elf/zwanzigeinundzwanzig

Wenn junge Leute Sportgeschichte schreiben,
die sich uns allen ins Gedächtnis brennt,
die heut noch, nach Jahrzehnten, stets präsent –
wie solln sie da bloß auf dem Teppich bleiben?

Sie schufen an dem Tag – kein Übertreiben! –
nen Höchstwert, der auf Dauer resilient.
Wir bangten bei den Spielen insistent
mit unserm Mann, daheim vor matten Scheiben.

Der Rückschlag kam schon bald abseits des Sports.
Dort auch, doch schwerer wog er andernorts:
Der Körper war zu oft nicht mehr bereit.

Die Ärzte haben’s lange nicht durchschaut.
Er starb mit sechsundzwanzig. Seine Braut
hielt Wort und schwieg. Das Land war nicht so weit.

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Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler*innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie bleiben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert gelegentlich), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken.