Defizite bei Standardsituationen verschwiegen) und – ein wenig deutlich zu ausführlich – über mich selbst und meine Schreiberei auslassen. Wer das lesen will, sei hierhin verwiesen; vor allem aber lege ich jedem, der etwas über den 1. FC Nürnberg wissen will, ans Herz, sich ganz allgemein bei den Clubfans United umzuschauen und Unmengen von Informationen über den sonntäglichen Gast zu sammeln.

Natürlich konnte ich die Gelegenheit nicht verstreichen lassen und habe Alexander von Clubfans United meinerseits ein paar Fragen gestellt:

[hk] Alexander, ich zögere immer ein wenig, “Clubfans United” als “Blog” zu bezeichnen, was vermutlich daran liegt, dass ich mein eigenes kleines virtuelles Heim als Referenzpunkt heranziehe, der mit dem, was Ihr da auf die Beine stellt (und was Ihr ja auch selbst, in meinen Ohren passender, ein “Fanmagazin” nennt) nicht zu vergleichen ist. Ihr macht das ja hauptberuflich, nicht wahr?

[Clubfans United] Also wenn wir das hauptberuflich machen würden, würden wir uns sofort selbst feuern. Hauptberuflich wäre das doch unbezahlbar. Aber wir fühlen uns geschmeichelt.

Ganz im Ernst: Genau deshalb braucht es doch Fanzmagazine und -blogs, die nicht auf Leser und Quote achten müssen und vom Enthusiasmus leben, um Dinge zu tun, die vielleicht in den Medien gar nicht mehr möglich sind. Wir können vollkommen subjektiv sein, wir können mal ewig lang, mal gnadenlos kurz posten, wir können (verbal) ins Taschentuch heulen oder vollkommen unsportlich unseren Sieg auskosten. Die Zeit, die wir und unsere Autoren da rein stecken, ist vollkommen absurd. Aber da wir uns eh gern mit dem 1. FC Nürnberg beschäftigen, fällt es gar nicht so sehr auf.

Zudem habe ich da schon noch ausreichend Respekt vor dem Handwerk des Journalismus, denn wir können uns auch mal einen subjektiven Bericht ohne große Recherche erlauben, das (sollte) im Profi-Bereich nicht drin sein (und lassen wir jetzt mal den Boulevard weg).

Sicher haben wir mittlerweile einen gewissen eigenen Anspruch entwickelt, z.B., dass wir zu allem, was relevant rund um den Verein ist, irgendwas sagen wollen. Daher passt Fanmagazin jetzt auch besser, wobei die Kommentare weiter den Blog-Charakter ausmachen und unglaublich wichtig für uns sind. Aber als wir uns entschlossen hatten, uns auch nach Außen jetzt als Fanmagazin und nicht mehr als Blog zu bezeichnen, hatte das ganz pragmatische Erwägungen: Mit dem Format “Blog” können einfach viele ‘da draußen’ nichts anfangen. Jetzt nennen wir uns halt “Fanmagazin” und aus Raider wurde Twix…

[hk] Der Club steht derzeit auf Platz 10, 7 Punkte hinter einem Uefa-Cup-Platz und 6 vor dem Relegationsrang. Ganz ehrlich: Ich hätte anstelle der Werte 10-7-6 vor der Saison eher etwas in der Größenordnung 15-20-1 erwartet, zu groß schien mir der Aderlass. War das einfach meiner Distanz und mangelnden Einsicht in Nürnberger Verhältnisse geschuldet, oder seid auch Ihr eher positiv überrascht ob des bisherigen Saisonverlaufs? Und ergänzend dazu: Wie wird diese Zahlenreihe zum Saisonende lauten?

[Clubfans United] Was wir erwartet haben? Alles! Und das z.T. gleichzeitig. Ja! Natürlich hatten wir auch die Abgänge von Ekici, Gündogan und Schieber mit Sorge zur Kenntnis genommen, aber das war schon bald einem grenzenlosen Optimismus gewichen (was bei uns bedeutet: Mittelfeldplatz packen wir). Das ganze hat sich dann im Grunde seitdem wöchentlich geändert. Ich denke, die Abgänge hatten zwar viel Qualität, aber wir wussten ja auch, dass bspw. gerade die drei auch nicht durchgehend den Erfolg der letzten Saison bedeuteten. Gündogan bspw. verletzte sich im Winter und war lange gar nicht am Platz. Zudem hatten wir mit Pekhart und Esswein  wieder zwei viel versprechende Neuzugänge und auch einige Talente in den Startlöchern.
Der Club kam letzte Saison über die Kompaktheit und der Vater der Mannschaft war und blieb Hecking. Wir wunderten uns daher eigentlich eher weniger, dass die Abgänge bei anderen nicht so einschlugen, denn sie funktionierten bei uns eben im Kollektiv.
Was uns bisher in der Saison beinahe das Genick gebrochen hätte waren nicht die Abgänge, sondern die Ausfälle. Die Rekonvaleszenten, die man fest am Zettel hatte, erlitten Rückschläge und aus dem Stamm brachen mit Verletzungen einer nach dem anderen weg. In dem Sog stagnierten dann auch die Talente, die z.T. einfach überfordert waren mit der Verantwortung.
Dem Saisonende sehen wir durchaus mit gemischten Gefühlen entgegen. Die 6 Punkte tun gut, sind aber kein Ruhekissen und können schnell dahinschmelzen. In Stuttgart punkten wäre daher mehr als beruhigend.

