Eine Art Lesereise

War ja fast so’n bisschen kryptisch, was ich da vergangene Woche über mein verlängertes Wochenende geschrieben hatte, über eine auswärtige Begegnung mit Löwenfans, ein beinahe komplett verpasstes VfB-Aufbruchstimmungsspiel und ein paar Stuttgarter Abschiedstränen. Man hätte auf den Gedanken kommen können, ich eierte herum oder hätte gar etwas zu verbergen.

Eben diesen Gedanken scheint auch ein gelegentlich als zweitklassig verunglimpfter und gerne mal die Hardboiled-Karte ziehender Schnüffler gehabt zu haben, der in der Folge nicht nur der Sache auf den Grund ging, sondern ganz nebenbei besagte Verunglimpfungen als haltlos enttarnte. Vielmehr offenbarte seine erstklassige Recherche den Grund meiner Zurückhaltung: ich war auf Lesereise gewesen.

Eigentlich hatte ich das Thema totschweigen wollen, zu unbefriedigend war die Erfahrung gewesen. Aber man weiß ja, wie das ist, wenn die Spürhunde erst einmal Witterung aufgenommen haben – zumal dieser Dembowski wenig Zweifel daran lässt, dass er die ganze bittere Wahrheit nach und nach ans Tageslicht zu zerren gedenkt.

Das kann ich nicht zulassen. Zumindest nicht unkommentiert. Deshalb hier und in aller Offenheit: ja, ich war in Landau, Blaubeuren und Luckenwalde. Dass die Erfahrungen eher so mittelprächtig waren: geschenkt. Man zahlt halt Lehrgeld. Geht auch den Besten so, fragen Sie doch mal den Baade. Der war auch nicht immer die Rampensau, die er heute ist. Ok, natürlich war es ein Fehler, in Landau in einem vermeintlichen Anfall von Originalität „Dicke Kinder in kurzen Hosen“ auf die Plakate zu schreiben und damit sowohl die Einheimischen als auch die Baade-Jünger zu brüskieren. Aber hey, wie gesagt: Lehrgeld.

Zu Blaubeuren hat der Ermittler alles gesagt (Wilken!), und Luckenwalde, nun ja, ist halt Luckenwalde. Klingt in meinen Ohren immer so’n bisschen nach Wecker’schem Sprechgesang: Und Luckenwalde schweigt dazu. War zwar Programm, hatte ich aber, lernfähig wie ich bin, wenigstens nicht auf die Plakate gesudelt.

Und dann war ich noch in, Dingenskirchen, Sie wissen schon (also insbesondere Sie, Herr @rebiger), Hamburg. Wo, wenn nicht dort, sollten fünf Fußballzeilen vorgetragen werden, nicht wahr, von Dinos und Uhren und Torhütern und Dorschen, Sie verstehen? Aber darüber wird dann ja der Schnüffler berichten. Vielleicht auch darüber, dass ich es spätestens in jenem Moment hätte wissen müssen, als mein Techniker vor Ort bei dem Versuch, den Sky-Decoder (heißt das so?) zum Laufen zu bringen, um das Spiel des VfB gegen Hoffenheim zu sehen, nun ja, Lehrgeld bezahlte. Wer mit solchen Technikern auf Lesereise geht, hat, abseits aller Rüttelreime, ein Problem.

War ja eigentlich ein netter Zug gewesen von der Angestellten, uns in Abwesenheit des Chefs und eingedenk eigener Ahnungslosigkeit da ran zu lassen, wobei sicherlich die Selbstverständlichkeit, mit der mein Begleiter seine technische Kompetenz verbal durchscheinen ließ, jeden Zweifel im Keim erstickte. Dass uns der Chef kurz nach Anpfiff, eilends herbeigerufen und fluchend resettend, kein Hausverbot erteilte, war dann ja immerhin etwas.

Das Spiel entschädigte. Uns alle, und insbesondere uns alle, die wir es schon immer gewusst haben. Seit Jahren wollten wir schon den Werner sehen. Den Maxim sowieso, von Kvist, diesem elendigen Rückpassspieler großartigen Stabilisator gar nicht zu reden. Und dass der Schneider es drauf hat, wussten ja eh alle. Im Verein und drumrum. Schon immer. Schön auch, dass nun alle voneinander wissen, dass sie es schon immer … ach, egal.

Tags zuvor (ja, zwei Abende in einer Stadt – ein Privileg der ganz ganz Großen, irgendwo beim S-Bahnhof Othmarschen) hatte ich ebenfalls Fußball gesehen. So richtig live, im Stadion, in bemerkenswert ausdauernder, lautstarker und vor allem hingebungsvoller blau-gelber Gesellschaft. Man nimmt ja alles, was man so an Karten bekommt vor dem Stadion, zumal ich jenes im Volkspark einfach gerne mag, unabhängig vom jeweiligen Platz.

Ohnehin war die Konstellation für mich weniger problematisch als für meinen vor Ort ansässigen Mitstadiongänger, der die ungewohnt zahlreichen Jubelmomente mit dem Hintern auf den Händen sitzend verbrachte. Was dem unmittelbar vor uns sitzenden Nacken geschuldet gewesen sein dürfte, der Gerd Müllers Oberschenkel (oder selbst die von Gerd Wiesemes!*) wie einen Unterarm des jungen „Spillo“ Altobelli wirken ließ.

Nicht dem Nacken allein, gewiss, sondern auch der ihn umgebenden beeindruckenden Erscheinung, die nicht unwesentlich dazu beitrug, dass eine einmalige Intervention des jungen Mannes die vor ihm sitzenden Braunschweiger fortan davon abhielt, spiel- und supportabhängig aufzuspringen – und ihm damit die Sicht zu versperren.

Dumm nur (und diese Einschätzung schließt explizit das Sicherheitskonzept des Gastgebers mit ein), dass eine anhaltende Sichtbehinderung von einem ungeschickt platzierten Ordner ausging, der tatsächlich durch seine bloße Präsenz immer wieder Verrenkungen der Zuschauer erforderlich machte. Was den Nacken zu einer Schimpftirade, andere zu fliegenden Bierbechern animierte, ohne den Herrn jedoch aus der Ruhe bringen zu können. Hut ab, aber vielleicht hat er ja zwischenzeitlich doch noch mal mit seiner Chefin über die Platzierung gesprochen.

Nebenbei sah ich auch gelegentlich auf den Platz. Was ich dabei konkret sah, hat Herr @nedfuller meines Erachtens treffend auf den Punkt gebracht. Den Spielverlauf, meine ich, nicht die anscheinend sehr aufwändige Choreo, die leider nicht für spätentschlossene Stadiongänger wie mich gedacht war. Maximilian Beister hat mich überzeugt, so körperlich hatte ich ihn bisher nie wahrgenommen, und bei Zoua, von dem ich nach den ersten Minuten dachte, seine Bewegungsabläufe schlössen ein Talent für Ballsportarten aus, muss ich Abbitte leisten. Oder zumindest gedanklich ein wenig zurückrudern.

