elf/zwanzigfünfundzwanzig

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
mit dem Herr A* sich zu Herrn B* bewegt
und dann den Arm um dessen Schulter legt,
beeindruckt den Rivalen. Und uns Dritte.

Bald tänzelt B von Kraft um eine Mitte,
bis er, der damals noch unaufgeregt
fürs Team mal rechts, mal links zu springen pflegt,
das Ding gewinnt. Wie’s seit fast immer Sitte.

Paar Wochen vorher gab es noch Bohei,
weil der AB-Tausch abgekartet sei –
schon seit dereinst der Trainer rausgeflogen.

A hat den Part von B halt übernommen
und seine zweite Chance nicht bekommen.
Ich glaub, sie wärn ins Endspiel eingezogen.

* keine Initialen 

______________

Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler*innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie bleiben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert gelegentlich), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Direktnachricht bei BlueSky zu schicken. 

47 Gedanken zu „elf/zwanzigfünfundzwanzig

  1. Heute: Fußball.

    Herr A hat seine Position an Herrn B verloren, gratuliert aber herzlich nach einem Erfolg. Da Herr B mal nach links und mal nach rechts sprang, ist von einem Elfmeterschießen auszugehen. Der Wechsel auf der Position war nicht geräuschlos, dennoch nahm Herr A den Platz von Herrn B auf der Bank ein. Fürs Endspiel – 2006 – reicht es nicht, aber, Herr Kamke wird es bestätigen, Stuttgart ist ja eh viel schöner als Berlin.

    Gesucht sind Herr A – Oliver Kahn – und Herr B – der damals noch unaufgeregte, nicht mit Kettensäge und X-Account bewaffnete – Jens Lehmann.

    Danke, Herr Kamke. Einen schönen 11. Dezember.

  2. Zwar nicht ganz so sicher wie bei der gestrigen Baseball-Lösung. Aber ich denke, Herr Kamke führt uns heute vorsichtig auf das fußballerische Parkett des Sommermärchens 2006. Ikonisch wie Oliver Kahn vor dem Elfmeterschießen im Viertelfinale der WM seinen Rivalen Jens Lehmann in den Arm nimmt, bevor er nach links und rechts springt und das deutsche Team mit seinen Paraden in das Halbfinale führt.

    Ob es mit Oliver Kahn tatsächlich zum Finaleinzug gereicht hätte?

  3. Ahhhhh, Rücksturz ins Gymnasium! Gedichtinterpretation…Kamke rührt an alten Traumata!
    Mir (sic!) ist, als ob es 1000 Stäbe gäbe
    und hinter 1000 Stäben keine Welt.
    Perfekt meine Verzweiflung ob der diesjährigen Adventsrätsel eingefangen 🙂 Gestern und vorgestern komplette Ahnungslosigkeit….heute nach etwas herumtigern (haha) eine kleine Glocke in mir klingen gehört…NBA, NBA, NBA!!!! Abgesprochener Trade/Tausch, entlassener Coach….dann isses doch Luca Doncic und Anthony Davis.
    Oder??
    Oder????

  4. Also auch wenn ich gestern zur früh zu sicher war und damit verwachst hatte -Baseball wäre eh nicht meine Wiese gewesen- heute wieder früh ohne KI:

    Lehmann/Kahn 2006.

    1. Quartett Kahn Arm um Lehmann und der Glückwunsch vor dem Elfmeterschiessen gg Argentinien

    2. Quartett sollte das Elfmeterschiessen gg Argentinien 2006 sein. Kahn hatte ihm ja wohl gesagt, daß es üblich sei, daß ein deutscher Torwart ein Elfmeterschiessen bei einer WM gewinnt

    3. Quartett Die Art und Weise wie Klinsmann das Ergebnis des Duelle kommuniziert hat und der Vorwurf, daß es kein offenes Duell war. Von Beginn Klinsmanns Dienstzeit an.

