fünf/zwanzigfünfundzwanzig

Er hat ihn gleich in Manndeckung genommen,
stets an ihm dran und immer auf der Hut.
Die Sorge, dass er, wie’s so’n Sportler tut,
abrupt mal antritt, hat nicht nur geglommen.

Die Videos von damals sind verschwommen:
Doch wer den langen Wettbewerb reviewt
sieht fast in jeder Szene ziemlich gut:
Er ist ihm diesmal hinterhergekommen.

Der andre hatte mehrfach schon vorher
gesiegt; bei ihm war’s nie so gut gelaufen –
doch dieses Mal ließ er die Korken knallen.

Bis heut’ ist jener Wettkampf legendär,
die beiden hörten sich beständig schnaufen,
und stehn bis heute vor den andern. Allen.

______________

Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler*innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie bleiben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert gelegentlich), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Direktnachricht bei BlueSky zu schicken. 

46 Gedanken zu „fünf/zwanzigfünfundzwanzig

  1. Ich glaube, wir suchen ein legendäres Duell auf der Mittelstreckendistanz. Verschwommene Bilder aus dem Jahr 1980 zeigen eines von Sebastian Coe gegen Steve Ovett. Am Ende gewinnt Coe über 1500 Meter, nachdem zuvor Ovett jahrelang die 800 Meter dominierte.

  2. Beim ersten lesen direkt Diego und Guido im Kopf gehabt.
    WM Finale 90 in Rom.
    Buchwald, der quasi Leibwächter von Maradona war und dem keinen Raum zur Entfaltung ließ. Nach diesem Spiel wurde aus Guido “Diego”. Legendär.
    Aber irgendwas sagt mir, dass diese Antwort falsch ist. Weiß nicht warum. Aber egal.
    Aus Zeitmangel lass ich das hier mal als Lösung stehen und sage artig:
    Danke Kamke!

  3. Wir lassen „antritt“ gelten, dann sind alle Teildisziplinen vorhanden.

    Leider zu wenig Zeit, eigentlich müsste man an Folgenden noch ein wenig feilen:

    Er hielt den Herrn Scott
    für nen Triathlon-Gott.
    Denn sein Speed hat Herrn Allen
    wirklich prima gefallen.
    Er wollte ins Ziel auch so flott.

  4. Manndeckung, netter Versuch. Du glaubst doch nicht, dass ich darauf reinfalle und so kurz nach dem ersten nach einem zweiten Duell im Bereich Fußball suche, oder? Oder?

    Ich gebe aber zu: Es wäre mir recht gewesen. Die Chance, dort einen Treffer zu landen, ordne ich als höher ein als beim heutigen Rätsel.

    Zwar habe ich eine Tendenz, die mit den Worten “verschwommen” und “gelaufen” zu tun hat. Mir fehlt aber ein “RADebrechend” oder so.

    Ich tippe auf Triathlon, auch weil es ein langer Wettbewerb ist. Und dass da ein Andre und ein Allen gegeneinander kämpfen. (“Der andre hatte mehrfach schon vorher gesiegt.”)

    Zu mehr langt es bei mir nicht. Da kenne ich nur Frodeno. Ich bin gespannt, ob sich bei mir ein Aha-Effekt einstellen wird und bedanke mich!

  5. Viele Andeutungen in Richtung Langdistanz-Triathlon und dann als letztes Wort der Name eines der Duellanten.
    Triathlon, Kona (Hawaii), Ende der 1980er (??) Mark Allen krönt sich (endlich) zum Weltmeister und bezwingt (ab hier musste Sir Google unterstützen) Dave Scott.

    Vielen Dank und bis morgen!

  6. Aaaaaachhhhh Kamke…dieses Rätsel heute sorgt wieder für einen RFK-mäßigen Hirnwurm! Ich bin mir ob der Sportart sehr sehr sehr sicher (was naturgemäß nach hinten losgeht) und ich bin mir noch viel sicherer, dass ich dieses Duell mitfiebernd vor dem TV-Gerät verfolgt habe. Was mich zur SportART bringt: es ist der Skilanglauf. Verschwommende Bilder heisst also maximal Betamax-Qualität (was die Jüngeren schon gar nicht mehr wissen :-)). Also…Olympische Spiele, schon länger her. Zuerst dachte ich an das epische Rennen zwischen Juha Mieto, dem bärtigen finnischen Riesen und dem Schweden Thomas Wassberg 1980 in Lake Placid. Das der Schwede dann mit nur aberwitzigen 0,1 sec Vorsprung gewann. Aber: das Schnaufen brachte mich auf eine andere Spur…bzw Spuren…
    Die WM 1982 – das legendäre 4x10km Staffelrennen, bei dem Oddvar Bra aus Norwegen der Stock brach, er einen Ersatzstock von einem Zuschauer bekam, sich wieder an den führenden Russen Aleksandr Zavaliow herankämpfte und sich fast 8km lang Schulter an Schulter mit ihm zusammenlief und die beiden zeitgleich über die Ziellinie fuhren. Seit dieser Zeit gibt´s in Norwegen den Spruch “Wo warst Du, als Oddvar Bra der Stock brach?”
    Oder doch wieder Olympische Spiele…1988 Calgary: 50km Verfolgung. Gunde Svan gewinnt gegen Maurilio de Zolt…aber ich glaube, Svan konnte sich recht bald absetzen und de Zolt konnte die Lücke nicht mehr zufahren.
    Ich logge deshalb ein: ODDVAR BRA vs ALEKSANDR ZAVALIOW oder eben die Staffel NOR VS RUS.
    Puh!