Ob ich hinsichtlich der während des Spiels aus meiner Sicht unvermeidlichen Einschätzung, dass Braunschweig schlichtweg nicht konkurrenzfähig sei, ebenfalls zurückrudern muss, wage ich zu bezweifeln. Ich täte es gerne. Allein schon, um es den Besserwissern ins Gesicht schleudern zu können: „Nicht konkurrenzfähig, Kamke, oder wie?“ oder „Piss-Verein, wa, Lieberknecht?!“

Oh, ich vergaß Hakan Çalhanoğlu. Bzw. seinen Freistoß, der mir im Stadion, ohne Zeitlupenwissen sozusagen, die Behauptung entlockte, diese Mischung aus Schärfe und Effet hierzulande seit Thomas Häßler nicht mehr gesehen zu haben. Mit ein bisschen Recherche käme ich davon vielleicht ab; aber ich verzichte gern darauf. Man muss auch mal schwelgen können.

Nun bin ich ein bisschen vom Thema Lesereise abgekommen. Darf gern so bleiben, der Schnüffler wird sich früh genug wieder zu Wort melden. Oh, hat er ja schon wieder getan. Aber wer ist dieser Peters?

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* Genau genommen war die Hamburgfahrt tatsächlich eine Lesereise. Ich las in jeder freien Minute. Aber keine Fünfzeiler, sondern Ronald Rengs „Spieltage„. Ein wunderbares Buch, ein großes Lesevergnügen, und hinreichend Wissenshäppchen für künftige Kneipendiskussionen. Zum, Beispiel, wenn mal wieder einer Gerd Müllers Oberschenkel bemüht.

Instinktiv nachgefragt

„Traoré hat das Spiel nicht verstanden. Wie soll ich meiner E-Jugend erzählen, dass egal ist, wer das Tor schießt, wenn die dann dem zuschauen?“

Diese SMS erreichte mich irgendwann im Lauf der ersten Halbzeit des VfB-Spiels in Hamburg, Auslöser dürfte Traorés Abschluss aus spitzem Winkel gewesen sein, als in der Mitte zwei Mitspieler auf den Querpass warteten, vielleicht auch noch die oder andere Szene mehr.

Ich war ein wenig hin- und hergerissen. Einerseits hatte der Absender, dessen Fußballsachverstand ich sehr schätze, schlicht und ergreifend recht, was die Bewertung mindestens jener einen Szene anbelangt, vermutlich auch darüber hinaus. Andererseits war Traoré gleichwohl eine positive Erscheinung im VfB-Spiel, ein ständiger Unruheherd, der sich auch vom einen oder anderen Ballverlust nicht beirren ließ und weiterwuselte.

Ehe ich mich’s versah, hatte ich auch schon geantwortet:

„Freundlich ausgedrückt: Instinktfußballer.
Im Guten wie im Schlechten.“

Bleibt die Frage, was ich gemeint hatte. Vermutlich war es der Versuch, die Wendung „hat das Spiel nicht verstanden“ durch die Betonung anderer, möglicherweise im Gegensatz dazu stehender Qualitäten gleichzeitig zu bestätigen und zu konterkarieren.

Wobei ich mir gar nicht sicher bin, was „man“ gemeinhin mit einem Instinktfußballer verbindet. Ist es grundsätzlich positiv gemeint? Gilt Thomas Müller als Instinktfußballer, weil er sich keinen Kopf macht? Ist Lukas Podolski einer, weil er sich mancher Lesart zufolge gar keinen Kopf machen könnte? Ist ein Instinktfußballer jemand, der nicht dafür geschaffen ist, strategisch zu agieren? Oder handeln vielmehr auch, vielleicht sogar gerade, die großen Strategen des Spiels in hohem Maße instinktiv? Sind Ronaldo oder Rooney typische Instinktfußballer, Pirlo und Micoud indes gerade nicht?

Zu welcher Kategorie zählt, so man diese Kategorisierung für annähernd passend hält, der große Stratege Zidane, der instinktiv so vieles richtig machte? Ist es eine typische arrogant-akademische Herangehensweise, Spieler wie Rooney, Podolski oder Fritz Walter (junior) ohne allzu viel Federlesens in die Instinktschublade zu stecken? Kann es sein, dass William Kvist die Bälle vielleicht doch instinktiv meist nach hinten spielt, völlig unabhängig davon, dass er nicht auf den Kopf gefallen und strategisch begabt scheint?

Trifft es zu, dass „Instinktfußballer“, gemeinsam mit dem „Straßenfußballer“ das höchste Lob ist, das wir zu vergeben haben? Oder ist „hat das Spiel verstanden“ noch etwas höher anzusiedeln? Hat schon mal jemand „der hat das Spiel instinktiv verstanden“ gesagt? Trügt der Instinkt eigentlich eher als strategische Überlegungen?

Das letzte Wort hatte am Sonntag mein SMS-Partner, der nach Traorés Großchance kurz vor Schluss lakonisch feststellte:

„Ein Instinktfußballer macht den cool und abgezockt.“

Vermutlich hatte er recht. Wobei man dann wieder die Frage stellen könnte, ob wir da nicht den Instinkt des gemeinen Instinktfußballers mit dem spezielleren Torinstinkt in einen Topf schmeißen. Und falls dem so ist, ob das beiden Instinkten gerecht wird. Beziehungsweise den beiden Ausprägungen des einen.

Egal. Fürs Erste. Ob Raphael Holzhauser ein Instinktfußballer ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Wie es um das strategische Geschick auf dem Platz bestellt ist, kann ich auch noch nicht seriös sagen, neige aber zu einem „gut“. Ohne erneut die Holzhauser-Cam verwendet zu haben heranzuziehen, möchte ich doch kurz auf einen Punkt eingehen, der mir aufgefallen ist:

Ich hatte den Eindruck, dass er mehr kurze, einfache, unspektakuläre Bälle spielte als in seinen bisherigen Einsätzen. Wie man es von klassischen Ballbesitzmannschaften kennt. Und von Spielern, die sich ihrer Sache sicher sind, die sich nicht unter dem Druck sehen, einen tödlichen Pass nach dem anderen zu spielen, die wissen, dass sie den Ball gleich wieder bekommen, weil die anderen wissen, dass derjenige meist etwas Vernünftiges damit anstellt. Im Idealfall kann der betreffende Spieler sogar bereits erahnen, dass er auch mal den einen oder anderen Fehler machen darf. (Man wäre geneigt, von einem „Privileg der Jugend“ zu sprechen, wüsste man nicht, dass es bisher in der Tendenz eher älteren Herren eingeräumt worden war.)

Nun zögere ich sehr, dem Trainer mit Blick auf Holzhauser ein Lob auszusprechen, zumal der Nachweis, dass sich der junge Mann tatsächlich einen gewissen Kredit erarbeitet hat, erst noch zu erbringen ist – wiewohl ich es vorzöge, wenn der Kreditrahmen bis auf Weiteres nicht in Anspruch genommen zu werden bräuchte. Ausdrücklich loben möchte ich indes die Art und Weise, wie der VfB in Hamburg aufgetreten ist. Ich glaube nicht, dass Thorsten Fink und seine Mannen damit gerechnet hatten, von einem derart selbstbewusst auftretenden Gegner in dieser Form attackiert zu werden.