[hk] Um Eure Fragen zu beantworten, hatte ich ein wenig in meinem “Club”-Gedächtnis gekramt und war dabei auf eine Reihe schillernder Perönlichkeiten in der Vereinsführung gestoßen. Angefangen beim ewigen Hern ARO und Gerd Schmelzer über Gerhard Voack (“J.R., wenn ich mich recht entsinne) bis hin zum ehemaligen Schatzmeister Böbel gaben sich in der mittlerweile ferneren Vergangenheit ja schon einige bemerkenswerte Leute die Klinke in die Hand. Heute stellt sich die Situation für mich gänzlich anders dar. Mit Mühe und Not brachte ich noch zusammen, dass das Präsidentenamt abgeschafft wurde, aber den Namen von Martin Baders Vorstandskollegen an der Doppelspitze musste ich bereits nachschlagen. Ist der 1. FC Nürnberg heute ein Verein, der – weitgehend frei von Eitelkeiten – in sich ruht, oder ist das nur die klischeehafte Vorstellung eines weit Außenstehenden?

[Clubfans United] Vorweg und mit Ausrufezeichen: Er ist noch ein Verein! Und das will heute schon fast was heißen in der Bundesliga. Der 1. FC Nürnberg hat sich entschieden, sich von Alleinherrschern ebenso loszusagen wie einem Einfluß von Außen vorzubeugen. Der Verein gab sich eine neue Ordnung, mit fest installierten angestellten Vorständen und einen starkem Aufsichtsrat, der direkt von den Mitgliedern gewählt wird.
Der Eindruck trügt also nicht: Die Verein ruht jetzt in sich und das sorgt für eine stabile Struktur. Ob man damit weit kommt in der Liga, während andere sich in gewagte Finanzkonstrukte werfen und waghalsige Projekte und Transfers in Angriff nehmen, wird die Zeit zeigen.

[hk] Bestens in das eben gezeichnete Bild passt aus meiner Außensicht auch Dieter Hecking. Er wirkt unaufgeregt, produziert kaum (zumindest überregionale) Schlagzeilen, schon gar nicht mit irgendwelchen fußballphilosophischen Weisheiten,  und nimmt wenn auch nicht klaglos, so doch nach vorne gerichtet den Verlust einiger Akteure hin, die das Spiel seiner Mannschaft in der Vorsaison mit geprägt haben, um dann in der neuen Spielzeit wieder eine ansehnliche Rolle zu spielen. Ist er einfach der richtige Mann am richtigen Ort?

[Clubfans United] Ja, keine Frage – aber mit Ansage. Hecking wusste, das hat er auch oft genug geäußert, was ihn beim Club erwarten würde. Dieser “Nürnberger Weg” der Konsolidierung war Grundlage seines Engagement und er nahm diese Aufgabe an. Umgekehrt suchte man mit Hecking auch einen Mann, der dieser Aufgabe gewachsen sein könnte. Bisher hat Hecking es immer hinbekommen, gerade auch in schwierigen Phasen. Unantastbar ist er aber nicht und auch Hecking hat nie ausgeschlossen, dass er nicht mal unter anderen Voraussetzungen arbeiten möchte. Aber vielleicht gibt es ja für alle ein gemeinsames “Happy End”, sobald die Konsolidierung abgeschlossen ist und man auch anders am Transfermarkt agieren kann. Ein Klassenerhalt in dieser Saison wäre ein riesen Schritt in diese Richtung.

[hk] Dem gemeinen Außenstehenden, in diesem Fall mir, fällt beim Stichwort 1. FC Nürnberg mit Blick auf die letzten Jahre recht schnell das auch von Euch verwendete (und in Frage gestellte) Bild vom Leihhaus ein. Man denkt an Ottl und Breno, an Ekici oder Hegeler und natürlich aus Stuttgarter Sicht auch an Schieber und Didavi. Nun werden erneut Namen wie Petersen oder Usami gehandelt. Ist der Ansatz, mit vielen Leihspielern zu arbeiten, wie es ja auch andere Verein – zum Teil noch intensiver – tun, auf Dauer ein tragfähiger? Ist er für manche kleineren Vereine wie Mainz vielleicht sogar die (fast) einzige Möglichkeit, Spieler einer bestimmten Qualität zumindest temporär zu verpflichten? Oder überwiegen die Risiken einer vorprogrammierten Dauerfluktuation (wie sie allerdings, wenn auch mit einer etwas anderen Qualität, auch ohne Leihgeschäfte gang und gäbe ist)?

