fünfzehn/zwanzigfünfundzwanzig

Sie waren früh im selben Club aktiv,
und hatten sonst auch mancherlei gemein.
Ne Kindheit, Wiesen grün, im Sonnenschein,
die im Johanna-Spyri-Style verlief.

Na gut, das war ein bisschen plakativ,
doch haben beide wohl jahraus, jahrein
die Sommer aufm Berg verbracht. Und nein:
nicht Schweiz, nicht Heidi. Gibt ja kein Motiv.

Der beiden Wege kreuzen sich nicht nur;
sehr häufig sind es heute noch die gleichen –
wir sind da etwas Großem auf der Spur!

Die Nähe kann zu Vorteilen gereichen
– der ganze Sport ist ‘ne histoire d’amours –
beziehungsweis: man kann sie sich erschleichen.

______________

Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler*innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie bleiben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert gelegentlich), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Direktnachricht bei BlueSky zu schicken. 

34 Gedanken zu „fünfzehn/zwanzigfünfundzwanzig

  1. Julia Simon und Justine Braisaz-Bouchet.

    Ich hatte zwar nicht darauf gewartet, aber die Hinweise auf Wintersport im Allgemeinen (Berge, Schweiz, …) und Biathlon im Speziellen (gleich Spur, gekreuzte Wege, Motiv) sind recht deutlich. Und dann am Ende ins Französische abdriftend — ich habe kurz geschaut, ob die beiden wirklich schon seit der Jugend im selben Team sind; c’est vrai.

    Verrückte Geschichte, das mit der Kreditkarte.

  2. Hatte mich auf marokkanische Backgammon-Legenden eingestellt – und jetzt geht es um…Alm-Öhis oder Sennerinnen (vom Tegernsee)? Es ist Montag und die Woche beginnt mit unlösbaren Rätseln. Also für mich. Der Schnee auf dem wir alle talwärts fahren…ich schwinge mal ab und setz mir einen Glühwein auf. Evtl. schlägt noch der Geistesblitz bei mir ein und ich komme später noch mal rein. Aber eher nicht…gespannt der Lösung harrend.

  3. In den letzten Tagen war ich immer sehr gewiss, die richtige Antwort zu kennen, aber … nun gut. Knapp vorbei eben.

    Heute bin ich relativ ahnungslos, habe aber eine abstrakte Theorie. Keine Ahnung, ob die passt, aber:

    Felix Neureuther und Miriam Neureuther. Kommen beide aus Garmisch-Partenkirchen, waren im örtlichen Ski-Club aktiv, wenn auch in verschiedenen Wintersportarten, aber bei olympischen Spielen trifft man sich natürlich trotzdem. Und im Wintersport gibt es ja so manche Amore, äh, amour. Und hier sogar eine mit Ringen (nicht nur olympischen) und Nachwuchs. Wie hübsch. Die Antwort gefällt mir, daher logge ich sie ein.

    Einen schönen 15. Dezember, Herr Kamke. Und danke!

  4. Zwei mit Bergen sind Neureuther und Schweinsteiger. Aber abgesehen von einigen gemeinsamen Jugendrennen passt es nicht so recht.

    Motivlos, korrupt, erschlichen, nie im Leben würde ich… da noch geschaut, ob mir ein Licht aufgeht, bei denen aus der eigenen Jugend, aber nein, mir fällt zu den Hinweisen nichts Produktives ein.

    Nö nichts, Darts ist’s auch nicht, aber: die deutschen Handballerinnen sind Vizeweltmeister nach einem tollen Turnier, schön wars

  5. Herrje, hab ich mich (mir?) schwer getan. Und bin nach wie vor auch nicht sicher. Aber wahrscheinlich werden Justine Braisaz-Bouchet und Julia Simon gesucht. In Les Saisies aufgewachsen, haben Langlauf gemacht, sind dann zum Biathlon. Es muss Biathlon sein, weil in keinem Sport geht es so mit den Ehen untereinander zu wie im Biathlon.

