Stuttgart, 19 Uhr. Die Frisur ist mir egal. (Gekürzte Version)

„Laut!“

„Laut? Toll, wie Du das schon sagen kannst, meine Kleine! Aber jetzt solltest Du so langsam wirklich einschlafen.“ (Streicht über ihren Kopf.)

„Laut!“

„Ja, Du hast recht, das ist ganz schön laut. Aber es dauert nicht mehr lange, keine Angst.“ (Streichelt weiter.)

„Lauut!“

„Ich weiß, meine Süße. Und Du bist sooo müde und willst schlafen. (Leise zu sich selbst:) Und hast wohl doch Angst.“ (Streichelt nach wie vor.)

„Lauuut!“
(Steht mühsam auf.) 

„Bitte, bitte, meine Kleine, nicht weinen, es ist alles gut. Ich bin bei Dir, das Laute ist gleich weg, dann kannst Du schön einschlafen.“
(Wischt die Tränen ab, liebkost ihre Wangen.)  

„Lauuuut!“
(Versucht, aus dem Bett zu klettern.) 

„Och, Du Arme, komm her, lass Dich trösten. Gleich ist es vorbei.“
(Nimmt sie auf den Arm. Flüstert beruhigend auf sie ein.)

„Lauuuuuut!“

„Ssshhh, meine Süße. Es wird schon leiser, immer leiser. Siehst Du? Sie hören auf. Ich leg Dich jetzt wieder hin, und dann schläfst Du schön, ja?“

Trillerpfeifen und Vuvuzelas verstummen. Autos hupen nicht mehr. Becken werden wieder zu Topfdeckeln. Das Kind weint noch ein wenig.

Heute um sieben geht’s weiter.