Informationsebbe

War ruhig hier, ne? Ich hab mir frei genommen. Von ziemlich vielem, wenn man es genau nimmt. Von der Arbeit, vom Bloggen, vom Bloglesen, von RSS-Feeds, zum Teil von Twitter, Zeitungen und Fernsehen. Informationsebbe, sozusagen.

Und jetzt schreibe ich ein Buch über soundsoviele Tage offline, hat bestimmt noch niemand getan.

Quatsch – erstens war ich nicht so richtig offline, zweitens dauerte die Phase nicht sehr lange, drittens fehlt mir Zeit, Motivation und Nachfrage für so ein Buch, von meinem nicht vorhandenen Interesse an der Thematik ganz zu schweigen. Viertens bis zehntens bekäme ich bei Bedarf übrigens auch hin.

War schön. Ich will nicht von Entschleunigung reden oder davon, wie gut ich ohne den ständigen Informationsfluss auskam. Das war mir – unabhängig davon, dass ich gar nicht die Absicht gehabt hatte, mich diesbezüglich einzuschränken –, ohnehin klar gewesen, vielleicht begünstigt durch die aus vielerlei Gründen klar umrissene zeitliche Perspektive.

Viel interessanter war für mich der Umgang mit Blogs. Mit meinem eigenen, das ich während der EM noch ein bisschen befüllte, aber auch mit denen anderer. Zum allergrößten Teil nutze ich die von mir regelmäßige gelesenen Blogs nur bedingt als Informationsquelle im Sinne von Faktenwissen, sondern eher, wie soll ich sagen, hedonistisch.

Natürlich nehme ich die vermittelten Inhalte wahr und auf, natürlich liefern viele Blogs Hintergründe und Nebenaspekte, die mir anderswo vorenthalten werden, natürlich erweitern diese Blogs meinen Horizont. In erster Linie aber bereiten sie mir Freude. Das liegt zum Teil an der Sprache, an unerwarteten Formulierungen, kruden Vergleichen oder kunstvoll komponierten Schachtelsätzen, zum Teil an optischen Gesichtspunkten, zum Teil auch an der Lust am Nebensächlichen, an bewussten Provokationen oder an zahlreichen Kleinigkeiten, durch die sich viele Blogs von anderen Veröffentlichungsformen abheben.

In den letzten Wochen habe ich so gut wie keinen Blogartikel gelesen. Und keinen geschrieben. Weder das eine noch das andere hat mir so sehr gefehlt, dass ich Abhilfe geschaffen hätte, was ohne größere Probleme möglich gewesen wäre. Zweifellos lag das zu einem großen Teil daran, dass ich sehr viel Zeit mit der Familie verbringen konnte, mit der Vorgänger- wie der Nachfolgegeneration. In der Wohnung war auch ne Menge zu tun, was einen Menschen mit zwei linken Händen (alles Daumen) recht intensiv in Anspruch nimmt.

Und doch: Ich hätte nicht gedacht, dass ich das – natürlich vorhandene – Jucken in den Fingern, wenigstens die eine oder andere Einlassung besonders unterhaltsamer Autorinnen und Autoren zu lesen, so entspannt beherrschen würde oder dass es mir so leicht fiele, die auf anderen Kanälen nicht ganz an mir vorüber gegangenen Hinweise auf neue Projekte sozusagen auf Halde liegen zu lassen, nach dem Motto: was gut ist, ist auch in ein paar Wochen noch da.

Gleichzeitig weiß ich aus regelmäßigen Verzichtserfahrungen in der Fastenzeit, wie wenig Probleme es mir bereitet, 7 Wochen lang keine Schokolade zu essen. An Ostern konsumiere ich dann meist noch recht verhalten und denke darüber nach, dass es doch ganz sinnvoll wäre, auch auf Sicht Maß zu halten, um spätestens nach zwei Wochen doch wieder das alte Niveau zu erreichen. Das wird beim Blogkonsum nicht anders sein.

Etwas verzwickter ist die Sache beim eigenen Blog, über das ich, teilweise angestoßen von freundlichen Zeitgenossen, in diesen Wochen immer mal wieder ein wenig nachgedacht habe. In vielerlei Hinsicht und völlig unterschiedliche Richtungen. So wäre es, um dieses Blog weiterhin und sinnvoll zu betreiben, seit langem geboten, auf eine eigene Domain umzuziehen, um damit sowohl gestalterisch (auch hier: zwei linke Hände …) als auch bei der Nutzerfreundlichkeit (Sie wissen schon: die Kommentarfunktion und wordpress.com …) als auch bei der Blogverwaltung mehrere Schritte nach vorne zu machen. Nebenbei ließe sich die zwar nebensächliche, mitunter aber doch gefragte Außendarstellung (allein die oder der URL!) ein wenig vereinfachen, und überhaupt und sowieso.