  7. Mal wieder eine Story und auch zwei Namen, die ich nicht kenne. Aber ich glaube trotzdem, dass ich die Lösung habe. Mein Lösungsweg:
    Es geht auf jeden Fall um eine Ausdauersportart. Irgendwelche Rekorde, lange her… Da passt Laufsport nicht, alle Weltrekorde zu neu. Radfahren? Wegen Korken knallen und Antritt? Aber da kam ich auf keinen grünen Zweig. Dann warf der Herr Thies “Schwimmen?” ein. Nee… glaub ich nicht. Was bleibt denn da noch? Combine them! Triathlon! Und da musste ich natürlich recherchieren. Da hab ich zu wenig Ahnung von. Und stieß auf die Ironman-Weltmeisterschaft 1989. Mark Allen gegen Dave Scott. Krasses Rennen. Beide in Summe mit 6 Titeln, stehen damit vor allen anderen.

  8. Relativ schnell: Leichtathletik/Laufen. Dann verrannt bei Nuurmi, Coe und Co. Allen? Allen! Dann aber mt Google. Iron Man Mark Allen – Dave Scott 1989. Nicht meine Wiese. Ohne Google und ohne den Hinweis: Allen. Nicht lösbar für mich.

  9. Herr Kamke,

    heute geht es wohl um den Ironwar 1989 zwischen Mark Allen und Dave Scott.

    Für mich nicht ohne massive Hilfe zu lösen.

    Herzlichst.

  10. Das ist möglicherweise Triathlon. Das “Allen” hat mich auf die Idee gebracht, das sagt mir nämlich als Name was. Dazu passen auch die Begrifflichkeiten von laufen, schwimmen und Länge im Text (in dem Fall sogar: Lange). Wer sich aber mit Mark Allen 1989 in Hawaii den “Iron War” geliefert hat (Dave Scott), musste ich googlen. Nie gehört. Damals war ich keine 15 Jahre alt und es lag vieles näher als Hawaii. Ich logge das dennoch mal so ein.

  11. Bilder sind verschwommen? Das ist also schon was her. Es ist ein langer Wettbewerb und man tritt an? Das klingt nach Radsport, nach Tour de France. Da gabs natürlich bereits in der Zeit der verschwommenen Bilder einige Rivalen und Duelle. Coppi und Bartali, Anquetil und Poulidor oder Fignon und Hinault. Bei den letzten waren die Bilder aber vermutlich schon zu klar. Poulidor hat die Tour nie gewonnen bleiben also Coppi und Bartali, die die Tour beide zwei Mal gewonnen haben. Das könnte passen. Außerdem waren die beiden sehr große Rivalen. Beschrieben ist also wohl der erste Sieg Coppis kurz nach dem Krieg?!

  12. Ich hab bei „Manndeckung“ sofort an Guido Buchwald gegen Maradona 1990 gedacht – wie er ihn im WM-Finale praktisch aus dem Spiel genommen hat. Das passte vom Bild her perfekt: immer dran, bloß keinen plötzlichen Antritt verpassen.

    Aber dann kamen „langer Wettbewerb“, „beständig schnaufen“ und dieses stundenlange Hinterherkommen – und damit war klar: wir sind im Ausdauersport, nicht im Fußball. Dazu der eine, der schon mehrfach gewonnen hat, und der andere, bei dem es nie so richtig lief, bis er bei diesem einen legendären Duell endlich die Korken knallen lassen konnte. So landet man ziemlich zwangsläufig bei Mark Allen vs. Dave Scott und der „Iron War“ auf Hawaii.

    Haiku? Ok 🙂 :

    Eisenkrieg am Meer
    Allen, Scott, Schritt neben Schritt
    schnaufend ins Ziel

  13. Hört sich nach einer Laufdisziplin an. Langstrecke mit einem, der berüchtigt für Tempoverschärfungen ist. Bissl länger her scheint es auch zu sein, von wegen unscharfe Videos. Im Deutschunterricht haben wir mal eine Kurzgeschichte gelesen, über irgendeinen 5000m-Lauf, die darauf passen könnte. Die Kurzgeschichte lässt sich nicht ergoogeln, aber sie bezog sich auf ein Duell zwischen Gordon Pirie und Wladimir Kuz, glaube ich. Das passt aber alles nicht so richtig.

    Andere Assoziation war die Default-Sportart in Person des WM-Endspiels 1974, Vogts & Cruyff. Cruyffs Antritt gleich am Anfang und so. Aber auch das kann es nicht sein, wenn man den Rest der rhythmischen Reime realistisch Revue passieren lässt.

    Vor allem, wenn es darum geht, daß die beiden bis heute “vor allen anderen stehen”. Wo eigentlich? Im Alphabet? Arthur Aardvark gegen Abel Abelsson im isländischen Nackt-Eisschnelllauf? Man weiß es nicht.

    Vielleicht sind es Schwimmer, weil “verschwommene” Videos? Da ist das Problem, daß ich da überhaupt keine legendären Duelle kenne. Und atmen hört man sich doch eh nicht dabei, aus der Nachbar-Bahn macht das doch nur platsch-platsch, und nicht keuch-keuch.

    Ich weiß es nicht. Aber die oben genannte 5000m-Kurzgeschichte würde ich gerne wiederfinden.

  14. Bei Hut und Glimmen war ich ja bei Mario Basler, unvergessen, diese Ecke im Trikot des glorreichen 1. FC Kaiserslautern. Aber gut. Der Rest: passt nicht.

    Und auch wenn bei der Formel 1 die Champagnerkorken knallen, bin ich eher in der Leichtathletik der grauen Vorzeit, Mittel- oder Langstrecke. Also vielleicht nicht ganz schwarz-weiß, aber schon länger her – vielleicht Coe gegen Ovett? Ich weiß nicht, ob der Rest so richtig zu ihnen passt, so von wegen Rekordsieger oder -halter.

