zwanzig/
zwanzigfünfundzwanzig

Auf keinen Fall darf dieser Wettkampf fehlen,
wenn wir uns mit Duellen hier befassen.
Das Ding hat wahrlich keine*n kaltgelassen –
und wirkt bis heut. Es lässt sich nicht verbehlen.

Hinzu kam auch: Es gab da Parallelen.
Acht Jahr’ zuvor sah man in einem krassen
Moment ihn knapp die Bronzene verpassen –
nun wollten sie ihm gar die Goldne stehlen.

Na, na, von Diebstahl sollten wir nicht sprechen;
es war schon Recht. Der Sieger wollt’s dann brechen
und sich den Titel teilen mit dem Zweiten.

Der Sportverband, ganz klassisch, sagte Nein,
So ward es halt, und bleibt es obendrein,
laut Regelwerk der knappste. Aller Zeiten!

______________

Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler*innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie bleiben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert gelegentlich), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Direktnachricht bei BlueSky zu schicken. 

44 Gedanken zu „zwanzig/
zwanzigfünfundzwanzig

  1. Heute hatte ich schnell eine Ahnung, um welchen Sport es geht. Skifahren. Ich fahr zwar zunächst bei downhill, aber das Internet führte mich zu den Langläufern Thomas Wassberg und Juha Mieto 1980 in Lake Placid. Wegen denen wurde danach die Zeitmessung im Langlauf von Hundertstel- auf Zehntelsekunden geändert. Die Geschichte kannte ich nicht. Danke, Kamke!

  2. Herr Kamke,

    natürlich müssen Thomas Wassberg und Juha Mieto hier erwähnt werden.

    Und Bruno Moravetz. Und Jochen Behle.

    Herzlichst.

  3. Moin Kamke,
    ist es heute die Gnade der frühgeborenen?
    Es muss sich um den Schweden Thomas Wassberg und dem Finnen Juha Mieto 1980 handeln. Wassberg bat damals nach den 5km Langlauf darum, dass auch Mieto Gold bekommen sollte. Beide waren quasi Zeitgleich. Aber der Verband entschied wg einer Hundertstelsekunde zu Gunsten Wassbergs. Und gegen Mieto, der bereis 8 Jahre vorher 1972 in Sapporo Bronze um 0.06 Sekunden verpasst hatte.
    Seit damals wird im Langlauf nur noch auf Zehntelsekunden gewertet.
    Danke Kamke

  4. Hä?! Das ist so Schuppen-vor-den-Augen-klar… wahrscheinlich ist es denn auch falsch😂😂😂, aber das ist doch das Hochsprung Finale der Männer in Tokio (die verschobenen Olympischen Spiele WG COVID-19). Der Wettkampf, der so dramatisch war, dass sich die beiden befreundeten Hochspringer aus Italien und Katar, die Goldmedaille geteilt haben.
    Tamberi (ITA) und Barshim (KAT) heißen die gesuchten Sportler.

  5. Ich hoffe, ich habe einen besseren Tag als Juha Mieto einst. Er muss ja nicht so gut werden wie der Thomas Wassberg, irgendetwas dazwischen wäre auch voll okay.

  6. Thomas Wasberg und Juha Mieto sind die Gesuchten.

    Der Wettbewarb waren die 15 Km klassisch bei den Olympischen Winter Spielen 1980.
    Ich diesem Wettbewerb lief auch ein bis dahin kaum bekannter deutscher Athlet mit.
    Der Kommentator vermisste ihn und brachte das wiederholt zum Ausdruck:
    “Wo ist Behle?” ( verbehlt )
    Damals gab es noch keinen Massenstart, sondern jeder lief für sich und doch brachten es Wasberg und Mieto hin mit genau 1/100tel Sekunde Abstand durch Ziel zu laufen,
    Wasberg wollte den Sieg teilen, was abgelehnt wurde. Aber seitdem wird beim Skilanglauf nicht mehr mit 100tel Sekunden gemessen.
    Deshalb bleibt dieses Rennen für immer das knappste.