  6. Viele viele Möglichkeiz
    ten durchdacht und verworfen.

    Dann mit ner (der) Koryphäe kurzgeschlossen. Vermutlich hat er die Lösung. Wie in 99 % der Fälle. Aber ich mach auf bockig und nehme:

    Moritz und Franz Wagner. Ihreszeichen aufgewachsen in Prenzlauer Berg. Nur dieser Französisch-Quatsch passt nicht.

    Es wird wie bei meinen Teenie Kids sein. Eigentkich hat Vaddern immer recht.

  7. Ich kann das Rätsel noch zehnmal lesen, ich blicke nicht durch. Nur ein bisschen. Alles endet aber dann irgendwo im Nirgendwo.

    Gedanken Salat. Aufm Berg – Alm – Winklmoos Alm – Rosi und Schwester… Rosi ist leider schon Tot.
    Ich bleibe bei der Familie. Miriam und Felix Neureuther. Club könnte passen, Alm, oder Berg auch. Aber dann?
    Jetzt wirds verrückt. Felix und ein gewisser Bastian Schweinsteiger sind in der Jugend Ski gefahren. Gewinner oft der Basti.
    Letzter Gedanke. Ein TV Moderator*in und ein*e Sportler*in.
    Da ist Ende… Gedanklich.

    Oder Biathlon, Skispringen, Skeetsurfen, was weiß ich.

  8. Heute ist’s schwer. Aber: “Sommer aufm Berg” deutet eigentlich auf die Tour de France hin, aber die hatten wir ja schon. Sommer-Höhentrainingslager gibt’s bestimmt in vielen Sportarten. “Auf der Spur” und auf gleichen Wegen sind wir z.B. im Langlauf, wenn die Loipe entsprechend gespurt ist. “Erschleichen” kann man sich bessere Ergebnisse mit Doping. Und da es nicht um die Schweiz geht, schaue ich mal nach Österreich — gab’s da nicht mal die “Operation Aderlass”? Namen habe ich leider nicht parat. Aber vielleicht reicht’s ja zumindest für einen halben Punkt. Ist ja auch Montag.

  9. Zu viele Worte, die sich wie Hinweise lesen, die ich aber nicht einordnen kann, schon gar nicht zusammengehörend.

    Kreuzende Wege, eine Spur – das könnten Loipen sein. Also Biathlon oder Langlauf?
    Die Nähe kann zu Vorteilen gereichen: Windschatten? Sind wir beim Radsport?

    Aber inwiefern sollen diese Sportarten – oder überhaupt Sportarten – eine Liebesgeschichte darstellen? Und was bedeutet “gibt ja kein Motiv”?

    Eins weiß ich: Peter und der Alm-Öhi sind nicht gesucht.

    Ich bin gespannt.

  10. In Anlehnung an den berühmten Sportreporter Harry Hirsch sind meine Antworten wahlweise Rembrandt oder Ägypten. Da klingelt bei mir heute weniger als an einem handelsüblichen Rentierschlitten.

  11. Schgeb auf –
    Spyri hat abgeschrieben und Heidi heißt eigentlich Adelaide,
    aber eigentlich suchen wir Urska und Tadej im Sommerhöhentraining.
    oder waren nicht Schweini und Felix im selben Club, oder sollten man auf der Großschanze suchen?

    Große Verzweiflung heute, unsicher ob Sommer oder Wintersport oder vielleicht Schach
    Bin gespannt

  12. Spur? Beim Langlauf? Aber was soll das französisch dann da? Albertville wäre Daehlie/Ulvang. Ist ja auch eher nordisch. Bob? Naja, Schweiz, St. Moritz aber die ja wohl nicht? Ansonsten wäre es Lange/Langen? Oder Friedrich/Lochner?
    Als Rivalen die ich mir vorstellen kann habe ich eher an Rodeln gedacht. Hackl/Prock/Zöggeler? Aber da sehe ich keinen Zusammenhang zum Text. Nun denn, immerhin ein Kommentar.