[Clubfans United] Dem gemeinen Innenstehenden blieben die Leihgeschäfte auch nicht verborgen und wurden mit zumindest gemischten Gefühlen goutiert. Die Sachzwänge sind naheliegend: Fehlende Qualität, die man sich nicht leisten kann, mit Geliehenem kompensieren. Breno und Ottl waren gute Beispiele, wo man in einer schwierigen Lage durch Zufuhr von Qulität korrigieren konnte. Schwieriger ist das schon bei Spielern die Qualität aufgrund ihres Talents höchstens versprechen, man also nicht weiß, ob sie einen wirklich weiter bringen oder nur einen Platz im Kader blockieren. Diese Spieler brauchen meist eine Anlaufzeit und wenn man dann endlich weiß, ob sie die Qualität haben, sind sie auch fast schon wieder weg. Schieber und Ekici waren da fast Sonderfälle, da man fast schon ahnen konnte, dass die sich durchsetzen werden, aber bei Didavi war das wieder was anderes. Und so kommt es wohl, wie zu befürchten war: Erst war Didavi die halbe Hinrunde verletzt, und jetzt, wo er mit Spielpraxis in Form kommt, scheint der Abschied schon bevorzustehen. Deswegen sind Leihen nicht generell verkehrt, aber sie sind zumindest unbefriedigend auf Dauer. Bei Petersen hat man auch wieder diese gemischten Gefühle, bei Usami scheint es aber ja auf eine Leihe mit Kaufoption hinauszulaufen, das dann natürlich eine andere Sache.

Aber an der Stelle noch was Grundsätzliches: Könnte man sich emotional frei machen, dann wäre Leihe oder Kauf eigentlich vollkommen egal. Bei dem ganzen Geflecht eines Transfers heutzutage, gleichen sich auf Dauer Chancen und Risiken fast aus. Wie viele Vereine haben einen Transferüberschuß? Und wer meint, man könne gekaufte Spieler deswegen länger halten, der unterliegt ja auch einer Mär. Du musst einen Spieler im Prinzip ziehen lassen, weil sonst kein anderer mehr zu dir will – es ist ja immer ein Geben und Nehmen. Und die Stories eines Reus, der (warum auch immer, kann es wirklich Liebe gewesen sein??) seinen Vertrag nochmal verlängerte, um dann seinem alten Verein noch mal eine fette Transfersumme zu sichern, sind ja doch eher seltenst. Wobei: Auch bei Wollscheid und Gündogan konnte man zumindest ähnliche Vereinbarungen treffen. – Aber selbst wenn du als FCN einen Spieler fest unter Vertrag hast: Den Preis, den bspw. ein BVB für den gleichen Spieler bekäme, bekommst du nicht.

Unter dem Strich also lieber keine Leihen, denn die Hoffnung auf den großen Deal stirbt zuletzt …

[hk] In Euren Fragen an mich spiegelte sich bereits die eine oder andere Einschätzung des VfB wider. Ein Verein, der sich möglicherweise auf dem Weg ins dauerhafte Mittelmaß befindet, mit einem Manager, der nicht nur gelegentlich verbal über das Ziel hinausschießt, sondern sich auch als unnachgiebiger Verhandler manche Sympathie, so er sie je hatte, verscherzt, zudem die augenzwinkernde Frage, ob der VfB nicht genug Stoff hergebe, um ein Blog zu füllen – das klingt irgendwie nicht uneingeschränkt positiv, oder täusche ich mich? Und das alles wegen Meiras Foul im Pokalfinale?

[Clubfans United] Meira? War das nicht der Kerl der Mintal umgenietet hat? Sofort auspfeifen!! Spass beiseite…..Das Pokalfinale hatte ja ein Happy End, Meira ist da längst vergessen. Daher eine Gegenfrage: Gibt es eine “uneingeschränkte positive Sympathie” zwischen Fans? Nicht einmal zu Schalke würde ich das unterschreiben, wobei hier schon viel good will ist. Fußball ist Wettbewerb und insoweit rivalisiert man mit jedem Gegner. Das ist nichts Persönliches.

Und wenn du mich nicht verpfeifst, dann verrate ich dir, dass ich sogar mal VfB-”Fan” war – naja, “Fan” soweit man das in seiner leichtsinnigen Jugendzeit am Dorf sein konnte. Ich mochte damals die Mannschaft mit Hansi Müller und Karlheinz Förster. Bis ich dann meiner großen (Fußball-)Liebe begegnete – ganz nach Nick Hornby.