Der werte Herr @nedfuller, mit dem (und nicht nur mit ihm, sondern darüber hinaus mit @direktvrwandelt und @voegi79) ich mich im Sportradio 360 ein bisschen über das vergangene Wochenende unterhalten durfte, zeigte sich ebenfalls überrascht und beinahe beeindruckt – was auch damit zu tun haben mag, dass seine Erwartungen an Bruno Labbadia aus dessen Hamburger Historie heraus überschaubar hoch sind.

Gut gemacht, Herr Labbadia! Und wenn ich schon dabei bin: starkes Spiel, Christian Gentner! Klasse Leistung, William Kvist!

(Es gäbe noch einige andere zu loben, ich will jetzt gar keine weiteren Beispiele nennen – heute sollen mal diejenigen Erwähnung finden, die ich ansonsten meist (Labbadia, Gentner) oder zumindest in jüngerer Zeit (Kvist) instinktiv sehr bewusst eher zurückhaltend bewerte.

Mal sehen, ob sie am Wochenende auch dem Meistertrainer gewachsen sind. Dem instinktsicheren Strategen.

 

Vereinsblogger unter sich

Da wir uns gerade redlich mühen, drüben bei Trainer Baade eine Front zwischen sogenannten Vereinsbloggern und sogenannten Fußballkulturbloggern aufzubauen, ich aber mit Kultur nichts im Hut habe, ist es mir ein Anliegen, hier und heute ein Zeichen zu setzen und mich klar als Vereinsblogger zu positionieren.

Gewiss ist es eine Eigenheit eben dieser Spezies, neben der Nach- und zum Teil Währendbetrachtung der Spiele des „eigenen“, will sagen: unterstützten Vereins mehr oder weniger regelmäßig auch schon vorab auf das bevorstehende Spiel hinzuweisen und im Sinne einer optimalen Vorbereitung einen echten oder vermeintlichen Kenner bzw. eine echte oder vermeintliche Kennerin des kommenden Gegners zu Wort kommen zu lassen.

Hier im Blog geschieht das eher selten, was ein wenig daran liegen dürfte, dass ich nicht heinreichend strukturiert vorgehe, um schon Tage vorher einen Blogger (w/m) zu kontaktieren, mir aktiv innovative Fragen zu überlegen, und was halt sonst noch so dazugehört. (Ein klein wenig mag es auch damit zu tun haben, dass es erfahrungsgemäß nicht immer und überall gelingt, dabei allzu kreativ zu fragen, vielleicht auch zu antworten.) Wenn indes jemand auf mich zukommt und um die Beantwortung solcher Fragen oder auch um einen Gastbeitrag bittet, fühle ich mich stets sehr geschmeichelt und bin gerne bereit, meine Meinung zum VfB kund zu tun. Und nicht nur das: selbstverständlich lasse ich mich nicht lumpen, sondern frage im Sinne einer ausgewogenen Vorberichterstattung auch das jeweilige Gegenüber ein bisschen über „seinen“ Verein aus, auch wenn meine Fragen mangels hinreichender aktueller Beschäftigung gelegentlich nur bedingt auf die gegenwärtige Situation des Vereins eingehen, sondern sich gerne auch mal in historischen Betrachtungen und der einen oder anderen Spitze verlieren, um von der eigenen schlechten Vorbereitung abzulenken. „Stein oder Koitka?“, geht’s noch?

In diesen Tagen hatte ich das Vergnügen, von Herrn @nedfuller angesprochen zu werden, der selbstverständlich alles andere als ein nur vermeintlicher Kenner des HSV ist und uns in NedsBlog bewundernswert regelmäßig vor Augen führt, was einen Vereinsblogger noch so ausmacht. Dort drüben habe ich seine Fragen zum VfB beantwortet, seine bemerkenswert ausführlichen Antworten auf die meinigen folgen hier:

1. War mit Beiersdorfer alles besser?

Klar! Wir sind Pokalsieger geworden. 
Achso, du meinst nicht den Spieler, sondern den Sportchef.

Klar! Alles war früher besser.
Nein im ernst, unter Didi hatten wir eine sehr erfolgreiche, wenn auch titellose Zeit. Es wurden immer wieder kluge Transfers getätigt und das Festhalten an van der Vaart war damals vorbildlich.
Zum Ende schlichen sich dann aber Fehler ein (Neves, Alex Silva, sämtliche Wintertransfers 2008, bis auf Tomas Rincón) und damit machte er sich angreifbar. Ebenso gab es aus der zweiten Mannschaft kein durchkommen nach oben. In der Nachbetrachtung war das meiner Meinung nach sein größter Fehler. Es wurde einiges Geld in die Jugendabteilung investiert, aber der Ertrag stellte sich nicht ein. Dadurch konnte der Vorstandsvorsitzende Fragen stellen, die die Position des Sportchefs untergruben. Die Konsequenz war ein Showdown im Aufsichtsrat, welchen Didi damals verloren hat.

War alles besser? Ja! Wir haben oft in der Liga oben mitgespielt und waren ständig im internationalen Wettbewerb, spielten sogar Champions Leaugue.
War alles besser? Nein! Er hat sich zu wenig um den Nachwuchs gekümmert und damit haben wir heute zu kämpfen.

Also ein klares Jein! als Antwort auf die Frage.

2. Frank Arnesen steht für einen schlecht informierten Außenstehenden wie mich in erster Linie für Neuzugänge aus der Chelsea-Reserve, für wiederkehrende Treueschwüre zu einem Trainer, den er zunächst nicht wollte, und für eine – woher auch immer ich diesen Eindruck nehme – gewisse Geradlinigkeit. Wofür steht er in Hamburger Augen?

Hoffnung. Plan. Konzept. Und natürlich: Erfolg.
In meinen Augen verkörpert Frank Arnesen die Hoffnung auf eine gute Zukunft des HSV. Er hat einen Plan, wie er einen Fußballverein aufstellen muß, um mittelfristig Erfolg zu haben. Das fehlte uns in den letzten 3-4 Jahren. Sein erster Schritt, die Jugendmannschaft mit den Profis trainieren zu lassen, führte dazu, daß Töre nun in der Regel Spielzeit bei den Profis bekommt, obwohl er als Perspektivspieler gekauft wurde und erstmal in der Zweiten spielen sollte.

Wenn man zurück blickt auf alle potentiellen Nachfolger von Dietmar Beiersdorfer (Roman Grill, Oliver Kreutzer, Matthias Sammer) dann sticht nur noch der Name Urs Siegenthaler bei mir heraus. Da ist der Name Frank Arnesen ähnlich klangvoll.

Wieviel zählt denn anderswo ein Treueschwur? Nichts. Warum sollte Frank Arnesen da anders sein. Ich fand seine Erklärung, warum er am Samstag noch zu Oenning hielt sogar gut nachvollziehbar.

Gradlinigkeit? Oha, daß wäre jetzt nicht unbedingt ein erstes Charaktermerkmal gewesen, welches ich bei Frank entdeckt habe. Aber gut, ich nehme das gerne, ich mag gradlinige Menschen.