Gleichzeitig, und damit sind wir bei der angedeuteten gegenteiligen Überlegung, bezweifle ich, dass die – gefühlt – deutlich nachlassende Kommentarfreudigkeit hier im Blog nur oder zumindest in erster Linie auf zeitweise auftretende technische Probleme (Entschuldigung: Features) zurückzuführen ist. Ob der tatsächliche Grund letztlich die Qualität der Texte ist oder die Themenwahl, ob die Lesenden des Kommentierens überdrüssig sind oder die potenziell Lesenden des Lesens, ob es sich um ein Zeit- oder Priorisierungsthema handelt, oder ob die Feedbackfunktion für Blogartikel mittlerweile nahezu komplett zu Twitter gewandert ist: ich weiß es nicht.

Fakt ist, dass hier im Blog nurmehr sehr selten ein Austausch mit Leserinnen und Lesern zustande kommt, und manchmal ist das einfach schade. Korrekter: schade ist es immer, und manchmal bedauert man es noch etwas mehr. Weil das Thema vermeintlich besonders spannend oder kontrovers ist, weil man über die Maßen viel Zeit in einen Text investiert hat, was auch immer.

Sicher, ich singe, weil ich ein Lied hab, und nicht, weil es irgendwer bestellt, oder so ähnlich, aber manchmal wünscht man sich halt Interaktion, Diskussion, Kritik, gewiss auch Lob, und wenn man sich dann grade in einer Offlinephase befindet, dabei das Schreiben sein lassen kann, ohne ein unstillbares Verlangen zu spüren, sich einer nicht näher zu spezifizierenden Öffentlichkeit schriftlich mitzuteilen, dann kann man schon mal grundsätzlich werden.

Ist es einem wirklich so wichtig? Hat man überhaupt noch etwas zu schreiben? (Hatte man je?) Ist es den Aufwand wert? Kann man es der Familie gegenüber guten Gewissens aufrecht erhalten?

Oder, eine Nummer kleiner: Soll man den Aufwand verringern? Das eine oder andere Kriterium der persönlichen Qualitätskontrolle aufweichen? Soll man sich nicht nur von der Vorstellung frei machen, dass es Leute gibt, die eine gewisse Erwartungshaltung bezüglich Frequenz und Inhalten haben, sondern wieder an den Punkt kommen, wo man sich von dieser vermeintlichen Erwartungshaltung einfach nicht beeinflussen lässt?

Womit man wieder bei den nicht ganz so aber immer noch ziemlich grundsätzlichen Fragen wäre: Entspricht der gewachsene inhaltliche Fokus, der sich zweifelsohne auch aufgrund des Austausches hier und bei Twitter so entwickelt hat, noch dem, was man selbst veröffentlichen will? Schreibt man nicht zuletzt deshalb nicht über irgendwelche Anekdoten vom Tage, weil man unterbewusst befürchtet, sein „Profil“ zu verwässern, jene LeserInnen zu verschrecken, die hier nur das eine wollen, nämlich Fußball und konkret den VfB?

Oder ist es nicht vielmehr so, dass man selbst schon immer nur genau darüber schreiben wollte und sich anfangs einer Illusion hingab, die man dann auch eine gewisse Weile mit Leben füllen konnte, die dann aber den wahren Präferenzen nicht mehr standhalten konnte?

Ich weiß nichts. Und mache erst einmal weiter.

0 Gedanken zu „Informationsebbe

  1. Puh, etwas unsortiert und leider mit wenig Zeit:

    – eigene URL ist nachrangig

    – kommentieren würde ich in Zukunft auch so wie heute mit einer falschen Emailadresse, da will ich nicht dogmatisch bleiben

    – wenn die Themenauswahl wieder etwas weiter gezogen würde, hätte ich nichts dagegen, man merkt ja nach Sekunden ob man den Text lesen will, und ich komme auch bei (anderen) Gemischtwarenblogs häufig, aber regelmäßig allein wegen der Fußballbeiträge wieder, was hart klingt, und nicht stimmt, meistens les ich den Rest auch noch, würde mich aber überhaupt nicht tangieren, wenn hier andere Themen dazwischenrauschten

    – wieso Menschen Blogbeiträge auf Twitter kommentieren – das würde ich selbst gerne verstehen, zumal es oft Menschen sind, die selbst bloggen, bei den anderen könnte ich die gewisse Bequemlichkeit oder Gewohnheit nachvollziehen, wenn auch nicht gutheißen, was keine Abhilfe schafft, hilfreich wäre ein Plugin, das Tweets mit Nennung der URL des Beitrags in die Kommentare packt, da habe ich aber noch nichts Funktionierendes gefunden, leider, falls jemand etwas kennt, sehr gerne