    Nun. Ich verbleibe mit einem Danke und einem Schönen 5. Dezember, Herr Kamke. Bis morgen.

  15. Ich bin beim Radsport, entweder Tour, Giro oder Vuelta. Es gibt Antritte, man kann seinen Kontrahenten in Manndeckung nehmen, schnaufen tut man da auch durch die Anstrengung und es geht 3 Wochen.
    Der Hut könnte darauf anspielen dass man damals noch Mütze und nicht Helme trug. Das verschwommen macht eine ältere TV-Übertragung deutlich.
    Ich war erst bei Ulrich vs Armstrong, aber dass passt ganz nicht zum Schluss, da zumindest Armstrong nicht mehr in den Siegerlisten steht.
    Also Eddy Merx, auch wenn ich den Rivalen nicht benennen kann bei der Tour.

  16. Bei abruptem Antreten, laufen und schnaufen denke ich an die „tschechische Lokomotive“ Emil Zátopek. Wikipedia verrät mir von Alain Mimoun aus Frankreich, “der in späteren Jahren als ‘Schatten Zátopeks’ bekannt wurde” und der 1948 und 1952 dreimal hinter ihm Silber bei Olympia gewann. 1956 dann gewann Mimoun das olympische Marathonrennen (= langen Wettbewerb), bei dem auch Zátopek startete.

    Soweit passt das ziemlich gut. “stehn bis heute vor den andern. Allen” macht mich aber stutzig, denn irgendwelche Weltrekorde halten sie ja nicht mehr. Aber vielleicht ist es im übertragenen Sinne gemeint. Und “Die Videos von damals sind verschwommen” macht mich auch stutzig, denn ich finde Material von überraschend guter Qualität und – damals war das doch eher noch Film, nicht Video? Eine sprachliche Feinheit nur, aber an dieser Stelle kann ja alles entscheidend sein.

    Egal, ich logge Zátopek/Mimoun und ihren Marathon von Melbourne ein.

  17. Es ist heute ein Stochern im Nebel. Ich denke an Leichtathletik, zunächst Ed Moses vs. Harald Schmid, doch das waren keine langen Wettkämpfe. Also eher Langstrecke mit Schlussspurtgefahr. Dieter Baumann? Aber es gibt im Rätsel keine Spuren von Zahnpasta. Die Bilder sind verschwommen, also muss es lange her. Sie stehen vor allen, doch die Langstreckenrekorde sind alle jüngerer Natur. *Grübel* Vielleicht doch Biathlon oder Schwimmen oder Radfahren… *Grübel2*…

  18. Irgendwas, was schon ziemlich lang her ist. Irgendwas, was mit laufen (Auf Skiern? Auf der Bahn?) zu tun hat.
    Irgendwas, was ich auf jeden Fall dieses Mal nicht weiß.

  19. nach ca vierstündiger Suche, nach Momenten tiefster Verzweiflung, finnische Läufer, Duell zum Pol, Fausto Coppi, Fangio, Matterhorn-Nordwand-Durchsteigung sogar (da ging es mit dem Kollegen durch), endlich beim Triathlon gelandet. Und den Ironwar eingeloggt. Die Verhältnisse wieder zurechtgerückt. Denn was sind schon vier Stunden Verzweiflung gegen ein achtstündiges Duell im hawaiianischen Lavafeld. Kamke, Dein Adventskalender ist der beste von Allen.

  20. Ach komm, ich logge meinen ersten Impuls ein, auch wenn die Zweifel in den Folgestunden immer größer wurden:
    Rudi Völler vs. Frank Rijkaard.

    (Die letzte Zeile macht mir Sorgen. Und Kopfzerbrechen.)

  21. Öfter mal was Neues:

    Bisher (auch in den Jahren zuvor war es immer so, dass ich mir meiner Lösung ziemlich sicher war (manchmal ein übler Irrtum) oder völlig blank dastand und nicht mal von der Sportart den Hauch einer Ahnung hatte. Diesmal habe ich zwar eine Lösung, bin mit dieser aber nicht wirklich zufrieden. Nun denn, schaun wir mal, was dabei rauskommt.

    1. Quartett
    “Manndeckung”: Kurz beim Fußball, sehr schnell verworfen.
    Stets an ihm dran, in der Angst, dass der andere antritt (und abhaut?): Da denke vornehmlich an Leichtathletik, Skilanglauf und Radsport (Schwimmen ist nicht lang genug). Langlauf fällt flach, weil es die Massenstarts erst seit recht kurzer Zeit gibt (außer in den Staffeln, das Ereignis aber in grauer Vorzeit liegt (2. Quartett: verschwommene Videos. Ich folgere daraus Wettbewerbe, die wir alle nicht live am Fernseher oder gar vor Ort verfolgt haben, sondern nur aus Erzählungen/(Schwarz-Weiß)-Videos kennen).

    2. Quartett:
    Langstrecke: hat die Leichtathletik, Radsport passt eh.
    “immer hinterhergekommen”: erfolglose Fluchtversuche.

    1. Terzett
    der Eine hat mehrfach gewonnen, beim anderen ists nicht so gut gelaufen. “Laufen”: Das Pendel geht klar zur Leichtathletik. Und letztlich hat der “ewige Zweite” auch den Triumph geschafft. Muss praktisch ein Olympiasieg sein bei der Leichtathletik (beim Rad wäre es ein Toursieg).