Zu den Verpflichtungen von Chelsea: Rajkovic hat eingeschlagen, Mancienne spielt, Töre ist auch immer wieder dabei, warum sollte er also diese Spieler nicht holen? Und zu ehemaligen Spielern/Trainern: Ist Dutt ideenlos (Toprak)? Klopp (Zidan)? Oder wie wäre es mit Bayern (Heynckes)? Man kennt sich, man ist überzeugt von der Leistung des Spielers, also warum sollte es falsch sein, auf bewährtes zu setzen? 

3. Man kennt ja verschiedene Modelle bei kurzfristig hochgezogenen Nachwuchstrainern, gerade hier in Stuttgart. Bei Babbel lief’s zunächst gut, wer weiß, was ohne die Trainerausbildung geschehen wäre, bei Jens Keller ging’s nach hinten los. Anderswo darf man bei Thomas Schaaf wohl selbst einem Hamburger gegenüber von einer Erfolgsgeschichte sprechen. Eine solche, ähnlich nachhaltig, ist bei Cardoso allein schon aus formalen Gründen (fehlende Fußballlehrerlizenz, wenn ich mich nicht irre) nicht drin, dennoch: was reißt er in den nächsten Wochen? Oder wird’s gar nur ein Spiel?

Es gab mal eine Anfrage vom Hamburger Abendblatt, in der die Fans ihren historischen Fußballmoment beschreiben sollten. Mir fiel dazu nur das Comebackspiel von Cardoso ein. Er war lange verletzt. Wir lagen zurück. Ein Raunen ging durch die Westkurve, als klar wurde, ER kommt jetzt ins Spiel. Er kam, er schoß zwei Tore, wir gewannen. Ich habe immer noch Gänsehaut, wenn ich an dieses Raunen im Stadion zurück denke… Was war die Frage?

Cardoso will sich ja nun endlich mal zum Lehrgang anmelden. Dann klappt es vielleicht auch in Zukunft mal als Cheftrainer bei uns und nicht nur als Übergang. Ich mag die Vorstellung, daß ein ehemaliger Spieler bei uns im Verein arbeitet, die Jugend betreut, sich bis zur U23 hocharbeitet und dann Cheftrainer wird. Gerade im Zusammenspiel mit Frank Arnesen kann ich mir das sehr gut vorstellen, weil der Sportchef ja ein Konzept bis zu den U-Mannschaften umsetzen will. Und damals, bei Doll, herrje, ich war so glücklich, daß er die Chance bekam. Ein schlechtes Ende muß ja nicht immer die Regel sein.

Ich glaube Cardoso muß gar nicht viel machen. Was passiert denn jetzt in den Köpfen der Spieler? Ich kann nur für mich sprechen, aber ich würde alles dafür tun nun zu zeigen, daß es am Trainer lag und nicht an den Spielern. Damit der neue Trainer, auch wenn er noch nicht da ist, sieht, daß mit mir zu rechnen ist.

Ich möchte auch keine Schnellschußverpflichtung. Deswegen kann Cardoso gerne auch gegen Schalke auf der Bank sitzen (Der Empfang für ihn seitens der Nordkurve wäre ihm zu gönnen!). 

4. Carl-Edgar Jarchow wird nachgesagt, er halte die damalige Entlassung von Kurt Jara noch immer für einen Fehler. Was kann der Verein tun, um eine Rückkehr des meines Wissens auch von Dir über die Maßen geschätzten österreichischen Wundertrainers zu ermöglichen?

Jara raus! (‚tschuldigung, er war der erste und einzige Trainer, bei dem ich in der Kurve den Rauswurf laut schreiend gefordert habe. Das ist ein Pawlowscher Reflex)
Ich glaube der Verein muß einfach Arnesen entlassen und somit die sportlichen Entscheidungen an Jarchow übergeben. Dann bekommen wir Pagelsdorf als Athletiktrainer und die ChosenFew sitzen komplett im Aufsichtsrat.
Was ein Albtraum.

5. Wer wird denn nun neuer Trainer? Muss er zwingend aus dem niederländischen Sprachraum kommen?

Nein, muß er nicht. Neuer Trainer wird *Trommelwirbel* der neue Trainer. Ich weiß es nicht, habe ja noch nicht mal einen Lieblingskandidaten. Was soll ich mir auch einen Trainer wünschen, erstens kann ich es nicht beeinflussen und zweitens haben wir doch in den letzten 10 Jahren gefühlt alle schon gehabt. Wünschen würde ich mir einen Kandidaten, der den Weg von Frank Arnesen mit gehen will. Auch gerne länger, aber ich glaube ja auch an den Weihnachtsmann.

6. Wie geht das Spiel in Stuttgart aus?

Neue Besen… Die Mannschaft ist… Also eigentlich sollte doch…
Ich habe keine Ahnung, was Cardoso in der kurzen Zeit bewegen kann. 
Aber um es mit den Worten von pleitegeiger auszudrücken: Die haun wir wech! (Und das bitte im typisch Hamburger Slang vorstellen, sie ist zwar aus Heidelberg, hat das aber total gut drauf!)

7. Jansen oder Aogo? 😉

Äpfel mit Birnen vergleichen gilt nicht! 
Aogo. Als Kapitän. Hätte ihm vielleicht gut gestanden.
Jansen sollte meiner Meinung nach folgendes tun: einen privaten Trainer engagieren, der ihm Stellungsspiel und Zweikampfverhalten eines Linksverteidigers beibringt und dann ein Jahr lang Sonderschichten schieben. Dann wird’s auch was. Wer kam eigentlich auf die Idee, er ist ein LAV? Klinsmann?

8. Son oder Töre?

Töre. Son ist zu überdreht in meinen Augen und braucht noch länger. Töre ist auch in seinem Defensivverhalten schon weiter.

9. Stein oder Koitka?

Stein. 
Ich war todtraurig, daß er uns ausgerechnet in meinem ersten Jahr als HSV Fan verlassen hat.    Meine Gründe Fußballvereine vor dem HSV gut zu finden, hatte ja mit Torhütern zu tun. (Schumacher, Burdenski, herrje, ich war mal Juvefan, weil ich Zoff so verehrt habe!)

10. AOL oder HSH Nordbank?

Imtech. So meine ich zuletzt gelesen zu haben.
Aber wie auch immer das Stadion heißt, wichtig ist aufm Platz!

11. Lediglich oder Ausschließlich der HSV?

Nur der HSV!

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Herzlichen Dank an Nedfuller,
dem ich ein glückliches Händchen bei der Trainerwahl wünsche.

Das neue Schwarz? Wird bald bunt!

Vermutlich bin ich nicht der einzige, dem gelegentlich ein Gedanke, vielleicht auch ein ganzer Blogtext, im Kopf herumschwirrt, den er irgendwie nicht so recht zu fassen bekommt, der sich einfach nur einnistet und darauf wartet, verarbeitet zu werden, ohne dass man selbst zunächst weiß, wohin die Reise geht. Von Zeit zu Zeit komme ich dann zu dem Schluss, dass sich zu viele frei schwebende Texte in meinem Kopf herumtreiben und ich den einen oder anderen loswerden muss – sei es, indem ich versuche, ihn nach und nach zu vergessen, sei es, indem ich ihn frei schwebend in die Tastatur fließen lasse. So wie die nachfolgenden Gedanken über die taktische Fußball-Blogwelt.