  7. Herr Kamke, ich rege mich auf. Wenn ich an diesen Moment denke. Ich gestehe, ich musste die Namen googlen und hatte auch das Jahr nicht mehr im Kopf, aber ich sehe das Bild noch vor mir, zwei Sportler nach vielen Kilometern Gehen, Arm in Arm über die Ziellinie, gemeinsam wollten sie den Moment und Titel feiern, aber der Verband war not amused und holte das Zielfoto hervor.

    Gesucht sind Andrei Perlow und Aleksandr Pataschou in Tokio 1991. Danke. Und einen schönen 20. Dezember.

  8. Behle, Stehle, Parallele.
    Nicht komplett wegsehend ich bin –
    auf Ski Langlauf deutet alles hin.
    Ein wahrer Wald der Zaunpfähle.

    Die eine Hundertstel die fehlt
    zu Lasten Juha Mietos geht.

    Doch dieses knappste aller Verpassen
    wollt’ Thomas Wassberg so nicht stehen lassen.

    Ganz salomonisch schlug er vor
    die Goldene für zwei Athleten
    doch’s IOC – darum gebeten –
    schlug dem eiskalt nen Riegel vor.

  9. Wird wohl Langlauf sein: Den Behle erkennt man ja, wo immer er ist. Aber das Duell Mieto vs. Wassberg dahinter, respektive davor, ist mir nicht wirklich geläufig gewesen.

  10. Herr Kamke, Sie kennen. Man ist sich sicher, man loggt ein, aber ein Störfaktor bleibt. Die Kälte, der Behle, das klingt doch eher nach Langlauf. Thomas Wassberg und Juha Mieto sind natürlich gesucht. Musste ich aber nachschauen, es war – der Jungbrunnen Angedacht wirkt wieder und weiter – vor meiner Zeit.

  11. Kamke, Du hast tatsächlich Recht: Heute ist’s einfach.

    Hoffe ich.

    Der Hinweis auf die Sportart kam aber auch mit dem Holzhammer, das kann ich nicht verhehlen.

    Gesucht sind die Herren Wassberg und Mieto. Vornamen kriege ich nicht mehr hin, die genauen Olympischen Spiele auch nicht. 1976 oder 1980.
    Dort jedenfalls siegte Wassberg im Langlauf mit 0,01 Sekunden Vorsprung vor Mieto.

  12. Den Namen Wassberg habe ich aus der hintersten Ecke des Gedächtnisses hervorgekramt. Yay! Wikipedia sagt mir, dass Platz 2 an Mieto ging.
    (Wenn es das nicht gewesen wäre, hätte ich bei Björn Dählie gegen Vegard Ulvang weitergesucht.)

  13. Keine Zeit heute, deshalb der Hüftschuss (bzw Knieschuss in Memoriam Old Shatterhand): Wassberg und Mieto, Skilanglauf, Lake Placid 1980, eine Hundertstelsekunde.

  14. Kindheitserinnerungen sind dann doch die stärksten. 1980 waren die ersten Olympischen Spiele an die ich mich erinnern kann und Wassberg vs. Mieto war ein unvergessliches Drama. Im Nachhinein schon eine spektakuläre Veranstaltung (Heiden, Wenzel, Wassberg, Miracle on Ice).

  15. Es war mal ein Läufer aus Finnland,
    der gewann ziemlich häufig im Inland.
    Bei Olympia wurd’s knapp:
    der Gegner sahnt ab!
    Das war recht enttäuschend für ihn dann.

  16. „Wo bleibt er?“ ruft’s durch das Winterrevier,
    Jochen Behle, er läuft irgendwo hier.
    Im Nebel versteckt,
    doch nie ganz entdeckt,
    ein Geist auf der Spur, ganz ohne Getier.

    Wir sind also bei Olympia 1980, Langlauf, 15km, knappes Rennen. Gesucht sind Wassberg und Mieto. Letzterer offenbar ewiger Zweiter, und Wassberg wollte Gold teilen, durfte aber nicht. Und heute ist die Zeitmessung etwas toleranter.

    Danke, Herr Kamke!

