vierundzwanzig/zwanzigzwanzig

So When Tomorrow Comes, we’re fin’lly done
with this pre-Christmas Cornucopia.
Ín those first rounds, we clearly had some fun,
but truth be told, we’re getting dopier.

He matched the greatest’s medal as a lover
but wasn’t such a Diva at the ropes.
Then had his home country to rediscover.
Pugnacious, Savage, strong – he had high hopes.

We saw him drawing In The Garden, still:
he did get his Revenge, so It’s Alright.
Sweet Dreams came true to him as, if you will,
an undisputed champion came to light.

If you’re in doubt if what I wrote is true,
I ask you, reader: Would I Lie To You?

 

Heiligabend. Da kann man auch mal eine kleine Spinnerei in so einem Adventskalender hinterlegen, nicht wahr? Den Sprachwechsel bitte ich sportlich zu nehmen, die entsprechend andere Struktur wegzulächeln, sprachliche Mängel zu überlesen. Danke schön.

Wie immer weiß ich nicht, wann ich dazu komme, die heutige Lösung mehr oder weniger kurz zu skizzieren (morgen, vermutlich), und natürlich weiß ich erst recht nicht, wer von den geschätzten Mitlesenden oder Mitschreibenden seiner- oder ihrerseits in den nächsten Tagen nochmal hier reinschaut, drum sag ich es jetzt, wortgleich und ebenso pathetisch wie in den Vorjahren:
Danke. War schön.

Ach, und falls noch jemand in den Kommentaren hinterlassen möchte, mit wessen Fehlen ich sie oder ihn aber mal so richtig enttäuscht habe, wäre genau jetzt der perfekte Moment. Ich würde mich freuen.

Ich wünsche Euch und Ihnen frohe, friedvolle Weihnachten und einen in erster Linie gesunden Start in das Jahr 2021, das für uns alle ein gutes werden möge! Und für die Welt ein besseres als das vergangene. Gerne deutlich. 

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Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler*innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie bleiben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert gelegentlich), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

dreiundzwanzig/zwanzigzwanzig

Die große Online-Enzyklopädie
nennt der Medaillen zwanzig – ungefähr.
Die Sprachversionen sind da konfliktär.
Wir wissen ja: Die Zahlen stimmen nie!

Mit 17 Jahren gab sie ihr Debüt
bei Coubertin. Und brüstet sich seither
mit einem vierten Platz. Was super wär
für manche junge Frau. Doch nicht für sie.

In dieser Lage zog sie rasch hinaus,
ging fürderhin fürs Vaterland zum Start,
um möglichst auf dem Treppchen anzulanden.

Im Team gelang’s, und jenseits des Applaus
ist ob des Glaubens auf besondre Art
ein sporthistorischer Moment entstanden.

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zweiundzwanzig/zwanzigzwanzig

Der Länderwechsel war hier ne Zäsur.
Beziehungsweise: fiel mit ihr zusammen.
Wir sprechen nicht von ein paar kleinen Schrammen –
der Rückschlag war grundsätzlicher Natur.

Zuvor gab’s (bildlich) ‘ne Verwüstungs-Spur,
das Spiel ließ manchen Platz gefühlt entflammen,
die Spielverläufe glichen Telegrammen:
warn deutlich, laut und kurz – in einer Tour.

Gehörte zu den größten Koryphäen
im Wettkampf um die wichtigsten Trophäen –
nahm jene gleich acht Mal in beide Hände!

Der Stopp war ziemlich jäh, das Trauma groß.
Nach Jahren nochmal so ein Sieg. Famos!
Erfolg im Team. Olympiabronze. Ende.

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einundzwanzig/zwanzigzwanzig

Sie wählten ihn noch vor dem Allergrößten,
den man in seinem Sport bis heute kennt.
Man fragt sich, hat da jemand was verpennt? –
Der Mann ist ne Rakete, könnt Euch trösten!

Die Gegner klagten, dass sie ihn nicht lösten.
Ganz traumhaft schüttelt er sie ab, behänd;
ein Traum auch, ganz zentral: sein Goldmoment.
Und seine Stats. Die zähln zu den monströsten.

Ein andrer Kontinent, ein andres Leben –
das war die Jugend. Auch: ein andrer Sport.
Spät steigt er um, dank körperlicher Dinge.

Hat’s Jugendnationaldebüt gegeben,
doch zieht’s zur Ausbildung ihn zügig fort.
Dort kommt er auch ans größte Ziel: die Ringe.

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zwanzig/zwanzigzwanzig

Der Mann kann im Prinzip ja viel berichten:
Sein erstes Land ward schon recht früh zum zweiten.
Olympia konnt er silbern dort bestreiten,
musst auf der letzten Rill’ auf Gold verzichten.

Der Mann schreibt im Prinzip ja viel Geschichten:
Ein weitrer Pass, erst aus denselben Breiten,
dann noch ein Land. Auch wusste man beizeiten:
Die Matte auf dem Kopf zählt zu den dichten.