  13. Wir hatten heute nichts. Nada. Niente. Oder, wie die Franzosen sagen: Rien. Ich hatte mich irgendwann kopfüber in die nischigsten Nischensportarten gestürzt, und der Rätselpartner wollte mich dankenswerterweise mit dem Hinweis zurückholen: Das Nischigste bisher waren Triathleten.
    Nur, dass er sich vertippte, oder es war die Autokorrektur, vielleicht sogar Freud (der Rätselpartner ist den Schneehaserln nicht zugetan): “Biathleten”. Und dahinter gleich, in Fortführung einer anderen Diskussion: “Was heißt Schleichen auf Französisch?”
    In diesem Moment koaleszierten die mir verbliebenen Hirnzellen und spuckten folgende Information aus: Julia Simon und Justine Braisaz-Bouchet.
    Madame Simon erschlich sich Dinge, sie kaufte mit der Kreditkarte der Teamkollegin reichlich und heimlich im Internet ein und gab es erst, na ja, gefühlt vorgestern zu. Ihre Wege kreuzen sich, sie fahren bei Staffeln in derselben Spur und Simons Eltern machen irgendwas mit Käse. Es liegt nahe, dass da Kühe und Wiesen involviert sind.
    Die persönliche Hintergrundgeschichte ist der Schwachpunkt dieser Antwort, die öffentlich-rechtliche Sportpressezunft hat den Skandal zwar ausführlichst ausgeschlachtet, ich hatte aber immer den Ton aus. Aber es klingt vage vertraut, dass sie im selben Verein waren und einen ähnlichen Background haben.
    Und ist Biathlon nicht letztlich, und das schmerzt ein bisschen, eine Liebesgeschichte zwischen Langlauf und Schießen?!
    Unsere Alternativen waren Segeln und Friedhelm Funkel, also bleiben wir dabei.

  14. Da fehlt es ja wieder an sportlichen Hinweisen, oh je. Recht klar scheinen ja zu sein: Alpenländle, im Sommer auf dem Berg, späteres Pärchen. Vermutlich haben sie nicht nur den Sommer, sondern auch den Winter auf dem Berg verbracht. Und dies sogar als Schwerpunkt. Da gibt es aber einige Paare, ich entscheide mich dann für Felix Neureuther und Miriam Neureuther (Gössner). Die “erschlichene Nähe” gibt mir aber zu denken, sieht ganz nach einem versteckten Kamke-Hinweis aus. Könnte aber auf den Beginn ihrer Romanze hinweisen, da sie sich wohl bei der Reha nach Verletzungen näher kamen.

  15. 16:37 Uhr. Wir sind heute nicht allein und uns einig, dass da nichts Konkretes drinsteht. Keine Sportart. Keine konkreten Personen. Kein Geschlecht, keine Daten. Ich persönlich weiß noch nichtmal, wonach ich googlen soll. Hab es mit Johanna Spyri versucht, aber warum, wenn es doch um Heidi und die Schweiz nicht geht? Sind Gitti und Erika gesucht? Rivalinnen mit Kinderlähmung? Wilma Rudolph? Ich stehe wie der Ochs vorm Berg, der für meine Begriffe hier auch eher symbolisch platziert ist. Als eine Art Betzenberg, aber in dem Fall ohne Fritz und Otmar, eher mit Tim Walter – irgendwie drauflos. So wie der Club, von dem ich glaube, dass damit nicht Sportverein oder eine konkrete Mannschaft gemeint ist. Suchen wir ein Liebespaar, Geschwister, Funktionäre? Götter, von denen zumindest einige ja aufm Berg herumzuhängen pflegen, der immerhin Olymp heißen könnte? Wege, die sich kreuzen, teils heute noch die gleichen – sind da wieder Straßen gesucht, nach irgendwem benannt – oder Wanderwege? Reden wir von Radsport, weil Berg und Vorteil durch Nähe, also Windschatten? Wovon reden wir überhaupt? Davon, dass wir und ich uns heute einig sind: keine Ahnung. Frau Lurchmolch wollte schwere Rätsel und hat heute keine Zeit. Ägerlich zwar – aber vermutlich ist es noch ärgerlicher, dass es heute auch einfach sein könnte. Wenn ich das Erlebte dereinst in Buchform zusammenfasse, habe ich immerhin schon einen Titel: “Der Schlauch, auf dem ich stehe”