  17. Vielleicht ist mir das Schicksal heute hold, was sich dann auch zufällig reimt auf Gold.

    Gerade sprachen wir am Tisch übers Schwimmen, sodass ich geistig vielleicht bereits im richtigen Wasser fischte:

    Ich tippe auf das EPISCHE 100m Finale 2008 über 100m zwischen Michael Phelps und Milorad Cavic. Ich glaube, ich habe es mir zu seiner Zeit ca. 100x auf YouTube angeschaut.

  18. Herr Kamke verschreibt sich nicht. Niemals. Insofern führt das “verbehlen” zielsicher zum legendären 15 km Langlaufwettbewerb 1980 in Lake Placid, Upstate New York. Bruno Moravetz suchte nach Jochen Behle, später nicht nur von Marius Müller-Westernhagen sondern auch von Taylor Swift (“getting lost Upstate”) popkulturell verarbeitet.
    An das Hundertstelsekundenrennen zwischen dem Sieger Thomas Wassberg und dem Millimeterzweiten Juha Mieto erinnere ich mich natürlich genauso. Dass das das selbe Rennen war, war aber in meiner Erinnerung verschüttet gewesen.

  19. Musste kommen: Thomas Wassberg vs Juha Mieto und die Hunderstelentscheidung in Lake Placid 1980. Ob ich ohne das “verbehlen” so ohne Weiteres draufgekommen wäre? Doch, wahrscheinlich schon, schon aus finnischer Verbundenheit …

    1. Quartett:

    “keinen kaltgelassen”” deutet auf Winter hin
    “verbehlen” ist beim Heinz natürlich kein Druckfehler, owohl das “”H” in der Tastatur gar nicht weit weg ist. Bruno Morawetz und das “wo ist Behle” im selben Wettkampf, den die Kameras in den nordamerikanischen Wäldern ums Verrecken nicht gezeigt haben trotz guter Zwischenzeiten. Am Ende doch klar an einer Medaille vorbei, nota bene.

    2. Quartett:
    Juha Mieto, der finnische Langlaufriese. Bei der WM 1974 Falun ganz knapp an Bronze vorbeigeschrammt. Wirklich gegen Wassberg und das in dessen schwedischer Heimat? Unwahrscheinlich, aber möglich.
    Nein, ich schaue jetzt nicht nach.

    1. Terzett
    Kein Diebstahl, natürlich nicht. Hundertstel vorn ist hunderstel vorn: Nach 15 Kilometern und ca. 42 Minuten waren das 4 Zentimeter oder so.
    Wassberg wollte angeblich die Goldene teilen. Ich sehe das Symbolfoto in der Bild (ja, ich weiß: großer Seufzer) noch vor mir.

    2. Terzett
    Die FIS sagte nein. Aber immerhin kam man dort zur Besinnung und schaffte die hundertstel im Langlauf ab, zumindest bei den Einzelstarts. Das Zielfoto bei Massenstarts oder gar Sprints wird meines Wissens bis ins Letzte ausgewertet.
    Deshalb bleibt das eine Hundertstel die knappste Langlaufentscheidung aller Zeiten, aber nur in den immer selteneren Einzelstarts (ein trauriges Kapitel für sich. Was waren die 50er früher ein Spektakel, jetzt 49 km pure Langweile, oder???).

  20. Die 15 km Langlauf bei den Olympischen Spielen 1980 in Lake Placid. Ein Rennen, das für immer in Erinnerung bleiben wird, weil es Bruno Moravetz einfach nicht gelang, Jochen Behle zu finden.

    Gesucht werden Thomas Wasberg und Juha Mieto.

  21. Ich logge Hochsprung (hatten wir auch noch nicht, die restlichen Hinweie ignorierend) ein mit Tamberi und Barshim, die die knappste Hochsprungentscheidung aller Zeiten hatten und sich dann gemeinsam feiernd das Gold teilten. Das war doch schön.

    Gefällt mir in der vorweihnachtlichen Zeit besser als das Rätsel des eiskalten Kamke, das sooo einen Bart “wie ein Gesichtsfell” hat und das fast schon klassische (parellele fand ich eher misleading) Tragik beinhaltet und auf das er mit einem Wink mit einem gigantischen Zaunpfahl “verbehlen” hinwies.

