Was machen eigentlich… die Lehrgangsbesten?

Ein bisschen enttäuscht bin ich ja schon von “meinem” Verein.

Tayfun Korkut ist also neue Trainer der U19. So weit, so gut. Es lässt mich kalt, dass er aus Hoffenheim kommt, unabhängig davon, ob da grade ein gewisser Trend zu verzeichnen ist. Es ist mir auch völlig egal, dass er seine Jugend bei den Blauen verbracht hat. Aber: er zählte nicht zu den Lehrgangsbesten. Zumindest wird das nicht kommuniziert. Schließlich wissen wir vom neuen Trainer der U17, Thomas Schneider, dass er den 57. Lehrgang als Zweitbester abgeschlossen hat. Drittbester war übrigens Sascha Lewandowski. Oder Markus Gisdol. Vielleicht ja auch beide. Aller Ehren wert, sowas. Korkut hat indes nur absolviert. Wo kommen wir denn da hin?

Mittlerweile soll’s ja schon Vereine geben, die’s unter einem Lehrgangsbesten nicht mehr machen. Die bürgen für Qualität. Zur neuen Saison bekommen also Leverkusen und Hoffenheim ein solches Exemplar. St. Pauli wartet in der zweiten Liga gar mit den Lehrgangsbesten von 2004 (André Schubert) und 2011 (Jan-Moritz Lichte) auf, und in Liga drei setzen Osnabrück mit Uwe Fuchs (class of 2002) bzw. Bielefeld mit Markus von Ahlen (2006) auf frischen Wind aus der Hennes-Weisweiler-Akademie. Der neue Schalker Trainer, der schon seit ein paar Wochen da ist, war Lehrgangsbester 1984, sein Co-Trainer Gisdol vielleicht Drittbester 2011 (s.o.).

Die deutsche U19 hat ebenfalls einen neuen Lehrgangsdrittbesten verpflichtet, dessen bisherige Trainerkarriere allerdings gar nicht so wahnsinnig glanzvoll verlief. Dass der DFB-Nachwuchs die sicher geglaubte EM-Qualifikation verpasste, ist aber sicherlich Zufall. Genau wie Christian Ziege musste sich auch der Primus des 53. Lehrgangs (2007), Karsten Baumann, der seine Lizenz im Übrigen “mit besonderer Auszeichnung” erhalten hatte, vorzeitig aus der Zweitligasaison 2010/2011 verabschieden – die Vereine taten es ihnen später nach. Auch den ergebnismäßig zweiten Mann hinter Baumann, Marco Pezzaiuoli, werden wir in der kommenden Saison erst einmal nicht bei den Bundesligapressekonferenzen sehen. Schade.

Vermutlich hab ich den einen oder die andere vergessen bzw. weiß nicht um deren Prüfungserfolg. Zumal der DFB, soweit ich das nachvollziehen kann, erst ungefähr seit dem Jahrtausendwechsel offensiv mit Mitteilungen über die Lehrgänge und deren herausragende Absolventen umgeht. Sozusagen die Professionalisierung der Medienarbeit in der Ära Rutemöller. Die allerdings noch unvollendet scheint.

Wie auch immer: wenn man ein bisschen sucht, findet man eine Reihe von Namen, die ihre Fußballlehrerlizenz als Lehrgangsbeste erworben haben bzw. zumindest “zu den Besten” zählten, und nicht bei allen klingelt’s sofort. Oder wer kennt Kai Timm? Jörg Halfenberg? Thomas Sinz? André Malinowski? Thomas Krücken? Mario Himsl? Stefan Sartori? Hans-Dieter Flick? Ich zumindest kannte sie nicht. In zwei oder drei Fällen glaube ich, den Namen schon einmal gehört zu haben, aber das war’s dann auch.

Muss ja nichts Schlechtes sein, wenn diese Leute als Stützpunkttrainer oder auch bei Profivereinen den Nachwuchs fördern, ganz im Gegenteil. Das tun übrigens auch Ex-Profis wie die bereits genannten Schneider und Lewandowski, oder Olaf Janßen in Aserbaidschan. Iraklis Metaxas ging gestärkt aus dem jüngsten Revirement beim VfL Bochum und ist nunmehr “Cheftrainer Nachwuchs”. Die Ex-Nationalspielerinnen Anouschka Bernhard (Zweitbeste 2009 und mehrjährige Jugendkoordinatorin bei Hertha BSC) und Maren Meinert, die 2004 zu den Besten zählte, trainieren DFB-Juniorinnen.

Jürgen Klopp und Thomas Tuchel, die häufig als erste genannt werden, wenn es um gut ausgebildete und ausbildende deutsche Trainer geht, tauchen in den DFB-Pressemitteilungen nicht exponiert auf. Sieht man indes genauer hin, findet man Hinweise, wonach Tuchel 2006 als Zweitbester abgeschlossen habe, während Klopp für sein Ergebnis 2005 die Erklärung der Nebenbei-Betreuung eines Bundesligisten geltend machen kann – was der damalige Primus Robin Dutt auf Nachfrage auch gerne für ihn übernimmt. Zudem hat Klopp mit Zeljko Buvac einen der Jahrgangsbesten von 2000 an seiner Seite.

