Dreckssieg (© Bruno Labbadia)

Eigentlich hatte ich eine ziemlich genaue Vorstellung, wie die TV-Nachbetrachtung des VfB-Spiels gegen Mainz aussehen sollte: ich wollte einen zickigen Thomas Tuchel erleben. Einen, der über die Ungleichbehandlung durch den Schiedsrichter schimpft. Der Quervergleiche zu anderen Spielen zieht, wo man für weniger vom Platz geflogen sei oder für deutlich mehr eben gerade nicht. Der vielleicht über das Verhalten der Stuttgarter Bank schimpft, oder über die Ungerechtigkeit der Welt.

War aber gar nicht nötig. Er projizierte seine Verärgerung, als Witz verpackt, auf Boris Büchler. Der kann das ab. Hauptsache, Tuchel war verärgert. Hatte ja auch durchaus Grund dazu. In den meisten Statistiken hatte seine Mannschaft die Nase vorn. Vor allem bei den Bällen, die von der Linie gekratzt wurden. Risses Schuss von Molinaro, Bungerts Kopfball von Funk, und Ulreich hatte gegen Allagui(?) gezeigt, dass er in Sachen Reaktionszeit konkurrenzfähig ist.

Pavel Pogrebnyak ist auch konkurrenzfähig. In punkto Engagement. Bei Laufstärke und Einsatzhärte. Wenn es darum geht, den Ball zu halten und abzudecken. Und die Zähne zusammen zu beißen. Seinem Einsatz vor dem 1:0 hätte ich in der Berichterstattung etwas mehr Aufmerksamkeit gewünscht. In meiner Stadionecke, die diesmal etwas weiter vom Spielfeld entfernt war als sonst – wir hatten einen sehr jungen Fan dabei, der sich nicht ganz so tief ins Getümmel stürzen sollte –, waren wir uns einig, dass Pogrebnyak bis zum Ende durchspielen und die medizinische Abteilung seinen doppelten Schienbeinbruch erst hernach feststellen würde. Oder womit auch immer er den Siegtreffer erkauft hatte.

Bruno Labbadia spielte nicht mit. Er nahm den russischen MittelÜberallstürmer vom Platz und brachte Georg Niedermeier, um den Sieg zu sichern. Seine dritte richtige Auswechslung, auch wenn die ersten beiden nach meinem Geschmack durchaus ein wenig früher hätten kommen dürfen. Aber wenn Harnik und Gebhart in den kommenden Wochen stets für den Sieg sorgen, bin ich auch schweren Herzens bereit, Cacau und Gentner jeweils über eine Stunde lang zuzusehen.

Letzterer hatte beim Anblick des Geläufs wohl an eine Trabrennbahn gedacht und seine Spielweise entsprechend umgestellt optimiert. Etwas ernsthafter: natürlich ist es eine etwas knifflige Situation, wenn für drei der besten Spieler im Kader insgesamt nur zwei Plätze zur Verfügung stehen. Und wenn der einzige der drei, der auch auf einer anderen Position sehr gute Leistungen bringen kann, auf der umstrittenen Position quasi unersetzlich ist. Aber es ist niemandem geholfen, wenn einer der beiden anderen auf Teufel komm raus in der ersten Elf untergebracht werden muss. Beide, Gentner wie Kuzmanovic, sind für eine Außenposition im 4-4-2 mit Doppelsechs nur bedingt geeignet. Wenn Gentner noch dazu auf der ungewohnten rechten Seite antreten muss, sollte man wohl nicht mehr erwarten als das, was er gestern angeboten hat.

Natürlich kann es sein, dass der Trainer keine andere Wahl hatte, weil weder Gebhart noch Harnik bereits wieder für 90 Minuten fit war. Aber das dürfte sich bis zum nächsten Spiel beheben lassen. Mindestens einer, gerne auch alle beide, sollte(n) Tempo und Dynamik ins Spiel bringen. Und Torgefahr. Vielleicht auch ein wenig Kreativität.

Da gerade von Kreativität die Rede ist: Tamas Hajnal wäre kein Königstransfer. Aber vielleicht auch kein ganz schlechter. Weil er gute Bälle spielen kann. Weil er aus dem Mittelfeld heraus Torgefahr ausstrahlt. Wenn er so spielt wie einst in Karlsruhe. Ob er dazu in der Lage ist, kann ich allerdings nicht beurteilen. Es mangelt ihm sicherlich an Spielpraxis. Und ich weiß nicht, in welchem System ihn Bruno Labbadia einsetzen würde. Als halben Doppelsechser möchte ich ihn im Abstiegskampf nicht sehen. Wenn der Trainer indes über ein 4-2-3-1 nachdächte, mit Träsch und Kuzmanovic in der Zentrale, Hajnal davor, Gebhart und Harnik oder Didavi auf den Außenpositionen, dann hielte ich das zumindest für überlegenswert.

Aber grau ist alle Theorie. Entscheidend is auf’m Platz. Und da haben die VfB-Spieler gestern gezeigt, dass die sich mit dem Abstiegskampf so gut angefreundet haben, wie man es eben übers Herz bringt. Wobei es eine ganz besondere Freude war, auf den Außenpositionen der Viererkette endlich wieder gewonnene Defensivzweikämpfe beklatschen zu dürfen. Molinaro hatte das eine oder andere Mal schwer zu kämpfen mit Schürrle, aber insgesamt konnte er seine Herkunft dann doch nicht verleugnen. Verteidigen können sie. Sehr schön auch die Zwei-Mann-Mauer, bestehend aus Molinaro und Boka, die Schiedsrichter Weiner zunächst etwa zwölf Meter vom Ball entfernt postiert hatte. Gemeinsam rutschten sie nach vorne, bis es noch deren neun waren. Boka war’s zufrieden, Molinaro nicht. So zog er seinen kleinen Nebenmann, dessen Frisur erneut fatale Erinnerungen an Christian Ziege weckte, standesgemäß bis zur Sechs-Meter-Marke, wo man die Freistoßflanke dann auch abwehrte.

Auf der anderen Seite war Patrick Funk eine Bank. An ihm war kaum ein Vorbeikommen, er zeigte sich lauf- und kampfstark, klärte kurz vor der Schluss auf der Linie und leitete, nicht zu vergessen, den Siegtreffer mit ein. Natürlich waren noch ein paar Abspielfehler zu viel dabei, auch der eine oder andere Stellungsfehler, und wenn Christian Fuchs Mitte der ersten Halbzeit, als er in der linken Halbposition im Strafraum offensichtlich vergessen worden war, eine der zahlreichen vernünftigen Optionen gewählt hätte, anstatt einen Mondball zu spielen, wäre Funk bei der Fehlersuche in der Verlosung dick dabei gewesen. War aber nicht so.

Der VfB glänzte nicht. Und arbeitete auch nicht immer effizient. So hätte man sich nach der Pause eine Viertelstunde lang gewünscht, dass nicht jeder gewonnene Ball postwendend wieder dem Gegner in die Beine gespielt wird. Wie gesagt: die Mannschaft arbeitete nicht immer effizient. Aber sie arbeitete. Und sie arbeitete effektiv. Christian Träsch gewann 800 Bälle. Er verlor auch ein paar mehr als sonst. Und zwischendurch hatte ich Sorge, er leide am Cacau-Syndrom und meine, alles machen zu müssen (immerhin: das Symptom “über alles und jeden meckern” trat nicht auf). Als Gebhart und Harnik ins Spiel kamen, war ich dieser Sorge ledig. Träsch hielt sich etwas zurück, konzentrierte sich auf die Defensivarbeit und überließ insbesondere Gebhart die Initiative. Gefiel mir.

In der ganze Euphorie sang ich einmal kurz „Niemals zweite Liga“ mit. War ein Versehen. Da will ich eigentlich nicht mitmachen. Es reicht mir, dass der VfB im Abstiegskampf steckt, ich muss es nicht auch noch lauthals hinaustrompeten. Ich weiß es. Die Spieler scheinen es zu wissen. Falls doch nicht, lassen sie es sich von mir auch nicht sagen. Realitätsverweigerung? Vielleicht. Aber wer kann nach so einem Dreckssieg schon auf dem Boden der Tatsachen bleiben?

Heute stand dann noch ein Fußballspiel an. Im Fernsehen. In Köln. Lautern-Köln. Presseeinladung der Telekom, die das weltweit allererste Spiel der gesamten deutschen Bundesliga in 3D übertrug. Ein Kracher. Mit Stadionwurst, Pommes und Kaltgetränken. Wir haben ein kleines Bloggertreffen daraus gemacht. Schön war’s. Das Bloggertreffen. Interessant war’s. Das 3D-Dingens. Dass es noch in den Kinderschuhen steckt, versteht sich von selbst. Ob die Telekom recht hat, wenn sie sich überzeugt gibt, dass das Thema ein großes sei, werden wir sehen. Zumindest sehen die Brillen mittlerweile schon nahezu stylish aus.