    4. Quartett ??

  5. Nachdem ich gestern aus kombinierten Zeit- und Kenntnismangel (Baseball ist vielleicht die einzige Sportart, bei der ich keinen Sportlernamen nennen kann), heute mal früh hier rein geschaut: Jens Lehmann und Oliver Kahn kommen mir in den Sinn, die Geste von Kahn vor dem Elmeterschießen, das Deutschland wie fast immer gewann.

    Und das am 11.12. (Sollte der Herr Kamke den wichtigen 12. Mann der National-11 extra für diesen Tag aufbewahrt haben?
    Oder ist die 11 das 1-1-Duell um die 1?
    Zumindest der Satz “11 Freunde müsst ihr sein” wird doch sehr fragwürdig.)

    Also, 2006 Deutschland – Argentinien (scon wieder die 11 – Buchstaben)

    Lehmann vs. Kahn (Wie viele Buchstaben zusammen?)

  6. Nach merkwürdigen Schlagballbegebenheiten nun wieder im Bereich des Sports.
    Wer erinnert sich nicht an den 07.04.2006 an dem Jürgen Klinsmann im damals niegelnagelneuen Hotel Bayernpost direkt neben dem Hauptbahnhof in München Oliver Kahn eröffnete, dass nicht er sondern Jens Lehmann bei der anstehenden Heim-WM die Nummer 1 sein wird. Viertelfinale vorm Elferpöhlen, Jenselmann hockt im Mittelkreis, Olli kommt und nimmt ihn in den Arm, Jenselmann springt ziemlich richtig, D ist im Halbfinale und scheidet dann aus, was aber nach meiner Erinnerung kaum an der Leistung von J lag, oder?
    Was mich irritiert: “Trainer rausflog”? Rudi ist klassisch zurückgetreten, meine ich?
    Dass Klinsmann sein Date mit OK einen Tag vor dem wichtigen und dann nulldrei verlorenen Auswärtsspiel in Bremen angesetzt hat, hat Uli Hoeneß ihm nie verziehen. Die Buddha-Statuen hat er selber auf das Trainingsgelände drapiert um sie dann Jürgen um die Ohren zu hauen, meine Meinung.

  7. 1: *löst komplett alleine* “jetzt mag ich kamke wieder ein bisschen.”
    2: “ich hab noch nicht mal gelesen.”
    1: “ich bin seit 7 wach. die maler.”
    3, sehr viel später: “ich hab wegen der ersten zeile zumindest direkt A gewusst. der hat das doch mal vorgetragen.”
    1: “das war sehr lustig. schade, dass er keine kettensäge untergebracht hat.”

    heute gehts um totilas und gigolo.
    oder um kahn und lehmann.

  8. Es gibt nur hopp oder top. Nur schwarz oder weiß. Nur sofort oder nie. Offensichtlich.
    Will sagen: Entweder habe ich die Lösung ad hoc und gar nicht.

    Heute geht’s, da bin ich mir sicher, um Oliver Kahn und Jens Lehmann.

    Nuff said. Die Arbeit, sie verstehen.

    Herzlichen Dank!

  9. Das dieses Quiz am 11. dran kommt ist sicher Zufall, oder?

    Es geht um die Nummer 1, bzw. Nummer 1a und Nummer 1b der deutschen Nationalmannschaft im Männerfußball bei der Heim WM ( Sommermärchen ) 2006.

    Oli Kahn wurde zur Nummer 1b, da Trainer Klinsmann lieber Jens Lehmann im Tor sehen wollte.

    Die Szene mit dem Arm um die Schulter legen geschah vor dem Elfmeterschießen im Viertelfinale gegen Argentinien.

    Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen. Ich saß mit einigen Freunden vor dem TV Gerät. Alle waren fürchterlich nervös, nur ich war die Ruhe selbst. Ich war mir sicher, daß „Wir“ ( damals sagte ich das noch so ) gewinnen werden.
    „Jens hält mindestens einen.“ Da war ich sicher, hatte er das doch 9 Jahre vorher schon einmal gemacht.