    Was ich nicht wusste, ist, dass der Gewinner, nachdem das IOC die gemeinsame Goldmedaille verweigert hatte, dem Verlierer noch vorschlug, die beiden Medaillen miteinander zu verschmelzen, was der Verlierer jedoch ablehnte. Der sich bis auf ein bisschen Ergrauung über die Jahre kaum verändert hat. 😉 https://www.youtube.com/watch?v=XPnswhT5NIs

  22. Unsere kurze Antwort ist “irgendwelche bärtigen Waldschrate”.
    Die lange Antwort ist, dass Niederlagen manchmal sehr lehrreich sind (hier, gratis Lebensweisheit!). Am berüchtigten “Triathlon-Tag” des Kamke-Adventskalenders anno 2025 waren wir reichlich verzweifelt, aber im Nachhinein haben wir dadurch (und den segensreichen Tippfehler des Rätselpartners) schon den “Biathlon-Tag” gelöst. Und heute half es gleich nochmal, wir hatten nämlich auch über Langlauf nachgedacht, und der Rätselpartner warf ein “sehr knappes Rennen” in Lake Placid in den Ring. Auf meine Rückfrage, wer das denn gewesen sei, kam obige Antwort: Waldschrate halt.
    Nun kann ich mit Unwissenheit schlecht umgehen und habe es dann nach unserer Kapitulation herausgefunden: der Schwede Thomas Wassberg und der Finne Juha Mieto (korrekte Schreibweise nun nochmal gegoogelt). Wassberg siegte um Hundertstel, und dann wurden die Regeln geändert, so dass Hunderstel zukünftig nicht mehr gezählt werden. Knapper wirds also nicht mehr.
    Und da Herr Kamke ja niemals Tippfehler macht und die gesuchte Sportart damit ziemlich eindeutig ist, fühlen wir uns ausnahmsweise recht wohl mit unserer Antwort.

  23. Ich hab an die zwei Hochspringer gedacht, die sich Gold geteilt haben. Tolle Geschichte! Nur, ich hab nicht mitbekommen, dass der Verband das abgelehnt hat. Deswegen fürchte ich, meine Idee war doch falsch.

  24. Langlauf ist natürlich sehr schnell klar danke des Behle Hinweis. Da habe ich aber nix im Kopf was dazu passen würde. Geteilte Medaillen, Knappstes Rennen? Das kann man natürlich googlen und siehe da: Es gab mal 1/100 Sekunden im Langlauf? Somit sind wir bei Thomas Wassberg und Juha Mieto.

  25. Guten Tag,

    heute geht’s um den 500 m Lauf im Eisschnelllauf, den der Norweger Håvard Holmefjord Lorentzen mit 0.01 s Vorsprung gegen den Südkoreaner Cha Min-kyu 2018 gewann. Das war mir, bis auf die korrekten Namen, noch gut im Gedächtnis. Wenn’s denn stimmen sollte.
    Dass Sie an Behle erinnern (verbehlen) fand ich gut, obwohl mir der Zusammenhang hier nicht schlüssig ist.
    Schönen 4. Advent!

  26. Also gut, “Parallelen”, “klassisch”, “verbehlen”… alles deutet auf Langlauf hin. Die Duelle, die mir da in den Kopf kommen, passen nicht. Also doch wieder Suchmaschinen-Doping. Heute geht’s um Thomas Wassberg vs. Juha Mieto – Lake Placid 1980. Hundertstelkrimi. Lieben wir. Mensch Kamke, ich bin doch zu jung dafür. Aber immer wieder schön, neue Storys zu lesen. Danke und bis morgen!