Und wie ich so in Köln am Rhein zur U-Bahn ging, die drei erlebten Dimensionen im Kopf, begann ich leise zu summen:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=XEC1i0zoZ5k]

Update:
Teilweise sehr detaillierte Betrachtungen zum dreidimensionalen Fußball gibt es hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier … (tbc)

Den Blick nach vorne gerichtet

Wer kennt sie nicht, diese Situationen, in denen alle Beteiligten den Kopf senken, um nur ja nicht angesprochen zu werden. Damals, zu Schulzeiten, wenn es um Vokabeln ging. Oder heute noch, wenn in einer Sitzung eine offene Frage in den Raum gestellt wird, wie zum Beispiel „Wer schreibt das Protokoll?“

Beim VfB Stuttgart ist das Problem etwas anders gelagert. Die Blicke richten sich nicht nach unten, sondern nach vorne. Wörtlich. Wenn Sven Ulreich, den ich bereits des öfteren dafür kritisiert habe (oder gerne kritisiert hätte, es mir aber verkniff), das Spiel konsequent mit einfallslosen langen Abschlägen zu eröffnen, den Ball hat, wenden ihm im Schnitt neun Feldspieler den Rücken zu. Der zehnte heißt Pogrebnyak, steht 20 Meter in der gegnerischen Hälfte und gibt den Mitspielern vermutlich ein Zeichen, wenn der Ball in der Luft ist und sie sich darum bemühen sollten. Ok, das war gelogen. Aber nur der letzte Halbsatz.

Mit Fußball, wie ich ihn mir vorstelle, hat das wenig zu tun. Ich würde mir wünschen, dass der Spielaufbau hinten links oder hinten rechts beginnt. Und zwar nach unmittelbarem Zuspiel vom Torwart und nicht unter Zuhilfenahme des Kopfes eines gegnerischen Mittelfeldspielers. Der VfB fährt da eine andere Strategie. Ich weiß nicht, ob – um willkürlich einen Rechtsverteidiger herauszugreifen – Boulahrouz den Ball im Spielaufbau nicht will, ob er weiß, dass Ulreich ihn ohnehin nicht anspielen würde, oder ob die letzten Trainer es schlichtweg alle verboten haben. Wie auch immer: wenn der Torwart den Ball hat, schauen die Außenverteidiger nach vorne. Und die Innenverteidiger. Und wenn Kuzmanovic nicht auf dem Platz ist, das komplette Mittelfeld.

Es ist ja nicht grundsätzlich schlecht, nach vorne zu schauen. Gegenwärtig hat man gar keine andere Wahl. Nach vorne schauen, zeitlich. Die Vorrunde zwar analysieren, aber dann auch abhaken. Und nach vorne schauen, tabellarisch. Hoffen, dass diesbezüglich irgendwann im Lauf des Frühjahrs der eine oder andere Blick zurück möglich wird.

Mit welcher Mannschaft dies dann geschieht, ist eine spannende Frage. Wird man sich von unzufriedenen oder halbwegs ertragsträchtigen Spielern trennen, um, was weiß ich, einen ehemaligen Weltmeister zu engagieren? Wird, wie mir gestern von einem mit einer Menge fußballerischem Sachverstand gesegneten Freund voller Überzeugung vorgetragen wurde, in der Rückrunde „auf jeden Fall Marc Ziegler im Tor stehen“, um ein Zeichen zu setzen? Ein anderer warf die Frage auf, ob man Delpierre die Binde abnehmen müsse, was unangenehme Erinnerungen an die späte Ära Hitzlsperger weckte.

Ich weiß nicht, ob Bruno Labbadia so tickt. Ob er ein weithin sichtbares Signal geben will und wird, oder ob er das Ganze sachlicher angeht. Auch wenn ich nicht einmal finde, dass es unsachlich wäre, Delpierre in Frage zu stellen. Oder Ulreich. Aber irgendwie glaube ich nicht an gravierende Veränderungen in der Form, das jemand „rasiert“ wird. Ich gehe von der einen oder anderen Verstärkung aus, wohl auch von Abgängen (wobei ich befürchte, dass man in dieser Hinsicht am ehesten Namen wie Pogrebnyak oder Kuzmanovic hören wird), und davon, dass Labbadia versuchen wird, an den inneren Strukturen der Mannschaft zu arbeiten. Vielleicht wünsche ich mir das auch nur. Genau wie ich mir wünsche, dass er seine Kritiker Lügen straft. Was er bisher getan und gesagt hat, findet meine Zustimmung. Der Schulterschluss mit den Fans hätte sich, so meine wenig fundierte Ansicht, ohne sein Zutun möglicherweise deutlich schwieriger gestaltet. Zudem setzt er auf Leute wie Pogrebnyak und Harnik, bringt die Mannschaft dazu, an ihre Grenzen zu gehen, ist engagiert, und die ersten spielerischen Eindrücke lassen zumindest mittelfristig wieder auf ein ansehnlicheres Angriffsspiel hoffen.

In Sachen Defensive, der er von Beginn an Priorität einräumte, besteht allerdings noch ein wenig Verbesserungspotenzial. Wobei es auch sehr irritierend wäre, wenn es dem neuen Trainer gelänge, innerhalb einer Woche all jene  katastrophalen Abwehrfehler abzustellen oder zumindest auf ein Minimum zu reduzieren, die sich wie ein roter Faden durch die bisherige Saison ziehen. Sechs rechte Verteidiger kamen zum Einsatz, von denen keiner überzeugte, die Innenverteidigung ändert sich fast wöchentlich – verletzungs-, leistungs- oder auch übermotivationsbedingt, selbst Gentner fiel nur unwesentlich ab -, und links ist Cristian Molinaro gesetz, obwohl er ein Schatten seiner selbst ist, weil Boka in der Offensive die derzeit beste Option darzustellen scheint.

Puh. Ich würde vorschlagen, dass der siebte Rechtsverteidiger, wie auch immer er heißt, den Rest der Saison durchspielt, und dass irgendjemand Herrn Delpierre davon abhält, alle paar Spiele mit völlig unsinnigen Fouls zeigen zu wollen, dass er das Effenberg-Gen in sich hat. Nicht immer endet das so glimpflich wie gestern im Pokal, als er anstelle einer gelb-roten auch zwei glatt rote Karten hätte bekommen können. Und wenn dann Gebhart links offensiv spielt, können Boka und Molinaro ernsthaft um den Platz hinten links kämpfen.

Falls Gentner, Träsch und Kuzmanovic in der Rückrunde noch an Bord sind, werden sie sich wohl weiterhin um zwei Plätze streiten. Bzw.  wenn Träsch nicht grade rechts aushelfen muss, haben wir weiterhin das Duell zwischen Kuzmanovic und Gentner. Dessen Sieger meines Erachtens nur Kuzmanovic heißen kann. Aber er kommt nicht aus der Gegend und wird den Verein eher wieder verlassen als Gentner, dem man wohl etwas mehr Herzblut für den VfB unterstellen kann.

Ich wollte eigentlich keinen Rundumschlag angehen, zumal meine Gedanken von einer profunden Analyse weit entfernt sind. Nur noch zwei Sätze zum Sturm: Cacaus Gemecker ärgert mich. Pogrebnyak und Marica wären die Stürmer meiner Wahl. Wenn Harnik über rechts kommt. Sonst wird’s eng für Marica. Aber letztlich kommt alles ganz anders. Und wer weiß, wenn dieser japanische Stürmer…

Ach ja, gegen die Bayern ging’s gestern wieder. Ich hatte gehofft, dass man die starken ersten 30 Minuten vom Sonntag etwas ausweiten und mit einem 0:0 in die Pause gehen würde. Danach würde man sehen. Nun denn, es kam anders. Ottl war weiter weg als Ribéry am Sonntag, dafür schoss er genauer. Ulreich kennt die Ecke jetzt. Und vermutlich weiß er auch, dass ihm die Bayern gerne mal den Ball durch die Beine spielen. Es ist verdammt schwer, gegen Müller, Gomez und Ribéry zu verteidigen. Was nicht heißt, dass man sie dann am besten gleich gewähren lässt. Schweinsteiger ist, ich muss es so sagen, fantastisch. Alles, und ich meine alles, hat Hand und Fuß. Ich weiß, das ist nicht neu, das wussten auch Bruno Labbadia und die Spieler. Und doch ließen letztere sich nach dem 3:3, das man in Unterzahl kurz nach dem verschossenen Elfmeter doch noch schaffte, als Tölpel darstellen. Nach dem 3:4 war das Spiel gelaufen. Schade. Zumindest weiß man jetzt, dass man in der Lage ist, einen Rückstand wieder aufzuholen. Nicht nur gegen Molde.

Ist die geneigte Leserin der Ansicht, meine Gedanken seien unstrukturiert? Der Leser auch? Dann wird das wohl so sein. Nun denn, immerhin stimmt die Struktur dahingehend, dass ganz am Ende die guten Wünsche zu Weihnachten stehen, der herzliche Dank an Leser und Kommentierer sowie der Hinweis, dass es in den nächsten zwei Wochen hier recht ruhig sein könnte. Bei Fredi Bobic ist das hoffentlich anders.

 

Zwei Tore zu wenig

Ich hätte mir gewünscht, dass das Spiel 7:1 ausgeht, meinetwegen auch 7:3. Dass die Bayern es konsequent und konzentriert zu Ende spielen. Oder dass sie zumindest das 5:1 so verwalten, wie sie es früher mal konnten taten. Dann müssten wir uns jetzt, oder morgen, oder in der ganzen Winterpause, nicht anhören, dass man ja auf dieser zweiten Halbzeit aufbauen könne, die der VfB schließlich mit 3:2 für sich entschieden habe. Zumal in dieser zweiten Hälfte ja auch mitunter richtig schöne Kombinationen zu sehen gewesen seien, die teilweise gar zu Toren geführt hätten. Stimmt. Gegen einen Gast, der das Spiel längst abgehakt hatte, der nur noch Dienst nach Vorschrift leistete und bei dem lediglich der eine oder andere darauf hoffte, irgendwann mit überschaubarem Aufwand zu einem Treffer zu kommen. Ja, da kann man schon mal zaubern.