Der Mann kann im Prinzip ja viel erzählen:
War unter Zugzwang, noch ein Land zu wählen –
wo sie ihn bald schon Weltenmeister nannten.

Der Mann war im Prinzip ja nie passiv:
Die Länderpunkte imponieren tief.
Und ebenso der Haufen Konsonanten.

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neunzehn/zwanzigzwanzig

Schon damals beim olympischen Debüt
hat er zwei Goldmedaillen eingesackt.
Er feierte vergnügt und unbefrackt –
gewiss mit Apfelsaft, bien entendu!

Doch bald nachdem der Mann im Lichte brüh-
te, hat das Schicksal übel zugepackt.
Nur Wochen nach dem feierlichen Akt
verstarb ein Teamkollege viel zu früh.

Sein zweiter Auftritt unter jenen Ringen
kam sag und schreib nach fünf Olympiaden
und manchem Hindernis auf seinem Wege.

Die Hymne konnt’ er sicherlich nicht singen
(war eh zur Siegerehrung nicht geladen),
bezahlt hat ihn im Grund ein Teamkollege.

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achtzehn/zwanzigzwanzig

Er ist in seinem Sport ein Unikat,
auch dank inzwischen anderer Usancen.
Zu seiner Zeit ergaben sich noch Chancen
durch einen Nationalitätsspagat.

Dem ersten Land gab unser Kandidat
mit seinem Spiel, wie man so sagt, Balancen;
das zweite macht’ ihm bald darauf Avancen,
als er im Club in Übersee antrat.

Zwei Länder, gut, das gab’s so manche Male –
er aber spielte zwei WM-Finale!
Beim ersten Mal, als Gast, gab’s nichts zu melden.

Paar Jahre später mit der Heimmannschaft,
und einem Staatschef, der das “Glück” ranschafft,
obsiegte er mit Heini Kamkes Helden.

Oh, da kommt ja noch eins.
Tja, Double Feature.

Das Stelldichein des ganzen Kontinents
hat vor- wie nachher niemand so gerockt.
Der Mann hat wie ein junger Gott gezockt,
in Ausübung unglaublichen Talents.

Er ward, schon jenseits des Karriereends,
von reichen Leuten für ein Spiel gelockt.
Warum auch nicht, weil, wenn man zockt, es bockt!
War Doppelstaatler in der Konsequenz.

Dass es am Ende keinen intressiert,
wie man das Regelwerk interpretiert,
hat er schon damals gut gelaunt erfahren.

Er wandte das Gelernte gerne an,
ward jenes Kontinentes starker Mann.
Ob er sich freut auf heute in zwei Jahren?

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siebzehn/zwanzigzwanzig

Der Vaterlandsverband hat sie gequält,
goûtierte weder Avantgarde noch Groove.
Sie hat zum Selbstverwirklichungsbehuf
schon bald den Mutterlandsverband gewählt.

Sie war mit einem Mann (nicht nur) vermählt,
der einst ein sportlich’ Monument erschuf.
Dank Perfektion in ihrem jeden Move
wird es gefühlt zum Welterbe gezählt.

Die Dschungel-Episode war umstritten:
Zwar waren progressive Fans entzückt,
doch ist den Alten das Gesicht entglitten.

Die hielten das Ereignis für verrückt
und priesen pflichtbewusst die guten Sitten.
Sie war, wie auch ihr Bruder, kurz bedrückt.

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sechzehn/zwanzigzwanzig

Man sah ihn auf der allergrößten Bühne,
wie er so siegte vor der ganzen Welt,
als Derwisch, Rumpelstilzchen, Springinsfeld.
Und als (Ist das ein Kasusfehler?) Hüne.

Im alten Land tat einer sicher Sühne,
der ihn dereinst mit üblem Spott verprellt.
Der Abschied sei egal, hat der gebellt.
(Wurd *er* Olympiasieger aus Ranküne?)

Man stößt, aus dem Zusammenhang gerissen,
stattdessen auf die Liebe, die ihn trieb.
Ein Jahr zuvor ging’s ihm (geprahlt:) beschissen.

Es war der Sport, der ihm zu der Zeit blieb.
Dann dieses Bild, man wollte es nicht missen.
Das neue Land hat ihn zurückgelieb
t.

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fünfzehn/zwanzigzwanzig

Die meisten zog es in die Gegenrichtung,
sie wollten einfach öfter an den Start.
Bei ihm lief’s andersrum. Man dachte hart:
In jenem Kopf herrscht niedere Belichtung.

Doch war’s die Sport-und-Politik-Gewichtung
im Kopf, durch die sein Wechsel fällig ward.
Der Anlass überzeugte durch Apart-
heit: eine schlecht gewählte Startverpflichtung.

Zuvor: die Zweitbestleistung aller Zeiten.
Dank neuen Schwerpunkts gar ein Weltrekord,
der nicht in den Annalen steht. (Kein Hohn!)

Olympisch aber fabriziert er Pleiten
und darf für seinen neuen Heimatort
noch nicht mal an den Start. Drum: Demission.

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