Wenn wir grad beim Jahr 2000 sind: da gab’s ja noch einen Kurs. Den für verdiente Nationalspieler und -spielerinnen. Leider habe ich bisher keine Hinweise gefunden, wer damals der oder die Lehrgangsbeste gewesen sei. Von absoluten Resultaten ganz zu schweigen…

Vielleicht hält diese Ungewissheit ja den einen oder anderen Verein davon ab, sich die Dienste der Herren Brehme, Kohler, Immel oder Buchwald zu sichern. Dieter Eilts sei übrigens Jugendkoordinator beim VfL Oldenburg.

Einige weitere prominente Lehrgangsbeste (oder deren unmittelbare “Verfolger”) sind meines Wissens zur Zeit auf dem Markt, beispielsweise Michael Frontzeck, Holger Gehrke oder Thomas Doll.

Formal nicht auf dem Markt ist ein weiterer Lehrgangsbester: Lothar Matthäus.

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Hier noch ein paar unvollständige Namen und Quellenangeben:

18. Lehrgang, 1972
In der Akademie in Köln bestand [Sepp Piontek] als Jahrgangsbester die Prüfung.

29. Lehrgang. 1984
Während dieser Zeit erwarb [Ralf Rangnick] an der Sporthochschule Köln im Fußball-Lehrer-Lehrgang als Jahrgangsbester mit einem Notendurchschnitt von 1,2 die Fußballlehrer-Lizenz

45. Lehrgang, 2000
Lehrgangsbester war Peter Starzmann, Co-Trainer von Ralf Rangnick beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart.
[Zeljko] Buvac, der 2000 als einer der Jahrgangsbesten den 45. Fußballlehrer-Lehrgang bestanden hatte

46. Lehrgang, 2001
So gab es diesmal gleich drei Lehrgangsbeste: Michael Frontzek (sic!), Holger Gehrke und Iraklis Metaxas wurden hierfür besonders geehrt.

47. Lehrgang, 2002
Der Ehrenpreis ging in diesem Jahr an den ehemaligen Bundesligaprofi Uwe Fuchs.

48. Lehrgang, 2003
Als beste Absolventen wurden Hans-Dieter Flick und Thomas Doll […] ausgezeichnet.

49. Lehrgang, 2004
Als Jahrgangsbeste […] wurden bei der Feierstunde Maren Meinert, Olaf Janßen und Andre Schubert gesondert ausgezeichnet. 

50. Lehrgang, 2005
Als Lehrgangsbeste wurden Robin Dutt (Stuttgarter Kickers) und Kai Timm (DFB-Stützpunkt-Koordinator Niederrhein) ausgezeichnet.

51. Lehrgang, 2005
Daher zeichnete er die beiden Lehrgangsbesten – stellvertretend für den Lehrgang – aus. So erhielt Jörg Halfenberg den NRW-Preis, Thomas Sinz wurde der DFB-Wimpel verliehen.

52. Lehrgang, 2006
Als Lehrgangsbester wurde der ehemalige Profi Markus von Ahlen […]ausgezeichnet.

53. Lehrgang, 2007
Als Lehrgangsbester wurde der ehemalige Fußball-Profi Karsten Baumann […] geehrt. [… Baumann] erhielt seine Lizenz mit besonderer Auszeichnung. […] Überdurchschnittliche Leistungen erbrachten auch zwei Teilnehmer, die den Lehrgang gemeinsam mit der zweitbesten Note abschlossen: Marco Federico Pezzaiuoli und André Malinowski.

54. Lehrgang, 2007
Als Lehrgangsbester wurde anlässlich der Feierstunde in Köln ein früherer Kölner Fußball-Profi ausgezeichnet: Dirk Schuster. 

55. Lehrgang, 2009
Lehrgangsbester ist St. Paulis Trainer Holger Stanislawski, als Zweitbeste des Lehrgangs schnitt die ehemalige Nationalspielerin (47 Länderspiele) Anouschka Bernhard ab, die heute als Jugend-Koordinatorin für Hertha BSC Berlin zuständig ist. Das drittbeste Ergebnis erzielte Stefan Sartori.

56. Lehrgang, 2010
Lehrgangsbester wurde Mario Himsl, der DFB-Stützpunktkoordinator im Fußball-Verband Mittelrhein und Trainer der Bundeswehr-Nationalmannschaft. Als Zweitbester ging Thomas Krücken, der U 17-Trainer von Hertha BSC, aus den Prüfungen hervor, dicht gefolgt von Christian Ziege.

Lehrgang 57, 2011
Lehrgangsbester wurde Jan-Moritz Lichte, Co-Trainer von Andre Schubert beim Zweitligisten SC Paderborn.
2010 schloss [Thomas Schneider] den Trainerlehrgangs (sic!) des DFB an der Hennes-Weisweiler Akademie in Köln als zweitbester seines Jahrgangs ab.
Als Drittbester von 27 Teilnehmern hat [Sascha Lewandowski] den einjährigen Lehrgang abgeschlossen. (alternativ: “Als einer der drei Jahrgangsbesten…“)
Wenige Tage später bestand [Markus] Gisdol als Drittbester unter 27 Teilnehmern die Prüfung zum Fußball-Lehrer – und dann kam Schalke.