Gezaubert hatte auch Bruno Labbadia. Aus dem Hut kam Rechtsverteidiger Ermin Bicakcic, den ich bisher immer als Innenverteidiger gesehen hatte – zuletzt am Donnerstag gegen Odense, wo er einen guten, bissigen, engagierten Eindruck hinterließ. Das hatte wohl auch Labbadia so gesehen und hielt es daher für eine gute Idee, Bicakcic bei seinem Bundesligadebüt auf – soweit ich weiß – ungewohnter Position gegen Franck Ribéry antreten zu lassen. Hätte gut gehen können. Ging nicht gut. Was nicht nur beim 0:1 deutlich wurde, sondern auch bei einigen weiteren Situationen, insbesondere zu Beginn der zweiten Hälfte, als er, offensichtlich zutiefst verunsichert, verheerende Mängel im Stellungsspiel offenbarte. Er ist jung, er darf Fehler machen. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass der Trainer ihn nicht bis zur 60. Minute leiden lässt. Unter seiner (des Trainers) eigenen Fehleinschätzung.

Natürlich dürfen nicht nur junge Spieler Fehler begehen. Selbst Kapitäne dürfen das. Dennoch irritiert es, wie billig sich Matthieu Delpierre von Mario Gomez abkochen ließ. Oder wie unbehelligt Ribéry Anlauf nehmen konnte vor dem 0:3, über dessen Haltbarkeit es unterschiedliche Meinungen gibt. Anders als beim 1:4. Das 1:5 war Slapstick. Oh, da stand ja mittlerweile eine 1 beim Gastgeber. Harnik hatte getroffen. Vielleicht sollte man das Video von diesem Tor gelegentlich Sven Ulreich vorführen, schließlich hatte sein erster Abwurf der Saison (nach etwa 280 mit dem Fuß geschlagenen langen Bällen) einen beispielhaften Angriff eingeleitet, den Cacau mit schönem Zuspiel (!) und Pogrebnyak mit dem rechten Fuß (!) zum Torschützen Martin Harnik trugen. Später traf Harnik noch einmal, danach Gentner. Vielleicht führt dieses Spiel ja wenigstens dazu, dass Harnik nach seiner erneut effektiven Vorstellung künftig mehr Einsatzzeiten bekommt.

Positiv war auch der Einstieg in die Partie. Zwar habe ich ihn nicht ganz so stark gesehen wie Bruno Labbadia; bis zum Rückstand sagte mir die disziplinierte Defensivleistung gleichwohl zu. Laufbereitschaft, Engagement und eine Einsatzfreude, die bisweilen die Grenzen des Erlaubten austestete, ließen hoffen, dass der Trainer die passende Ansprache gefunden bzw. die viel zitierten richtigen Knöpfe gedrückt hatte. 3 Tore später war die Zuversicht diesbezüglich etwas geringer, individuelle Fehler hin, Einzelkönner wie Gomez oder Ribéry her.

Zu den Fanprotesten, die gerade die Nachrichten bestimmen, kann ich nichts sagen, da ich das Stadion entgegen meiner Gewohnheit unmittelbar nach dem Schlusspfiff verließ und dabei die berühmten drei Affen imitierte. Bei Sport im Dritten erfuhr ich, dass Erwin Staudt versucht habe, die richtigen Worte an die Protestierenden zu richten, was aber nicht gelungen sei. Möglicherweise war er auch irritiert ob der Kritik am Vorstand, da die Verantwortung für die sportlichen Leistungen doch bekanntlich beim Übungsleiter liege.

Abschließend sei der Hinweis erlaubt, dass es auch eine Leistung ist, gegen diese Stuttgarter Mannschaft drei Tore zu kassieren. Wäre schön, wenn die Bayern sie am Mittwoch noch einmal erbringen könnten. Was noch nichts über den Sieger besagen würde.

Kalt? Ja. Herzerwärmend? Na ja.

Das Spiel des VfB gegen Odense hatte keinerlei sportlichen Wert. Die Messe war gelesen. Oder gesungen. Das Fell des Bären verteilt. Kurz: die Spannung raus.

Dass ich dennoch hingegangen bin, lag zum einen daran, dass ich mich für Fußball interessiere, zum anderen am neuen Trainer, dessen Einstand ich dann doch nicht verpassen wollte.

Misst man ihn an seinen eigenen Worten, verläuft das Ganze bislang eher desillusionierend: erstens hatte er angekündigt, mit der besten Mannschaft antreten zu wollen, und ich kann nur hoffen, dass die gestrige nicht die seiner Meinung nach beste war, zweitens wollte er das Hauptaugenmerk zunächst auf die Defensive legen. Georg Niedermeier hatte wohl nicht zugehört. Wobei hier auch wieder Punkt eins zum Tragen kommt: die beste Defensivreihe kann das eher nicht gewesen sein. Bicakcic machte seine Sache ordentlich und sprühte vor Motivation, während Niedermeier an die erste Phase der Saison erinnerte, als er ganze Spiele lang völlig neben sich stand. So auch gestern, als er von Utaka teilweise vorgeführt wurde, als er gefühlte 20 als Pässe geplante Bälle ins Seitenaus schlug und als er, wie auch einige seiner Mitspieler, sich einen Spaß daraus machte, Kopfbälle gerne mal in die Mitte zu klären, möglichst in die Nähe der Strafraumgrenze. Ich wäre nicht böse, wenn Tasci und Delpierre am Wochenende spielen und einen Dreierpack von Mario Gomez verhindern könnten.

Was mich in der Abwehr noch sehr interessieren würde: was passiert, wenn Degen einmal unter Druck gesetzt wird? Es mag angesichts der Stuttgarter Tabellensituation und der letzten Ergebnisse unglaubwürdig erscheinen, aber ich kann mich in den letzten Wochen nicht an nennenswerte Defensivaktionen von Philipp Degen erinnern. Und will damit gar nicht sagen, dass er schlecht gewesen sei – es gab einfach kaum Situationen, in denen er sich hätte auszeichnen können. Das könnte natürlich daran liegen, dass er eine perfekte Mischung aus Effizienz und unspektakulärem Spiel an den Tag legt, d.h. alles schon frühzeitig zu bereinigen weiß. Oder er geht allen potenziell kritischen Situationen wohlweislich aus dem Weg und lässt andere schlecht aussehen. Oder die Gegner haben zuletzt tatsächlich kaum über links angegriffen (den Siegtreffer von Hannover mal außen vor lassend, den ich nicht Degen ankreide). Wie auch immer: ich bin guter Dinge gehe davon aus, dass Franck Ribéry uns die Antwort geben wird.

Die Defensive spielte also auf Keller’schem Niveau weiter. Offensiv gab’s in der ersten Halbzeit den einen oder anderen Ansatz, ohne dass ein Feuerwerk daraus geworden wäre. In Halbzeit zwei intensivierte man das frühe Stören, das mit etwas Wohlwollen Pressing genannt werden darf – wobei sich insbesondere Pogrebnyak hervor tat, der gestern so früh ins Spiel einbezogen wurde wie sonst nur sehr selten und dabei vermutlich mehr Ballkontakte hatte als in der gesamten bisherigen Bundesligasaison. Schade, dass Marica am Wochenende noch gesperrt ist (ist er doch, oder?), ich sähe die beiden gerne weiterhin zusammen.

Aber wo spielt dann Harnik? An Boka und Gebhart, die auch gestern wieder die beiden Spieler waren, denen man das Attribut „Aktivposten“ an erster Stelle anheften darf, dürfte er auf den Außenbahnen zunächst nur schwer vorbei kommen. Aber was zerbreche ich mir Herrn Labbadias Kopf? Dass der Bruch im Spiel mit Cacaus Einwechslung zusammen fiel, sei nur Zufall gewesen, heißt es übrigens.

In der Zentrale hat sich Bah nicht aufgedrängt, Kuzmanovic schon eher. Ganz kurz stand nach Gentners Einwechslung zu befürchten, dass der sich beständig aufwärmende Träsch gleich als Rechtsverteidiger zum Einsatz komme. Man schließt in dieser Saison ja nichts mehr aus. Ernsthaft: ich gehe davon aus, dass auch bei Labbadia zunächst noch Gentner die Nase vorn haben wird, wenn es um den Platz neben Träsch geht. Aber ich lasse mich gern überraschen.

Interessant war übrigens der geradezu überschwängliche Jubel nach dem einen oder anderen Tor. Speziell bei Gebharts 2:0 und Pogrebnyaks 4:0 fiel mir auf, dass die gesamte Mannschaft in einer zuletzt nicht gekannten Art und Weise auf den Schützen zulief, ihn drückte, herzte oder auch Huckepack nahm. Vielleicht hat Bruno Labbadia sein Hauptaugenmerk in den ersten Einheiten ja doch nicht auf die Defensive gelegt, sondern auf, äh, teambuildende Maßnahmen.

Still war’s übrigens. War auch nicht schlimm.

 

Tinte ist aus.

Man kennt das ja: neue Trainer brauchen meist eine Weile, um den Spielern ihre Philosophie nicht nur zu vermitteln, sondern sie auch in der Lage zu versetzen, eben diese Philosophie umzusetzen. Zumindest wird es so dargestellt. Die vergangene Saison sprach bei den Bayern nicht unbedingt gegen diese These, auch wenn man aus der laufenden Saison schon wieder Gegenargumente ziehen könnte. Und Jürgen Klopp hat, wenn ich mich recht entsinne, schon zu Mainzer Zeiten gelegentlich darauf hingewiesen, dass Neuzugänge in seinen Mannschaften mitunter eine ganze Weile bräuchten, bis sie soweit seien, in seinem System mitzuspielen.