    – hielt die Qualität der Auseinandersetzungen hier eigentlich immer, soweit von mir beurteilbar, für hoch, was den VfB angeht, einschränkend, dass ich da ganz wenig beurteilen kann

    – sollte vielleicht selbst wieder dazu übergehen, in Blogbeiträgen auch mal mit „.“ zu kommentieren – das bringt zwar keine Diskussion weiter, zeigt aber – auch den übrigen Lesern – eine Anwesenheit an, was es dem Leser, aber natürlich auch Autor attraktiver macht, hier zu sein oder zu bleiben

    – für Gestalterische bei einem Umzug gibt es Hunderte, eher Tausende schicker kostenloser Themes, an denen man nichts mehr selbst drehen muss

    Das wär’s fürs Erste.

    Und natürlich würde ich es extrem bedauern, wenn es hier nicht mehr weiterginge, habe ich dies Blog doch als eines meiner liebsten beiden Fußballblogs beim DRadio genannt, obwohl ich mich nicht brennend für den VfB interessiere. Es ist die Kombination aus vorzüglicher sprachlicher Verpackung dessen, was zuvor oft ungedacht oder unbeachtet war, samt häufigem Konsens bei allgemeineren Gedanken zum Fußball. Wobei der Konsens keine notwendige Voraussetzung ist, um die hiesigen Texte zu mögen. Plus der noch größere, weil ältere Erfahrungsschatz des hiesigen Autors. Das befruchtet, belebt, bleibt spannend und ich würde es missen.

    Konsequenz also für mich selbst: Trotz WordPress-Dings kommentieren und auch dann kommentieren, wenn die Äußerung nicht über eine Bestätigung oder einen Dank hinausgeht. Wohlwissend, dass der Hausherr sich hier Diskussion mit Gehalt wünscht, keine „1+“e.

    „Jeder Kommentar ein kleines Fest“ – welcher Blogger wüsste nicht, wie sehr das zutrifft? Na gut, Markus Beckedahl vielleicht nicht … aber dieses Thema ist ja hier – und in eigentlich allen Fußballblogs – gar nicht relevant.

    Sehr schön, dass es weiterlebt.

  2. @Trainer Baade:
    Wenn das unsortiert und mit wenig Zeit war, freue ich mich noch mehr auf Deinen nächsten sortierten und mit üppigem Zeitbudget erstellten Kommentar …

    Vielen Dank für Deine sehr wohl ausführlichen Gedanken und Anregungen. Sehr hilfreich – sowohl was die Beantwortung meiner Fragen anbelangt, als auch im Sinne einer Bestätigung und vielleicht auch Aufmunterung. (Für die Komplimente natürlich auch.)

    Ja, jeder Kommentar ein kleines Fest. Manche sind sogar ziemlich groß.

    @Jekylla:
    Bitte, tun Sie das!
    (und natürlich weiß ich, dass wir alle unsere blogbezogenen, na ja, Sinnkrisen haben. Manchmal muss man das auch formulieren, glaube ich.)

    _________________

    Habe mir übrigens bei beiden Kommentaren erlaubt, einen Tippfehler zu korrigieren. Passten einfach nicht in mein Weltbild.

  3. Als VfB-Anhänger würde ich es als unschätzbaren Verlust ansehen, eine differenzierte und ausgewogene Nachbetrachtung der Spiele lesen zu können, da ich in der Regel aufgrund meiner eigenen Nachfolgegeneration nicht dazu komme, mir die Spiele des VfBs selbst anschauen zu können. Und auf Sportschau, SiD und in anderen Kurzzusammenfassungen kommen viele „Nebensächlichkeiten“ eines Spiels gar nicht zur Geltung.

    Aber auch darüber hinaus sind die Blogeinträge hier immer interessant und spannend zu lesen. Ich lese auch in der Regel alle Einträge, weil es sprachlich überragend geschrieben ist (auch wenn es meinen Horizont manchmal übersteigt…;-) ).

    Auch ich werde es mir wie Trainer Baade zu Herzen nehmen und die Kommentarfunktion verstärkt nutzen!

    Also bitte weitermachen!

  4. Ihr seid zu gut zu mir!

    Ich weiß nicht, ob ich jetzt irgendwie vermitteln kann, dass nicht diejenigen gebasht (?) werden sollten, die hier regelmäßig lesen und sehr wohl regelmäßig kommentieren. Es sollte im Grunde niemand gebasht oder dazu aufgerufen werden, sich etwas zu Herzen zu nehmen. Ich wollte zunächst einmal den Status quo festhalten.

    Dessen ungeachtet freue ich mich natürlich sehr, über die Kommentare, über deren Tenor und über formidable Übertreibungen, lieber @christophdmaier.