  27. Also das Duell (oder vielleicht Triell)
    habe ich, denke ich, richtig vermutet. Aber die Namen und genauere Geschichte hat mir dann wikipedia bestätigt.
    “Parallelen” und verbehlen
    ließen mich bei Skilanglauf landen.
    Also einfach mal nachgegangen, wo Behle ist, äh, nein, wer eigentlich den “Wo ist Behle”-Wettkampf gewonnen hat.
    Also lautet die Antwort heute Wassberg vs Nieto vs Behle 😉
    So knapp kann auch kein Wettkampf mehr enden, denn seit kurz danach wird nur noch auf Zehntel geschaut, hier war der Abstand eine Hundertstel.
    passt also

  28. Juha.. ähh Juhu ich habe eine Lösung.
    Die Gnade des Alters und des Verfassers lässt sich DAbei nicht verbehlen.
    Wo ist Behle!? Aus einer Zeit, in der mit Bruno noch Reporter und kein Bär Schlagzeilen lieferte.
    Wenn wir also heute nicht beim Langlauf sind dann weiß ich ja auch nicht mehr weiter.
    Eigentlich zu einfach aber der 4.Advent steht bevor und wir werden ja alle etwas besinnlicher.
    Das auf alle Zeiten einmalige 15 km Rennen von Lake Placid 1980.
    Eine Hunderstel lag zwischen den Kontrahenten. Dies hatte Diskussionen um Zeitnahme, ein Fairplayangebot des Siegers und final eine Regeländerungen zur Folge.
    Einzige Unsicherheit: diese verpasste Bronzene acht Jahre zuvor. Da habe ich außer dem Maskottchen von Sapporo keine eigenen Erinnerungen vor Augen.
    Ist aber egal: heute möchte ich einfach Thomas Wassberg und Juha Mieto einloggen.
    Danke Herr Kamke.

  29. Lieber Herr Kamke,

    Vorab ein kurzer Nachtrag zu gestern:

    Vielen Dank für die Blumen, aber ich glaube schon, dass die Lösung der einen oder anderen Person hier ohne Hilfsmittel eingefallen ist. Ich bewundere immer wieder die geballte Kompetenz in dieser Runde.

    Nun zu heute:

    Ich bin mir nicht sicher, glaube aber, dass es sich um die Herren Hellner und Northuk handelt. 0,2 Sek. Auf 50 km!

    Drauf gekommen bin ich über den Hinweis auf Jochen Behle (Langlauf), denn so ein „Fehler“ unterläuft Herrn Kamke nicht!!!!!

    Ich hoffe auf gute Nachrichten aus Hamburg und gönne gute Nachrichten vom VfB. Es sind aber erst ca. 70 Min. gespielt……

    Herzliche Grüße

  30. Vow, wusste bis dato gar nicht, wie viele knappe (1/100 sec) Entscheidungen es bisher schon bei Olympischen Spielen gegeben hat. “kalt gelassen” und “verbehlen” deuten dann schon deutlich in Richtung Skilanglauf. An das so knappe Duell Juha Mieto vs. Thomas Wassberg 1980 in Lake Placid über 15 km klassisch kann ich mich sogar heute noch erinnern. Acht Jahre zuvor die Bronzene verpasst, stimmt für Mieto auch. Also fixiert.

  31. Die größte Spannung ist heute für mich, ob es Menschen gibt, die aufgrund ihrer Jugend “verbehlen” nicht als Monster-Tipp zur Sportart lesen. “Wo ist Behle?” eine wahrlich ikonische Frage von Bruno Morawetz. Na, beim Langlauf in Lake Placid. Die gesuchten Protagonisten lest ihr bei den anderen (ich hätte sie ohne Google nicht parat gehabt). Man hätte wieder von kreuzenden Flaggen sprechen können. Noch mal ein riesiges Dankeschön an Herrn Kamke, für die ganze Zeit, die du zu unser aller Freude investierst und das in einer Zeit, in der Zeit gewöhnlich ein knappes Gut ist! Wirklich nicht selbstverständlich, mein Lieber!

  32. Dank des unverbohlenen Hinweises des Autoren – der hat mich nicht kaltgelassen, da musste ich auch nicht mehr parallel weiterdenken – war Langlauf klar. Ein Sport, von dem ich so gut wie keine Ahnung habe. Immerhin wusste ich so, was zu googeln sei: Langlauf + Tausendstelsekunde
    === Ergebnis ===>
    Thomas Wassberg vs. Juha Mieto

    Das hätte ich sonst auch niemals gewusst, spielte es sich doch in meinem Geburtsjahr ab.