Jens Keller ist schneller. Bis vor kurzem hatte ich noch den Eindruck, das eine oder andere Gross’sche Element im Spiel zu entdecken. Strategisches Geschick und Stabilität im Zentrum, mit Träsch und meinetwegen Gentner, Tempo auf den Außenbahnen, Sie wissen schon. Nachdem sich indes bereits in der Vorwoche die Anzeichen verdichteten, dass der junge Mann vom VfL Wangen nun eigene Ideen ausprobieren wolle, dass neben einem Libero vor der Abwehr vor allem lange, hohe Bälle in die Sturmmitte das Stil prägende Element seines Konzepts seien, brach sich die Keller’sche Handschrift gestern in Hannover, in seinem erst neunten Bundesligaspiel, endgültig Bahn. Diese Handschrift heißt Langholz Antiqua. Insgesamt wirkt sie ein wenig plump und bedarf an den Rändern noch der Verfeinerung. Insbesondere bei den Buchstaben B wie Boka, C wie Cacau und E wie Elson haben die Serifen ein etwas verschnörkeltes Eigenleben entwickelt. Zudem wirken das N wie Niedermeier und das D wie Delpierre etwas instabil, das N scheint darüber hinaus mitunter zu tief gestellt.

Ein weiteres Problem, das kein richtig gutes Licht auf den Gestalter wirft, besteht darin, dass der Langholz Antiqua ein kantiges P wie Pogrebnyak eigentlich besser zu Gesicht stünde als jenes verspielte E wie Elson, das Keller aus irgendeinem alten Hut zauberte, um den Eindruck von Inspiration zu erwecken – an der es sowohl seiner Handschrift als auch dem aus Verzweiflung ins Spiel gebrachten E letztlich doch ein wenig zu mangeln scheint.

Genug. Mir ist nicht nach Späßle. Ich habe in den letzten Jahren einige schlechte Spiele des VfB gesehen. Teilweise richtig schlechte. Aber selten bin ich so frustriert nach Hause gegangen wie gestern abend. Es war furchtbar. Ich hatte Mitleid. Mit dem Ball. Mit dem Platz. Natürlich auch mit mir selbst. Mit jedem, der sich das vor Ort ansehen musste. Zumindest mit jedem Stuttgarter, aber auch mit allen neutralen Zuschauern, mit Fußballästheten sowieso (wobei Hannover ja wenigstens taktisch gut organisiert war und mitunter schnelle und durchaus gelungene Angriffe vortrug).

Für mich – und ja, das ist vollkommen subjektiv, vielleicht legen irgendwelche Statistiken andere Schlüsse nahe – war die gestrige Leistung des VfB eine fußballerische Bankrotterklärung. Und die Strategie des Trainers gleich mit.

Wie sagte gestern einer meiner Tischnachbarn? „Natürlich ist Labbadia ein Fortschritt. Jeder wäre ein Fortschritt. Hier, der junge Mann am Nebentisch meinetwegen. Oder irgendein Haustier.“

Möglicherweise hat er ein wenig übertrieben. Aber mit Bruno Labbadia kann ich leben. Trotz aller Vorbehalte. Ich hab ein Faible für Labbadia, das – völlig irrational – aus Schulzeiten stammt, als mein Mitschüler mit Darmstädter Wurzeln stets von Labbadía schwärmte, den ich selbst als lediglich treuer kicker-Leser immer nur „Labbadja“ ausgesprochen hatte. Egal. Er hat mir auf dem Platz imponiert. Und der Fußball, den seine Mannschaften gespielt haben, war häufig auch nicht so schlecht. Natürlich weiß ich, dass der Erfolg meist nicht lange anhielt. Ich finde es übrigens auch gut, dass er als Oberligatrainer der Lilien angefangen hat – dass sein persönlicher Aufstieg nur in seltenen Fällen auch mit dem der Mannschaften einher ging, ist mir gleichwohl bewusst und ein Dorn im Auge. Aber ich will jetzt nicht argumentieren. Für Labbadia. Gegen Labbadia. Oder doch noch für den großen Unbekannten.

Alles ist besser als der Status quo. Und eine neue Handschrift wäre schön. Eine, für die die Tinte ein Weilchen reicht.

Derbysieg!

Hamburger Derby. Berliner Derby. Essener Derby. Revierderby. Niedersachsen-Derby. Badisch-pfälzisches Derby. Echt jetzt. Na dann: Der VfB Stuttgart hat das Vf-Derby gegen Borussia VfL 1900 Mönchengladbach mit 7:0 gewonnen. Ausgerechnet der Russe Pavel Pogrebnyak erzielte gegen die BoRussen drei Tore (© Johannes Seemüller, SWR). Fans beider Seiten verzichteten entgegen dem Trend darauf, die Spielstätte des Gegners zu schmähen. Gästetrainer Michael Frontzeck witterte keine Spielplanverschwörung seitens des DFB und sah auch davon ab, die mitgereisten Fans dafür zu kritisieren, dass sie mit ihren Eintrittskarten den Transfer von Mamadou Bah finanziert hatten.

Soweit die Fakten.

Was die Bewertung des Stuttgarter Sieges anbelangt, kennt man ja mittlerweile die Mechanismen: Antizyklik rulez! Jeder Kreisligatrainer hat es drauf, wie einst Uli Hoeneß, später die Herren van Gaal, Klopp oder am Wochenende auch wieder Heynckes bei Siegen Kritik zu üben und nach eher bescheidenen Leistungen das Positive hervorzuheben.

Zum Glück bin ich kein Kreisligatrainer. Ich darf ganz einfach sagen, dass ich am Samstag einen großartigen Nachmittag erlebt habe. Und einen abensolchen Abend, (auch) weil viele andere Partygäste genau das gleiche Dauergrinsen auf den Lippen hatten. Natürlich hätte man sich über die schwachen Gladbacher unterhalten können, oder über die Wechselhaftigkeit des Stuttgarter Spiels, über diesen oder jenen individuellen Fehler, aber: wer will das schon?

Man muss die Feste auch mal genau dann feiern, wenn sie fallen, und am Samstag fiel definitiv eines. Das dürfte Pavel Pogrebnyak auch so sehen, dessen Ballgeschenk für den Sohn allenthalben thematisiert wurde – leider blieb sein vorangegangener Sprint zum Schiedsrichter meist außen vor, dabei stand er doch sinnbildlich für Pogrebnyaks bereits am Donnerstag vor Augen geführte Entschlossenheit bei der Balleroberung. Da mochte sich selbst Markus Wingenbach nicht widersetzen, nachdem er sich während des Spiels noch bei jedem Freistoßpfiff in ronaldianischer Cowboy-Manier an den Ort des Geschehens gestellt hatte, als wolle er gleich selbst einnetzen. Was ja am Samstag gar nicht nötig war – das hat der VfB schon selbst erledigt. Die Zahl der aus Standardsituationen entstandenen Treffer variiert je nach Zählweise ein wenig, war aber in jedem Fall beträchtlich. Und zu hoch. Unzulänglichkeiten des Gegners, noch dazu individuelle, sind in der Regel nicht mein Thema. Wenn ich allerdings, wie am Samstag geschehen, bei zwei Toren bereits deutlich vorab Fehlleistungen des Torwarts identifizieren kann, läuft etwas schief: vor dem 3:0 lenkte Logan Bailly einen harmlosen Schuss von Christian Träsch, der gute anderthalb Meter neben dem Tor gelandet wäre, mit einer vollkommen unnötigen Flugeinlage zur Ecke. Ok, möglicherweise wollte er sich dadurch Selbstvertrauen holen. Camoranesi und Pogrebnyak dankten es ihm. Vor dem 5:0 wusste vermutlich nicht nur ich, sondern der Großteil der gefühlten Cannstatter Kurve, dass Kuzmanovic den Ball entspannt in die kurze Ecke schießchen (sic!) würde. Ok, mein Nebenmann wollte es mir zunächst auch nicht recht glauben, sondern rechnete wie Bailly mit einer Flanke auf die aussichtsreich postierten Delpierre und Niedermeier. Es dürfte in Baillys Sinn sein, die weiteren Treffer nicht näher zu betrachten.

Vor dem Spiel hatte ich noch ein wenig Bauchschmerzen, weil Kapitän Delpierre nach seinen letzten Verletzungspausen zumeist ein paar Spiele gebraucht hatte, um zu seiner Form zu finden. Am Samstag war das anders, und auch wenn er nur sehr bedingt gefordert wurde, möchte man sich doch der Frage eines Zuschauers anschließen: „Kann es wirklich sein, dass Frankreich seit Jahren stets vier bessere Innenverteidiger hat?“ Die nicht zitierfähige Antwort hatte zum Teil mit Raymond Domenech zu tun.

Träsch ging die Wege, auch offensiv, die Camoranesi sich sparte, um seine Kraft unter anderem für die Momente zu nutzen, in denen er bis zu seinem Ausscheiden zweieinhalb Torvorlagen gab, auf der anderen Seite standen sich Boka und Didavi nicht nur nicht mehr im Weg, sondern kombinierten mitunter sehr ansehnlich die Linie hinunter. Wenn auch ohne echte Gegenspieler, ich räume es sein.