  16. Guten Tag!
    Ich habe mich heute verlaufen, bin beim Biathlon gelandet und kam so recht nicht voran. (Herrje! Ruhpolding/Winkelmoosalm).
    Der Telefonjoker schlug einen anderen Weg ein und landete schließlich bei der Tour de France.
    Ich ließ mich im Windschatten von ihm mitziehen und wir einigten uns schnell auf Pogačar und Vinegaard. „histoire d’amours“.
    Sie fordern uns schon sehr heraus, Herr Kamke!

  17. So, ich komme nochmal rein. Dieser gemeinsame Club, das Aufwachsen heidilike auf Almen, das Kreuzen der Spuren…. herrschaftszeiten – das ist doch Skisport!! Und der Club…ist der Skiclub Garmisch-Partenkirchen! Oder?!? Sodele…dann auch noch Histoire d’amour….bitte, wie vernagelt kann ich sein: Felix Neureuther (Ski Alpin) und Miriam Gössner (Biathlon). Die große Lovestory. Das ist es “Herzleaugen-Emoji”. Beide mit Medaillen und Titeln überhäuft – also auch was Großes!

  18. Meine Schweini-Poldi-Felixneureuthervibes reichen nicht für eine entsprechende Lösung. Heidi gibt auch nix her, zumindest nicht für die Heidelberger Bürogemeinschaft. Großmeister und Grand Slam nix, Bö und Fourcad nix, und kurz vor der Fernreise etliche Pendenzen. Daher heute ohne Lösung.

  19. gestern, 23:12: “wir sind wirklich gut!”
    heute schlage ich nach, was demütig auf französisch heißt. naja.

    so nah, und doch so fern.
    wie die alpen.

    die französischen, vermuten wir. und stecken irgendwo zwischen langlauf und biathlon fest, kreuzen, spur, diesdas. sommertraining auf dem gletscher? savoiarden?

    wir kennen uns doch nicht AUS. kurz waren wir mal beim klettern. oder radfahren. oder… ach, kamke.

    die französischen skicross-pappköppe waren auch drei. nichts will passen.

    kurzes, intensives festklammern an der grammatik. so weit ist es schon!
    (amours ist mehrzahl und dann müsste es “histoire des amours” heißen, aber weiter bringt uns das doch auch nicht. wir kennen jedenfalls keinen, der “liebschaften” heißt.)

    nichts passt.
    wir nehmen mal jappeloupe de luze und baloubet du rouet.
    oder die bø-brüder. ja, norwegen ist nicht frankreich, aber der vater ist wenigstens alm-öhi.

    merde.

  20. Danke kamke!
    (sollte ich öfter mal sagen)

    Es klingt nach einem Wintersport, so wegen Berge, und vor allem wegen “Spur” was mit Skiern.

    Aber welcher Sport?
    Vielleicht übersehe ich einen Hinweis, so wie ich gestern den Zaunpfahl mit der Dynamik nicht sah.

    “Erschleichen” ?

    “Histoire d’amours” ? beim biathlon sind doch viele Paare entstanden?
    naja, heute komme ich nicht weiter

  21. Ich bin ein klein bisschen enttäuscht, dass die Heidi-Anspielungen wohl nicht so meta waren, wie ich sie interpretierte. (Gemeinsame Sommer beim FCK oder der Arminia zum Beispiel!)
    Und ehrlich gesagt, verstehe ich auch nicht alle Hinweise, aber die Uhrzeit ist fortgeschritten, also logge ich Justine Braisaz-Bouchet und Julia Simon ein.