    2. Terzett

    Legendärer Wettkampf (sogar vor meiner Zeit).
    “beständig Schnaufen”. Mein Gamechanger respektive die Zeile, die mich zu meiner Lösung gebracht hat: Schnaufen tut vielmehr tat die Lokomotive, und dann denke ich an die Lokomotive von Prag respektive Emil Zatopek: unbestritten einer der besten Langstreckler aller Zeiten und neben Nurmi der einzige, den jeder Sportfan auch kennt, ohne ihn je gesehen zu haben.
    Und hatte der nicht seinen Schatten, den “armen” Franzosen Alain Mimoud oder so ähnlich. Ich sehe die verwackelten Videos aus Helsinki, wo Zatopek das einmalige Gold-Triple 5000, 10.000 und Marathon gelungen ist? Zweimal vor Mimoud. Und diesem gelang tatsächlich 1956 das Gold.

    Viel würde passen, aber mE nicht alles: Denn war das 1956er-Rennen wirklich legendär? Es war ja noch nicht mal ein Duell, weil Zatopek hier zwar angetreten ist, aber letztlich chancenlos und nicht mal mit einer Medaille dekoriert.

    Ich gehe jetzt über diese Bedenken salopp hinweg und logge Zatopek-Mimoud ein, die die Langstreckenszene und gerade die Marathons in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg beherrscht haben. Bisschen Bauchgrummeln, aber das geht schon weg.

    Wenns der Emil ist (und auch wenn ers nicht ist): Danke an schöne Erinnerungen an diesen wunderbaren Menschen (+Dana, seufz), der so fantastisch und in glänzendem Deutsch erzählen konnte. Der Schweijk der Leichtathletik.

  22. Danke an den Kollegen CP,
    Allein wäre ich heut nicht zum Ende gekommen.
    Hatte mich bereits in der Matterhorn Nordwand verstiegen,
    (Denn merke, wann immer es hier nicht weitergeht, suche in Sarajevo oder LA1932)
    Aber die Olympiasieger Toni und FX Schmid waren es nicht, auch nicht Hillary/ Tensing oder Amundsen/Scott – sondern Scott/Allen
    (Aber waren nicht Nicht-Sportler gesucht? wie so’n Sportler hat mich wohl verwirrt…)

    Sei’s drum, da kann mach schon mal reinfallen,
    Beim hinterlistigst’n Rätselmaster von Allen.

  23. Mann.. Mann.. Mann.. – Deckung.

    Die Synapsen natürlich erstmal auf Fußball gesprungen und beim weiterlesen gehofft, ob der Erstgedanke an die WM 90 und das Duo Buchwald/Maradonna Bestand hat. Natürlich nicht, sind ja auch nicht wirklich dauerhaften Rivalen Auf dem Weltmarkt des Sportes.

    Antritt, laufen, schnaufen, das liest sich dann doch alles irgendwie sehr wie Leichtathletik, und man kann auch hier “am Mann und auf der Hut bleiben”. War wohl auch schon vor geraumer Zeit (verschwommene Bilder) aber irgendwie heute immer noch on top (stehen vor den anderen).

    Die Synapsen schieben mich also in diese offensichtliche Richtung, von der ich aber ganz & gar nicht überzeugt bin (es ist Kamke, da wird es immer erst morgen einfach).

    Ich bin also spontan bei Sebastian Coe und Steve Ovett gelandet. Ihre Rennen mit immer wechselnden Rekorden. Die Olympischen Spiele in Moskau 1980 sind in Summe ja auch ein langer Wettbewerb evtl. ja auch die Distanzen v. 800 oder 1500 Metern. Ob einer dieser ganzen errungenen Rekorde auch heute noch Bestand hat weiss ich gar nicht aber da Coe ja auch IAAF-Präsident ist (?), steht er ja auch irgendwie heute noch vor allen. Und der Einzige, der zeitgleich alle Weltrekorde im Mittelstreckenbereich hielt, ist er auch noch.
    Was Steve Ovett heute macht habe ich nicht auf dem Schirm aber ein bisschen Schwund ist ja immer.

    Andererseits kommt gedanklich beim Abgleich und verfassen dieser Worte nun plötzlich auch immer mehr der Boxsport auf, auf den einige der Kamkschen Parameter passen könnten. “Manndeckung, hörten sich beständig schnaufen, auf der Hut, Videos verschwommen, einer mehrfach gesiegt, jetzt der andere, legendärer Wettkampf, stehn bis heute vor den andren”…

    Das passt schon auch irgendwie ganz gut zum rumble in the jungle und den beiden Boxgrößen George Foreman und Muhammad Ali.

    Ich hege zwar auch hier so meine Zweifel, wollte aber trotzdem gerne aus Wertschätzung und Dankbarkeit dem Rätselverfasser gegenüber, meine heutigen herbeiphilosophierten Erklärungsansätze und Gedankensprünge einloggen.

    Ich bleibe also im Brustton der Überzeugung bei Sebastian Foreman und Muhammad Ovett.

  24. 2: “marathon? formel 1? radsport? wo gibt’s deckung? vielleicht ullrich und armstrong? ber das ist irgendwei so generisch?”
    1: “heinzi mag radfahren. tour de france? aber denke nicht armstrong.”
    3: “bei radfahren bin ich auch, antritt und so.”
    1: “geglommen. na klar. das alles klingt nach anno dazumals. merckx?”
    2: “bin in einem meeting, lies mal rik van looy nach.”
    1: “sounds like we have our man.”
    3: “irgendetwas überzeugt mich noch nicht.”
    1: “ja, same.”
    3: “gibt es rivalitäten beim triathlon? ist auch lang, und: ver-‘schwommen’.”
    2: “DU BIST SO GUT!”
    3: “aber nur aus versehen.”
    1: “hä?”
    2: “mark ALLEN. 6 mal hawaii gewonnen. allen vs. scott!”
    3: “der legendäre wettbewerb heißt sogar ‘iron war’!”
    1: “wahnsinn.”
    3: “geglommen, ist das auch noch ein hinweis auf vulkane? wegen hawaii? mein hirn, aua.”

    na jedenfalls. seabiscuit gegen man o’war.
    oder mark allen vs. dave scott.

  25. Puh, heute will mir nicht so richtig was einfallen. Gedanklich war ich sogar schon beim Wettlauf zum Südpol und Aamundsen und Scott. Aber das passt nicht.

    Ein sehr langer Wettbewerb, wo die ersten beiden nah beeinander blieben und entweder die Ersten überhaupt waren oder bis heute den Rekord halten. Man muss beständig Schnaufen, weshalb ich Motorsport mal heraus nehme.

    So etwas wie der UTMB oder Tour de Geants wird wohl eher nicht gemeint sein.

    Bei besonders langen Wettkämpfen findet man bei Google immer wieder einen Boxkampf über 110 Runden aus dem Jahr 1893. Wikipedia: “Einige Zuschauer wanderten ab, um sich um das Frühstück zu kümmern.”

    Naja, wohl eher nicht gesucht.

    Vielleicht habe ich später noch einen Geistesblitz. Ansonsten bleibe ich heute wohl ohne Antwort.

  26. That’s a hard one. Anfangs war ich sehr davon überzeugt, dass hier nur das legendäre Dauerduell zwischen Jacques Anquetil und Raymond Poulidor gemeint sein kann und die knifflige 20. Etappe 1968, hoch auf den Puy de Dome, bei der Poulidor Ellenbogen zeigte, souverän siegte und auf den eigentlich unschlagbaren Anquetil 15 Sekunden aufholte – eine meiner Lieblingsepisoden in Hans Blickensdörfers wunderbarem Buch über die Geschichte der Tour de France. Doch der letzte Satz mag leider nicht dazu passen, da mit Eddy Merckx ein noch Größerer folgte und auch, weil Popous Etappensieg ja letztendlich nicht für den Gesamtsieg bei der Tour und damit verdiente Champagnerkorkenknaller gereicht hatte. Er blieb der ewige Zweite.
    Schlecht raten könnte ich aufgrund der verschwommenen Videos nun nur noch auf Laufduelle der Zwanzigerjahre, etwa zwischen Paavo Nurmi und Ritola oder später Emil Zatopek gegen irgendwen, der zuvor nie eine Chance gegen die Dampflokomotive hatte. Oder auf das Dauerduell Daley Thompson versus Jürgen Hingsen in den Achtzigern, wobei damals die Fernsehbilder schon recht klar waren und das mit der Manndeckung ja eher gar nicht zum Zehnkampf passt. Kurz und gut, ich weiß es nicht und bin gespannt auf die Lösung.

  27. Hach, Herr Kamke. Es fehlt leider die Zeit. Gedanklich bin ich direkt beim Marathonlauf angekommen. Der enge Zieleinlauf der WM 2025 (Simbu und Petros im Fotofinish) ist noch zu frisch und passt eher nicht. Legendär und schnaufend bin ich somit direkt bei der “tschechischen Lokomotive” Emil Zatopek und seinem Rivalen Alain Mimoun aus Frankreich. Kurz gesagt hat Zatopek bei Olympia in Helsinki 1952 quasi alles gewonnen, Mimoun hat das Vize-Tripel geschafft.
    Ob der Rest passt? Keine Ahnung. Die Story ist aber wieder mal gut.

  28. Und das passiert, wenn man schlecht recherchiert: Mimoun hat gar nicht in Helsinki Marathon-Silber, sondern 1956 in Melbourne Gold gewonnen (mit Zatopek auf Platz 6). Macht die Story aber nur noch besser!

  29. Ich habe beim ersten Lesen den Gedanken gehabt, ob Allen nicht vielleicht schlicht für einen Nachnamen stehen könnte — allein, ich kannte niemanden, auf den das Rätsel passte. Kein Läufer, kein Radfahrer; um solche Sportler würde es ja gehen.

    Ich hätte “durchschwommen” mal wörtlich nehmen sollen. Herr Thies brachte mich auf die Fährte, dass nicht die Frage ist, ob Laufen *oder* Radfahren. Danach ergab “Allen” dann wieder Sinn.

  30. Ich möchte hier einen nicht namentlich näher genannten Arbeitskollegen hervorheben, mit dem ich heute eine Kamke-Arbeitsgruppe bildete. Er musste sofort an Emil Zátopek denken, die Lokomotive aus Tschechien wegen seinem ständigen Schnaufen. Sein legendäres Duell mit Gaston Reiff würde auch verblüffend gut passen.

    Aber wir sind dann wohl doch beim Ironman, das war für mich ohne lexikalische Überprüfung im www nicht möglich. Scott v. Allen, danke, Kamke, für diese Geschichte!