  10. Für mich klingt es nach Hummels und Kimmich.
    Unsicher bin ich, weil die üblichen Verdächtigen die Lösung dann noch vor Ende des Lesens hätten.
    Andererseits war ein Zeitproblem beim Verfasser angekündigt, das spricht für ein solch einfacheres Rätsel.
    Nun, da mir gestern nichts einfiel und ich bei der Lösung beruhigt feststellen konnte “nie gehört” steht da jetzt was, “schaun mehr mal”.

  11. Kahn und Lehmann.

    Ist manchmal lustig, wie das Hirn funktioniert. Ich las es vor der Vorlesung einmal quer, und dann fiel mir in der Vorlesung ein, was die Lösung sein muss.

  12. Dieses Rätsel hat Sti(h)l. Es geht um Kettensägen-Jens und den Titan-Kahn. Der geschasste BTT war Sepp Maier und das Elfmeter-Schießen stand auch auf dem Zettel. (oder sind wir doch beim koreanischen Hallen-Halma?)

  13. Da musste ich ein bisschen nachdenken. Und gebe zu, die beiden hatte ich nicht “auf dem Zettel”. Wobei sie dort tatsächlich hingehören, denn die Rivalität zwischen Oliver Kahn und Jens Lehmann war wirklich eine solche. Konkret ist das Ganze scheinbar um das Elfmeterschießen gegen Argentinien im Viertelfinale bei der WM 2006 getextet, so ergibt für mich vor allem die erste Strophe Sinn. Kahn geht vorher zu Lehmann und legt tatsächlich (motivierend) den Arm um dessen Schulter. Der Rest ist Fußballgeschichte, wenn ich das richtig lese (auch wenn die ein oder andere Passage nicht ganz zu meinem Gedanken zu passen scheint). Und Geschichte, in der Kahn besser gealtert ist als Lehmann. Dessen Stellungsspiel ist inzwischen, nunja, irgendwie erratisch.

  14. Das wunderschöne Rilke-Zitat aus dem Panther, das wahrscheinlich kein Zufall ist, habe ich schnell erkannt. Aber dann verließen sie mich. Eusebio war der schwarze Panther, aber mit wem duellierte der sich? Pele? CR7? Bzw. falls der Kamke wirklich nach den Augsburger Panthern fragen sollte ;), wäre ich so blank wie beim Baseball……irgendeine Mannschaftssportart muss es ja sein – mal sehen, der Tag ist voll heute, ob ich heute abend noch dazu komme, bevor der Kamke löst.

  15. Kahn vs Lehmann, ikonisch. Oder Herr Kamke hat mich dermaßen glattes Eis geführt, dass sogar eine Anni Friesinger ausgerutscht wäre.

    1. Quartett

    Berlin, Olympiastadion, Viertelfinale, vorm Elferschießen Deutschland gegen Argentinien
    Kahn (A) und Lehmann (B). Bilder für die Ewigkeit. Und wir Dritte staunten.*

    2. Quartett:

    B beim Elfmeterschießen. Springt da von der Mitte mal nach rechts und links. Hält 2 Dinger (Anspielung auf Kahns “da ist das Ding?”).

    (Frage: Koan Zettel, nirgends???)

    Und wie immer gewinnt Deutschland ein Elfmeterschießen bei einer WM (bis heute noch unbesiegt). Uli und der Belgrader Nachthimmel war EM, deshalb das Fast.

    * Der damalige WM-Löwe zitterte im Presseraum via TV, weil der Zeitungs-Kollege den Ringtausch der nur einen konzedierten Pressekarte gewonnen hat und Verlängerung/Elferschießen auf der Tribüne verfolgen durfte (Löwe nur die 2. Halbzeit). Das Bild hatte klar Verspätung, was der Spannung doch etwas abträglich war. Nein, ich bin nicht nachtragend, ist ja erst 19 Jahre her …

    1. Terzett

    Bohei paar Wochen vorher. Natürlich Klinsmanns Entscheidung für B und nicht A, wie ganz Bayern-München erwartet, ja gefordert hat.
    kein offenes Rennen sei das gewesen, also abgekartet.
    Und schon weit früher hatte der Bundestorwart-Trainer BTT Sepp Maier (kölar auf der A-Seite) deshalb hingeworfen.