  22. Nicht mein Jahr!!!

    Ich versuche es mit Marcel Hirscher und Felix Neureuther. Das mit den gleichen Club kommt mir zwar komisch vor aber mir fällt zu den anderen Hinweisen wahrlich nichts besseres ein.

    Herzliche Grüsse

  23. Also ich entscheide mich mal für Marika Kilius und ihren ersten Eislaufpartner Franz Ningel.
    (An ihren Namen habe ich selbst gedacht, ein paar der folgenden Infos aber nachgeschlagen.)
    Die kommen aus Frankfurt in die Alpen, was zu Heidi passt. Der ganze Sport als ‘ne oder vielleicht sogar une histoire d‘amours war für mich der Auslöser für Paarlauf. Kreuzen würde auch passen. Und nach Partnerwechsel, weil er nicht mehr wuchs, waren Kilius/Bäumler die Großen, in der Rivalität zu den Kleinen Ningel/Göbl (letztere kamen sich auch außerhalb der Eisfläche mit Vorteilen nahe).

    Habe jetzt mal so viele Argumente gesammelt, weil ich mir auch vorstellen könnte, dass Herr Deutschlehrer Kamke MAL WIEDER nur seine andere Meinung gelten lässt. Sowas kennt man ja.

  24. Die Huber-Buam?
    Im Speedklettern Duelle ohne Limit, im selben Club (Familie) aktiv, im Sommer in den Bergen, gemeinsame Kindheit, Bergsteigen ist definitiv eine histoire d’amours,
    Nur dieses Erschleichen lässt mich ratlos zurück.

  25. Ich sag’s ehrlich: Gar keine Ahnung! Bei Heidi denk ich direkt an die Berge. Bei Club, vielleicht an den Club der 8000er – falls es sowas gibt. Das einzige Duell, das ich da kenne, war zwischen Reinhold Messner und Jerzy Kukuczka.

    Jedenfalls bleibt die Hoffnung, dass es morgen einfacher wird;)

    1. Ok, nee, muss mich nicht ärgern. An irgendwas mit Loipen hatte ich zwar auch kurz gedacht, aber auf die beiden wäre ich sicher nicht gekommen – dafür hätte ich sie zuallererst mal kennen müssen!

      Respekt an alle, die das enträtselt haben!

  26. Servus – heute kurz, ohne Umschweife, nur anhand der ersten Zeile und aus Zeitmangel ohne weiter nachzudenken.
    Die Spezis Sebastian Schweinsteiger und Felix Neureuther.

    Morgen DAnn vielleicht wieder mehr Zeit, einfach wird´s nicht.

  27. Mesdames, Messieurs, das war … wenig.

    Nein nicht von Ihnen, wer wäre ich, so etwas zu behaupten?! Wenig war das, was im Text stand. Eines dieser Türchen. Die Geschichte war und ist medial sehr präsent, sowohl das Grundrauschen als auch immer mal wieder die aktuellen Entwicklungen, so zuletzt am vergangenen Wochenende; zudem sind Hinweise auf diese Sportart häufig unmittelbar verräterisch, von einschlägigen Stichworten zum zu betrachtenden Konflikt gar nicht zu reden.

    Deshalb ein bisschen Heidi-Romantik und dann hoffentlich doch so viel Info, dass Sportart und Vorfall ableitbar sein könnten, was aber offensichtlich nicht für alle und auf den ersten Blick geklappt hat.

    Jetzt wäre ein guter Moment, sich über den Verfasser zu beschweren. Lautstark. Zurückhaltend. Faktenbasiert. Unsachlich. Historisch, wie @martin. Oder … egal. Kann man schon mal meckern. Und selbstverständlich stronger zurückkommen. An den Text:

    Sie waren früh im selben Club aktiv,
    und hatten sonst auch mancherlei gemein.
    Ne Kindheit, Wiesen grün, im Sonnenschein,
    die im Johanna-Spyri-Style verlief.