  33. Nicht fehlen darf das Duell Wassberg/Mieto, damals in Lake Placid. Zuerst war ich noch unsicher, da wenig Hinweise auf die Sportart und ich keine Ahnung habe, ob Mieto 1972 um Bronze gekämpft hat. Der Schreibfehler hat mich dann aber überzeugt.

  34. Bis gestern hätte man mir unwidersprochen erzählen können, dass es sich bei Agitos um ein Versicherungsunternehmen handelt, vielleicht so ähnlich wie die Capitol.
    Jetzt weiß ich mehr und bin damit der heutigen Lösung schon dicht auf der Spur. Denn wenn im Gedicht NICHT die Rede von Agitos ist, muss es sich also zwangsläufig um die Olympischen Spiele handeln, klar. Also geht es um Lake Placid 1980. (Man mag sich übrigens gar nicht ausdenken, was heute in Zeiten von Social Media aus Bruno Moravetz geworden wäre und wie schnell einem die endlosen Wo-ist-Behle-Memes auf die Nerven gegangen wären.)
    Gesucht sind aber die damaligen um eine Hundertstelsekunde getrennten Erst- und Zweitplatzierten. Den einen der beiden könnte man schön in einem Alternate Take des “Erlkönig” unterbringen:
    Mein Vater, was berg ich so bang mein Gesicht? (Aber weiter bin ich nicht gekommen …).
    Und der andere, Juha Mieto, nicht besonders geschmeidig fürs Reimen, scheint nicht gerade eine Plaudertasche zu sein, wie man diesem Satz aus einem Zeitungartikel entnehmen kann: “Einen Trainer lehnt er ab, wahrscheinlich, weil er mit ihm reden müßte.” Klingt sympathisch.

    Beim Nachschauen, ob sich Bruno Moravetz mit v oder mit w schreibt, bin ich dann noch auf seiner Wikipedia-Seite auf den Fun Fact gestoßen, dass er in den 50er Jahren als Leiter der Presseabteilung von Kreidler die Moped-Markennamen „Florett“ und „Amazone“ entwickelt hat. Der hatte es drauf!

  35. Heute geht es um 3,3 cm. Was wohl Mücksi dazu sagen würde? Eher underwhelming nehme ich an.

    Gesucht sind heute zwei Förster, einer davon auch noch Politiker. Kurios für ein Sport-Rätsel.

    Machen wirs kurz: Thomas Wassberg und Juha Mieto

  36. es ist schon spät, wir nehmen jetzt einfach, was die frühaufsteherin als erstes hatte:

    roy jones jr. vs. park si-hun

    heute keine pferde, es ist reisetag bei der chronistin und ein baum möchte noch geschmückt werden.

    und verbehlen ist ein typo. pöh!

  37. Hyvää iltaa, hyvät naiset ja herrat, das war ein anstrengender Tag. Also, nicht zwingend beim Rätseln, wenn ich das recht verfolgt habe, wohl aber als Reisetag. 23 Uhr 30, noch keine Zeile der Lösung und erst recht keine Zeile des morgigen Türchens geschrieben. Zum dritten Mal die Ankündigung, dass morgen früh womöglich wirklich nichts hinter der 21 zu finden sein wird, und aller einfachen Dinge sind drei, oder wie das heißt, also diesmal scheint es mir dann doch recht wahrscheinlich. [Nachtrag, spät: doch nicht.]

    Vielen Dank für überaus freundliche Worte sowie für über 40 Antworten, am erfahrungsgemäß durchaus intensiven vierten Adventssamstag. Nicht wenige haben es eher kurz gehalten, nicht undankbar für die vergleichsweise geringe Herausforderung, andere gingen in die Vollen, sei es in der anderen, sei es in der anderen Hinsicht.

    In die Vollen gehe ich jetzt eher nicht.

    Auf keinen Fall darf dieser Wettkampf fehlen,
    wenn wir uns mit Duellen hier befassen.
    Das Ding hat wahrlich keine*n kaltgelassen –
    und wirkt bis heut. Es lässt sich nicht verbehlen.