    2. Terzett
    halt übernommen (Kahn im profanen, bedeutungslosen Spiel um Platz 3)
    also keine echte Chance (dünnes Eis, anders verstehe ich die ersten beiden Zeilen nicht).

    Letzte Zeile: NEIN1 Auch Oliver Kahn hätte Grossos wunderschönes Tor nicht gehalten, wie der diesmal Live-Zeuge in direkt verlängerter Linie auf der Tribüne auf Ewigkeit beschwören wird!!!

  16. Wie häufig habe ich Ihnen gesagt, dass ich Fußball nicht kann!!

    Die Rivalität Kahn/ Lehmann wird hier wohl gesucht.

    Herzlichst

  17. “…und dann den Arm um dessen Schulter legt” erinnert mich sofort an das WM-Spiel 2006 gegen Argentinien (verfolgte es im Oberrang). Die Kontrahenten Kahn und Lehmann fanden (zumindest optisch) in der Crunchtime vor dem Elfmeterschießen zueinander. Ob sie mit Kahn ins Finale gekommen wären? Ich denke, wohl auch nicht.

  18. Gut, einmal versuche ich es:
    Kahn (A) und Lehmann (B) bei der WM 2006 gegen (und hier wird’s ohne googlen eng: Argentinien?)

    Die Vorgeschichte bleibt mir dunkel, welcher Trainer flog? War’s Berti?

    Aber Kahns bekanntes Rilke-Vorlesen sollte Indiz genug sein.

  19. Soll der letzte Absatz heißen, dass Deutschland mit Olli Kahn im Tor 2006 erfolgreicher gewesen sei?

    Aber der Reihe nach:
    Trainerwechsel. Abgekartetes Spiel mit Bohei. Nix Endspiel. Mal links mal rechts springen.
    In der Summe geht es wohl um Torhüter.
    Und die Sitte gewonnener Elfmeterschießen, hier mit Z. Im S.
    Und indirekt könnte das Duell auch Kahn vs. Klinsmann lauten 😉
    Aber Lösungsmenge ist dann wohl das Tupel A=Kahn B =Lehmann

  20. „Kahn und Lehmann.“
    Sagte der Mann als ich ihm das Gedicht vorlas.
    „…“

    Ich bin heute mehr so der Timo Hildebrand des Adventsrätselns.

  21. Ich dachte zuerst an Pferde, Dressurreiten, und derartigen Mist. Aber irgendwie scheint es doch die immer wieder gern geratene Default-Sportart zu sein: Oliver Kahn (A) und Jens Lehmann (B). WM 2006, Elfmeterschießen gegen Argentinien, Lehmann springt mal links, mal rechts, und Deutschland gewinnt (wie (fast) immer) das Elfmeterschießen, Belgrad 76 mal außen vor gelassen. Kahn sagte ja danach, daß er es irgendwie im Gefühl hätte, daß sie mit ihm im Tor ins Finale gekommen wären, für die zweite Chance nach 2002.

    Es war mal ein Torwart aus München,
    der wollte den Trainer gern lynchen.
    Der andere hält,
    beim Turnier der Welt.
    Das lässt sich nicht leicht übertünchen.

  22. Telefonjoker konsultiert. Der sagt spontan und sehr überzeugend:
    Mensch! WM-Viertelfinale gegen Argentinien – Elfer-Krimi – Lehmann hält zwei – Kahn, „Torhüter der Herzen“, gratuliert.
    Bin gespannt, ob es stimmt.

  23. Jeden Tag werde ich wütender, weil ich nie nichts weiß, keine Idee habe, nichts verstehe und mich nicht beteiligen kann.
    Heute, endlich: Ich tippe auf Kahn/Lehmann

  24. Mit bisschen Hilfe bin ich heute auf Oliver Kahn und Jens Lehmann zur WM 2006 gekommen. Ich war erst bei der Sportart auf Irrwegen, wegen “Mitte” und “springen”. Das verband ich erstmal nicht mit Fußball. An die Torhüterposition dachte ich zunächst nicht. Aber als der Groschen fiel, ergab dann alles Sinn. So wie immer.

  25. Irgendwie logisch, dass dieses Duell beim Türchen mit der Doppel-1 kommen muss: Jens Lehmann vs. Oliver Kahn!

    Damals im Alter von acht Jahren stolz mit Oli-Kahn-Cappi in der Schule gewesen, nur um dann nachmittags im Videotext zu lesen, dass Lehmann bei der WM im Tor stehen wird…

  26. Unter hinter tausend Keepern keine Lösung…
    Sofort den Rilke erkannt und dann aber den halben morgen nach Tigern gesucht – Depp
    (Bin i Radi bin i Depp, König ist der Maier Sepp)

    Drei Panther sind dem Netz geläufig – Fahrian, Jaschin und Eusebio
    Aber das half nur insofern als das es mich irgendwann auf Kahn und Lehman brachte denn Fahrian/Radi/Tilkowski/Pele und Eusebio konnte ich nicht unterbringen und die Schulter-nehm-Geste noch geläufig
    (Vorsichtig optimistisch)

  27. Heute bin ich mir recht sicher, dass es sich um Kahn und Lehmann bei der WM 2006 handeln müsste.

    Ist also ziemlich sicher falsch.

  28. Laage der alte Streber natürlich den Rilke sofort erkannt, dann aber dem Panther aufgesessen und über Eusebio bis zum Fahrian Wolfgang uns getrieben. Immerhin waren wir dann beim Torwart. Ich selbst in der Praxe, Aderlass ein Nasenwasser dagegen, das einfache suchen statt das komplizierte. Den Wald trotz vieler Bäume sehen, um es mit Thies zu sagen. Kahn Lehmann dann irgendwann nicht mehr länger verweigern gekonnt.

  29. Es soll, so sagt man, bei Kamke manchmal ganz gut sein, wenn man nicht alles weiß. Heute half von Poesie eher unbeleckt zu sein zumindest bei der Lösungsgeschwindigkeit. Während ich noch im Kopf Gedichte aufsagte und Panther kreisen ließ, war der Rätselpartner zum sportlichen Teil vorangeschritten und hatte gelöst. Einen kurzen Ausflug in die deutsche Literaturgeschichte und verdiente Anerkennung für Kamke (“der Fuchs!”) später trafen wir uns dann aber auf demselben Stück Rasen wieder.
    Und der ist natürlich das Geläuf des Olympiastadions in Berlin, wo Jens Lehmann saß und von Oliver Kahn einen aufmunternden Drücker bekam, bevor er im Alleingang Argentinien aus dem Turnier kegelte. Entschuldigung, dem Sommermärchen.
    Mir ist vom Elfmeterschießen hauptsächlich der Zettel in Erinnerung geblieben und nicht die Umarmung, aber als BVB-Fan waren meine Sympathien im Torwartkrieg natürlich klar verteilt und mein Blick auf Herrn Kahn, sagen wir mal vorsichtig, nicht ungetrübt. (Und ja, Herr Lehmann hat die Echte Liebe™ in der Folge auch auf eine harte Probe gestellt.)
    Aber trotzdem: *Natürlich* wären wir auch mit Kahn nicht ins Finale gekommen.

  30. Wer fupa liest, hat gleich eine Ahnung: Es könnte hier um das spektakuläre Trainerkarussel in der Fußball-Kreisliga A Moers gehen: Frank Griesdorn geht nämlich ab Januar zum Büdricher SV. Erst im Oktober war Griesdorn beim SV Menzelen zurückgetreten. Dafür wechselte Dominik Seemann von Büdrich nach Menzelen. Also fast alles wie damals bei Gyula Lorant und Dettmar Cramer, Eintracht Frankfurt und Bayern München (mit dem besseren Ende für die Eintracht, Hach!). Allerdings weiß ich nicht, ob die alle noch gut nach rechts und links springen können.