Stuttgart im Speziellen ist für uns kein direkter Rivale – die Sache von “Südderbys” sind doch reine Mediengeschöpfe – was empfinden wir also gegenüber dem VfB?
Wir hatten mal zwei Umfragen gemacht. Bei den Vereinen, die wir mögen, landete der VfB weit hinten
http://www.clubfans-united.de/2011/03/17/fan-sympathien-wen-mag-der-clubfan-sonst-so/
bei den Vereinen, die wir ausgesprochen nicht mögen, landete der VfB aber auch nur im Mittelfeld
http://www.clubfans-united.de/2011/03/24/welcher-verein-ist-ein-rotes-tuch-fur-den-clubfan/
Man könnte also provokant sagen: Der VfB ist dem Clubfan weitgehend egal. Man verfolgt euer Treiben und solange man sich nicht in die Quere kommt, macht jeder so sein Ding. Nur eben zuletzt am Transfermarkt kam etwas Unmut auf und Bobic spielt da eine zentrale Rolle. Aber da sind wir auch auf andere nicht gut zu sprechen. Jammern hilft halt nix, wir müssen einfach unsere Verhandlungsposition selbst verbessern.

[hk] Zum Abschluss noch ein paar kurze Entscheidungsfragen, die ihr gerne mit ausführlichen Begründungen oder auch nur ganz knapp beantworten könnt:

Weyerich oder Horsmann?

[Clubfans United] Puh, jetzt greifst Du aber ganz schön in die Historien-Kiste und ich musste gleich mal Stefan als Telefonjoker ziehen. Stefan: Horsmann kam über Stade Rennes von den Bayern zum Club und war als Rädelsführer der Spielerrevolte im Oktober 1984 nach nur 13 Spielen wieder weg, oder sagen wir besser “wurde gegangen”. Wenn dann schon Weyerich, ein echter Clubberer wie wir in Nürnberg sagen würden, auch wenn er gegen Ende seiner Karriere für die Westvorstadt gekickt hat. Ein Makel, zweifelsohne …

[hk] Ekici oder Gündogan?

[Clubfans United] Da sind wir uns nicht ganz schlüssig. Ich bspw. sah Ekici und Gündogan immer als sehr unterschiedliche Spielertypen, bei denen Ekici offensiv, Gündogan (auch) defensiv seine Stärken hatte. Für Stefan waren Ekici und Gündogan in ihrer Spielanlage ähnliche Typen. Einer Meinung sind wir über Ekicis Standards, die in seiner Zeit in Nürnberg erste Sahne waren. Müssten wir uns entscheiden, dann für Gündogan, der taktisch insgesamt reifer wirkte und auch defensiv mehr arbeitete – und alleine schon weil er kürzlich unsere Derby-Schande gerächt hat.

[hk] Schieber oder Didavi?

[Clubfans United] Da sind wir uns einig: Wohl eher Schieber, der bei uns eine konstant gute Saison gespielt hat. Das würde zwar unseren Mangel an Kreativität nicht beheben – hier verspricht Didavi mehr -, aber bei ihm fehlt es vor allem (noch) an der besagten Konstanz.

[hk] Chandler oder, ähem, Celozzi?

[Clubfans United] Von Celozzi kennen wir fast nur die Statements von VfB-Fans – und die sind zu 90% negativ. Chandler hat zwar kein einfaches “zweites Jahr”, aber dennoch eindeutig: Chandler

[hk] Klewer oder Kargus?

[Clubfans United] Ohne Frage: Kargus. Klewer war ein guter zweiter Torwart und hatte das Zeug zum Helden für den Augenblick – aber auch nicht mehr, nicht weniger. Aber da sind wir uns intern etwas uneins. Stefan bspw. fand Klewer immer super, nicht nur als Elfmeterkiller im Pokal, und fand es nach dem Weggang von Schäfer zu eurem VfB sehr schade, dass er keine Chance als Nummer 1 bekommen hatte. Nach den Erfahrungen mit Blazek hätte man es wohl auch mal lieber mit Klewer probieren sollen …

[hk] Meyer oder Hecking?

[Clubfans United] Kann man das entscheiden? Meyer wurde geliebt, Hecking wird geschätzt. Meyer brachte wieder ein Stück Ruhm zum Ruhmreichen zurück, Hecking bringt uns vielleicht die Basis für eine stabile Zukunft.

[hk] Depp oder nicht? (Man möge mir diese billige Frage verzeihen.)

[Clubfans United] Keine Frage, der Club hat ziemlich “depperte” Dinge geschafft in seiner Historie, aber seit Jahren ist das auch längst Geschichte. Sogar der Abstieg nach dem Pokalsieg war nun so unglaublich auch nicht, denn viele Überraschungs-Mannschaften kommen danach mit Europapokal nicht zurecht und dann in die Krise. Und in den letzten Jahren haben Mannschaften wie Hertha oder die Eintracht schwer an unserem “Titel” gegraben. – Daher: Wir sind solange der Depp, solange wir selbst von uns glauben, dass wir es sind.

