Der lokale Fachhändler

In aller Regel bin ich bemüht, bei Neuanschaffungen örtliche Händler zu unterstützen, sofern die Budgetfrage bzw. der Online-Preisvergleich dem nicht allzu sehr widersprechen.

Spielwaren kaufe ich bei Spielwaren Kurtz, Sportartikel eher bei Breitmeyer oder früher Entress als bei Sportarena, Karstadt Sport oder Scheck, Bücher nicht mehr nur über Amazon, sondern am liebsten in der Papyrus Buchhandlung oder bei Wittwer, den Camcorder eher bei Hirrlinger als im Elektrogroßmarkt, Fleisch und Wurst beim Metzger Diehl.

Zwar handelt es sich nicht um ein strenges Prinzip; gleichwohl habe ich ein ganz gutes Gefühl, wenn ich die lokalen Fachhändler unterstütze, häufig sind auch Service und Fachwissen besser. Vielleicht kann ich ein wenig dazu beitragen, das hiesige Angebot zu bewahren und zu stärken, indem ich bei diesen in Stuttgart verwurzelten Händlern kaufe.

Wobei das mit der lokalen Verwurzelung so eine Sache ist, wie ich vor ein paar Tagen bei einem Blick in das Schaufenster von Waschmaschinen Möck feststellen musste:

Selbstverständlich steht es dem Händler frei, dieses Produkt zu verkaufen, und möglicherweise lockt er mit dem prominent über der Waschmaschine platzierten Bayern-Trikot auch den einen oder anderen Passanten an, vielleicht gar einige Käufer – schließlich findet man die Bayernfans in der ganzen Republik.
Mich allerdings befremdet es.

0 Gedanken zu „Der lokale Fachhändler

  1. Boah ist das grausam!!!

    Mir tun die Augen weh!!!

    Die Unterstützung der lokalen Händler finde ich lobenswert (ich bin nämlich auch einer … eine besser gesagt).

    Liebe Grüße

    Yvonne

    1. @heinzkamke … ich glaube nicht, dass du wirklich jemanden vertrieben hast, denn wir menscheln ja alle so sehr und schauen uns die grausamen Dinge gerne mehrmals an :-/

  2. (nebenbei: ist das so gewollt, dass da unten jetzt zwei verschiedene Kommentaraboklickfelder sind?

    ☑ Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren per E-Mail senden.

    ☑ Informiere mich über neue Beiträge per E-Mail.

    Habe zur Sicherheit mal beide angekreuzt)

  3. @Stadtneurotikr:
    Hm, schutzige Wäsche würde ich nicht unbedingt als Lehmanns Domäne sehen. Insgesamt war derlei in Stuttgart seit Kevin Kuranyis Abschied eher selten der Fall. Auch gegenüber dem geschiedenen Trainer hat sich bisher eigentlich nur Thomas Hitzlsperger in einer diekussionswürdigen Form kritisch geäußert.

    @probek:
    Die einen sehen einen normalen Auswuchs Aspekt der Globalisierung. Die anderen wundern sich, dass sich ein alteingesessenes und tendenziell ortsgebundenes Unternehmen entschließt, mit einem am Standort durchaus verbreiteten Feindbild zu werben.

    Danke für den Hinweis zu den Aboanklickfeldern, war mir so nicht bewusst. Da Du nun die Lösung kennst: Bezieht sich „Beiträge“ im zweiten Anklickfeld tatsächlich auf neue Blogtexte (E-mail statt RSS)?

    Egal wie: „volle Packung angedacht“ kann ich nur begrüßen 😉

    @Sebastian:
    Witzig. Ich hatte mit „Produkt“ die dritte Möglichkeit gemeint: das Trikot.

  4. Bezieht sich „Beiträge“ im zweiten Anklickfeld tatsächlich auf neue Blogtexte (E-mail statt RSS)?

    Jepp. Eine sinnvolle Funktion, vielleicht nicht ganz so sinnvoll beschriftet und platziert.

    Zum Thema: Dass „mit einem verbreiteten Feindbild geworben wird“, nehme ich mal als Kompliment. Irgendwas muss an der Marke ja dran sein, wenn die schon in der Stuttgarter Diaspora am PoS eingesetzt wird.

    Nebenbei: Das ist aber nicht das Original-Foto vom Tatort, oder?

  5. @STP1910:
    Klar, betriebswirtschaftlich gibt’s da -zumindest kurzfristig- wenig auszusetzen. Und ich glaube auch nicht, dass allzu viele VfB-Fans zum Boykott aufrufen werden. Trotzdem, wie Du sagst: Aber in Stuttgart?

    Vielleicht bin ich natürlich völlig auf dem Holzweg, und in, sagen wir, Birmingham werden ManUnited-Waschmaschinen verkauft wie geschnitten Brot, ohne dass sich ein Villa-Anhänger darüber wundern würde.

    @probek:
    Nee, kein Tatortfoto – sonst hätte ich auch das Trikot noch miterfasst, das oben drüber hing. (Dafür war keines in der Trommel, wenn ich mich nicht irre)

    Was anderes: Du bist doch ein recht überzeugter Bayernfan – hast Du eine solche Waschmaschine?
    Falls nein: Würdest Du über den Erwerb einer solchen nachdenken? Kennst Du Menschen, die eine solche besitzen?
    Falls ja: Wie ist die Waschleistung?

  6. Waschmaschinen kaufe ich, wenn mich das Produkt von der Qualität und vom Preis-/Leistungsverhältnis her überzeugt, nicht unbedingt wegen des Designs oder gar wegen der Aufkleber. Da ich über einen Waschmaschinenkauf in meinem Leben bisher nur einmal nachdenken musste und das oben angebotene Produkt damals noch nicht am Markt war, besitze ich keine Bayern-Waschmaschine.

    Ich muss aber zugeben, dass die schon, so rein von den Leistungsdaten her, ganz ordentlich was hermacht. Jedenfalls mehr als meine aktuelle. Ob ich deswegen bereit wäre, der alten den Laufpass zu geben? Wohl eher nicht. Den Aufpreis ist es mir nicht wert.

    So weit geht die Vereinsliebe dann doch nicht, als dass ich sie auch noch auf Sponsorenartikel übertrage. Abgesehen davon, dass ich nach meinen Maßstäben schon genug Geld für die Bayern ausgebe. Ansonsten kenne ich auch keinen Bayernfan mit einer solchen Waschmaschine, bin in jedem Fall aber überzeugt davon, dass die Waschleistung erstklassig ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.