    Wir werfen also lieber einen Blick ins Tor und siehe da:

    Ein Torwart, genannt Olli Kahn,
    hatte Jens Lehmann stets am Bein.
    “Die Nummer eins bin ich”,
    schrie Jens ganz fürchterlich,
    doch Klinsi ließ Olli nie mehr rein.

    Danke KI, danke, Herr Kamke!

  31. Oh man!

    Dieses Jahr ist echt Frust angesagt, weil ich fast nichts errate.

    Auf der anderen Seite bin ich schon auf die ein oder andere Geschichte hingewiesen worden, die ich nicht kannte. Das ist schön.

    Heute wieder keinen wirklichen Plan. Ich versuche es mit Leon Goretzka und Robert Andrich. Ist aber wirklich nur geraten und wird genommen, weil mir sonst so gar nix einfällt.

    Herzliche Grüsse

  32. Ich bin bei “wir brauchen Eier” Oli und Kettensägen Jens.
    Aber mir fehlt die Expertise ob der artige Tauschvorgänge schon früher in der Geschichte passiert sind…

  33. In der Halbzeitpause im Stadion endlich Zeit das Türchen zu öffnen. Tänzeln, geschmeidig-Dressurreiten? Der Rest passt irgendwie auf Anhieb nicht. Aber bei Herrn Kamke ist man nie sicher.
    Tänzeln, Mitte, Arm um die Schulter legen – Boxen, Ringen, Judo?
    Jetzt geht’s gleich in die zweite Hälfte. Klinke mich aus und freue mich schon auf die Auflösung.
    Und morgen wird es wieder leicht. Muss es auch, denn wir haben Weihnachtsfeier.

  34. Abschreiber!

    Gerade höre ich den Thies, der es auch noch nicht hatte. Ich war auch lange nicht bei der richtigen Sportart. Beinahe hätte ich um die leichte Version mit korrekten Initialen gebeten. Aber ich denke, wir müssen gemäß Cäsar-Verschlüsselung einfach 10 Buchstaben weiter gehen und landen bei den Herren K und L 2006. Herr L war zu dieser Zeit echt unaufgeregt, ich fand ihn vorher und hinterher bescheuert, aber es gab echt eine Weile, wo er sich zurückgehalten hat. „Gehalten“, hehe.

  35. Gestern war wieder so ein Tag, an dem das Rätsel einfach nicht klick gemacht hat – McGwire/Sosa hatte ich einfach nicht auf dem Zettel. Auch weil Baseball mir so fremd ist.

    Heute dagegen ging’s deutlich schneller. Sobald diese erste Zeile mit dem „weichen Gang geschmeidig starker Schritte“ kam, hat’s bei mir Rilke geklingelt – Der Panther, nur eben auf dem Fußballplatz. Und mit diesem Bild im Kopf war ich sofort bei diesem Moment, den wir alle schon hundertmal gesehen haben: A geht in diesem typischen, leicht wuchtigen, aber unglaublich kontrollierten Schritt zu B, legt ihm den Arm um die Schulter, sagt ein paar Worte – und der Rivalitäts-Moment kippt kurz in etwas sehr Menschliches. Das ist für mich klar der Weg von Kahn zu Lehmann vor dem Elfmeterschießen gegen Argentinien 2006.

    „Bald tänzelt B von Kraft um eine Mitte“ passt perfekt zu Lehmann, wie er da im Tor steht, leicht auf den Zehenspitzen, links-rechts, der berühmte Zettel im Stutzen, und am Ende „das Ding gewinnt“, wie es bei deutschen Elfmeterschießen ja gefühlt Tradition ist. Paar Wochen vorher das ganze Bohei, ob der Torwartwechsel nicht längst beschlossen war, seit der alte Trainer weg war, die ewige Frage, ob Kahn seine zweite Chance im eigenen Land verdient gehabt hätte – all das steckt da ziemlich elegant drin. Und dann diese letzte, fast sehnsüchtige Zeile: „Ich glaub, sie wärn ins Endspiel eingezogen.“ Das ist weniger Aussage als Bauchgefühl, aber genau das mag ich: ein bisschen Rilke-Schwingung, ein bisschen Fußball-Mythos, alles einmal durch den Kamke-Mixer.