[hk] Vielen Dank für Eure Zeit und Eure ebenso ausführlichen wie aufschlussreichen Antworten. Auf einen schönen Sportnachmittag am Sonntag!

[Clubfans United] Wir danken für das Interview bei uns und die interessanten Fragen im Interview hier. Vielleicht empfinden viele diese Fan-Interviews als belanglos, aber für viele (wie uns) entstehen damit auch Brücken und es werden Vorurteile abgebaut. Deswegen bleiben wir mit unseren Vereinen Rivalen, aber im Kern verstehen wir, was den anderen bewegt – denn wir sind alle Fans des wahrscheinlich geilsten Sports der Welt.

Von Phantomen und Phantomtoren

Phantomtor, klar. Thomas Helmer und so, kennt jeder. Aber wer weiß schon, dass auch Michael Preetz dereinst ein solches geschossen haben muss? Genauer: am 28. August 1991 im Homburger Waldstadion, in der damaligen 2. Bundesliga Süd.

Doch der Reihe nach: wenn man sich für die Zweitligatorschützenkönige vergangener Spielzeiten interessiert – ein gängiges Hobby, wie wir alle wissen – und verschiedene Statistiken dazu schmökert, stößt man irgendwann auf die Information, dass Michael Preetz in der Saison 1991/92 insgesagt 16 Tore erzielte. Jene Saison wurde, infolge der Eingliederung von 6 Mannschaften aus der DDR-Oberliga, nach einem etwas ungewöhnlichen Modus gespielt, aus dem im Norden Bayer Uerdingen und im Süden der 1. FC Saarbrücken als Aufsteiger hervorgingen, letztere nicht zuletzt dank der 17 Tore von Michael Preetz. 17? 17! Sagt Wikipedia, sagen die Experten von der Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation und sagt auch weltfussball.de – wo man gar noch zwischen den Torjägern der normalen Runde und der Aufstiegsrunde unterscheidet.

Sowas kann man ja nicht einfach so stehen lassen. Bundesliga.de ist wenig hilfreich und versagt bei der entsprechenden Saison, also macht man sich halt auf die Suche nach dem einen Tor, das die einen gezählt haben, die anderen nicht. Relativ rasch lässt sich herausfinden, dass weltfussball.de am 28. August 1991 in Homburg einen Treffer von Preetz gesehen haben will, wohingegen fussballdaten.de ihn nicht zu den Torschützen zählt. Sieht man genauer hin, stellt man fest, dass es sich um einen Elfmeter handelte, den gemäß Fußballdaten Jonathan Akpoborie in der 71. Minute verwandelt hat. Dann wird wohl bei den anderen Preetz als Elfmeterschütze angegeben sein, kann ja mal passieren, auch wenn sich Preetz und Akpoborie gar nicht so sehr ähneln. Die Probe aufs Exempel: tatsächlich, bei den Weltfußballern traf Preetz zum Ausgleich, und zwar, äh, in der 49. Minute und ohne Elfmeter.

Und jetzt? Könnte man sich natürlich auf den Standpunkt stellen, dass es letztlich für die Torschützenkönigsfrage egal ist – Preetz war vorne, sei es mit 16 Treffern, sei es mit deren 17. Aber es lässt einen ja auch nicht unbedingt wieder los. Also fragt man die Fans. Im Saarbrücker Fanportal ludwigspark.de finden sich natürlich auch Daten zum Spiel. Torschütze? Akpoborie, 71., Foulelfmeter. Warum die recht haben? Weil eine Reihe kundiger Kommentatoren vom Spiel erzählt und keiner an der Spielstatistik etwas auszusetzen hatte. Ungeklärt bleibt bis dato die Frage, was sich in jener 49. Minute ereignet hat. Möchte sich jemand in einem Zeitungsarchiv vergraben?

Wer dann Blut geleckt hat, ist zudem herzlich eingeladen, den weiteren Diskrepanzen zwischen den einzelnen Übersichten auf den Grund zu gehen, angefangen bei Volker Graul 1975 (29 oder 30?), über Horst Hrubesch 1978 (41 oder 42?) und Rekordtorschützenkönig Emanuel Günther 1980 (28 oder 29?) bis hin zu was-weiß-ich-denn-wem.