Ja, Taktik ist das neue Schwarz. Finde ich gut, grundsätzlich, sowohl im Fernsehen als auch im Print als auch, und darum soll es hier in erster Linie gehen, in Blogs. Wir alle (Wenn sich jemand nicht vereinnahmt sehen möchte, möge er Bescheid geben. Oder sie.) erfreuen uns seit geraumer Zeit an den taktischen Analysen bei Zonal Marking, wir verfolgen die aufwändigen und leider zu seltenen Analysen der Taktiktafel, Kenner wissen schon seit geraumer Zeit die Ausführungen im Werder-Fußball-Blog zu schätzen.

Gerade Zonal Marking dürfte dem einen oder anderen Blogger den Anstoß gegeben haben, sich mit System- und taktischen Fragen nicht nur intensiv zu befassen, sondern seine Eindrücke sowohl verbal als auch grafisch zu Papier zu bringen. Beim Textilvergehen tat man das wörtlich (zu Papier bringen), in verschiedenen anderen Blogs unter technischen und grafischen Gesichtspunkten zunehmend elaboriert, in Nedsblog wurde das Projekt 442 zu einer Art (ernst gemeintem) Running Gag, mit Blick auf die österreichische Nationalmannschaft befasst sich Martin Blumenau stets kritisch und nicht weniger kompetent mit dem, was er nicht als taktisches Konzept anzuerkennen bereit ist, und ebenfalls in Österreich, aber mit internationalem Bezug, hat Ballverliebt.eu in den letzten Monaten den taktischen Fokus enorm verstärkt. Ob das mit dem Erfolg von Zonal Marking zu tun hat, weiß ich nicht. Es ist mir letztlich auch egal. Beim relativ neuen „Taktikguru“ ist das etwas anders. Falsch. Auch dort ist mir die Motivation egal. Anders ist indes der explizite Bezug auf Zonal Marking als Referenzpunkt, womit die Latte gleich auf einer ganz anständigen Höhe liegt. Kann man machen, wenn man das nötige Selbstvertrauen hat.

Wenn ich ehrlich bin, war der Gedanke, den ich eigentlich im Kopf zu haben glaubte, ein ganz anderer. Es ging mir nicht darum, einen Marktüberblick zu geben. Den habe ich selbst nicht. Mich beschäftigt vielmehr der Umstand, dass ich mir nie im Leben zutrauen würde, derartige taktische Analysen zu erstellen. Obwohl ich mich für einen nicht gänzlich unbeleckten Laien halte. Letztlich kenne ich, um ein Beispiel zu nennen, die theoretischen Grundlagen zur Funktionsweise einer Viererkette nicht gut genug, um seriös beurteilen zu können, ob der linke Verteidiger zwei Meter zu weit hinten stand (wenn er nicht gerade dadurch eine Abseitsstellung aufhob).

Nicht nur vor diesem Hintergrund frage ich mich gelegentlich – und das ist überhaupt nicht polemisch gemeint – was wohl ausgewiesene Taktikexperten aus der professionellen Fußballszene zu den Analysen der Blogger sagen würden. Würde Urs Siegenthaler einen Beitrag von Zonal Marking als Kindergeburtstag abtun? Oder Jürgen Klopp? Werner Lorant? Marcel Koller? Holger Osieck? Jürgen Klinsmann? Irgendein Fußballlehrer? A-Lizenz-Inhaber?

Ok, ernsthaft: mir ist klar, dass a) José Mourinho eher selten bei Zonal Marking nachlesen dürfte, auch nicht beim Taktikguru, und b) professionelle Analysen mit deutlich mehr Aufwand und auf einer völlig anderen Datenbasis erstellt werden. Kaum zu vergleichen. Mit den Videoanalysen, die wir meinetwegen im ZDF-Sportstudio oder in der Spieltagsanalyse beim DSF (ja, ja) sehen, schon eher. Und da gehen die Meinungen ja deutlich auseinander. Während Jürgen Klopp dereinst bejubelt wurde, fällt das bei Thomas Strunz oder Oliver Kahn durchaus zurückhaltender aus – obwohl sie sich schon ein paar Jahre mit dem Spiel auseinandersetzen.

Ich habe keine Ahnung, wie intensiv sich die Betreiber von Taktikblogs mit fußballtheoretischen Fragen befassen oder befasst haben. Ob sie Trainerlizenzen haben, seit Jahren als Scouts tätig sind, die einschlägige Literatur aus dem Effeff kennen oder eben „nur“ gebildete Laien sind. Letztlich ist das zwar irrelevant, wenn die Inhalte gut sind (was ich auf Basis der Analysen und deren Vergleich mit meiner eigenen Wahrnehmung – die wiederum die eines Laien ist, klar – beurteile), und doch muss ich zugeben, dass ich zunächst ein wenig irritiert war, als ich vor einigen Wochen las, der Mann hinter Zonal Marking, Michael Cox, sei zwar schon immer an Taktik interessiert gewesen, hätte aber genauso gut und wohl auch gern über etwas anderes schreiben können, wenn er einen Markt dafür gesehen hätte:

On a less romantic note: because to create a successful blog/site, there has to be a niche, a particular area of interest. It seemed like a bit of a gap in the market.  […] I love tactics, but if ZM already existed, I would have done it about something else; another niche area.

Fair enough. Und doch irgendwie seltsam.

Wie auch immer. Wir haben jetzt also einen Markt für taktische Analysen. Wir sind endlich, und zwar nicht erst seit heute, an dem Punkt, wo Taktik auch ein Thema für vertiefte öffentliche Diskussionen über Fußball ist. Diskussionen, die zwar noch immer recht zahlenfixiert sind (4-5-1 vs. 4-2-3-1 vs 4-4-1-1 etc…), die sich aber auch mit Fehlentwicklungen während des Spiels befassen, falsche Laufwege aufzeigen und bei der Entstehung kritischer, vielleicht gar entscheidender Situationen nicht nur die letzten anderthalb, sondern drei, vier oder fünf Züge betrachten. Oder noch besser, die aufzeigen, was drei Züge später geschehen wäre, wenn nicht…

Mag sein, dass diese Diskussionen auch künftig einen etwas nerdigen Anstrich haben werden. Aber sie werden geführt. In dedizierten Taktikblogs, aber auch in ganz normalen Schlurchblogs. Und wir werden sehen, dass es in unserer Blogwelt gute und nicht ganz so gute Taktikblogs gibt, genau so, wie wir schon heute überragende und mittelprächtige Glossen lesen, die Augen öffnende und eher langweilige Hintergrundanalysen, besondere Spielberichte und Schilderungen von der Stange.

Schön, dass sich die Taktikfüchse rasch vermehren. Der Reiz des per se Außergewöhnlichen wird sich bald verlieren, der Reiz des in Sachen Kompetenz und Umsetzung Außergewöhnlichen wird bleiben.