Vermutlich ist es nur der Euphorie und einer herzlichen Umarmung nach dem Spiel geschuldete Einbildung, dass auch Christian Gentner und Zdravko Kuzmanovic besser kommunizierten – zumindest aber schienen sie besser abgestimmt. Über weite Strecken des Spiels war klar zu sehen, dass einer-zumeist Gentner- den etwas offensiveren Part übernehmen sollte, während sich der andere die Bälle ganz hinten abholte, nachdem beide in den Spielen zuvor noch des öfteren auf eine Linie agiert hatten und zu häufig die gleichen Räume besetzen wollten. Ob man gegen stärkere Gegner mittelfristig in der Zentrale auf Christian Träschs Zweikampfstärke verzichten kann, bleibt abzuwarten.

Interessant war die Auswechslung von Cacau, der ganz sicher nicht erfreut war und bereits zuvor angedeutet hatte, nun auch endlich „sein Tor“ erzielen zu wollen. Zunächst fand ich diese Maßnahme des Trainers nicht ganz glücklich und hätte es lieber gesehen, wenn er den bereits dreifachen Torschützen Pogrebnyak heraus genommen hätte. Andererseits blieb so vielleicht allen Beteiligten die eine oder andere eigensinnige Aktion erspart, wie wir sie von Cacau in früheren Jahren -und zu Saisonbeginn- etwas zu oft gesehen hatten. Ob das Gross‘ Gedankengang war? Keine Ahnung.

Jetzt bin ich doch schon wieder viel zu tief in Einzelaspekte hineingerutscht. Eigentlich wollte ich ja nur sagen, dass es ein großartiger Nachmittag war, auf den ich auch deshalb noch immer sehr unbeschwert zurück schaue, weil Spieler wie Verantwortliche das Ganze allem Anschein nach einzuordnen wissen.

Zwischen zwei Zitterspielen zwitscherten zwei…

…ach, was weiß denn ich? Keine Ahnung, was ich nach dem gestrigen Spiel gegen die nicht sonderlich beeindruckenden Berner an Rückschlüssen für die morgige Partie gegen Gladbach zwitschern ziehen sollte. Dafür war, wie gesagt, Bern zu schwach, und der VfB zu, wie soll ich sagen, unstet.

Dennoch: natürlich war der gestrige Sieg eine Erleichterung. Und „Erleichterung“ beschreibt auch den Jubel nach den Toren ganz gut. In meiner Nähe war wenig von Überschwang oder lauter Freude zu sehen oder hören – eher vernahm man plumpsende Steine offensichtlich geschwächter Fans. Wie auch immer: es geht also. Man kann Tore schießen. Man kann sogar zu null spielen. Und man kann den einen oder anderen guten Angriff vortragen. Pavel Pogrebnyak, der auf mich zuvor wie die personifizierte Unsicherheit gewirkt hatte und sich allem Anschein nach meist am liebsten hinter dem nächsten Baum versteckt hätte, trat gestern mitunter so auf, wie man ihn in der Rückrunde oft und gerne erlebt hatte: wuchtig, robust, nicht immer elegant, aber häufig so, dass der jeweilige Abwehrspieler angesichts des nahenden Stürmers den Ball möglichst rasch – und häufig überhastet – wieder los werden wollte und dabei entweder Pogrebnyak selbst oder einen seiner nachrückenden Mitspieler bediente. Erfreulicherweise hießen diese Leute, die gerne mal Bälle zurück gewannen, nicht selten Gentner oder Kuzmanovic, die ihre beste gemeinsame Leistung ablieferten.

Kurz zur Erinnerung zwischendurch: Bern war harmlos.

Defensiv war Verlass auf Tasci und Träsch, Boka sorgte links für mehr Stabilität, Niedermeier hatte zwar einige gute Szenen, aber eben auch wieder einige, in denen er, womöglich übermotiviert, etwas desorientiert wirkte, und in Sachen Ulreich habe ich mir ein Schweigegelübde auferlegt. Das sich allerdings nur auf seine Abwehraktionen bezieht, d.h. ich kann darauf hinweisen, dass ich mir in ein paar Situation eine schnellere Spieleröffnung von ihm erwünscht hätte.

Didavi hatte wiederum eine Reihe guter Szenen – mit fortdauernder Spielzeit klappte auch die Abstimmung mit Boka besser -, während es noch immer schwer fällt, Camoranesi zu bewerten. Er hatte meines Erachtens ein paar Ballverluste und Fehlpässe zu viel; wenn er aber öfters solche Szenen hat wie in der ersten Halbzeit, als er Christian Träsch mit einem kurzen Pass die ganze Seite öffnete, oder vor dem 2:0, dann darf er auch den einen oder anderen Ball vertändeln.

Bern war übrigens nicht sonderlich stark.

Harnik dürfte sein Jahresbudget an fast schon skurril vergebenen Torchancen aufgebraucht haben; gleichzeitig fiel auf, dass er den Ball immer wieder vor die Füße bekam – irgendetwas muss er also richtig gemacht haben, auch wenn die Berner gerade bei seiner besten Aktion, als er von der Strafraumlinie knapp vorbei schoss,  schon sehr entspannt zusahen, wie er den Ball vom rechten auf den linken Fuß und wieder zurück legte. Egal wie: der Harnik gefällt mir.

Im Übrigen wäre ich über einen anderen Strafstoßschützen nicht böse.

Rückschlüsse für morgen? Keine. Gladbach ist stärker. Anders als gegen Bern kann ein Rückstand nicht ausgeschlossen werden, und wer weiß, wie man dann reagieren würde. Dennoch: ich bin guter Dinge und bleibe bei dem Tipp, den ich drüben beim Büchsenwurf abgegeben habe: 3:1.

Drüben beim Büchsenwurf? Genau. Der Büchsenwurf ist – die Älteren kann es kaum überraschen – ein Blog, das sich im Wesentlichen mit Roberto Boninsegna Borussia Mönchengladbach beschäftigt. Daniel befragt dort regelmäßig Anhänger anderer Vereine zum jeweils bevorstehenden Spiel, und weil der werte Herr Brustring Hirngabel in diesen Tagen unabkömmlich ist, durfte ich die Lücke füllen und ein paar Sätze zum VfB sagen – es gab schon Zeiten, da fiel es leichter.

Im Gegenzug bat ich dann meinerseits Daniel um ein paar Einschätzungen zur Borussia, die sich zum Teil auf die aktuelle Saison und Situation beziehen, zum Teil darüber hinaus reichen. Et voilà:

Was wird der Borussia eher gerecht: 3:6 oder 0:4?

Ich denke, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen – Stichwort Konstanz. Borussia gleicht einer Wundertüte, wobei eine schrittweise Verbesserung sicherlich erkennbar ist. Die beiden Ergebnisse bilden quasi die Leitplanken zwischen denen wir uns derzeit bewegen (können). Dabei gilt es darauf zu achten, dass extreme Ausschläge zugunsten der bereits angesprochenen Konstanz ausbleiben. Beim 6 : 3 lieft alles glatt – beim 0 : 4 lief gar nichts.

Kann Michael Frontzeck länger in Mönchengladbach bleiben als Hans Meyer um die Jahrtausendwende?

Als bekannt wurde, dass Frontzeck unser neuer Trainer wurde, entgegnete man ihm vielerorts mit überzogener Kritik. Mittlerweile jedoch konnte er beweisen, dass er einer Mannschaft seinen Stempel aufdrücken kann. Falls das Umfeld der Borussia aus alten Fehler gelernt hat, und falls man nicht, wie früher, bei der kleinsten Niederlagenserie den Trainer entlässt, hat Michael Frontzeck definitiv das Potenzial über einen vergleichbaren Zeitraum im Amt zu bleiben. Es ist unverkennbar, dass gewisse Parallelen zwischen beiden Trainern bestehen, zumal Frontzeck auf Empfehlung von Hans Meyer sein Amt antritt.

Wie viele Tore erzielt Brouwers diese Saison?

Das ist eine gute Frage. Die Torquote der letzten Saison sollte schwerlich zu toppen sein, jedoch sieht es momentan so aus, als würde Brouwers dort weitermachen, wo er vor der Sommerpause aufgehört hat. Ich tippe auf 5 – 8 Tore.

In welchem Tabellendrittel steht Gladbach zu Saisonende?

Zwischen der Unterkannte des mittleren und der Oberkante des unteren Tabellendrittels. Wobei dies schwer vorherzusagen ist – Thematik: Wundertüte.

Und wo in drei Jahren? Mit Reus und Herrmann?

In drei Jahren werden wir hoffentlich dauerhaft am Ende des oberen Tabellendrittels auftauchen. Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass die Borussia ihre Talente zu oft an Vereine wie Bremen, Bayern oder Schalke abgeben musste. Sollte es gelingen diese dauerhaft zu binden, dann könnte die von mir angestrebte Platzierung real werden.

Wie geht’s aus am Samstag?

Ein knappes 1 : 2 für uns.

Soweit also Daniel vom Büchsenwurf, dem ich herzlich für seine Einschätzungen danke  – auch wenn er mit der letzten Antwort natürlich daneben liegt.

Ich hab ein gutes Gefühl

Heute geht’s also wieder los. Das erste Saisonspiel im Neckarstadion, und gleich ein internationales Topspiel. Und die Feuertaufe für die Untertürkheimer Kurve, die erstmals nach dem Umbau wieder Gästefans aufnehmen darf, ehe gegen Dortmund auch die Einheimischen dorthin müssen.

Gänzlich uninformiert bin ich also nicht, trotz Elternzeit, trotz weitgehender Stille hier im Blog in den letzten Wochen.