Dreckssieg (© Bruno Labbadia)

Eigentlich hatte ich eine ziemlich genaue Vorstellung, wie die TV-Nachbetrachtung des VfB-Spiels gegen Mainz aussehen sollte: ich wollte einen zickigen Thomas Tuchel erleben. Einen, der über die Ungleichbehandlung durch den Schiedsrichter schimpft. Der Quervergleiche zu anderen Spielen zieht, wo man für weniger vom Platz geflogen sei oder für deutlich mehr eben gerade nicht. Der vielleicht über das Verhalten der Stuttgarter Bank schimpft, oder über die Ungerechtigkeit der Welt.

War aber gar nicht nötig. Er projizierte seine Verärgerung, als Witz verpackt, auf Boris Büchler. Der kann das ab. Hauptsache, Tuchel war verärgert. Hatte ja auch durchaus Grund dazu. In den meisten Statistiken hatte seine Mannschaft die Nase vorn. Vor allem bei den Bällen, die von der Linie gekratzt wurden. Risses Schuss von Molinaro, Bungerts Kopfball von Funk, und Ulreich hatte gegen Allagui(?) gezeigt, dass er in Sachen Reaktionszeit konkurrenzfähig ist.

Pavel Pogrebnyak ist auch konkurrenzfähig. In punkto Engagement. Bei Laufstärke und Einsatzhärte. Wenn es darum geht, den Ball zu halten und abzudecken. Und die Zähne zusammen zu beißen. Seinem Einsatz vor dem 1:0 hätte ich in der Berichterstattung etwas mehr Aufmerksamkeit gewünscht. In meiner Stadionecke, die diesmal etwas weiter vom Spielfeld entfernt war als sonst – wir hatten einen sehr jungen Fan dabei, der sich nicht ganz so tief ins Getümmel stürzen sollte –, waren wir uns einig, dass Pogrebnyak bis zum Ende durchspielen und die medizinische Abteilung seinen doppelten Schienbeinbruch erst hernach feststellen würde. Oder womit auch immer er den Siegtreffer erkauft hatte.

Bruno Labbadia spielte nicht mit. Er nahm den russischen MittelÜberallstürmer vom Platz und brachte Georg Niedermeier, um den Sieg zu sichern. Seine dritte richtige Auswechslung, auch wenn die ersten beiden nach meinem Geschmack durchaus ein wenig früher hätten kommen dürfen. Aber wenn Harnik und Gebhart in den kommenden Wochen stets für den Sieg sorgen, bin ich auch schweren Herzens bereit, Cacau und Gentner jeweils über eine Stunde lang zuzusehen.

Letzterer hatte beim Anblick des Geläufs wohl an eine Trabrennbahn gedacht und seine Spielweise entsprechend umgestellt optimiert. Etwas ernsthafter: natürlich ist es eine etwas knifflige Situation, wenn für drei der besten Spieler im Kader insgesamt nur zwei Plätze zur Verfügung stehen. Und wenn der einzige der drei, der auch auf einer anderen Position sehr gute Leistungen bringen kann, auf der umstrittenen Position quasi unersetzlich ist. Aber es ist niemandem geholfen, wenn einer der beiden anderen auf Teufel komm raus in der ersten Elf untergebracht werden muss. Beide, Gentner wie Kuzmanovic, sind für eine Außenposition im 4-4-2 mit Doppelsechs nur bedingt geeignet. Wenn Gentner noch dazu auf der ungewohnten rechten Seite antreten muss, sollte man wohl nicht mehr erwarten als das, was er gestern angeboten hat.

Natürlich kann es sein, dass der Trainer keine andere Wahl hatte, weil weder Gebhart noch Harnik bereits wieder für 90 Minuten fit war. Aber das dürfte sich bis zum nächsten Spiel beheben lassen. Mindestens einer, gerne auch alle beide, sollte(n) Tempo und Dynamik ins Spiel bringen. Und Torgefahr. Vielleicht auch ein wenig Kreativität.

Da gerade von Kreativität die Rede ist: Tamas Hajnal wäre kein Königstransfer. Aber vielleicht auch kein ganz schlechter. Weil er gute Bälle spielen kann. Weil er aus dem Mittelfeld heraus Torgefahr ausstrahlt. Wenn er so spielt wie einst in Karlsruhe. Ob er dazu in der Lage ist, kann ich allerdings nicht beurteilen. Es mangelt ihm sicherlich an Spielpraxis. Und ich weiß nicht, in welchem System ihn Bruno Labbadia einsetzen würde. Als halben Doppelsechser möchte ich ihn im Abstiegskampf nicht sehen. Wenn der Trainer indes über ein 4-2-3-1 nachdächte, mit Träsch und Kuzmanovic in der Zentrale, Hajnal davor, Gebhart und Harnik oder Didavi auf den Außenpositionen, dann hielte ich das zumindest für überlegenswert.

