Rhythmusprobleme

Ein wenig mag es bei den Stuttgartern an ihrer defensiven Grundhaltung gelegen haben, die sie nur schwer ablegen konnten, vielleicht trug auch ein gewisser Mangel an Kreativität seinen Teil bei, doch wenn wir ehrlich sind, lag es im Endeffekt schlichtweg daran, dass man seinen Rhythmus nicht fand.

Es passte einfach nicht. Nicht einmal mit der Brechstange schien es möglich, „Labbadia raus!“ in die übliche Form zu pressen.

Der eine oder andere griff in seiner Verzweiflung zur großen Lösung und schrie „Vorstand raus!„, einzelne entschieden sich für die in diesem Kontext etwas zu vertraut wirkende Variante „Bruno raus!„, wieder andere versuchten es mit Ironie und dem Klassiker Vamos a la playa in der Bruno-Labbadia-Adaption.

Letztlich fehlte jedoch der Mut, fehlte die Kreativität, fehlte wohl auch die Überzeugung, fehlte, wie gesagt, der Rhythmus.

Möglicherweise könnte man es am Samstag in Nürnberg mal mit Where’s your mama gone* versuchen.

* Ja, es heißt Chirpy Chirpy Cheep Cheep

0 Gedanken zu „Rhythmusprobleme

  1. da wo ich das spiel verfolgt habe (im kölner internet), gabs nen alten equals-klassiker: „come back, baby, come back“. nur dass das baby immer anders hieß. mal thomas, mal rainer, mal robin und mal ralf. einer sang sogar rolf, aber der hatte keine ahnung oder war mal schalke-manager.

  2. Gab ja auch mal einen Stuttgarter Manager Rolf. Und einen Trainer. (Also abseits desjenigen, den nur der Schalker Manager so nannte.) Krassimir und Zvonimir haben indes auch ein metrisches problem. Auch ok.

    1. Er kam tatsächlich von VfB-Seite und war nicht der einzige. Es gab Europapokalgesänge, “ und wir werden Deutscher Meister“, besagte „Bruno-Labbadia, o-oooo“-Chöre, und eben auch „Oh, wie ist das schön“.

      Daneben auch ernsthafte Trotz- bzw. Überzeugungslieder wie „…solange wir in der Kurve stehn… „

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