Ein bisschen was habe ich ja doch geschrieben, zum Beispiel die Antworten für’s 11Freunde-Sonderheft, das ich jetzt nicht noch einmal explizit erwähnen würde, wenn ich nicht noch drei Exemplare unter die Leute bringen dürfte: Windhundverfahren in den Kommentaren.

Etwas weiter entfernt von der fußballerischen Tagesaktualität lag das, was ich den Urlaubern vom Textilvergehen ins Stammbuch Blog schreiben durfte. Dort ging es um Harry Valérien, Katsche Schwarzenbeck und natürlich Ove Grahn.

Das war’s dann auch mit der Selbstvermarktung. Kommen wir zurück zum tatsächlichen Geschehen. Hier in Stuttgart. So richtig viel hat sich ja nicht getan in den letzten Wochen. Also, abgesehen von Sami Khediras Abschied natürlich. Bitter für den Verein, vermutlich ein richtiger und wichtiger Schritt für ihn. Den auch der Neue nicht verhindern konnte, trotz Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bei Karstadt oder Breuninger. Obwohl er Namensgeber und Teilhaber einer Sportsbar ist, konnte er auch Olympique Marseille noch nicht zum Verkauf von André Ayew bewegen, und auch seine Anteile an einem Sportgeschäft in Winterbach – wo er sogar jeden Mitarbeiter persönlich kenne – haben den FC Augsburg bis dato nicht dazu gebracht, Ibrahima Traoré abzugeben. Möglicherweise war es aber sein Praktikum bei der DFL, in Verbindung mit den Inhalten seines Fernstudiums im Sportmanagement, das den Liverpool FC überzeugte, Philipp Degen mehr oder weniger günstig zu verleihen.

Ok, jetzt mal im Ernst: ich hätte schon gern einen Manager gesehen, der etwas mehr Erfahrung vorzuweisen hat als die von den Stuttgarter Nachrichten so wunderbar zusammengetragenen Schlüsselqualifikationen und ein gutes Jahr als Geschäftsführer an der Schwarzmeerküste. Jan Schindelmeiser wäre der Mann meiner Wahl gewesen, wobei ich die Umstände seines Abschieds aus Hoffenheim und die in diesem Kontext genannten gesundheitlichen Gründe nicht einschätzen kann. Stattdessen betätigt sich der VfB erneut als Managerausbilder. Und doch habe ich ein gutes Gefühl. Ein Gefühl, das ich nur sehr bedingt rational erklären kann und das ganz sicher nichts mit einer kaufmännischen Ausbildung im Einzelhandel zu tun hat. Es ist eher der möglicherweise anachronistische Glaube an den Typen Bobic, an einen Mann, der in seiner aktiven Karriere ein beachtliches Durchsetzungsvermögen an den Tag gelegt hat, der Konflikten nur selten aus dem Weg ging und der in Vertragsdingen, soweit man das von außen beurteilen konnte, nicht die schlechteste Figur abgab. Es gibt den einen oder anderen früheren Weggefährten, der heute den Hut zieht, wie weit es Bobic als nicht überragend begabter Fußballer bringen konnte, durch seinen Ehrgeiz, Willen und nicht zuletzt Zielstrebigkeit. Nicht die schlechtesten Züge. Das Handwerkszeug können sie sicher nicht ersetzen, aber sie können helfen, es schneller zu erlernen und anzuwenden. Ich hab ein gutes Gefühl.

Noch nicht ganz so gut ist mein Gefühl, was den Saisonstart anbelangt. Zu unklar ist noch die Zusammensetzung der Mannschaft. Zwar bin ich überzeugt, dass auch kurzfristige Neuzugänge ihren Dienst nicht in einem so desolaten körperlichen Zustand antreten werden wie die ehemalige Zaubermaus aus Weißrussland im Vorjahr; ein wenig Eingewöhnungszeit sollte man den Neuen gleichwohl einräumen. Besonders ärgerlich ist das erneute lange Warten insbesondere deshalb, weil man Spieler für die offensiven Außenpositionen sucht – Schlüsselpositionen, deren Bedeutung für sein System Christian Gross unermüdlich betont. Eine weitere Schlüsselposition scheint er mit Philipp Degen besetzt zu haben. Wenn ich das Gemurmel in Cannstatt richtig interpretiere, trägt mancher Fan gewisse Zweifel an dessen Leistungsfähigkeit im Herzen. Zweifel, die ich einerseits teile. Andererseits bin ich froh, dass man einen weiteren Rechtsverteidiger verpflichtet. Zu wechselhaft waren die Leistungen von Stefano Celozzi, zu wichtig scheint Christian Träsch in der Zentrale zu sein. Ob Degen indes ein adäquates Pendant zu Cristian Molinaro sein kann, wie der Trainer es sich wünscht, bleibt abzuwarten. Mein Grundvertrauen in Christian Gross lässt mich zumindest darauf hoffen.

Noch größer ist die Hoffnung, dass Zdravko Kuzmanovic eine große Saison spielt. Er wird gefordert sein, Khediras Rolle als Chef auf dem Platz zu übernehmen. Träsch ist fußballerisch nicht stark genug, Gentner sehe ich nicht als „Leader“, und Funk wird wohl erst langsam in die Mannschaft hineinschnuppern können – gerne lasse ich mich gerade in seinem Fall vom Gegenteil überzeugen. Genau wie von Sven Ulreich, der mich, wie verschiedentlich angeklungen, bis dato nicht vollends überzeugen konnte. Zwar glaube ich nicht, dass Marc Ziegler das Stuttgarter Pendant zu Jörg Butt werden kann; aber es gibt ja auch noch andere Torhüter beim VfB.

In Sachen Innenverteidigung wird sicherlich vieles davon abhängen, wie Serdar Tasci die Enttäuschung der Weltmeisterschaft wegsteckt. Nachdem es aber Niedermeier nicht gelang, im ersten Pflichtspiel in Molde Souveränität auszustrahlen und vielleicht ein Ausrufezeichen zu setzen, und Boulahrouz nach den Eindrücken des Vorjahrs nicht als Liebling des Trainers gelten kann, gehe ich davon aus, dass Delpierre und Tasci wieder den Stamm bilden werden. Im Sturm ist die Situation ungleich offener. Zu Cacau, Marica und Pogrebnyak gesellt sich Martin Harnik, der gegebenenfalls auch über die Außenbahnen kommen kann, als Pendant zu dem vermutlich gesetzten Timo Gebhart – vor allem solange die Neuverpflichtungen ausbleiben und Sebastian Rudy es weiterhin an Schlagkraft mangeln lässt.

Eigentlich wollte ich hier keine Saisonvorschau schreiben, zumal das alles schon nach dem Spiel gegen Molde heute abend wieder ganz anders aussehen kann, aber man kommt halt manchmal so ins Plaudern. Kurz: meine Zuversicht für das erste Saisondrittel hält sich noch ein wenig in Grenzen, aber danach wird das schon – wenn es gelingt, auf den Außenbahnen nachzulegen. Ich hab ein gutes Gefühl.

Und falls es doch nicht klappen sollte, liegt es bestimmt daran, dass man wieder einmal versucht hat, am großen Rad zu drehen. Dabei hat Thomas Haid doch davor gewarnt. Der VfB soll sich auf seine Eigengewächse stützen. Da kann man mit Hilfe des Verweises auf Nischenmärkte dann auch mal Verpflichtungen wie den 835fachen mexikanischen Nationalspieler Pavel Pardo mit rein packen. Und locker auf die Meisterschaften der 80er und 90er zurückblicken, „mit Spielern, die vorwiegend aus dem Talentschuppen auf dem Wasen stammten oder wie Karl Allgöwer, Jürgen Klinsmann, Guido Buchwald und Walter Kelsch von den Stuttgarter Kickers ausgebildet wurden.“

Ich bin mir nicht ganz sicher, wie Asgeir Sigurvinsson und Matthias Sammer als Vertreter der Meistermannschaften 1984 und 1992, zu diesem Ansatz stehen. Und die Mitte der Neunziger, die bundesweit vermutlich nach wie vor am nachhaltigsten erinnerlichen Phase Stuttgarter Spielkunst, und mit ihr die Herren Balakov und Elber, kann man ohnehin als belanglos beiseite lassen.

Ich sollte aufhören.

Verbalbeurteilung 2010

In den verangenen Monaten hat sich die Gruppe wie bereits im Vorjahr sehr zielorientiert gezeigt. Auf schwache Leistungen im ersten Halbjahr, die zum Teil mit Defiziten bei der Disziplin und häufigen Platzwechseln bzw. der daraus entstehenden Unruhe zusammen hingen, folgte ein hervorragendes zweites Halbjahr unter neuem Lehrpersonal. Einmal mehr bereitete sich die Gruppe hervorragend auf die Abschlussprüfungen vor, was mit entsprechenden Ergebnissen belohnt wurde.

Jens war in seinem letzten Jahr noch einmal ein Vorbild in Sachen Motivation und Engagement. Seine in aller Regel überdurchschnittlichen Leistungen wurden indes durch regelmäßige Disziplinlosigkeiten erneut ein wenig in den Hintergrund gedrängt. Er legte sich mit Kleineren an und ging zum wiederholten Male sorglos mit fremdem Eigentum um. Im Sport zog ein Verstoß gegen Spielregeln einen mehrwöchigen Verweis nach sich. Die Altersgrenze für „Jugend trainiert für Olympia“ hat er überschritten. Nach dem Abschluss wird er im Medienbereich tätig sein.