Aber grau ist alle Theorie. Entscheidend is auf’m Platz. Und da haben die VfB-Spieler gestern gezeigt, dass die sich mit dem Abstiegskampf so gut angefreundet haben, wie man es eben übers Herz bringt. Wobei es eine ganz besondere Freude war, auf den Außenpositionen der Viererkette endlich wieder gewonnene Defensivzweikämpfe beklatschen zu dürfen. Molinaro hatte das eine oder andere Mal schwer zu kämpfen mit Schürrle, aber insgesamt konnte er seine Herkunft dann doch nicht verleugnen. Verteidigen können sie. Sehr schön auch die Zwei-Mann-Mauer, bestehend aus Molinaro und Boka, die Schiedsrichter Weiner zunächst etwa zwölf Meter vom Ball entfernt postiert hatte. Gemeinsam rutschten sie nach vorne, bis es noch deren neun waren. Boka war’s zufrieden, Molinaro nicht. So zog er seinen kleinen Nebenmann, dessen Frisur erneut fatale Erinnerungen an Christian Ziege weckte, standesgemäß bis zur Sechs-Meter-Marke, wo man die Freistoßflanke dann auch abwehrte.

Auf der anderen Seite war Patrick Funk eine Bank. An ihm war kaum ein Vorbeikommen, er zeigte sich lauf- und kampfstark, klärte kurz vor der Schluss auf der Linie und leitete, nicht zu vergessen, den Siegtreffer mit ein. Natürlich waren noch ein paar Abspielfehler zu viel dabei, auch der eine oder andere Stellungsfehler, und wenn Christian Fuchs Mitte der ersten Halbzeit, als er in der linken Halbposition im Strafraum offensichtlich vergessen worden war, eine der zahlreichen vernünftigen Optionen gewählt hätte, anstatt einen Mondball zu spielen, wäre Funk bei der Fehlersuche in der Verlosung dick dabei gewesen. War aber nicht so.

Der VfB glänzte nicht. Und arbeitete auch nicht immer effizient. So hätte man sich nach der Pause eine Viertelstunde lang gewünscht, dass nicht jeder gewonnene Ball postwendend wieder dem Gegner in die Beine gespielt wird. Wie gesagt: die Mannschaft arbeitete nicht immer effizient. Aber sie arbeitete. Und sie arbeitete effektiv. Christian Träsch gewann 800 Bälle. Er verlor auch ein paar mehr als sonst. Und zwischendurch hatte ich Sorge, er leide am Cacau-Syndrom und meine, alles machen zu müssen (immerhin: das Symptom “über alles und jeden meckern” trat nicht auf). Als Gebhart und Harnik ins Spiel kamen, war ich dieser Sorge ledig. Träsch hielt sich etwas zurück, konzentrierte sich auf die Defensivarbeit und überließ insbesondere Gebhart die Initiative. Gefiel mir.

In der ganze Euphorie sang ich einmal kurz “Niemals zweite Liga” mit. War ein Versehen. Da will ich eigentlich nicht mitmachen. Es reicht mir, dass der VfB im Abstiegskampf steckt, ich muss es nicht auch noch lauthals hinaustrompeten. Ich weiß es. Die Spieler scheinen es zu wissen. Falls doch nicht, lassen sie es sich von mir auch nicht sagen. Realitätsverweigerung? Vielleicht. Aber wer kann nach so einem Dreckssieg schon auf dem Boden der Tatsachen bleiben?

Heute stand dann noch ein Fußballspiel an. Im Fernsehen. In Köln. Lautern-Köln. Presseeinladung der Telekom, die das weltweit allererste Spiel der gesamten deutschen Bundesliga in 3D übertrug. Ein Kracher. Mit Stadionwurst, Pommes und Kaltgetränken. Wir haben ein kleines Bloggertreffen daraus gemacht. Schön war’s. Das Bloggertreffen. Interessant war’s. Das 3D-Dingens. Dass es noch in den Kinderschuhen steckt, versteht sich von selbst. Ob die Telekom recht hat, wenn sie sich überzeugt gibt, dass das Thema ein großes sei, werden wir sehen. Zumindest sehen die Brillen mittlerweile schon nahezu stylish aus.

Und wie ich so in Köln am Rhein zur U-Bahn ging, die drei erlebten Dimensionen im Kopf, begann ich leise zu summen:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=XEC1i0zoZ5k]

Update:
Teilweise sehr detaillierte Betrachtungen zum dreidimensionalen Fußball gibt es hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier … (tbc)

Love's Labour's Lost

Ich habe keinen Einblick in interne Abläufe. Weiß nicht, ob der Trainer den Verantwortlichen gesagt hat, dass er die Spieler nicht mehr erreiche. Ob er, wie einst Thomas Hörster, nicht mehr an den Klassenerhalt glaubt. Ob er zu engen Umgang mit Frau Hundt pflegt. Ob ihm ein Angebot des Schweizer Fußballverbands vorliegt, das er nicht ablehnen kann. Ach, was weiß denn ich. Ich kann mir kein Urteil erlauben. Und tu’s trotzdem.

Die letzte Trainerentlassung, über die ich derart den Kopf schüttelte, war die von Jörn Andersen in Mainz. Der Zeitpunkt erschien mir damals noch ungeeigneter als heute bei Christian Gross. Wenige Tage vor Saisonbeginn, nachdem man die ganze Vorbereitung mit einem anderen Trainer absolviert hatte, einem Trainer, der die Mannschaft zum Aufstieg geführt hatte, wurde damals Thomas Tuchel berufen. Sicher kein Fehler, im Nachhinein betrachtet. Vielleicht sage ich das in einigen Monaten auch über den heutigen Schritt des VfB, man kennt ja diese wendehalsigen Fans.