  31. Na gut, versuchen wir es.
    Der Sound des Poems deutet auf den Radsport hin, der “lange wettbewerb auf die Tour de France”. Und wenn Du das erstmal im Kopf hast kommst Du schwer wieder weg. Wer steht bis heute noch vor den anderen. Allen.?
    fangen wir mit den großen vier an, die jeweils 5 mal gewonnen haben: Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain. Deren Karrieren haben sich meines Wissens zwar in der Reihenfolge jeweils überschnitten, aber echte Duelle bei der Tour gab es wohl nie, weil sie jeweils in ihrem früh- und/oder Spätwerk unterwegs waren. Ulle gegen Armstrong? spannend, aber wer steht da wie warum vor den anderen? Allen?
    Ein heißes Rennen war der erste Toursieg von meinem Freund Greg LeMond vor seinem Mannschaftskameraden Bernard Hinault 1986 (?), aber das war eine als spannender Kompf inszenierte Stallorder, unter unserem Niveau. Paar jahre später das Finale aller Finals Greg Lemond gegen laurant Fignon 1989. Da passt vieles, das gelbe Trikot wechselte einige male zwischen beiden und die 8 Sekunden, die Greg am Ende vorne lag überstrahlen natürlich Alle(s). Schwachpunkt: beide hatten vorher schon gewonnen (aber nur einer mehrfach).
    Nochmal tagsüber das Hirn resettet. Ich lande schon wieder dort. also loggen wir ein, weil schön, wenn wohl auch falsch: Greg vs. Jaurant 1989 auf dem Weg von versailles nach Paris.

  32. Manndeckung liesse auf Fußball schließen. Aber beim Kamke ist das sicher eine Finte.
    Radfahren. Aber welche Rivalität soll da gemeint sein? Hinault Lemond? Hinault Fignon? Merchx gegen alle?

    Leichtathletik. Läufer Rivalitäten. Mir fallen da Coe und Ovett ein. Aber da gab es einen Dritten, Cram.

    Fehlt nur noch Schwimmen und ich bin beim Triathlon. Da gibt es viele Rivalitäten, auch zwischen Deutschen. Ich reime mir aus Allen und Langen Wettbewerb ( Patrick Lange war ein vorzüglicher Läufer ) zusammen das es die beiden Rekordgewinner des Ironman Hawaii geht.
    Dave Scott und Dave Allen, die jeder 6 x gewonnen haben.

    Natürlich bin ich mir bewusst, dass Herr Kamke sicher nicht den Teil einer Lösung in den Text schreiben würde. Oder eben doch.

    😉

  33. OK, nachdem mir Herr Kamke zu verstehen gegeben hat, dass meine (zweifellos korrekte) Erstantwort zuviel Spoilerpotential besaß habe ich mich halt doch nochmal in die tiefen des Ball-übers-Netz-Schubsen hinabbegeben und erinnere mich, dass die Herren federer und nadl wohl mal vor fuffzehn Jahren plusminus ein etwas längeres Tennismatch in (schon wieder?) London spielten, womit womöglich einer von beidern erstmals das Turnier gewann, wasweißich. Geschnauft wird dabei mitunter ja auch recht vernehmbar, wer aber wen gedeckt haben könnte – keine Ahnung.

  34. Also, was haben wir denn: Langstrecke wo man auch gleichzeitig auf der Strecke ist.

    Aber welche Sportart genau?
    Ich lese “verschwommen” und “gelaufen”, also nehme ich, weil ich sonst keinen Hinweis erkenne: Triathlon.

    Vielleicht Jan Frodeno 2008?
    War aber auch nicht wirklich ein Duell und der letzte Satz ergibt da keinen Sinn.

    Also wird es wohl heute nicht richtig sein…

  35. Die Mitstreiterin würde sich festlegen, „dass es heute irgendwas aus dem Ausdauerbereich ist (Tour de France, Langlauf, Triathlon, vielleicht Langstreckenlauf, wobei ich das wahrscheinlich wüsste).“ Aber und fällt dazu kein Name oder Ereignis ein. Macht in Summe 0 Punkte. Wir haben wirklich alles versucht. Niederschmetternd.

  36. Oha! Wer das ohne Suchmaschine gelöst hat… Respekt! Denn dieses eisenharte Rätsel wurde wirklich zur Langdistanz. Und dabei steht die Hälfte der Lösung sogar eins zu eins im Text. Na ja, den Vormittag mit sämtlichen Box-Duellen verbracht… irgendwann kam der Gedanke an den Triathlon. Also: Mark Allen vs. Dave Scott. Ich geb’s zu. Kannte ich nicht!

  37. Da gibt es fast zu viele Hinweise, aber eben auch zu viele Lösungen.
    Zuerst kam mir der Zweikampf Bertie Vogts vs Johan Cruyff im Endspiel 1974 in den Sinn. Zumindest die erste Szene, die zum Elfmeter führte. Aber alles andere passte nicht wirklich.
    Dann zum Marathon gewechselt: das “Duel in the sun” 1982 beim Boston Marathon. Die Beschreibung des Zweikampfes Kopf an Kopf passte gut und auch der Rest käme halbwegs hin.

    War aber noch nicht überzeugt und erinnerte mich dann an meine Triathlonzeiten in den 80-er Jahren. Die damals großen Helden des Ironman waren Mark Allen und Dave Scott (und Scott Tinley). Beide lieferten sich denkwürdige Schlachten und 1989 gewann Mark Allen zum ersten Male gegen den großen Rivalen. Lange Zeit hielt er sich direkt hinter Dave Scott, um ihn dann kurz vor Schluss abzuhängen. Er gewann schließlich in 8:10:13, eine Zeit, die erst 27 Jahre später unterboten wurde.

    Das “Allen” am Ende kam mir etwas unpassend vor, passte aber zu meiner Lösung. Deshalb muss ich auf Anerkennung bestehen, auch wenn es eine andere Lösung geben sollte 😉

  38. Ich hätte es wissen müssen. Gestern a gmahde Wiesn heißt heute isses wieder mühsam. Aber hilft ja nix.
    Über hilflose Ansätze zur Sportart komme ich allerdings nicht hinaus. Triathlon, Marathon, Tour de France? Ich bin gespannt!
    Und morgen ist ein neuer Tag….