Sven hatte in diesem Jahr sehr viele Fehlzeiten, zuletzt aus gesundheitlichen Gründen. Sofern er diese in den Griff bekommt, könnte er sich im kommenden Jahr voll in die Gruppe integrieren. Speziell zu Beginn des zweiten Halbjahres deutete er an, dass er mithalten kann. Gleichwohl bestehen seitens des Lehrpersonals noch Zweifel, ob er das Leistungsniveau über einen längeren Zeitraum halten und bei Bedarf anderen Gruppenmitgliedern helfen kann.

Cristian stieß erst im Winter dazu und integrierte sich von Beginn an in vorbildlicher Weise. Seine Leistungen waren von vorne bis hinten ausnehmend gut, andere Gruppenmitglieder profitierten immer wieder von seiner Vorarbeit, und abseits des Pflichtprogramms initiierte er gar eine wöchentliche Tanz AG. Ein erneuter Wechsel nach so kurzer Zeit ist für seine weitere Entwicklung nicht wünschenswert.

Arthur verpasste aufgrund einer längeren Erkrankung den Großteil des zweiten Halbjahres. Angesichts des hohen Leistungsniveaus, das die Gruppe zwischenzeitlich erreicht hat, könnte es für ihn schwierig werden, sich wieder zu integrieren. Die Übernahme ins nächste Jahr erfolgt auf Probe. Letztmalig.

Ludovic konnte bereits im ersten Halbjahr die geforderten Leistungen nicht mehr erbringen und wechselte im Winter auf eigenen Wunsch in eine kleinere Einrichtung. Sein Weggang war ein herber Verlust für die Gemeinschaft, die ihn entsprechend verabschiedete.

Matthieu übernahm im Spätherbst Verantwortung für die Gruppe, der er vollauf gerecht wurde. Nach gesundheitlichen Problemen zu Beginn des zweiten Halbjahres brauchte er ein wenig Zeit, um den Rückstand wieder aufzuholen, was ihm letztlich in hervorragender Weise gelang. Mit seiner ruhigen Art gab er seinen Freunden in der Prüfungsphase Halt.

Serdar brachte weitgehend solide Leistungen, konnte sein Vorjahresniveau aber nicht halten. Er zeigte sich bisweilen fehleranfällig und wirkte gelegentlich etwas zu selbstbewusst. Mitunter entstand der Eindruck, er befasse sich zu intensiv mit einem möglicherweise anstehenden Umzug. Sein Umgang mit Kritik ist verbesserungswürdig. Bei „Jugend trainiert für Olympia“ hat er zum Erreichen des Finalturniers beigetragen.

Georg wusste bei seinen Leistungsnachweisen, die er aus verschiedenen Gründen etwas zu selten ablegen konnte, stets voll zu überzeugen. Sein zurückhaltendes Auftreten, insbesondere im Umgang mit kleineren Enttäuschungen, ist bemerkenswert und wohltuend. Sein weiterer Verbleib ist ein Gewinn für die Gruppe.

Khalid konnte seine Leistungsfähigkeit nur sehr selten unter Beweis stellen, erbrachte aber bei den wenigen Prüfungen, an denen er teilnehmen durfte, stets zufrieden stellende, mitunter gar gute Leistungen. Sein Sozialverhalten gilt entgegen früherer Eindrücke als gut, Enttäuschungen bewältigt er angemessen und vorwärts gerichtet. Ein Wechsel in eine andere Einrichtung ist denkbar, ein Gespräch erwünscht.

Stefano kam im vergangenen Sommer von einer kleineren Einrichtung mir zweifelhaftem Ruf nach Cannstatt und brachte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten im zweiten Halbjahr sehr gut in die Gruppe ein. Dem Vertrauen des Lehrpersonals wurde er jedoch nicht in vollem Umfang gerecht. Zu häufig unterliefen ihm Leichtsinnsfehler, die Zweifel an seinem vermeintlich großen Potenzial aufkommen ließen. Muss sich im neuen Jahr in den Punkten Kreativität und Zuverlässigkeit steigern.

Ricardo hatte bedauerlicherweise viele Fehlzeiten, sodass seine Leistungen nur bedingt bewertet werden können. Speziell unmittelbar vor den Abschlussprüfugen machte er indes deutlich, dass sich die Gruppe auf ihn verlassen kann und trug zu einem positiven Gesamtergebnis bei. Dennoch wird er sich im Sommer an einer anderen Einrichtung einschreiben.

Sami war während des gesamten Jahres ein Vorbild in Sachen Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Kreativität. Er übernahm stets Verantwortung, unterstützte seine Freunde in vielfältiger Weise und entwickelte sich, obwohl einer der Jüngsten, zu einem Sprachrohr der Gruppe. Sami ist ein engagierter Mistreiter bei „Jugend trainiert für Olympia“ und hat klare Vorstellungen zu seiner beruflichen Laufbahn, was in absehbarer Zeit zu einem Umzug führen könnte.

Christian hat seine positive Entwicklung aus dem Vorjahr fortgesetzt und bringt in allen Bereichen konstant gute Leistungen. Er ist ausnehmend ehrgeizig, diszipliniert und lernfähig, was ihm in der Gruppe und beim Lehrpersonal eine außerordentliche Wertschätzung einbringt. Einige Abschlussarbeiten gelangen Christian ganz besonders gut. Parallel hat er sich die Teilnahme an „Jugend trainiert für Olympia“ verdient.

Zdravko stieß erst während des bereits laufenden Jahre zur Gruppe und hatte einen denkbar schlechten Start, von dem er sich binnen weniger Wochen erholte, um dann seinen Freunden in einer schwierigen Phase mit strategischen Geschick Halt zu geben. Nach dem Wechsel des Lehrpersonals konnte er sein Potenzial nicht immer vollständig entfalten, trug aber gemeinsam mit Sami und Christian stets zur inneren Stabilität der Gruppe bei. Sein Engagement ist vorbildlich.

Thomas konnte seine Leistungen aus den vergangenen Jahren nur selten bestätigen und wechselte im Winter zu einer kleineren Einrichtung, so dass er leider auch bei „Jugend trainiert für Olympia“ nicht mehr mitwirken kann. Wir bedauern seinen Weggang außerordentlich, da er stets Verantwortung übernommen und die Gruppe vorbildlich repräsentiert hatte.

Timo begann sein erstes komplettes Jahr mit wechselhaften Leistungen, ehe er unter neuem Lehrpersonal konstanter arbeitete. Nach wie vor ist er zu oft unkonzentriert, vielleicht auch verspielt, und entscheidet sich häufig für die falsche Lösung. Seine Arbeitsgeschwindigkeit, seine Kreativität und auch sein langsam steigendes Verantwortungsgefühl führen gleichwohl zu einer positiven Gesamtbewertung. Im nächsten Jahr wird eine weitere Steigerung erwartet.

Roberto war erneut ein Vorbild an Engagement, Begeisterung – was wie im Vorjahr mitunter in Übermotivation umschlug – und Identifikation mit der Gemeinschaft. Leichtsinnsfehler durchzogen seine Leistungsnachweise, dennoch übertrug ihm das neue Lehrpersonal standardmäßig Verantwortung, was sich mehrfach bezahlt machte. Sein voraussichtlicher Wegzug nach vier erfolgreichen Jahren ist äußerst bedauerlich.

Aliaksandr kehrte nach mehreren Jahren bei renommierten Einrichtungen im Rahmen eines Austauschprogramms zurück, konnte den hohen Erwartungen allerdings nur sehr bedingt genügen. Mit einer beeindruckenden Energieleistung bestand er die erste europaweite Zwischenprüfung mit Bravour, zeigte sich danach allerdings weder konstant noch selbstkritisch. Muss sich nach erneutem Umzug erheblich steigern.

Sebastian konnte in seinem ersten vollen Jahr seine Leistungsfähigkeit immer wieder andeuten, litt aber verschiedentlich unter gesundheitlichen Problemen. Zudem erweckte er mitunter den Eindruck, sich zu sehr auf seine sportliche Begabung zu verlassen. In musikalischer Hinsicht ist er unerreicht, doch nach starken Leistungen im Spätherbst erreichte er mit dem neuen Lehrpersonal nicht mehr ganz den alten Leistungsstand. Nachhilfe ist erwünscht.

Elson konnte zu Beginn punktuell überzeugen und wusste insbesondere beim landesinternen Benchmarking zu brillieren. Leider war er jedoch nicht in der Lage, sein Leistungsniveau über einen längeren Zeitraum zu stabilisieren, so dass sich ein Austauschprogramm mit einer kleineren (50+1) Einrichtung anbot. Er fasste dort sehr gut Fuß und denkt über einen endgültigen Umzug nach.

Jan hielt von Beginn an nicht Schritt und konnte so gut wie keine Leistungsnachweise erbringen. Er bewarb sich um verschiedene Austauschprogramme und wechselte im Winter zu einer aufstrebenden Einrichtung.

Martin verpasste wegen einer langwierigen Erkrankung fast das gesamte Jahr und wird es schwer haben, das Versäumte nachzuholen. Seine Umzugsgedanken erscheinen vor diesem Hintergrund vernünftig. Ein Gespräch ist erwünscht.

Claudemirs Leistungen ließen im ersten Halbjahr zu wünschen übrig, auch der Wechsel des Lehrpersonals brachte zunächst keine Besserung. Erst im neuen Jahr trug sein ungebrochenes Bemühen wieder Früchte und schlug sich in hervorragenden Abschlussarbeiten nieder. Bei „Jugend trainiert für Olympia“ hat er noch die Chance, die Finalrunde zu erreichen. Dank eines spät vergebenen Stipendiums kann Claudemir auch im nächsten Jahr an unserer Einrichtung bleiben.