Heute aber verstehe ich es nicht. Bin sauer. Erarbeite Verschwörungstheorien, in denen der Aufsichtsratsvorsitzende und der Hauptsponsor, ein Blauer, exponierte Rollen einnehmen. Bin geneigt, über die Fäden zu ätzen, die an einem Holzkreuz über Fredi Bobics Kopf hängen und die mindestens ein anderer in der Hand hält. Habe Horrorvisionen, angesichts derer ich mich frage, wem ich meine Dauerkarte bis November 2011 abtrete, falls der ehemalige Beinahebundestrainer mit dem blauen Anzug tatsächlich seinen Dienst hier antreten sollte (wohl wissend, dass ich vermutlich dennoch ins Stadion ginge). Versuche vergeblich, mir ein ernst zu nehmendes Szenario vorzustellen, in dem es sinnvoll sein könnte, bei zwei Wochen Pause bis kurz vor dem nächsten Spiel zu warten, ehe man die Pferde wechselt. Möchte kotzen. Harre nicht der wohl formulierten Erklärung der Vereinsführung. Sie mag angesichts der jüngsten Aussagen von Herrn Gross, wonach der Verein den Schwerpunkt auf den Stadionumbau (und nicht auf die sportliche Entwicklung) gelegt habe, Formulierungen wie “vereinsschädigend” oder “nicht bieten lassen” enthalten, oder aber, um arbeitsrechtliche Schwierigkeiten zu vermeiden, butterweich formuliert sein – es ist mir egal. Frage mich einmal mehr, wie gut die Idee war, fußballfremde, aber in der Leitung von Unternehmen erfahrene Manager in der Vereinsführung zu installieren – wegen ihrer “Professionalität”. Hinterfrage meine Definition von Professionalität… nein, die ist in Ordnung. Bin versucht, der Stuttgarter Zeitung ein Glückwunschschreiben zu schicken.

Ertappe mich dann – man ist ja Fan – trotz allem bei der Überlegung, was Jens Keller wohl kann. Als Jugendtrainer hat er gute Arbeit geleistet, als Assistent kann ich es nicht beurteilen. Falls jemand Jens Keller nicht kennt, hier ein Zitat aus der Wikipedia:

“Jens Keller spielte viele Jahre als solider und verlässlicher Verteidiger im deutschen Profi-Fußball.”

Na also. Solidität und Verlässlichkeit, das brauchen wir. Bräuchte übrigens auch die Vereinsführung – Vertragstreue und so. Immerhin haben wir in den letzten Jahren gesehen, dass die ganz großen Nachwuchshoffnungen in der deutschen Trainerszene selten die ganz großen Spieler waren. Von der fußballerischen Reputation her dürfte Jens Keller den Herren Rangnick, Klopp und Tuchel etwas näher stehen als Kohler, Brehme und Littbarski. Werde ich polemisch? Das tut mir leid. So ist es halt manchmal, wenn man wütend ist. Übrigens war Brehme schon als Co-Trainer in Stuttgart tätig und Kohler mindestens einmal heißer Trainerkandidat. Honi soit…

Ich gönne Jens Keller diese Chance. Grundsätzlich. Und ziehe eine verlängerte Interimslösung jedem Versuch mit Daum, Balakov oder einem anderen Helden der Vergangenheit vor. Aber ich will mich heute noch nicht damit befassen. Ich will Christian Gross nachtrauern. Seine Verdienste würdigen. Sein “sich nich nicht vereinnahmen lassen” feiern. Ich will schmollen. Mich aufregen. Die Kompetenz der Vereinsführung anzweifeln. Sie beschimpfen. Den Aufsichtsratsvorsitzenden vom Hof jagen.

Ach, lassen wir das. Love’s Labour’s lost.

Klostrabacher Alpirs… (II)

Die Fußballbloggertreffenstädtereise ging weiter. Von München aus führte mein Weg direkt nach Berlin, wo ich im Auftrag des Berliner Kurier den werten Kollegen @bunkinho unterstützen sollte, den Klassenerhalt des FC Union endgültig zu sichern. Oder so ähnlich.

Von vorne: Nachdem bei meinem ersten Treffen mit dem geschätzten Herrn @saumselig vom Textilvergehen (damals noch ohne schicke Visitenkarte) ein besonderes Highlight den anschließenden beruflichen Termin ein wenig erschwert hatte, meinten es sowohl der eigene Terminplan als auch ILOG diesmal deutlich besser: ich hatte Zeit, und Union ein Heimspiel.

Noch dazu war das Wetter gut, sodass einer Spielvorbereitung zu Wasser nichts im Wege stand – @saumselig hatte für mich einen Platz auf einem der Boote ergattert, die ganz Union, ein paar Bielefelder und eben mich nach Köpenick schipperten. “Ganz Union” umfasste für mich, neben vielen anderen singenden Menschen, ganz konkret die mitreisenden @rüpel und @hoenower sowie @rudelbildung, @bunkinho und @NuSajaz auf den anderen Booten, während ich mit dem verhinderten @spielbeobachter, mit @keanofcu und der nicht zwingend Union zuzurechnenden @Maria_Berlin immerhin in der gleichen Stadt, später gar im selben Stadion war und per Twitter austauschte.

