Sky verstehen?

Möglicherweise bin ich da völlig auf dem falschen Dampfer. Altmodisch, weltfremd, überempfindlich. Dennoch: es stört mich.

Wieso bietet Sky Klaus Wowereit drei Wochen vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus,  in der Pause des Hertha-Heimspiels gegen den VfB, eine Wahlkampfbühne?

Mir ist durchaus bewusst, dass Markus Babbels Aussagen zum Berliner an sich im Allgemeinen und dessen Größenwahn im Besonderen als Begründung für den Auftritt herangezogen werden können, vielleicht sogar tatsächlich der Anlass waren, aber wär’s nicht auch ohne politische Showeinlage gegangen? Man hätte ja auch einfach über Fußball reden können.

Der Regierende Bürgermeister ließ sich indes nicht lange bitten und bot Babbel Berlin-Nachhilfe an. „Stark gelöst vom obersten Berliner„, schrieb der Kurier folgerichtig, und wer würde es Herrn Wowereit verübeln wollen, die Chance beim Schopf gepackt zu haben?

Beim Blick auf Sky sieht das Ganze, zumindest aus meiner persönlichen Sicht, nicht nur etwas anders aus, sondern riecht auch ein bisschen streng – politics and games und so, Sie wissen schon. Aber wie gesagt: vielleicht bin ich da übersensibel.

Und wer weiß, möglicherweise darf ja Frau Künast demnächst ein Fehlverhalten der Hertha-Abwehr analysieren:
„Da müssen wir ran!“

0 Gedanken zu „Sky verstehen?

  1. Gab ja auch kaum Kanzlerkandidaten, die sich in Erstliga-Zeiten nicht als Cottbus-Fans „geoutet“ haben. Sicher auch stets reiner Zufall und ehrlich gemeinte Emphatie…

  2. Ich find das ja gar nicht schlimm, wenn Politiker die Bedeutung des Sports zu ihrem Vorteil nutzen. Was mich stört, ist Sky bzw. die Wahlkampfplattform, die man in in iner Spirtsendung bietet.

  3. Ich bin auch der Meinung, dass Sky da etwas mehr drauf achten sollte, wer in der Pause was analysiert. Insbesondere, wenn Wahlen anstehen.

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