Bestandsaufnahme

Man gibt ja so manchen Blödsinn von sich im Lauf einer langen Bundesligasaison. Als Spieler. Als Trainer. Als Manager oder Präsident. Aber auch als Blogger und Fan. Während die Erstgenannten gerne einmal von ihren Fehleinschätzungen eingeholt werden (von außergewöhnlich hell leuchtenden Ex-Spielern, Trainern, Präsidenten und WM-ins-Land-Holern soll hier nicht die Rede sein), kann sich der unscheinbare Beobachter gemeinhin darauf verlassen, dass ihm sein Geschwätz von gestern nicht um die Ohren fliegt. Wo kein Kläger und so, mangels Relevanz und Reichweite.

Das kann ich nicht akzeptieren. Ich stelle mich. Kurz vor Saisonende, in Erwartung der anstehenden Entscheidungen, lasse ich meine Torheiten Prognosen und Einschätzungen Paroli laufen und versuche zu überprüfen, ob die eine oder andere sich noch als richtig erweisen könnte und wo ich bereits heute einräumen muss, furchtbar daneben gelegen zu haben. Nach dem Ampelprinzip.

Teilweise handelt es sich dabei um die „großen“ Fragen wie „wer wird Meister“, „Wo landet der VfB“ oder ähnliches, teilweise aber auch um Kleinigkeiten. Sicherlich habe ich das eine oder andere übersehen, und an einigen Stellen kann man wohl auch über die Schriftfarbe diskutieren.

Genug der Vorrede. Hier die Übersicht, die ich nach Saisonende, vielleicht auch nach und nach, nochmals aktualisieren werde:

23. Juni 2009:

Klaas-Jan Huntelaar. No way.

14. Juli 2009:

Marica nicht explodiert, Julian Schieber noch ein paar Tage braucht und Cacau seinen Status als ganz guter Bundesligastürmer nicht entscheidend nach oben korrigieren wird

Irgendwann wird die erste Krise der Ära Babbel kommen, und wenn er dann nicht vor Ort ist, wird sich die Frage stellen, ob Neuvorstand Heldt ein weiteres mal so rasch und konsequent handelt wie bei Giovanni Trapattoni und Armin Veh.

habe den Eindruck, dass es [der Brustring] ein sehr schönes, ambitioniertes Projekt wird.

17. Juli 2009, rasenschachmagazin:

Wenn alles positiv verläuft, schätze ich, dass sich der VfB am Ende zwischen den Plätzen 3 und 5 befinden wird.

Für die Beiden [Träsch und Cacau] war es ein nettes Bonbon, aber ich sehe sie nicht zwingend auf Dauer als Nationalspieler.

Meine Geheimtipps sind Timo Gebhart und Georg Niedermeier, denen ich zutraue, einen Riesensprung zu machen.

7. August 2009, ballpodder:

So richtig kann das da vorne [im Sturm] noch nicht funktionieren. Den Abgang von Gomez kann man gar nicht hoch genug einschätzen.

Ich glaube, das Khedira eine absolute Führungsposition übernehmen wird.

Ich glaube nicht, dass Hitzlsperger noch einmal so eine schlechte Hinrunde spielen kann wie im Vorjahr.

bin überzeugt, dass Lehmann noch einmal eine sehr gute Saison spielt.

8. August:

[Hleb], der sich hinter der Mittellinie in halblinker Position anspielen lässt und von dort in Serie zu begeisternden Soli aufbricht, die nicht selten zumindest in Tornähe enden, entweder mit einem eigenen Abschluss oder, häufiger, dem Zuspiel auf einen Mitspieler. Ich glaube nicht, dass er dieser Spieler noch ist.

Timo Gebhart setzte ein paar schön Duftmarken, denen zufolge die gegnerischen Hintermannschaften diese Saison auf den Außenbahnen möglicherweise recht flink sein müssen, um gegen Hleb und Gebhart zu bestehen.

4. Oktober 2009:

Auf der Gegengerade war ein erstes “Babbel raus!”-Plakat zu sehen, und ich habe wenig Zweifel, dass eben diese Diskussion deutlich an Fahrt aufnehmen wird.

6. Oktober 2009:

Der Tag, an dem der erste VfB-Neuzugang in Lederhosen vorgestellt wird, ist auch der Tag, an dem ich meine Dauerkarte zurückgebe.

19. Oktober 2009:

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich ihn [Elson] nicht für den Spieler halte, der das Offensivspiel des VfB auf Dauer bestimmen kann; Impulse als Einwechselspieler kann er gleichwohl setzen.

21. Oktober 2009:

in der Champions League scheinen die Chancen auf ein Weiterkommen eher theoretischer Natur

Meine Prognose? Babbel bleibt bis zur Winterpause. Und dann vermutlich auch darüber hinaus. Oder Heldt geht mit ihm.

17. November 2009, mylaola:

Wenn ich ehrlich bin, kann ich mir eine Rückrunde wie in der Vorsaison derzeit nicht vorstellen.

Also: der VfB landet zwischen 7 und 9, wobei ich insgeheim noch auf Platz 5 oder 6 (dann mit einem „günstigen“ Pokalsieger) hoffe.

Meister wird wieder Wolfsburg.

30. November 2009:

…wenn er [Staudt] […] tatsächlich voll und ganz von Babbel überzeugt ist und keinen Deut von seinem Trainer abrücken will, ziehe ich meinen Hut. Ich kann nur nicht so recht daran glauben.

6. Dezember 2009:

Aliaksandr Hleb, dessen Verpflichtung sich zu einem gravierenden Fehlschlag entwickelt …  frage ich mich ernsthaft, ob er von Arsène Wenger wirklich so viel gelernt hat, wie man gemeinhin vermutet. Er wirkt wie ein egoistischer Fremdkörper…

10. Dezember 2009:

Der zurückgekehrte Khedira hat deutlich gemacht, dass es möglicherweise etwas voreilig war, Kuzmanovic zum neuen Platzhirsch auszurufen.

…dürfte es für Cacau und Schieber eng werden mit einem Startelfplatz.

Auf den äußeren Mittelfeldpositionen gehe ich davon aus, dass Hleb und Gebhart erst einmal vor Rudy stehen

Wird Hitzlsperger nach seiner Verletzung mehr als ein Ergänzungsspieler sein? Ich glaube nicht, und frage mich, ob der Verein ihn mit Blick auf die WM ziehen lässt.

Auch bezweifle ich, dass Elson bei Gross eine wichtige Rolle spielen wird.

13. Dezember 2009:

Kamke: Ich will ihn nicht mehr sehen!
Blogger hat den Glauben an Lehmanns Professionalität verloren

14. Januar 2010, allesaussersport:

[1] Grundsätzlich traue ich dem HSV und Werder [bzgl. Uefa-Cup] schon einiges zu […] Werder kommt ins Finale

Tatsächlich traue ich auch den Bayern in der CL einiges zu. Halbfinale, würde ich sagen.

Demel ist gerade auf dem Basar beim Afrika-Cup und wurde gestern bei Milan, heute eben bei Sunderland und morgen vielleicht bei Atlético gehandelt, das kann ich noch nicht so ernst nehmen.

[3] Meines Erachtens wird sich Hitzlsperger sehr schwer tun, im WM-Kader zu bleiben, weil er auch in der Rückrunde beim VfB einen schweren Stand hat. Ich wäre nicht gänzlich überrascht, wenn sich da auf dem Transfermarkt noch etwas täte.

In der Defensivzentrale ist nicht abzusehen, wie es mit Tasci weitergeht.