Genau. Das Stadion. Hatte für mich etwas sehr viel Amateurhaftes. Also was zum Liebhaben, meine ich. Wie bereits angedeutet, hatte mir die Sportredaktion des Berliner Kurier einen Pressezugang ermöglicht, sodass ich mich recht frei im Stadion bewegen und mir alles -unter kundiger Führung von @saumselig- ganz genau ansehen konnte – natürlich das Stadionbauerdenkmal, die Anzeigetafel, den, hm, ungewöhnlichen Spielertunnel, die ebenso ungewöhnliche Mixed Zone, undsoweiterundsoweiter. War schön.

Vielleicht sollte ich zwischendurch erwähnen, dass ich Berichten über “etwas andere” oder auch Kultvereine durchaus zurückhaltend gegenüber stehe und auch Bezeichnungen wie “Magischer FC” oder “1. FC Wundervoll” eher reserviert zur Kenntnis nehme, egal ob man dort im Training Schopenhauer zitiert, eine explizit politische Fanszene hat oder eben sein Stadion selbst baut. Nicht dass ich die jeweiligen Leistungen klein reden wollte, weit entfernt – letztlich müssen sich jedoch auch diese Vereine im sportlichen Wettbewerb beweisen. Mag sein, dass sie auch mit Misserfolg anders umgehen – völlig abnabeln von sportlichen Kriterien können sie sich gleichwohl nicht. Holger Stanislawski hat sich in den letzten Monaten, soweit ich das verfolgen konnte, mehrfach in diese Richtung geäußert, Jürgen Klopp und Thomas Tuchel haben nach meinem Verständnis deutlich gemacht, dass es nicht reicht, ein Karnevalsverein zu sein, und auch Uwe Neuhaus lässt sich am sportlichen Erfolg messen.

Nach diesem kurzen Exkurs stelle ich gleichwohl fest, dass mir die Stimmung und das Drumherum in der Arena im Stadion an der Alten Försterei verdammt gut gefallen haben. Ganz besonders hat es mir ein Fangesang angetan, der zu den großartigsten zählt, die ich in den letzten Jahren gehört habe. Sicher, es mag auch ein Verdienst der Union-Anhänger sein, dass “Du bist der beste Mann” aus der betulichen Ecke von “Good Night Ladies” oder “Rucki Zucki” herausgeholt und mit Hilfe von Hartmut Torsten Mattuschka dem schmissigeren Frankie Valli zugeführt wurde; vor allem aber haben sie mich mit ihrer Ode an den Verein im Hardchorus-Stil mächtig beeindruckt:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=NWby6GBPRvY]

Wie das Spiel war? Naja, so wie’s im zugehörigen Texttonvergehen gesagt wird: Ich habe schon bessere Konter gesehen. Union gewann 3:0 und sicherte so endgültig den Klassenerhalt. Mit etwas mehr Struktur in den Kontern hätte man das Spiel sicherlich noch früher noch klarer entscheiden können. Brunnemann war stark, die Mitte mit Peitz und Younga-Mouhani drängte sich als Alternative zu Schweinsteiger – Khedira auf, Menz steigerte sich, Dogans Freistoß gefiel.

Um mich an Mattuschkas Laufstil zu gewöhnen, brauche ich wohl noch ein paar Tage, aber die 7 Spiele bis zum Finale sollten reichen.

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Herzlichen Dank an @saumselig, @rudelbildung und @bunkinho – ich freu mich auf ein nächstes Mal, möglichst auch dann ohne chinesisches Essen.

Bestandsaufnahme

Man gibt ja so manchen Blödsinn von sich im Lauf einer langen Bundesligasaison. Als Spieler. Als Trainer. Als Manager oder Präsident. Aber auch als Blogger und Fan. Während die Erstgenannten gerne einmal von ihren Fehleinschätzungen eingeholt werden (von außergewöhnlich hell leuchtenden Ex-Spielern, Trainern, Präsidenten und WM-ins-Land-Holern soll hier nicht die Rede sein), kann sich der unscheinbare Beobachter gemeinhin darauf verlassen, dass ihm sein Geschwätz von gestern nicht um die Ohren fliegt. Wo kein Kläger und so, mangels Relevanz und Reichweite.

Das kann ich nicht akzeptieren. Ich stelle mich. Kurz vor Saisonende, in Erwartung der anstehenden Entscheidungen, lasse ich meine Torheiten Prognosen und Einschätzungen Paroli laufen und versuche zu überprüfen, ob die eine oder andere sich noch als richtig erweisen könnte und wo ich bereits heute einräumen muss, furchtbar daneben gelegen zu haben. Nach dem Ampelprinzip.

Teilweise handelt es sich dabei um die “großen” Fragen wie “wer wird Meister”, “Wo landet der VfB” oder ähnliches, teilweise aber auch um Kleinigkeiten. Sicherlich habe ich das eine oder andere übersehen, und an einigen Stellen kann man wohl auch über die Schriftfarbe diskutieren.

Genug der Vorrede. Hier die Übersicht, die ich nach Saisonende, vielleicht auch nach und nach, nochmals aktualisieren werde:

23. Juni 2009:

Klaas-Jan Huntelaar. No way.