Ciprian blühte im zweiten Halbjahr enorm auf und deutete erstmals nachhaltig an, dass der Abschluss für ihn eine echte Alternative ist. Sprachlich hat er enorm aufgeholt und kann nun auch bei Bedarf die Interessen der Gruppe vertreten. Gelegentlich wirkt er noch ein wenig träge; das Lehrpersonal hat jedoch ein Auge darauf.

Pavel konnte erst relativ spät in die Gruppe integriert werden, war aber von Beginn an immer präsent und stets motiviert. Die Abschlussarbeiten, von denen er meinte, sie mit links erledigen zu können, fielen noch etwas dürftig aus. Sein beispielhafter Fleiß und das jederzeit spürbare Bemühen, der Gruppe zu helfen, führen zu einem positiven Fazit und einer zuversichtlichen Prognose.

Julian erlebte im abgelaufenen Jahr sehr unterschiedliche Phasen. Nachdem er zu Beginn immer wieder sein Potenzial andeuten konnte, gelang es ihm ab Mitte des ersten Halbjahres kaum noch, die nötigen Leistungsnachweise zu erbringen, was sich auch mit dem neuen Lehrpersonal nicht änderte. Zwar konnte er zuletzt wieder einige Teilaufgaben lösen; das angestrebte Austauschprogramm erscheint gleichwohl geboten. Ein Gespräch ist erwünscht.

Markus war leider nicht in der Lage, an seine überragenden Ergebnisse aus dem Vorjahr anzuknüpfen. Gemeinsam mit der Leitung kam er im Dezember zu dem Schluss, seine Defizite mit Hilfe von Privatlehrern aufzuarbeiten

Christian kam im Dezember zu der Gruppe und übernahm vom ersten Tag an in hohem Maß Verantwortung. Er ging die anstehenden Prüfungen mit großem Ernst, hohem Arbeitsaufwand und nicht zuletzt einem klaren System an, und wies so zahlreichen Gruppenmitgliedern den Weg zu besseren Ergebnissen. Christian erhält einen Preis.

Dieses Grinsen…

Ganz egal, wie die Saison endet: dieses Grinsen, das ich am Samstag ab ca. 17:12 Uhr auf den Lippen hatte und das ich bis tief in die Nacht nur gelegentlich in einem sehr bewussten, widernatürlichen Akt für einige Momente ablegen konnte, kann mir keiner mehr nehmen. Dieses unheimlich gute Gefühl, dass der VfB in der Endphase einer völlig verkorksten Saison aus eigener Kraft einen Europapokalplatz erreichen kann. Die Einsicht, dass eine Aufholjagd „mit Ansage“ gelingen kann, die ich selbst noch vor kurzem ins Reich der Fabel verwiesen hatte. Ob es am Ende für die europäische Bühne reicht, muss man natürlich abwarten. Am Samstag indes war mir das völlig egal. Stunden nach dem Spiel schwirrten mir unaufhörlich Städtenamen durch den Kopf: „… Kopenhagen … Rotterdam … Mailand … Teneriffa …“ ( es ist mir sowas von schnurz, ob die Städteauswahl dereinst in Karlsruhe geprägt wurde), und es ist nicht auszuschließen, dass der eine oder andere Passant ob des leise summenden, vielleicht auch laut singenden Spinners mit dem Kopf schüttelte.

Ich habe dann auch gleich eine kurze Recherche angestellt und durfte feststellen, dass Steaua derzeit auf dem CL-Qualifikationsplatz steht, während Dinamo und Rapid sich noch berechtigte Hoffnungen auf die Teilnahme am Uefa-Cup machen dürfen. Die Roma ist seit dem Wochenende definitiv für das internationale Geschäft qualifiziert, der FC København nahezu, Brøndby hat noch ganz gute Chancen. Feyenoord ist die Uefa-Cup-Teilnahme als zweifacher Pokalfinalist nicht mehr zu nehmen, Inter ist auf jeden Fall dabei, und auch bei Milan müssten Pferde und Apotheke sich gewaltig anstrengen, um die Europapokalqualifikation zu verhindern. Nur die Woche Sandstrand scheidet aus, nachdem sich CD Tenerife vor einer Woche von der Hoffnung auf einen Uefa-Cup-Platz verabschieden musste und für die kommende Saison gar die Zweitklassigkeit droht.

Kirche im Dorf lassen? Hab ich schon am Samstag nicht getan, als ich einen Kantersieg vorhersagte. Ok, war vermessen, aber für einen Sieg hat’s gereicht. Leverkusen hadert, klar, würde ich wohl auch tun. Vor allem mit Barnetta. Dass Bayer auch mit dem Schiedsrichter nicht zufrieden war, ist nachvollziehbar, und der Fußballgott war möglicherweise nicht auf ihrer Seite. Sie haben eine starke Leistung gezeigt, waren in der ersten Halbzeit die deutlich bessere Mannschaft, wussten spielerisch, läuferisch und taktisch insbesondere in Unterzahl zu überzeugen, aber es kam eben nichts dabei heraus. Jens Lehmann stand im Weg.

Dabei war es in den ersten Minuten alles andere als klar gewesen, dass Bayer zunächst so dominieren würde. Beide Mannschaften waren offensichtlich mit der Vorgabe auf den Platz gegangen, das Spiel von der ersten Minute an zu bestimmen, was fünf Minuten lang in ein herrlich anarchisches Auf und Ab mündete, in dessen Verlauf Timo Gebhart die Führung auf dem Fuß Schienbein?Knie?Oberschenkel? hatte, ehe die aggressiven Leverkusener doch die Oberhand gewannen und die Partie dominierten. Defensiv hatten sie sich gut auf die starke linke Stuttgarter Angriffsseite eingestellt, und offensiv machten sie mit der rechten Stuttgarter Seite, was sie wollten. Celozzi und Gebhart waren zu keinem Zeitpunkt in der Lage, Kroos und Kadlec Einhalt zu gebieten, und da noch dazu der sonst stets zu Hilfe eilende Träsch mit seinen eigenen Aufgaben kaum fertig wurde, konnte man von Glück reden, dass Leverkusen bis zur Pause nur einmal und der VfB gar ebenso oft getroffen hatte.

Während der Pause war ich dann sehr überrascht, dass sich mit Khedira nur ein Spieler aufwärmte; hatte ich doch Ersatz für Celozzi, Tasci, Gebhart, vielleicht gar Träsch gewünscht und für den angeschlagenen Molinaro befürchtet. Doch wieder einmal wusste der Trainer offensichtlich, was er tat. Träsch machte rechts hinten dicht, entlastete damit Gebhart und sorgte selbst für Schwung nach vorne, Khedira gab, trotz verletzungsbedingt noch etwas ausbaufähiger Dynamik, den Patron, Kuzmanovic blühte an seiner Seite deutlich auf, und die Innenverteidigung stabilisierte sich merklich, was natürlich auch daran lag, dass Leverkusen meines Erachtens nicht nur der Stuttgarter Stärke wegen, sondern auch aus eigenem Antrieb ein wenig zurückhaltender agierte – obschon sie immer wieder für gefährliche Gegenangriffe gut waren. Der VfB indes schnürte die Gäste nun in der eigenen Hälfte ein und ließ in einzelnen Phasen keine Befreiung zu. Dass man dabei keinen Treffer erzielte, ist nur zum Teil kritikwürdig, vor allem aber dem großartigen René Adler zuzuschreiben, der zwischen der 60. und 70. Minute zudem so lange versuchte, das Spiel schnell zu machen und Gegenangriffe zu initiieren, bis Jupp Heynckes eine stille Post einleitete: er schickte Rüdiger Vollborn zur Eckfahne, der den sich aufwärmenden Lars Bender mit eindeutigen Handzeichen animierte, zu Adler zu gehen, um diesen mit ebenso eindeutigen Handzeichen zu etwas langsamerem Spiel aufzufordern.

Wer jedoch daraufhin wie ich gedacht hatte, Bayer wolle nun nur noch den Punkt retten, sah sich getäuscht. Statt dessen gönnte sich der VfB eine kleine Auszeit und nahm das Tempo ein wenig heraus, was postwendend in gefährlichen Leverkusener Angriffen resultierte, die Jens Lehmann erfreulicherweise als persönliche Herausforderung auffasste – und mit Bravour bestand.

Zwischenzeitlich war Alex Hleb auf den Platz gekommen und hatte mich mit zahlreichen Ballverlusten und anschließender Untätigkeit so sehr in Rage versetzt, dass ich öffentlich dafür plädierte, zu zehnt weiterzuspielen – glücklicherweise erhörte mich niemand, so dass Hleb Pogrebnyak brillant einsetzen konnte, dessen Hereingabe auf Umwegen ihren Abnehmer fand, über den an anderen Stellen genug gesagt wird: Cacau!

Der Rest war Grinsen.

Ach, und falls es mit Mailand oder Teneriffa nicht klappen sollte, würde ich auch Liverpool, Rome oder einfach anywhere nehmen.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=onKrpUeocUk]

Ach, und was ich auf keinen Fall unterschlagen möchte:
Abschied ist ein scharfes Schwert, Teil 2 -diesmal ging die Rückschau bis zum Europapokalfinale gegen Neapel, mit Maradona im VfB-Trikot bei der Pressekonferenz:

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(via lostboys99, natürlich)