    Viele hatten die beiden wohl auf dem Zettel, ihr Wettkampf war bemerkenswert und fand vermutlich im Winter statt, mit Auswirkungen bis heute. In der Tat kein Tippfehler, und ja, mich würde schon interessieren, was die, die nicht gleich bei Jochen Behle waren, gedanklich mit “verbehlen” gemacht haben. Was ich durchaus sagen wollte: “Das Ding” war so groß, da ist die hiesige Fokussierung auf Bruno Moravetz’ Suche nach dem jungen Langläufer zwar eine schöne Nebensache, aber die eigentliche Geschichte ist eine größere, der Wettbewerb lässt sich nicht “verbehlen”. But that’s just me.

    In der Tat, @Felix, mir war das bis vor ein paar Jahren auch nicht klar, dass beide Geschichten demselben Bewerb entstammen. Olympia 1980 in Lake Placid, 15 km. Natürlich im Intervallstart. (Und natürlich bin ich bei @Münchner Löwe, dass der weitgehende(?) Umstieg auf den Massenstart beim 50er ein Jammer ist. Haben @Andreas und ich, auch andere, schon häufig beklagt, von Maurilio de Zolt schwärmend.)

    Hinzu kam auch: Es gab da Parallelen.
    Acht Jahr’ zuvor sah man in einem krassen
    Moment ihn knapp die Bronzene verpassen –
    nun wollten sie ihm gar die Goldne stehlen.

    Langlaufbestätigung? Parallele Spuren, damals auf jeden Fall, aber ja, “parallel” könnte auch in andere Richtungen weisen. Skispringen, ggf. auch Ski alpin, bestimmt auch Sommersportarten. Dann der Rückblick, 8 Jahre früher, also Sapporo. Schon da hat Juha Mieto denkbar knapp verloren, damals den Kampf um Bronze, gegen einen Norweger.

    Na, na, von Diebstahl sollten wir nicht sprechen;
    es war schon Recht. Der Sieger wollt’s dann brechen
    und sich den Titel teilen mit dem Zweiten.

    Was der @Münchner Löwe dazu sagt.

    Der Sportverband, ganz klassisch, sagte Nein,
    So ward es halt, und bleibt es obendrein,
    laut Regelwerk der knappste. Aller Zeiten!

    Das IOC war dagegen, die Medaille zu teilen. (Das war viele Jahre später bei Tamberi und Barshim anders, die ja auch von einigen hier genannt wurden.)
    Mit der Folge, dass seither nicht mehr hundertstel-, sondern nur noch zehntelgenau gemessen wird und dass, solange das Regelwerk nicht wieder geändert wird, in einem Einzelstartrennen keine so knappe Entscheidung mehr möglich sein wird (dann tatsächlich “aller Zeiten”, in beide Richtungen), auch das hatten viele Ratende beschrieben.

    In der ersten Zeile noch der irgendwie lustige Hinweis auf den klassischen Stil, den es damals so noch gar nicht gab – es war halt der normale, der einzige, der gängige Stil. Aus heutiger Sicht indes klassisch als Gegensatz zum Skating.

    Thomas Wassberg und Juha Mieto, in einschlägigen Kreisen bloß bärtige Waldschrate genannt.

    Wie gesagt, viele hatten darauf gewartet und sagten das auch in ihren Kommentaren; andere bogen zum Schwimmen (hatten wir neulich schon mal in den Kommentaren), zu besagtem Hochsprung, zum Gehen in Tokio (wow!), zum Eisschnelllauf oder, klar, zum Boxen ab. Und ich habe wieder einiges gelernt. Nicht zuletzt bei @Faouzi, zu Bruno Moravetz und Juha Mietos Verständnis von Trainern. Ach, und schön, dass @Andreas N. den fantastischen Eric Heiden ins Spiel bringt, der ist hier immer wieder gern gesehen.

    Fürs Protokoll: Kamke vershreibt sich regelmäßig.

    So, mal schauen, ob sich noch was für morgen findet. Erwarten Sie nicht zu viel, und vor allem nicht zu früh. Aber wenn, dann wird’s einfach.

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