14. Juli 2009:

Marica nicht explodiert, Julian Schieber noch ein paar Tage braucht und Cacau seinen Status als ganz guter Bundesligastürmer nicht entscheidend nach oben korrigieren wird

Irgendwann wird die erste Krise der Ära Babbel kommen, und wenn er dann nicht vor Ort ist, wird sich die Frage stellen, ob Neuvorstand Heldt ein weiteres mal so rasch und konsequent handelt wie bei Giovanni Trapattoni und Armin Veh.

habe den Eindruck, dass es [der Brustring] ein sehr schönes, ambitioniertes Projekt wird.

17. Juli 2009, rasenschachmagazin:

Wenn alles positiv verläuft, schätze ich, dass sich der VfB am Ende zwischen den Plätzen 3 und 5 befinden wird.

Für die Beiden [Träsch und Cacau] war es ein nettes Bonbon, aber ich sehe sie nicht zwingend auf Dauer als Nationalspieler.

Meine Geheimtipps sind Timo Gebhart und Georg Niedermeier, denen ich zutraue, einen Riesensprung zu machen.

7. August 2009, ballpodder:

So richtig kann das da vorne [im Sturm] noch nicht funktionieren. Den Abgang von Gomez kann man gar nicht hoch genug einschätzen.

Ich glaube, das Khedira eine absolute Führungsposition übernehmen wird.

Ich glaube nicht, dass Hitzlsperger noch einmal so eine schlechte Hinrunde spielen kann wie im Vorjahr.

bin überzeugt, dass Lehmann noch einmal eine sehr gute Saison spielt.

8. August:

[Hleb], der sich hinter der Mittellinie in halblinker Position anspielen lässt und von dort in Serie zu begeisternden Soli aufbricht, die nicht selten zumindest in Tornähe enden, entweder mit einem eigenen Abschluss oder, häufiger, dem Zuspiel auf einen Mitspieler. Ich glaube nicht, dass er dieser Spieler noch ist.

Timo Gebhart setzte ein paar schön Duftmarken, denen zufolge die gegnerischen Hintermannschaften diese Saison auf den Außenbahnen möglicherweise recht flink sein müssen, um gegen Hleb und Gebhart zu bestehen.

4. Oktober 2009:

Auf der Gegengerade war ein erstes “Babbel raus!”-Plakat zu sehen, und ich habe wenig Zweifel, dass eben diese Diskussion deutlich an Fahrt aufnehmen wird.

6. Oktober 2009:

Der Tag, an dem der erste VfB-Neuzugang in Lederhosen vorgestellt wird, ist auch der Tag, an dem ich meine Dauerkarte zurückgebe.

19. Oktober 2009:

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich ihn [Elson] nicht für den Spieler halte, der das Offensivspiel des VfB auf Dauer bestimmen kann; Impulse als Einwechselspieler kann er gleichwohl setzen.

21. Oktober 2009:

in der Champions League scheinen die Chancen auf ein Weiterkommen eher theoretischer Natur

Meine Prognose? Babbel bleibt bis zur Winterpause. Und dann vermutlich auch darüber hinaus. Oder Heldt geht mit ihm.

17. November 2009, mylaola:

Wenn ich ehrlich bin, kann ich mir eine Rückrunde wie in der Vorsaison derzeit nicht vorstellen.

Also: der VfB landet zwischen 7 und 9, wobei ich insgeheim noch auf Platz 5 oder 6 (dann mit einem „günstigen“ Pokalsieger) hoffe.

Meister wird wieder Wolfsburg.

30. November 2009:

…wenn er [Staudt] […] tatsächlich voll und ganz von Babbel überzeugt ist und keinen Deut von seinem Trainer abrücken will, ziehe ich meinen Hut. Ich kann nur nicht so recht daran glauben.

6. Dezember 2009:

Aliaksandr Hleb, dessen Verpflichtung sich zu einem gravierenden Fehlschlag entwickelt …  frage ich mich ernsthaft, ob er von Arsène Wenger wirklich so viel gelernt hat, wie man gemeinhin vermutet. Er wirkt wie ein egoistischer Fremdkörper…

10. Dezember 2009:

Der zurückgekehrte Khedira hat deutlich gemacht, dass es möglicherweise etwas voreilig war, Kuzmanovic zum neuen Platzhirsch auszurufen.

…dürfte es für Cacau und Schieber eng werden mit einem Startelfplatz.

Auf den äußeren Mittelfeldpositionen gehe ich davon aus, dass Hleb und Gebhart erst einmal vor Rudy stehen

Wird Hitzlsperger nach seiner Verletzung mehr als ein Ergänzungsspieler sein? Ich glaube nicht, und frage mich, ob der Verein ihn mit Blick auf die WM ziehen lässt.

Auch bezweifle ich, dass Elson bei Gross eine wichtige Rolle spielen wird.

13. Dezember 2009:

Kamke: Ich will ihn nicht mehr sehen!
Blogger hat den Glauben an Lehmanns Professionalität verloren

14. Januar 2010, allesaussersport:

[1] Grundsätzlich traue ich dem HSV und Werder [bzgl. Uefa-Cup] schon einiges zu […] Werder kommt ins Finale

Tatsächlich traue ich auch den Bayern in der CL einiges zu. Halbfinale, würde ich sagen.