[4] Gerade bei Reus und Brouwers muss man damit rechnen, dass sie ihr Niveau bzw. ihre Effektivität nicht ganz halten können – dann wäre man wohl auf die Torausbeute der südländischen Spieler angewiesen.

Michael Frontzeck hat mich ein Stück weit positiv überrascht; dass es reicht, kann ich indes noch immer nicht glauben.

Ich denke, dass irgendwann eine Phase kommen wird, in der er [Tuchel] nicht mehr ausschließlich gefeiert, sondern auch mal als Besserwisser kritisiert wird, und bin gespannt, wie er damit umgeht.

[5] Andererseits halte ich es durchaus für möglich, dass sich Wolfsburg in der Rückrunde fängt, weil man hinten wieder stabiler wird, Grafite im ersten zweiten Spiel doppelt trifft und plötzlich wieder alles von selbst läuft. Ohne Zutun des Trainers [Veh], von dem man sich anschließend unter Krokodilstränen trennt.

Er [Veh] ist bestimmt kein schlechter Trainer; als Manager  scheint er nur bedingt geeignet, und in Summe ist er meines Erachtens einfach überfordert.

In der vergangenen Saison assozierte man mit Hoffenheim vielerorts Dietmar Hopp, die Traditionsfrage, Disziplinlosigkeiten und das offensive, attraktive Spiel. Ohne letzteres dürften die Sympathien nicht unbedingt zunehmen.

Vor der Saison war ich überzeugt, dass man mit Simunic einen ganz wichtigen Transfer getätigt habe

1. Februar 2010:

Der Trainer hat immer recht

Nun gilt es, auf dem Boden zu bleiben, wobei ich auch in dieser Hinsicht […] viel Vertrauen in Christian Gross setze.

13. Februar 2010, NedsBlog:

inzwischen habe ich aber das Gefühl, dass er [Gross] sehr genau weiß, was er tut und was er will, und das setzt er dann auch konsequent um.

…geht sowas halt auch einmal nach hinten los. Christian Gross und Horst Heldt werden sich in den nächsten Wochen sehr genau überlegen, ob sie sich bemühen, ihn [Hleb] über den Leihvertrag hinaus zu halten.

[Nachwuchsspieler:] …bin ich überzeugt, dass man vom Großteil der Genannten noch einiges erwarten darf. Über allen steht dabei Khedira, aber gerade in Sebastian Rudy […] setze ich große Hoffnungen, und Gebhart ist natürlich auch ein Riesentalent, von dem ich hoffe, dass es in Christian Gross den richtigen Trainer zur richtigen Zeit bekommen hat.

Heute halte ich 5-16 noch für möglich, 6-11 für realistisch, und 6-8 für gut. 5 für überragend.

19. Februar 2010, Spielfeldrand Magazin:

Als Torschützenkönig sehe ich beide [Marica, Pogrebnyak] auf absehbare Zeit nicht.

Aus deutscher Sicht “unbedingt mit” muss meines Erachtens Sami Khedira, zudem würde ich Serdar Tasci und, wenn er sein Niveau beibehält, Christian Träsch mitnehmen. Weitere Kandidaten sehe ich für Joachim Löw (noch) nicht.

[Barcelona:] ich wäre zufrieden, wenn das Hinspiel nicht verloren ginge und der VfB mindestens ein Tor erzielte.

Ich gehe davon aus, dass der VfB die Partie bestimmen wird, was Ballbesitz und Spielanteile anbelangt. Köln wird defensiv gut stehen, ohne zu mauern, und seine Chance nach vorne auf jeden Fall suchen […]. Mein Tipp: 0-2

21. Februar 2010:

Und nein, ich sehe weder Cacau noch Hilbert in Joachim Löws Kader für Südafrika

24. Februar 2010:

wenn der VfB im Camp Nou nur 3 Tore schießt, müsste Barcelona schon 4 machen. Das schaffen die nie.

1. März 2010:

Der Abstieg ist nur noch eine theoretische Option. Der Uefa-Cup meines Erachtens auch. Würde mich interessieren, wer daran glaubt, dass man an Ostern noch ernsthaft vom internationalen Geschäft redet, nach den Spielen in Bremen, Gelsenkirchen und München.

14. März 2010:

Wobei die Wahrscheinlichkeit, dass Khedira in der nächsten Saison noch mit von der Partie ist, derzeit von Woche zu Woche sinken dürfte bzw. bereits jetzt ein all-time low erreicht haben könnte.

13. April 2010:

Mittlerweile bin ich sehr guter Dinge, dass der VfB den HSV noch überholt; Wolfsburg mit seinem künftigen Weltfußballer macht mir da deutlich mehr Sorgen.

Gross oder Labbadia?

Mit Vorschauen hab ich’s ja nicht so. Also, selbst aktiv werden, Prognosen einholen und so weiter. Aber ich mach gerne mit, wenn mich jemand vor einem Bundesligaspiel oder gar einer kompletten Rückrunde anspricht und nach meiner Meinung fragt. Manchmal zwingt einen das ja überhaupt erst dazu, sich eine Meinung zu bilden bzw. diese zu formulieren.

Gestern hat mich @nedfuller, der Mann hinter NedsBlog, gebeten, kurz vor dem Spiel „seines“ HSV in Stuttgart ein paar Fragen zum VfB zu beantworten, was ich gerne getan habe. Meine Antworten zu Christian Gross, der Stuttgarter Jugendarbeit, Aliaksandr Hleb und der vermeintlich mangelnden Stuttgarter Kontinuität gibt’s bei ihm drüben. Dort findet sich auch sonst alles mögliche über den HSV. Zahlen, Fakten, Meinungen.

Im Gegenzug habe ich ihm, da wir grade dabei waren, ein paar Fragen zum HSV gestellt. Eher grundsätzlicher Art, aber auch ein wenig zur aktuellen Situation. Zuerst ein paar längere, dann einige sehr kurze – gerade bei den kurzen, die ich vom Format her sehr mag , war ich gespannt auf seine Antworten. Hier sind sie:
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Der HSV ist für mich seit Jahren ein schlafender Riese, der immer mal wieder ein oder zwei Jahre lang erwacht, um dann doch wieder ein wenig einzuschlummern (im dümmsten Fall auch noch mit unruhigen Träumen). Liege ich da falsch, und falls nicht: wann ändert sich das?

Schlafender Riese ist auch verständlich: Immerhin ist Hamburg die zweitgrößte Stadt Deutschlands! Das Problem bei uns war die fehlende Nachhaltigkeit. In den 80ern war man eine Macht, daß konnten wir aber nicht in die 90er retten. In den 90ern hatten wir vor allem ein Management Problem. Erst seit Bernd Hoffmann ist eine Kontinuität im Managementbereich eingetreten, die die wirtschaftliche Stabilität des Vereins an die erste Stelle gestellt hat. Man darf in diesem Zusammenhang nicht vergessen: Wir sind nun das dritte Jahr in Folge ohne Schulden! Der einzige Kredit der abbezahlt wird, ist der für die Arena. Und die gehört 2017 uns!