    Beide Personen kennen sich offenbar aus der Jugend, können nicht so weit auseinander gelebt haben. Bergromantik, grüne Wiesen im Sonnenschein. Johanna Spyri habe ich einfach mal als bekannt vorausgesetzt, ist hier aber auch nicht so sehr von Belang.

    Na gut, das war ein bisschen plakativ,
    doch haben beide wohl jahraus, jahrein
    die Sommer aufm Berg verbracht. Und nein:
    nicht Schweiz, nicht Heidi. Gibt ja kein Motiv.

    Bisschen vereinfacht, womöglich übertrieben, die Heidi-Romantik der ersten Strophe. Wie auch immer: Die beiden gesuchten Personen haben ihre Sommer wirklich “aufm Berg” zugebracht, wir denken an Almen. Sehr hübsch, wie @Vicky und @Münchner Löwe hier nach Ostwestfalen abbiegen, auch wenn es so gar nicht intendiert war. Tatsächlich waren beide Familien landwirtschaftlich tätig, haben beide u.a. Käse hergestellt, die Kühe lassen grüßen. Klar, womöglich hat auch die Sportart mit Berglandschaften zu tun. Die Huberbuam von @Thor lassen grüßen.

    Dann die Klarstellung, dass es nicht um Schweizer Sportlerinnen geht und auch niemand Heidi heißt. Wäre schon sehr plump gewesen (na und? plump ist kamkes zweiter vorname) – was sollte mein Motiv sein, das so offensichtlich darzustellen? Gibt keins. Aber das war wohl gar nicht gemeint mit der Motivsache. Vielmehr gibt es kein so richtig nachvollziehbares Motiv für das Handeln einer der beiden heute gesuchten Personen. Was ja auch zu den Dingen zählt, die die andere beschäftigen, auch nach dem Urteil.

    Der beiden Wege kreuzen sich nicht nur;
    sehr häufig sind es heute noch die gleichen –
    wir sind da etwas Großem auf der Spur!

    Wege, die sich kreuzen bzw. die sie beide begehen, befahren, belaufen, zumal häufig, dazu noch die “Spur”. Langlauf, Biathlon. Mit viel Wohlwollen dem Verfasser gegenüber könnte man noch große Kristallkugeln hineinlesen, denen man auf der Spur sein mag, aber alles was recht ist …

    Die Nähe kann zu Vorteilen gereichen
    – der ganze Sport ist ‘ne histoire d’amours –
    beziehungsweis: man kann sie sich erschleichen.

    Sie verbringen viel Zeit miteinander (Training, Wettkämpfe, …), das eröffnet Möglichkeiten.
    Was sich in Liebesgeschichten ausdrücken kann, histoires d’amour, Verzeihung an die nicht frankophonen, frankophilen oder sonst wie verstehenden Mitspielenden, aber das ließ sich sicher regeln, selbst wenn die Details (histoire d’amours) im Numerus untergegangen sein sollten. Wird egal sein, ob der ganze Sport eine Liebesgeschichte ist oder eine Geschichte/Sache von Lieben bzw. Liebschaften. In jedem Fall können wir aus meiner GALA-Perspektive nur im Tennis oder im Biathlon sein, liebschaftsmäßig, nicht wahr? Womöglich war auch das französisch Einsprengsel gar kein Zufall. Sind wir etwa beim Mann von Elina Switolina?

    Zurück zu den Vorteilen, die die Nähe mit sich bringt. Windschattenradeln, auch nicht schlecht, aber nein. Vielmehr kann man sich diese Vorteile ja auch, wie es da steht, erschleichen. Heimlich erlangen. Informationen beschaffen? Abfotografieren? Sagen wir: Kreditkartennummern?

