fuenfzehn/zwanzigachtzehn

Dass die hier drin sind, war halt zu erahnen,
ihr Fehlen hätte wohl viel mehr erstaunt.
Da wurd privates Zeug hinausposaunt –
die Gala ließ schon Standleitungen planen.

Er kann’s auf kurzen oder langen Bahnen,
“ein Wunderkind” – so hat man früh geraunt.
Der Schwung fantastisch, und auch sonst, allround,
hat er das Spiel, um richtig abzusahnen.

Den Schwung hat oft auch sie perfekt gesetzt,
dazu mit Fitness, Leichtigkeit, Gefühl
so manches Jahr als erste abgeschlossen.

Ihr Outfit ist nur selten abgewetzt,
das halb verdeckte blonde Haar hat Stil.
Er nicht. Hat die Verlobte abgeschossen.

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Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert leider öfter mal), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

vierzehn/zwanzigachtzehn

Als unser Mann olympisch debütiert
(und nicht nur er: es findet erstmals statt)
läuft’s für sein Team ne Weile ziemlich glatt,
sodass der Weg ins Halbfinale führt.

Die junge Frau, die auf der Bahn brilliert,
erhält indessen Komplimente satt,
weil sie so’n attraktives Aussehn hat.
Sie wischt das rasch beiseite – fokussiert.

Voll Eleganz in den – ich sag mal – Schläppchen,
hat sie die Kurven drauf, die Fanschar tobt.
Sie bleibt eiskalt und gleitet auf das Treppchen.

Ihr Mann wird für sein smoothes Spiel gelobt,
doch letztlich steht, versteckt in Info-Häppchen,
ein böses End ins Haus: Er war gedopt!

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dreizehn/zwanzigachtzehn

Vor jedem Start empfand sie Angst vor Schmerzen,
so sagte sie – grad dann, wenn’s um ne reine
Solistensache ging. Doch gute Beine
obsiegten im Verbund mit starkem Herzen.

An jenem Tage war ihr nicht nach Scherzen.
Sie wollt’ Olympiagold, doch hatte keine
verdammte Chance – sie war im Sprint alleine.
Die Presse wollte schier die Fotos schwärzen.

Der Grund: mal wieder so ein Mittelfinger
(gewiss, das googelt, wer es mag, im Nu) –
als Zielbild sieht man selten solche Dinger!

Wo denn die Liebe sei, fragst, Leser, Du?
Der Hinweis ist nur kurz, doch kein geringer:
Sie war nicht nominiert, sah höchstens zu.

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zwölf/zwanzigachtzehn

Als sie zum ersten Mal olympisch startet,
da wird sie – hoppla! – letzte, noch als Kind.
Beim nächsten Mal – und nicht nur da – gewinnt
sie Gold. (Bei der WM war’s abgekartet.)

Der Knockout bei den Yankees: unerwartet.
Denn als der Gegner einen Plan ersinnt,
die Schwäche in der lahmen Deckung findt,
da ist der Kampf nicht ent-, doch ausgeartet.

Zwei Jahre später folgt die nächste Tranche:
In zwei Minuten nimmt er hart Revanche.
Noch heute heißt’s, dass er der Größte wäre.

Genau wie sie (wenn man die Titel zählt),
die später eine Filmkarriere wählt.
Und er? Ist nicht die einzige Affäre.

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elf/zwanzigachtzehn

Zum ersten Male traf sich ihr Verband
weltweit, und umso größer war ihr Gram,
als sie mit Sehnenriss schon früh erlahm-
te und der goldne Traum ein Ende fand.

In seinem Sport der Größte hierzuland
(bis Jahre später ein noch größrer kam):
ein Kerl, der’s Herz in beide Hände nahm
und jugendlich gen Übersee verschwand.

Man nahm ihn bald schon als Bedrohung wahr.
Dann hob er ab, zunächst so mittelschnell –
doch schließlich: Überschall. Und All. Und Star.

Sie strahlte nach dem Riss nicht mehr so hell,
verpasste selbst Olympia. (Wo? Na klar!)
Traf ihn im Studio. Sportlich. Aktuell.