Wieso ich mich mit so etwas beschäftige? Na, wegen Nils Petersen natürlich! In einer Fußballrunde vertrat kürzlich jemand die Ansicht, dass die Bayern mit dem jungen Mann „eine der besten Investitionen der letzten Jahre“ getätigt hätten, die sich bezahlt machen würde. Möglicherweise hat er recht. Ohne allzu intensiv darüber nachzudenken, warf ich die Frage in den Raum, welche Zweitligatorschützenkönige in den vergangenen, sagen wir, 15 Jahren auch in der ersten Liga so richtig erfolgreich gewesen seien. Ich nannte selbst (man will ja seine Fragen auch beantworten) sogleich Mintal und später – wohl wissend, dass damit die 15 Jahre schon überschritten waren – auch Preetz, Völler und Burgsmüller. Andere brachten Labbadia ins Spiel, von dem wir, oder zumindest ich, fälschlicherweise glaubten, dass seine Zweitligaerfolge länger zurücklägen. Thurks Bundesligaresultate schienen überschaubar, keiner dachte an Leute wie Woronin oder Podolski, oder gar an Fritz Walter, den Torschützenkönig von 1996, die bei der anschließenden nächtlichen Statistikrunde am heimischen Rechner (Ausgangspunkt: natürlich der Trainer) sogleich ins Auge fielen.

Wobei die genannten Walter, Labbadia oder Burgsmüller, wie auch einige weitere Spieler, nur schwer mit Jungspunden wie Petersen zu vergleichen sind: sie wurden in fortgeschrittenem Alter Zweitligaschützenkönige und klopften nicht erst an das Tor nach oben an. Labbadia und Burgsmüller kehrten danach noch einmal ins Oberhaus zurück, während Fritz Walter und Lothar Emmerich nach ihren Bundesliga-Torjägerkanonen zum Schluss ihrer Laufbahn noch ein wenig die zweite Liga aufmischten (Walters noch folgende drei Bundesligaspiele lasse ich einmal unter den Tisch fallen). Auch Horst Hrubesch hatte bei seinem Zweitligarekord schon zwei Jahre erste Liga mit insgesamt knapp 40 Toren hinter sich.

Mehr als zwei Drittel der Zweitligatorschützenkönige absolvierten das Jahr darauf ganz oder teilweise in der Bundesliga, sei es nach dem von ihnen maßgeblich miterrungenen Aufstieg, oder eben nach dem häufig offensichtlich unvermeidlichen Wechsel zu einem Bundesligisten. Von jenen, die in der zweiten Liga blieben, konnten insbesondere Karl-Heinz Mödrath mit 26, Artur Wichniarek als erneuter Schützenkönig mit 20 und Radek Drulak mit 19 Treffern ihre Vorjahresergebisse bestätigen, Angelo Vier war zweimal in Folge mit jeweils 18 Treffern die Nummer 1. In der Bundesliga konnte er sich indes nicht durchsetzen, was man in ähnlicher Form wohl auch von Giovanni Federico, Francisco Copado oder VfB-Legende Leo Bunk sagen kann.

Die beeindruckendsten Bilanzen im Oberhaus können das Phantom Marek Mintal und Rudi Völler vorweisen, die sich mit 24 bzw. 23 Treffern sogleich zum Bundesligatorschützenkönig kürten, auch Phantomtorschütze Michael Preetz ist das später noch gelungen, und natürlich muss man Manfred Burgsmüller nennen, der 1985/86 zunächst in 15 Spielen für RW Oberhausen 7 Zweitligatreffer und anschließend für Werder Bremen 13 Treffer in 20 Bundesligaspielen erzielte. Mit 36. In den letzten Jahren beeindruckten noch Novakovic‘ 16 (auch er gewiss kein heuriger Hase) und Podolskis 12 Bundesligatore, die auch Wichniarek 2000 erreicht hatte.

Dieter Schatzschneider, Rekordtorschütze der zweiten Liga, reichte oben nicht annähernd an seine Quote heran, ähnliches gilt für Sven Demandt. Cedrick Makiadi war in der Tat einmal Zweitliga-Schützenkönig, gilt in der Bundesliga aber gewiss nicht als Torjäger, und die 35 Zweitligatore in der Saison 1979/80 von Christian Sackewitz, den ich in erster Linie als mäßig torgefährlichen Spieler für Bielefeld und Uerdingen in Erinnerung hatte, haben mich komplett überrascht.

Und dann muss man bei der trockenen Statistiksichtung schlucken, wenn man über Mucki Banach und den schwerkranken Michael Tönnies stolpert.

Von Galoppern und Robben

Als die Bayern gegen Inter spielten, dachte ich an Acatenango.

Alle, die jetzt nicht wissen, wovon ich rede, sind vermutlich nach 1980 geboren oder haben erst spät zur Sportschau gefunden. Und diejenigen, die sich an Acatenango erinnern, dürften sich völlig zurecht fragen, weshalb ich beim Finale der Champions League an ihn dachte.

Ich sah also diesem Fußballspiel zu, das leider viel zu früh entschieden war und das mich irgendwann nur noch bedingt mitreißen konnte. Und wie ich da so zusah, nistete sich recht unvorhergesehen der Gedanke bei mir ein, dass auf Seiten der Bayern nach meiner Einschätzung (korrekter: nach meiner Einschätzung der Einschätzung durch die Sportjournalisten) mindestens die beiden Erstplatzierten und drei weitere Spieler aus den Top 10 der Wahl zum Fußballer des Jahres 2010 auf dem Platz standen. Nicht dass ich daraus einen Abgesang auf den deutschen Fußball abgeleitet hätte, nach dem Motto: „Da stehen 5 der 10 vermeintlich besten Bundesligaspieler auf dem Platz, und trotzdem sind sie nicht in der Lage, Gefahr zu erzeugen“, überhaupt nicht. War einfach nur so ein Gedanke.

Während ich also noch über den Nachfolger von Grafite sinnierte, tauchte aus heiterem Himmel ein neuer Begriff auf, der zwar eine gewisse formale Ähnlichkeit mit dem des Fußballers des Jahres aufweist, den man indes inhaltlich wohl nicht einmal 1985, 1997 oder 1998 guten Gewissens mit dem Sieger der kicker-Wahl in Verbindung bringen konnte. Eigentlich. Für mich hingegen ist der Weg vom Fußballer des Jahres zum Galopper des Jahres schon immer ein kurzer gewesen: Fußball war Sportschau war (auch) Addi Furler war Galopper des Jahres. War Acatenango (und, zugegeben, ein bisschen Orofino). Womit die Ausgangsfrage beantwortet wäre.

Im Übrigen sei die Wahl des Galoppers des Jahres, die zu meiner Überraschung noch immer durchgeführt wird, wenn auch mit deutlich geringerem medialen Auftrieb als zu Zeiten von Furler, Schwarze und Zimmer, die älteste Publikumswahl im deutschen Sport. Auch besteht sie bereits drei Jahre länger als die elitäre Wahl des fußballerischen Pendants, die dieses Jahr auf ein halbes Jahrhundert zurückblicken kann.

Ich schweife ab. Die Frage der gedanklichen Verbindung zwischen dem Finale der Champions League und einem guatemaltekischen Vulkan wäre zwar geklärt; eigentlich wollte ich jedoch einen Schritt weiter gehen und auch noch ein paar Sätze zur Wahl zum Fußballer des Jahres verlieren, auch wenn vor ihrer Durchführung und vor allem Veröffentlichung noch eine Weltmeisterschaft steht. Gerade bei Weltmeisterschaften sollte man ja zwischenzeitlich vorsichtig geworden sein, nachdem die letzten beiden MVPs wohl schon vor den jeweiligen Finals gewählt wurden, dieses Ergebnis dort aber nicht uneingeschränkt bestätigen konnten.

Wie auch immer: ich habe mir also trotz möglicher weltmeisterschaftsbedingter Änderungen ein paar Gedanken zur Wahl des Fußballers des Jahres gemacht und in diesem Kontext die Ergebnisse der letzten Jahre angesehen, um festzustellen, dass seit Michael Ballack, der 2002 und 2003 (sowie 2005) gewann, niemand mehr ernsthaft Gefahr lief, den Titel zu verteidigen. Eine kurze Betrachtung der 10 Bestplatzierten der letzten 5 Jahre führt mich gar zu dem Schluss, dass ziemlich viele von Ihnen ziemlich sicher nicht erneut in den Top 10 landen werden:

2005
1. Michael Ballack (Bayern München) 516
2. Lukas Podolski (1. FC Köln) 103
3. Marcelinho (Hertha BSC Berlin) 99
4. Marek Mintal (1. FC Nürnberg) 55
5. Bastian Schweinsteiger (Bayern München) 39
6. Per Mertesacker (Hannover 96) 28
7. Roy Makaay (Bayern München) 25
8. Lincoln (Schalke 04) 21
9. Dietmar Hamann (FC Liverpool) 10
10. Sebastian Deisler (Bayern München) 8

2006
1. Miroslav Klose (Werder Bremen) 532
2. Jens Lehmann (FC Arsenal) 82
3. Philipp Lahm (Bayern München) 58
4. Oliver Kahn (Bayern München) 39
5. Michael Ballack (Bayern München) 17
6. Torsten Frings (Werder Bremen) 12
7. Per Mertesacker (Hannover 96) 11
8. Lukas Podolski (1. FC Köln) 9
9. Tim Borowski (Werder Bremen) 5
9. Bastian Schweinsteiger (Bayern München) 5
9. David Odonkor (Borussia Dortmund) 5

2007
1. Mario Gomez (VfB Stuttgart)  196
2. Diego (Werder Bremen)  175
3. Bernd Schneider (Bayer Leverkusen)  156
4. Torsten Frings (Werder Bremen)  47
4. Theofanis Gekas (VfL Bochum)  47
6. Kevin Kuranyi (Schalke 04)  20
7. Pavel Pardo (VfB Stuttgart)  18
8. Timo Hildebrand (VfB Stuttgart)  17
8. Jens Lehmann (Arsenal FC)  17
8. Rafael van der Vaart (Hamburger SV)  17