    Julia Simon und Justine Braisaz-Bouchet, zwei der bekanntesten Biathletinnen der Welt, aus sportlichen wie mittlerweile leider auch aus außersportlichen Gründen, entstammen demselben Skiclub, sind gleich alt und einander ihr ganzes bisheriges Sportlerinnenleben lang begegnet, bzw. haben große Teile davon miteinander verbracht, erst Langlauf, dann Biathlon. Beide haben sie ihre Sommer häufig auf (je) einer Alm verbracht, bei Braisaz-Bouchet betont Wikipedia die Abwesenheit von Elektrizität und fließendem Wasser.

    Mit etwas zeitlichem Versatz sind sie im Biathlon-Weltcup angekommen, haben riesige Erfolge gefeiert, sind selbstredend ständig gemeinsam unterwegs gewesen. Dabei hat Simon irgendwann die Gelegenheit genutzt, sich die Kreditkarte ihrer Teamkollegin genauer anzusehen und künftig für Einkäufe zu nutzen. (Und auch die mindestens einer weiteren Person aus dem Team.) Das Ganze zog sich lange hin, zwischenzeitlich stellte Simon Behauptungen von Identitätsdiebstahl auf, gab letztlich aber vor einigen Wochen alles (?) zu. Ohne wirkliche Erklärung, ein Motiv konnte sie nicht nennen.
    Was die Gegenseite nicht glücklich macht: “De son côté, Me Sarah Pereira, conseil de Justine Braisaz-Bouchet, se montre peu satisfaite de cette ‘reconnaissance sans explication’ …”

    Julia Simons Sperre endete vor einigen Tagen, am vergangenen Wochenende feierte sie ihr Comeback.

    Gern hätte ich im Text von einer Räuberpistole gesprochen, die aber erstens metrisch schwierig ist und zweitens schon wieder so arg nah am Gewehr der Biathletinnen gewesen wäre, dass sie ausfallen musste. Nicht zu verwenden waren auch Betrug, Kreditkarte oder Ähnliches, und so blieb das Ganze letztlich vielleicht ein kleines bisschen luftig.

    Aber wie @Andreas so treffend sagt: “Es muss Biathlon sein, weil in keinem Sport geht es so mit den Ehen untereinander zu wie im Biathlon”, und ab da sollte der Weg ja nicht mehr so weit gewesen sein. Hüstel. Sieht zum Beispiel @ckwon just an dem Wegpunkt anders.

    Die Neureuthers wurden verschiedentlich genannt, der Felix, der Chrissi, die Miri (Reha-Bekanntschaft, wie ich seit heute weiß!), natürlich auch Mama Rosi und Kumpel Basti, der Hirscher noch dazu. Die vier Erstgenannten hatten wir vor Jahren schon, was natürlich kein Ausschlusskriterium ist, genauso wenig wie bei den Wagners, die letztes Jahr zu Gast waren. Doping, auch ein guter Gedanke, @j-mndh, aber nein. Zumindest wissen wir nichts davon.
    Mal sehen, was in den nächsten Stunden noch kommt, während ich mit den Kolleg*innen Kinderpunsch trinke.

    Ah, wie ich sehe, wurde das Geheimnis erfolgreichen Knobelns gelüftet: Tippfehler. Selbst wenn sie Friedhelm Funkel rauskicken. Reinhold Messner und .. wer? Dann Gitti und Erika! Wilma Rudolph! Vage Tage sind gute Tage. Aber ich fürchte, Herr @Lurchmolch, da stand heute kaum jemand auf einem Schlauch. Es war einfach … kompliziert.

    Sorry, @La Schnatsch, das geht so nicht! Ihr könnt der Legende Jappeloup doch kein e anhängen! Was soll Pierre Durand denken?

    Vielen Dank für Ihre und Eure Zeit. Fürs Teilen aller möglichen Gedankengänge
    Und morgen, da wird’s einfach. Herzleaugen-Emoji.

  28. “Julia Simon und Justine Braisaz-Bouchet”

    Als ich eben den ersten Kommentar las, war da so ein “ups, stimmt, da war irgendwas…”, Scherben, Captain Schneider und weitere haben Recht.

    Gut, dass es morgen einfach wird.

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