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zehn/zwanzigachtzehn

Jahrzehnte noch nach ihrem Laufbahnende
ist sie – für mich – auch heute das Gesicht
der Sportart. Ehrlich: Jüngre kenn ich nicht.
Und ältre? Eine. (Hier: L.A.-Rückblende.)

Ich bin geneigt zu sagen, dass das Bände
(r) erst über mich und dann die Sportart spricht.
Und sie. Die vielen Titel sagen schlicht:
Sie war mit den Geräten stets behände.

Der Ex war eben nicht mehr unabsteigbar,
doch dann war’s ohne Wenn und Aber zeigbar –
sie wurden in Europa zu Legenden,

war’n tippi-toppi in den ersten Runden.
Doch, Leser, längst hast Du die Frau gefunden,
lass nicht mit weitren Bällen Zeit verschwenden!

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neun/zwanzigachtzehn

Die Namenswitzeschwelle ist recht niedrig
bei einer Dame, die in Rio siegte,
nachdem sie ihre Beine wieder kriegte.
So sportlich und grazil und fein und gliedrig.

Ihr Ex passt zum Bewerb wie Arsch und Friedrich,
sodass er sich bisweilen dort vergnügte,
wo er auch über Konkurrenz verfügte.
Die wiederum fand’s gern mal regelwidrig.

Man wollt’ ihm einen Titel aberkennen,
doch letztlich blieb der Sieg dann unversehrt –
er darf sich dorten Deutscher Meister nennen.

Sie hat dem Land den Rücken zugekehrt
wird bei den Spielen für wen anders rennen,
damit man ihr das Training nicht verwehrt.

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acht/zwanzigachtzehn

Ich sag’s, wie’s ist: Ich fühl mich heut’ nicht wohl –
kenn’ mich nicht aus mit dem, worum es geht.
Zu formelhaft find ich’s bei ihr konkret,
wiewohl sie awesome ist und ein Idol.

Gilt auch für ihn. Sein Salarie: frivol.
(Wobei den Autor Ignoranz umweht,
wenn man ihn fragt, was er davon versteht.
Sein angelesner Sachverstand klingt hohl.)

Sein Start war hart, die Konkurrenz echt phat –
die Challenge, grad als Rooky, war ein Brett.
Wurd’ dann zum Chef, wie Sforza bei den Bayern.

Auch sie, ein Indie-Girl, musst’ lange fighten,
mit Männern um die besten Plätze streiten,
doch konnt’ am End‘ durchaus paar Podien feiern.

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sieben/zwanzigachtzehn

„[Hier „Land“ einfügen] hat ’ne [Sport-]Mannschaft!” –
mit leicht flexibler Metrik, äh, erschall es.
Und galt fünf mal, im Falle seines Falles.
Yo, das geht über Eure Vorstellungskraft*!

Auch sie war bei Olympia – fabelhaft!
Down under. Ihr Erfolg? So mittelprall. Es
hieß dann halt, dabei zu sein sei alles.
Wobei: Platz fünf im Team ist total schnaft-

e! Sport bleibt wichtig, über die carrière
hinaus: Sie wird zur special Lichtgestalt,
bringt Kids zum Rugby. (Was? So hart! Der Schmutz!)

Und er? Wirkt weiterhin als Funktionär.
Zudem – dank wahrhaft fürstlichem Gehalt –
hat er die Zeit für Tier- und Umweltschutz.

* Rapper, Sie kennen das, sprechen in der Wortmitte wahnsinnig schnell.

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sechs/zwanzigachtzehn

Er ist an diesem Ort nicht unbekannt,
hatt’ einst mit Marc und Kevin was am Hut.
Mit Stephen auch, der – gleichfalls – ziemlich gut
mit seinen Stäben umzugehn verstand.

Wobei was jene beiden einst verband
seit Jahren eben dieses nicht mehr tut,
weil unser Held in seiner Liebesglut
durch Einsatz Konventionen überwand.

Als jene Frau, die just ihn dazu trieb,
mit über 70 einst Geschichte schrieb,
war er noch rekonvaleszent gewesen.

Sie demonstrierte damals zwar Brillanz,
doch kämpfte jahrelang mit der Konstanz.
Er half dabei, war selbst nicht mehr genesen.

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