Demel ist gerade auf dem Basar beim Afrika-Cup und wurde gestern bei Milan, heute eben bei Sunderland und morgen vielleicht bei Atlético gehandelt, das kann ich noch nicht so ernst nehmen.

[3] Meines Erachtens wird sich Hitzlsperger sehr schwer tun, im WM-Kader zu bleiben, weil er auch in der Rückrunde beim VfB einen schweren Stand hat. Ich wäre nicht gänzlich überrascht, wenn sich da auf dem Transfermarkt noch etwas täte.

In der Defensivzentrale ist nicht abzusehen, wie es mit Tasci weitergeht.

[4] Gerade bei Reus und Brouwers muss man damit rechnen, dass sie ihr Niveau bzw. ihre Effektivität nicht ganz halten können – dann wäre man wohl auf die Torausbeute der südländischen Spieler angewiesen.

Michael Frontzeck hat mich ein Stück weit positiv überrascht; dass es reicht, kann ich indes noch immer nicht glauben.

Ich denke, dass irgendwann eine Phase kommen wird, in der er [Tuchel] nicht mehr ausschließlich gefeiert, sondern auch mal als Besserwisser kritisiert wird, und bin gespannt, wie er damit umgeht.

[5] Andererseits halte ich es durchaus für möglich, dass sich Wolfsburg in der Rückrunde fängt, weil man hinten wieder stabiler wird, Grafite im ersten zweiten Spiel doppelt trifft und plötzlich wieder alles von selbst läuft. Ohne Zutun des Trainers [Veh], von dem man sich anschließend unter Krokodilstränen trennt.

Er [Veh] ist bestimmt kein schlechter Trainer; als Manager  scheint er nur bedingt geeignet, und in Summe ist er meines Erachtens einfach überfordert.

In der vergangenen Saison assozierte man mit Hoffenheim vielerorts Dietmar Hopp, die Traditionsfrage, Disziplinlosigkeiten und das offensive, attraktive Spiel. Ohne letzteres dürften die Sympathien nicht unbedingt zunehmen.

Vor der Saison war ich überzeugt, dass man mit Simunic einen ganz wichtigen Transfer getätigt habe

1. Februar 2010:

Der Trainer hat immer recht

Nun gilt es, auf dem Boden zu bleiben, wobei ich auch in dieser Hinsicht […] viel Vertrauen in Christian Gross setze.

13. Februar 2010, NedsBlog:

inzwischen habe ich aber das Gefühl, dass er [Gross] sehr genau weiß, was er tut und was er will, und das setzt er dann auch konsequent um.

…geht sowas halt auch einmal nach hinten los. Christian Gross und Horst Heldt werden sich in den nächsten Wochen sehr genau überlegen, ob sie sich bemühen, ihn [Hleb] über den Leihvertrag hinaus zu halten.

[Nachwuchsspieler:] …bin ich überzeugt, dass man vom Großteil der Genannten noch einiges erwarten darf. Über allen steht dabei Khedira, aber gerade in Sebastian Rudy […] setze ich große Hoffnungen, und Gebhart ist natürlich auch ein Riesentalent, von dem ich hoffe, dass es in Christian Gross den richtigen Trainer zur richtigen Zeit bekommen hat.

Heute halte ich 5-16 noch für möglich, 6-11 für realistisch, und 6-8 für gut. 5 für überragend.

19. Februar 2010, Spielfeldrand Magazin:

Als Torschützenkönig sehe ich beide [Marica, Pogrebnyak] auf absehbare Zeit nicht.

Aus deutscher Sicht “unbedingt mit” muss meines Erachtens Sami Khedira, zudem würde ich Serdar Tasci und, wenn er sein Niveau beibehält, Christian Träsch mitnehmen. Weitere Kandidaten sehe ich für Joachim Löw (noch) nicht.

[Barcelona:] ich wäre zufrieden, wenn das Hinspiel nicht verloren ginge und der VfB mindestens ein Tor erzielte.

Ich gehe davon aus, dass der VfB die Partie bestimmen wird, was Ballbesitz und Spielanteile anbelangt. Köln wird defensiv gut stehen, ohne zu mauern, und seine Chance nach vorne auf jeden Fall suchen […]. Mein Tipp: 0-2

21. Februar 2010:

Und nein, ich sehe weder Cacau noch Hilbert in Joachim Löws Kader für Südafrika

24. Februar 2010:

wenn der VfB im Camp Nou nur 3 Tore schießt, müsste Barcelona schon 4 machen. Das schaffen die nie.

1. März 2010:

Der Abstieg ist nur noch eine theoretische Option. Der Uefa-Cup meines Erachtens auch. Würde mich interessieren, wer daran glaubt, dass man an Ostern noch ernsthaft vom internationalen Geschäft redet, nach den Spielen in Bremen, Gelsenkirchen und München.

14. März 2010:

Wobei die Wahrscheinlichkeit, dass Khedira in der nächsten Saison noch mit von der Partie ist, derzeit von Woche zu Woche sinken dürfte bzw. bereits jetzt ein all-time low erreicht haben könnte.

13. April 2010:

Mittlerweile bin ich sehr guter Dinge, dass der VfB den HSV noch überholt; Wolfsburg mit seinem künftigen Weltfußballer macht mir da deutlich mehr Sorgen.