  39. Zu spät dran heute. Überlegungen gehen zum Radsport, vielleicht der Kannibale gegen einen Herausforderer. Oder Anquetil? (Oder geht es um eine Langlauflangstrecke wie den Wasalauf.

    Egal, 10 Uhr, die Auflösung dürfte jetzt kommen…

  40. Paula Newby-Fraser und Natascha Badmann. Nicht die Lösung, sondern im Zentrum eines mindestens verständlichen Kritikpunkts. Bis zum späten Nachmittag wurde er nicht geäußert, aber was nicht ist …

    That being said: Guten Abend. Heute sicherlich etwas schwieriger als gestern, die Hinweise eher spärlich, zum Teil redundant und keineswegs so, dass sie dem Verfasser gefallen, was erst recht für die Nicht-Hinweise gilt, aber das nur am Rande.

    Die Lösungsvorschläge sind folgerichtig nicht nur in geringerer Zahl eingegangen als gestern, sondern auch etwas breiter gestreut. Bergauf und bergab, wie in Spielbergs Duell, so soll das sein.
    Zum Text.

    Er hat ihn gleich in Manndeckung genommen,
    stets an ihm dran und immer auf der Hut.
    Die Sorge, dass er, wie’s so’n Sportler tut,
    abrupt mal antritt, hat nicht nur geglommen.

    Manndeckung, klar, Fußball, Handball und so weiter. Hat mal wieder kaum jemand geglaubt. Mittel- und Langstreckenlauf schon eher, oder Radsport. Der Hut hat nichts zu sagen, auch wenn einer der Gesuchten eine Mütze trug. Nur ein Reimwort. Genau wie geglommen, sorry, @herr_stiller und Mario Basler. Gibt unheimlich viele Worte, die sich auf -ommen reimen, aber leider endet der allergrößte Teil auf -nommen oder -kommen, groß ist die Auswahl nicht. Natürlich habe ich schon beim Schreiben mit dem Gedanken gespielt, genau wie von @La Schnatsch angemerkt, das Glimmen als klugen Hinweis zu verkaufen, aber nein, alles was recht ist.

    Wie auch immer: Der eine Gesuchte hat auf den anderen aufgepasst, dass der ihm nicht abhaut, also wie, sagen wir, Toni Kroos gegen Andrea Pirlo. Verzeihung, ich schweife unsachlich ab. Zumal Pirlo eher selten im engeren Sinne angetreten ist. Wer allerdings abrupt antreten könnte, sind neben flinken Stürmern nicht zuletzt Läufer, mit und ohne Ski, und Radfahrer. Treten, vastehste – zum Glück lässt @martin das gelten, sonst hätte ich am Ende doch noch das “RADebrechend von @Sascha nehmen müssen. (Bis heute Morgen stand da noch was mit “ins Rollen kommen”, alternativ “überrollt”, aber wir wollen ja nicht dauerhaft Ergebnisse wie beim Rudern.) Radfahren also.

    Die Videos von damals sind verschwommen:
    Doch wer den langen Wettbewerb reviewt
    sieht fast in jeder Szene ziemlich gut:
    Er ist ihm diesmal hinterhergekommen.

    Die verschwommenen Videos könnten insofern ein bisschen in die Irre führen, als wir nicht in die Zeiten zurückgehen, als die Bilder laufen lernten, sondern nur wenige Jahrzehnte zurück. Die meisten Videos, die man zum gesuchten Ereignis online findet, sind allerdings in der Tat ziemlich körnig. Langer Wettbewerb, die Ausdauersportthese wird gestützt, der Review soll hier nicht zum VAR leiten, sondern einfach zu den Videos, in denen deutlich wird, dass der, nun, Manndecker den Anschluss offenbar nicht verloren hat (not for lack of trying beim Verfolgten). Und das de facto durchgängig. Was wohl das wirklich Außergewöhnliche an diesem Wettbewerb war, wenn man seine Dauer bedenkt.

    Ganz nebenbei gefragt: Verschwimmt man sich, wenn man im Wasser falsch abbiegt?

    Der andre hatte mehrfach schon vorher
    gesiegt; bei ihm war’s nie so gut gelaufen –
    doch dieses Mal ließ er die Korken knallen.

    Der eine (oder hier: der andre) hatte das Ding schon öfter gewonnen, beim Manndecker war’s nicht so. Lief nicht gut genug, sozusagen. Die knallenden Korken sollen hier nicht auf eine der Sportarten hindeuten, bei denen das sehr explizit zum Ritual gehört, der Motorsport lässt grüßen, sondern lediglich den Sieg illustrieren.

    Ja, Antritt, verschwommen, gelaufen, muss man nicht so lesen, kann man so lesen: Triathlon. Irgendwo las ich, der Manndecker habe schon beim Schwimmen ständig die Zehen des Bewachten berührt. Acht Stunden lang waren die zusammen unterwegs.

    Bis heut’ ist jener Wettkampf legendär,
    die beiden hörten sich beständig schnaufen,
    und stehn bis heute vor den andern. Allen.

    Der Wettkampf gilt als einer der größten in der Geschichte des Hawaii-Ironman. Ja, im Wasser hören sie den Atem des anderen nicht, @JP, auf dem Rad nur bedingt. Für mich haben sie einander lang genug schnaufen gehört. Und ja, beim Schnaufen hatte ich tatsächlich die Lokomotive aus der Tschechoslowakei vor Augen, die hier im Jahr 2018 schon einmal hinter einem Türchen steckte, damals gemeinsam mit seiner speerwerfenden Ehefrau Dana. Schön, dass Ihr, @Ex-Michael, @Münchner Löwe, @natz_ubbenhorst,@j-mndh, @Lukas Zahrer und der namentlich nicht genannte Kollege, auch gleich an ihn gedacht habt, noch dazu zum Teil sehr ausführlich. Nein, das ist kein hämisches, sondern ein sehr erfreutes “schön”, weil Ihr ihn hier vorkommen lasst.