    Lösungs-Haiku:

    Kahn legt den Arm hin
    Lehmann tanzt im Rilke-Kreis
    Elfer fallen still

  36. Zeitmangel ist der Feind des Rätselns und der Konzentration.
    Einmal heute Morgen und jetzt nochmal schnell, mit nebenbei Dart schauen, versuchen den Kamke zu lösen, macht wenig Sinn.
    Somit erkläre ich mich für gescheitert , obwohl es irgendwie greifbar scheint.
    Morgen wird’s, zumindest bei mir, nicht einfacher.

  37. Bin spät dran. Schnell noch einen Lösungsversuch abliefern, bevor aufgelöst wird …
    Das ganze Tänzeln, den weichen Gang und die geschmeidigen Schritte mal beiseitegelassen, klingt das für mich nach einem Torwartwechsel beim Fußball. Und welcher ist da rivalitätstechnisch erwähnenswert? Der Wechsel von Oliver Kahn zu Jens Lehmann 2006.
    Aber darf man das Elfmeterschießen gegen Argentinien beschreiben, ohne pflichtgemäß auf den sagenumwobenen magischen Zettel anzuspielen? Ich weiß ja nicht … Vielleicht ist doch was anderes gesucht.

  38. Signore e Signori, vor einigen Tagen hatten wir die von Frau @Lurchmolch in die Diskussion eingebrachten hybrisch schweren Rätsel andiskutiert. Nun spricht sehr wenig dafür, dass das heutige Türchen in diese Kategorie fallen könnte, aber.

    Wenn ein Gelegenheits-Reimeschmied nicht nur eine Zeile von Rilke komplett ins eigene Werk übernimmt (“Abschreiber”!), sondern gar eine weitere seiner Zeilen hölzern adaptiert, wie sollten wir das bezeichnen, wenn nicht als Hybris?

    Immerhin: Es gibt einen Grund. Von dem ich dachte, er sei so präsent, dass er hier häufiger thematisiert würde: Einer der heute Gesuchten hat Rilkes Panther einmal vor einer Kamera vorgetragen, das ist in einer ZDF(?)-Doku und damit natürlich auch in den unendlichen Weiten der Videoportale verewigt. Und offenbar hat es zumindest Herrn @nobilor geholfen.

    Den meisten fiel es heute relativ leicht, klar, Default.

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
    mit dem Herr A* sich zu Herrn B* bewegt
    und dann den Arm um dessen Schulter legt,
    beeindruckt den Rivalen. Und uns Dritte.

    Panther A ging also zu B und legte ihm den Arm um die Schulter. (Und die Hand auf den Kopf, aber das nur am Rande.) Der Rivale, B, hatte nicht unbedingt damit gerechnet, wir Zuschauenden auch nicht. “A” und “B” wurden hier zum einen eingeführt, weil sich der Verfasser schwertat, so zu formulieren, dass immer klar gewesen wäre, auf welche Person sich das jeweilige Personalpronomen bezieht. Stand auch an früheren Tagen schon zur Debatte, evtl. mal A und B einzuführen. Hier drängte es sich nun insofern auf, als auch die beiden Protagonisten zwischenzeitlich quasi als A und B bezeichnet worden waren.

    Bald tänzelt B von Kraft um eine Mitte,
    bis er, der damals noch unaufgeregt
    fürs Team mal rechts, mal links zu springen pflegt,
    das Ding gewinnt. Wie’s seit fast immer Sitte.