Leider mündete diese wirtschaftliche Stabilität nicht in eine sportliche Stabilität. Der große Geldtopf wurde nur einmal angezapft (CL Teilnahme) danach kleckerten wir im UEFA Cup regelmässig rum, aber das Halbfinale im letzten Jahr war schon die Krönung. Ändern wird es sich erst, wenn wir mal regelmässig Championsleague bleiben. Dann würden Talente wie Elia, Boateng, Aogo auch bleiben können.

Immer wieder gelingen dem HSV außergewöhnliche Coups, man denke an van der Vaart, van Nistelrooy oder auch den damals heftig umworbenen de Jong (Sorin lasse ich mal außen vor). Woran liegt das? Ist man so gut vernetzt, ist der HSV so attraktiv, oder schüttet man die Leute einfach nur mit Geld zu? Folgefrage, aus der unwissenden Ferne: ist das wirtschaftlich seriös?

Wir sind nicht wie Dortmund oder früher auch Schalke: Wir schütten die Spieler nicht mit Geld zu. Dafür haben wir dann zu wenig Geld. Ich erinnere mal an Olic: Er wollte 4,5 Mio. im Jahr für 2-3 Jahre. Das können wir nicht stemmen, weil wir eben nicht fest mit der CL Teilnahme rechnen können. Bei Guerrero, den wir an sich gerne halten wollen, scheitert eine Einigung wohl an der Forderung vom Spieler: Selbst 3,5 Mio. im Jahr für 2-3 Jahre können wir uns nicht leisten.

Die ersten Niederländer waren Mathijsen und van der Vaart: Gerade bei van der Vaart war die Situation, daß er bei Ajax nicht mehr voran kam und seine Karriere stagnierte. Er suchte eine Chance, sich zu präsentieren und für größere Aufgaben zu empfehlen. Danach war es glaube ich sehr einfach: Alle haben gesehen, welche Rolle sie bei uns spielen könnten und welche Entwicklung sie machen können. Immerhin ist van der Vaart bei Real gelandet. Ohne diese Spieler zuvor wäre Ruud van Nistelrooy bestimmt nicht zu uns gekommen.

Was man auch nicht unterschätzen darf: Hamburg ist eine Weltstadt. Und wunderschön dazu!

Urs Siegenthaler. Ein weiterer Coup?

Weiß ich nicht so recht. Ich kann ihn und seine tatsächliche Rolle schwer einschätzen. Mitglied des Vorstandes wird er nicht. Das Ressort geht wohl an Katja Kraus über. Was seine Rolle genau sein wird, das hoffe ich erfahren wir bei seiner offiziellen Vorstellung.

Der Name steht für Qualität. Vielleicht wird so das Scouting verbessert und wir bekommen noch mehr junge Talente, die uns entweder zu Titeln schiessen oder eben teuer weiterverkauft werden.

Meine Hoffnung: Er baut dem HSV ein Unterbau aus, aus dem wir dann Talent nach Talent schöpfen können. Das Team 2013 ist dann gespickt mit einigen Topstars und vielen Spielern aus der eigenen Kaderschmiede. Ist er dafür der Richtige? Keine Ahnung.

Wie lange bleibt Bruno Labbadia Trainer des HSV? Läutet er eine erfolgreiche Ära ein oder packt er mal wieder nach 1-2 Jahren seine Koffer?

Ich bin sehr skeptisch, was unseren Trainer angeht. Ich hoffe auf Erfolg mit ihm, glaube aber nicht sehr daran.

An eine Ära mit nur einem Trainer, daran glaube ich nicht. Dafür wird viel zu sehr auf den kurzfristigen Erfolg geschaut. Vielleicht bekommt mal einer die Chance, etwas aufzubauen, langfristige Entscheidungen zu treffen. Für Labbadia wird es ja schon eng werden, wenn er die nächsten Spiele keine Erfolge vorweisen kann. Bernd Hoffmann will unbedingt einen Titel. Er wäre seit Dr. Peter Krohn der erste Präsident/Vorstandsvorsitzende der ein Titel nach Hamburg holt.

Jansen oder Trochowski?

Derzeit meilenweit vorne: Jansen. Hoffen wir, daß er von Verletzungen verschont bleibt, dann wird er nämlich eine wesentliche Rolle in Südafrika spielen.

Trochowski hat diese Saison um zu beweisen, daß er nicht nur ein Talent ist, sondern eben mehr. Bisher überzeugt er noch nicht. Dabei hat er so viel Talent.

Aogo oder Boateng?

Boateng hat etwas die Nase vorne denke ich. Innenverteidiger wie Jerome braucht das Land.Aogo kann noch auf den WM Zug aufspringen, hinten links gibt es nicht viele Alternativen.

Beister oder Behrens?

Obwohl ich bei 18mal18 ja Hanno Behrens beobachte hat Maxi Beister bisher die Nase vorne. Mit Ruud van Nistelrooy im Kader wird er es aber sehr schwer haben. Hanno Behrens werden ja tolle Leistungen in der Regionalliga bescheinigt, aber beim Training mit den Profis scheint er dem Trainerteam nicht aufzufallen.

Champions League oder Platz 8?

Meine derzeitige Stimmung ist eher Platz 19. Ich habe das 3:3 gegen Köln noch nicht verarbeitet. Wir müssten jetzt eine Serie wie ihr starten, dann traue ich uns noch die Champions League zu.

van Nistelrooy oder Petric?

Mladen van Nistelrooy natürlich 😉 Da ja nun beide an Bord sind, muß ich mich ja nicht entscheiden.

Guerrero oder Bergkamp?

Der war jetzt aber sehr gemein. Gut, aber gemein.
Nach der Verletzung von Guerrero hat mir jemand gesagt: Der spielt nie wieder für uns. Schade, daß es nun so enden muß. Er tut mir leid. Aber unser Vorstand hat es gesagt: Wenn sich die wirtschaftlichen Vorstellungen nicht treffen, dann muß man auch mal nein sagen.

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Herzlichen Dank!

New York – Münster – Hamburg – Duisburg

Ein weiterer Podcast aus der Reihe „Ballpod“ ist in diesen Tagen produziert worden, und einmal mehr ist er anders als die vorherigen. Diesmal sogar ganz anders: Jürgen Kalwa hat aus New York die Macher von Nedsblog und Catenaccio, Nedfuller und Jens, zu ihren Vereinen sowie zum Projekt 18mal18 befragt, und Trainer Baade hat sich (unter anderem) erstmals ausführlich zu seiner Auseinandersetzung mit der Firma Jako geäußert. Ganz anders, wie gesagt, und erneut ganz hervorragend gelungen. Finde ich.

Wer sich das Ganze anhören will (und wer würde das nicht wollen?), dem lege ich zunächst den von Jürgen produzierten Teaser ans Herz:

[soundcloud url=“http://soundcloud.com/jkalwa/trainer-baade-interview-promo“]

Anschließend wird sie dann sicherlich das ganze Werk hören wollen:

[soundcloud url=“http://soundcloud.com/jkalwa/ballpodder-podcast-7-catenaccio-nedfuller-trainer-baade“]

Kommentare sind selbstverständlich erwünscht; am sinnvollsten erscheinen sie indes bei Podcast-Initiator probek, wo wir das Podcast-Feedback zumeist sammeln.