vierzehn/zwanzigeinundzwanzig

Der Kerl bestimmt zu jener Zeit die Szene:
Rekorde, Titel, Perspektiven glänzen.
Doch sagt, mit grad mal 28 Lenzen:
Es ist genug. Der Gründe ahnt man keene.

Er selbst indes benennt sie, notabene:
X Jahre lang erforschte er die Grenzen
im Sport. Nun sucht er neue Präferenzen.
(Ach, Grenzen – zweifellos verschob er jene!)

Er prägt (nicht nur) die schnellen Disziplinen,
erringt Olympiagold zwei Mal am Stück –
das schafften nicht so viele, sag ich Ihnen!

Versucht auch mal als Nacktmodell sein Glück,
bewältigt Hürden, die dem Spaße dienen,
und tritt im familiärn Verein zurück.

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Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler*innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie bleiben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert gelegentlich), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

dreizehn/zwanzigeinundzwanzig

Befasst man sich mit ihrem Sportgerät,
dann landet man mitunter recht banal
bei stützendem Büromaterial.
Und bei Karbon, ob der Stabilität.

Sie nutzte dieses Teils Agilität,
erfuhr Medaillen in enormer Zahl
und holte 14 Gold bei jedem Mal.
Ihr Name atmet Regionalität.

Die Lockerheit war irgendwann dahin,
sie spürte Druck und hinterfrug den Sinn.
Die Ausbildung, die Liebe, all so Sachen.

Der Monothematismus war vorbei,
wollt’ Kinder inkludieren, fühlt sich frei.
Mein Rückblick auf den Rücktritt: Kann man machen.

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zwölf/zwanzigeinundzwanzig

Mit dreizehn international bekannt,
mit neunundzwanzig (erst) auf dem Zenit.
Doch in der Folge hat er seinen Tit-
el nicht verteidigt. War er arrogant?

Zumindest kompliziert. Und eh: brillant –
allein schon, wenn man bloß das Endspiel sieht.
Nur leider war der Mann Antisemit
und irgendwann politisch Asylant*.

In manchem Text wird er als GOAT gekürt.
Dabei ist, en passant gesagt, schon krass, wie
sein Genius den Wahnsinn stets berührt.

Rein sportlich war es jahrelang so, dass die
Statistik sagt: Er wird an eins geführt.
(Off topic, für den Reim: Er fuhr zum Spass Ski.)

*Man möge mir die Wortwahl verzeihen bzw. die pejorative Lesart ignorieren.

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elf/zwanzigeinundzwanzig

Wenn junge Leute Sportgeschichte schreiben,
die sich uns allen ins Gedächtnis brennt,
die heut noch, nach Jahrzehnten, stets präsent –
wie solln sie da bloß auf dem Teppich bleiben?

Sie schufen an dem Tag – kein Übertreiben! –
nen Höchstwert, der auf Dauer resilient.
Wir bangten bei den Spielen insistent
mit unserm Mann, daheim vor matten Scheiben.

Der Rückschlag kam schon bald abseits des Sports.
Dort auch, doch schwerer wog er andernorts:
Der Körper war zu oft nicht mehr bereit.

Die Ärzte haben’s lange nicht durchschaut.
Er starb mit sechsundzwanzig. Seine Braut
hielt Wort und schwieg. Das Land war nicht so weit.

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zehn/zwanzigeinundzwanzig

Die Freude, wenn sie scorte, war bacchantisch.
Der Ansatz, den sie wählte, stets: drauf los!
Das Tempo, das sie anschlug, furios.
Die Quote, die sie vorwies, fast gigantisch.

Die Namen, die sie hat(te), sind migrantisch.
Das Jahr, in dem sie abtrat, war famos:
die Kronen, die sie sammelte, grandios!
Der Rücktritt dann eventuell romantisch.

Die Titel, die sie holt, sind nicht so zahlreich.
Der Krimi, den sie dreht, kommt einer Qual gleich.
Als Mimin im TV ist sie Novizin.

Dem Sport frönt ebenso der Tochter Opa.
Die Botschaft, die sie hat, geht gen Europa.
Im Ehrenamt wird sie demnächst wohl Vizin.

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