2008
1. Franck Ribery (Bayern München) 224
2. Michael Ballack (FC Chelsea) 115
3. Luca Toni (Bayern München) 108
4. Philipp Lahm (Bayern München) 69
5. Oliver Kahn (Bayern München) 60
6. Diego (Werder Bremen) 33
7. Mario Gomez (VfB Stuttgart) 32
8. René Adler (Bayer Leverkusen) 31
9. Lukas Podolski (Bayern München) 18
10. Bastian Schweinsteiger (Bayern München) 6

2009
1. Grafite (VfL Wolfsburg) 331
2. Mario Gomez (VfB Stuttgart) 171
3. Edin Dzeko (VfL Wolfsburg) 169
4. Diego (Werder Bremen) 103
5. Franck Ribery (Bayern München) 65
6. Zvjezdan Misimovic (VfL Wolfsburg) 50
7. Philipp Lahm (Bayern München) 32
8. Vedad Ibisevic (1899 Hoffenheim) 20
9. Robert Enke (Hannover 96) 16
10. Mesut Özil (Werder Bremen) 10


Und hier mein völlig verfrühter Tipp:

Fußballer des Jahres 2010:

1. Arjen Robben

2. Bastian „Herr Schweinsteiger“ Schweinsteiger

3. Edin Dzeko

4. Kevin Kuranyi

5. Sami Hyypiä

6. Ivica Olic

7. Thomas Müller

8. Toni Kroos

9. Torsten Frings

10. Claudio Pizarro

10. Cacau

10. Nuri Sahin

10. Philipp Lahm

Und Ihr so?

Ach Mensch, ich freu mich!

Jetzt ist es also vorbei. Keine Fußballspiele mehr, bei denen man sich die Fragen nach Sinn, Regelwerk und Aussagekraft stellt. Keine erklärungsbedürftigen Elfmeterschießen mehr (Nein, ich meine nicht den DFB-Pokal, wobei auch da die erste Runde nicht so richtig ernst zu nehmen war – außer für Herrn Andersen, klar), keine Auswechslungen en bloc, keine konkurrierenden Live-Übertragungen aus Schlagmichtot und Hastenichgesehn. Keine Diskussionen mehr um Kaisers Bart So weit wollen wir dann doch nicht gehen.

Die diversen Sonderhefte sind durchgelesen, teilweise bereits etwas abgegriffen, die Neuzugänge wurden, äh, abschließend bewertet, die Printmedien haben ihre Saisonvorschau-Serien zu Ende gebracht und die Abschlusstabelle ermittelt, die Vereinsblogger haben sich selbst und gegenseitig zu den jeweiligen Aussichten befragt, in den „überparteilichen“ Blogs wird die Prognosephase abgeschlossen, Pay-TV-Verträge sind erneuert oder verworfen worden, das ModeratorInnen-wechsle-Dich hat seinen Abschluss gefunden.

Aber irgendwie ist jetzt mal gut.

Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich freue, morgen abend Fußball zu sehen. Echten Fußball, um Punkte. Und dann schauen wir einfach mal, wie die Wahrheit aussieht, die da in der kommenden Saison auf dem Platz herumliegt.

Ob Tuchel der bessere Rangnick ist. Wie Hertha künftig Tore schießt. Ob Kuranyi Löw in Erklärungsnöte bringt.  Ob die Eintracht glamourös spielt. Wie Soldo seine neuen Stars integriert (hat).  Ob Feulner sich endlich in der Bundesliga beweist. Wie modern Heynckes ist. Ob Mintal wieder einmal Torschützenkönig wird. Wie Frings gegen die Zeit ankämpft. Ob Schmadtke Kind die Ruhe bewahrt.  Ob Martins die Wolfsburger Torquote verbessert. Wie sehr Bailly fehlt. Ob jemand Gomez stoppen kann. Ob Boateng so auftrumpft wie bei der U21. Welcher Freiburger Nobody beeindruckt. Ob Hoffenheim wieder zaubert. Ob Bochum fünf Jahre am Stück schafft. Was Hleb so gelernt hat in der großen weiten Welt. Fußball eben.

Und ich bin gespannt auf die Analysen in all den großartigen Blogs da draußen, auf spannende Diskussionen, objektive Berichterstattung, gezielte Provokationen und das gelegentliche Bashing des jeweils eigenen Vereins.

Aus Stuttgarter Sicht freue ich mich, da wiederhole ich mich gerne, ganz besonders über den Brustring, in den Hirngabel seinen Fußballcontent ausgelagert hat und wo er derzeit ein enormes Tempo vorlegt. Er hat sich im Übrigen auch dahingehend verdient gemacht, dass er die ihm bekannten VfB-Blogs kurz vorgestellt hat.

Dann lasst jetzt mal die Spiele beginnen.