    B tänzelt “von Kraft um eine Mitte”, das zweite Rilke-Zitat, hier mehr als nur ein bisschen holprig, scheint aber nicht weiter gestört zu haben. B tänzelt um eine Mitte, Kraft hin, Kraft her, und springt mal rechts und mal links. Ja, ein Torwart beim Elfmeterschießen. Der damals noch (vergleichsweise) unaufgeregt war, wie einzelne Mitratende korrekt interpretierten. Und der mit zwei gehaltenen Elfmetern “das Ding [gewann]”. Wie so oft, wenn seine Mannschaft bei derlei Gelegenheiten in ein Elfmeterschießen gehen musste. Also die deutsche Fußballnationalmannschaft der Männer bei großen Turnieren, mit Ausnahme des ersten Elfmeterschießens anno 1976.
    Herr Kamke, “seit fast immer” – wow. Elegant. Hüstel.

    Paar Wochen vorher gab es noch Bohei,
    weil der AB-Tausch abgekartet sei –
    schon seit dereinst der Trainer rausgeflogen.

    Paar Wochen zuvor, nach der Entscheidung von DFB-Teamchef Jürgen Klinsmann, den bisherigen Torwart Nummer 1b, Jens Lehmann, zur 1a, vielleicht sogar 1, war aus dem Umfeld der vormaligen Nummer 1a, Oliver Kahn, vorsichtige Kritik geäußert wurden, oder so ähnlich. Kahns Ausbootung sei von langer Hand geplant gewesen, spätestens seit dem Rauswurf von Torwarttrainer (“BTT”) Sepp Maier. (Um den ging’s, @Felix.)

    A hat den Part von B halt übernommen
    und seine zweite Chance nicht bekommen.
    Ich glaub, sie wärn ins Endspiel eingezogen.

    Kahn hat, zur Überraschung vieler, die Rolle als Ersatztorhüter angenommen. Seine zweite Chance, also die, den Fehler aus dem WM-Finale 2002 wettzumachen, bekam er damit nicht. Und ja, ich war lange der Überzeugung, dass Fabio Grosso ihn im Halbfinale nicht überwunden hätte. Heute ist es mir ehrlich gesagt zu weit weg, um noch eine ausgeprägte Meinung dazu zu haben, aber ganz gewiss, @Felix, will und wollte ich Lehmann keine Schuld an der Niederlage geben. Und ja, natürlich habe ich damit geliebäugelt, “grosso modo” reinzuschreiben. Wie die Kettensäge, wie den Zettel in den Stutzen, aber mit zu deutlichen Hinweisen kann die werte Rategemeinschaft ja gar nicht so gut umgehen. Hihi.

    Nochmal nach oben: Kahns Weg zu Lehmann vor dem Elfmeterschießen haben wir alle vor Augen. Später hat Lehmann erzählt (wohl auch in seiner Autobiographie), Kahn habe gesagt: “Das ist jetzt Dein Ding!”. Insofern, ja, @Münchner Löwe, ich hatte im zweiten Quartett zunächst auch “Da ist das Ding!” im Kopf, hatte dann aber das noch unmittelbarer passende Ding-Zitat gefunden.

    Wie gesagt, die meisten haben korrekt gelöst, vereinzelt gab es andere Fußballspieler, dazu Basketball, wenn man den “Tausch” als Vereinswechsel interpretiert, was wohl der einzige Hauch einer Falle war. In die @Paul Keck (voteforpedro) zielsicher getappt ist.

    @Scherben: Heureka! (Irritierte Blicke der Studierenden.)

    @Andreas: Ja, weiß ich doch. Aber mir wurde viel Geld geboten, weil Leute Sie scheitern sehen wollten.

    An dieser Stelle muss ich vorerst, vielleicht auch final, für heute Schluss machen. Umfangreiche Sicherheitskontrollen stehen mir bevor, und wer weiß, wann wir das Neckarstadion später wieder verlassen dürfen.

    Auf ein Neues am morgigen Tag, an dem es einmal mehr einfach wird.

  39. Danke fürs Rätsel.
    Den Rauswurf von Sepp Maier hatte ich verdrängt. Für mich kann niemand Sepp als Torwarttrainer auch nur in Frage stellen.
    Daher suchte ich nach einer Lösung die zum Rauswurf von Hansi Flick passt.

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