    Schließlich noch die letzte Zeile. Offenbar sind sie Rekordhalter. Eine ganze Weile waren sie es bei den Zeiten, insbesondere im Marathon, wo beide auch heute, 36 Jahre später, noch unter den zehn Besten zu finden sind. Vor allem aber sind sie bei den Männern, um die es hier ging, auch die Rekordsieger. Gleichauf. Das beschriebene Rennen war sozusagen die Wende. Der Manndecker hatte beschlossen, dem Seriensieger auf Schritt und Tritt zu folgen und alles genau so zu machen wie jener, bis auf das Finish. Hat geklappt. Dann wurde er selbst zum Seriensieger.

    Und ja, hier kommt Paula Newby-Fraser ins Spiel. Die nicht nur sechs, sondern acht Siege hat. (Und Natascha Badmann, die insgesamt mit den beiden Herren gleichauf liegt.) Und dann wird im Text auch noch betont, dass sie vor *allen* andern stehn. Puh. Gut immerhin, dass gleich zu Beginn explizit von Männern die Rede war. Das ist inhaltlich schon korrekt. Gefällt mir trotzdem nicht. Der Grund dafür, dass “Allen” so für sich stehend hervorgehoben wurde, liegt längst auf der Hand (wird also anerkannt, @NoBlackHat), zumal nach der Lektüre der Kommentare: Der Manndecker war Mark Allen, sein Gegner Dave Scott. Das Thema Beamen habe ich mir verkniffen. Wir sprechen vom “Iron War” 1989. Gibt TV-Dokumentationen dazu, mit verschwommenen Bildern. “Vom eisernen Vorhang zum eisernen Krieg” habe ich trotz 1989 nicht ernsthaft in Erwägung gezogen, auch nicht in einem Haiku. 😉

    Vielen Dank, zahlreiche schöne, vielfältige Lösungen. Einiges wurde genannt, mit dem ich gerechnet hatte: Coe/Ovett, die weit oben auf meiner Shortlist für den Kalender standen, vielleicht noch stehen, Oddvar Brå, auch Armstrong und Poulidor, Coppi und Bartali, natürlich Zátopek, auch Nurmi und Ritola; aber auch Leute, die ich so gar nicht erwartet hatte, Guido Buchwald zum Beispiel. Also schon, kurzzeitig, wie @IndoOstfriese, eher nicht bis zum Ende wie der (zweifelnde) @xxlhonk. Cruyff oder Cruijff mit Vogts kam ebenfalls eher unerwartet, wie auch Völler und Rijkaard. Ed Moses, lieber @Schaltjahr, ist natürlich weiterhin in der Verlosung. Das bringt Freude, vielen Dank!

    Wie unangenehm, @Lurchmolch und @Dr_D: An Patrick Lange als Hinweis im Text hatte ich nicht einmal gedacht. Der übrigens erst 2016 als erster die 89er Marathon-Zeiten von Allen und Scott unterbot.

    @JP: Würde lesen.

    @Klappflügel: “Der Hut könnte darauf anspielen dass man damals noch Mütze und nicht Helme trug.” Genau mein Ding, wunderbar!

    @mars (spielbeobachter): Habe nachgeschlagen. *Diesen* Scherz machtest Du nicht. Gewisse Verwandtschaftsverhältnisse dürften aber gegeben sein. Immer wieder gern!

    “Denn was sind schon vier Stunden Verzweiflung gegen ein achtstündiges Duell im hawaiianischen Lavafeld.” Ach, @Christian Prechtl, was sollte ich dem noch hinzufügen wollen? Also, außer dass die Matterhornsache von @Rio Lago vermutlich auch nicht ohne ist.

    “Ich hege zwar auch hier so meine Zweifel, wollte aber trotzdem gerne aus Wertschätzung und Dankbarkeit dem Rätselverfasser gegenüber, meine heutigen herbeiphilosophierten Erklärungsansätze und Gedankensprünge einloggen.” That’s the spirit, @SchappiDA! (Auch wenn ich den Trick mit den zwei Lösungen natürlich nicht gutheißen kann … 😉

    Und sorry, @La Schnatsch, Seabiscuit hatten wir doch erst kürzlich.

    Guter Versuch, @borussenleon: Wenn da 1893 in der Antwort steht, kann der Kamke gar nicht anders, als “Ja” zu sagen.

    @Felix: Danke schön. Dein Kommentar ist nicht weg; irgendwann wird er veröffentlicht …
    Aber Du könntest öfter eine Antwort aus dem Handgelenk schütteln, steht Dir gut.

    @Lissy: So kenne ich Sie ja gar nicht, so … passiv-aggressiv? 🙂

    @Vicky: Umsonst beeilt … das tut mir leid. Dabei wollte ich tatsächlich um diese Zeit veröffentlichen. Wurde leider abgelenkt.

    Meine Damen, meine Herren, das war ein schöner Ritt heute, nachdem ich bei der Veröffentlichung noch arg unglücklich war. Vielen herzlichen Dank an alle, und sehen Sie es mir nach, wenn allzu viele Pfade offenstanden.

    Morgen indes wird’s bestimmt wieder einfach.

    1. Meeh. Dabei hatte ich mir den Hawaii Ironman schon im Rahmen des Booträtsels angeschaut. Und bin dabei auch auf die Namen Scott und Allen gestoßen, die ich dann verworfen habe… Man wird alt.

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