  5. Sodele, ich weiß, ich bin zuweilen ein fauler Sack und kommentiere nicht, auch wenn ich mir was dabei gedacht habe.

    Klar, ein eigenes Blog wäre auch sehr schön, aber ich denke nicht, dass dich grundsätzlich jemand deshalb liest, der oder die es sonst nicht täten.

    Mich interessiert der VfB ein bisschen, nur wegen VfB-Infos würde ich nicht einen Blogbeitrag lesen.

    Lesenswert dagegen ist bei dir alles Sprachliche, die Sprache selbst, der Hintergrund eines Beitrags, die Art zu schreiben. Von dir würde ich wohl auch Beiträge zu Verwaltungsanweisungen im öffentlichen Dienst lesen. Warum? Weil ich dich erst in zweiter Linie wegen der Inhalte lese, in erster Linie, weil es Spaß macht deine Texte zu lesen, ganz egal worum es geht.

    Nichts gegen ein hübsches eigenes Blog, aber wirklich wichtig ist mir, dass du schreibst. Also lass den Quatsch mit aufhören, nimm dir Pausen, wenn du sie brauchst, aber hör nicht auf zu bloggen.

    Bitte, danke.

  6. @Ute:
    Danke, bitte.
    (Bisschen kurze Antwort für einen ausführlichen Kommentar, nicht wahr? Aber auf den Punkt, denke ich. Danke für Komplimente und Gedanken zu meinen Ausführungen. Ist angekommen.)

  7. Ahhhh mein Lieblingsthema. Die Sinnkrise 😉 Zumindest ein bisserl.
    Also auch von mir ein paar lose Gedanken:

    1. Mach weiter. Es gibt eh schon viel zu wenig Fußballblogs in dieser Welt und wenn deins nicht dabei wäre, dann wäre das ein herber Verlust.

    2. Mach das was DIR Spaß macht. Wenn das nur ein kurzer Text zu etwas ist, was nichts mit dem VfB zu tun hat, dann ist das so. Wir kommen ja nicht wegen des VfBs oder langer Analysen, sondern wegen deiner sprachlichen Eleganz und deiner Art Geschichten zu erzählen. Die ist unvergleichlich.

    3. Einen gewissen Rahmen geben ist schon gut für alle. Die meisten freuen sich bestimmt, wenn sie wissen, dass sie einmal die Woche was lesen dürfen. Oder alle 2 Wochen. Halt regelmäßig.

    4. Es wird weniger kommentiert – das ist richtig, aber das heißt nicht, dass du weniger geschätzt wirst. Ich hatte auch so Gefühle, dass das dann keinen Sinn macht, aber vielleicht sind die Leser einfach nur d’accord mit deinen Ansichten oder du gibst keinen Diskussionsansatz!

    5. Ich schaue eigentlich jeden Artikel von dir an – ich lese an und ich breche ab, wenn es mich nicht interessiert. Deine VfB-Texte waren zuletzt sehr lang. Ich würde sie eher lesen, wenn sie etwas knackiger wären – etwas mehr auf den Punkt, komprimierter. Ich bin das letzte Jahr was Zeit angeht oft sehr beschränkt und dann habe ich keine Muße den langen langen Text zum VfB zu lesen, auch wenn ich generell interessiert bin, was da passiert.

    6. Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann gerne auch mehr Abwechslung. VfB, Nationalelf, Politik (hattest du auch mal – you remember?), kurz, lang, fragend, zweifeld, hilfesuchend, bestimmend, schreiend, etc.

    7. Mach ja weiter….

  8. @ j peters (@_catenaccio):
    Ja, mindestens ein bisserl.
    Danke für Deine Mühe und Deine Anregungen. Und die Komplimente.

    1. Zu wenig? Einerseits ja, andererseits: Was soll ich dennnoch alles lesen?

    2. Im Grunde tu ich das noch. Aber bei weitem nicht mehr so konsequent wie zu Beginn. Das muss besser werden.

    3. Wird nicht passiere. Fester Rahmen, meine ich. Ist insofern kein Problem, als die von Dir genannte Frequenz im Grunde nie unterschritten wird, außer in Ausnahmesituationen. Eigentlich fällt mir außer den letzten Wochen (und vielleicht mal der Weihnachtszeit) keine solche ein.

    4. Das ist mir rational durchaus bewusst. Aber ich finde es, und hier beziehe mich explizit auf _mich_ als Leser und potenziell Kommentierender, nicht in Ordnung, wenn ich immer nur nicke oder mir meinen Teil denke. Und muss doch meine Restriktionen und Zwänge akzeptieren.

    5. Abbrechen ist völlig richtig.
    Wenn ich jetzt kürzere Texte schreibe, widerspreche ich dann nicht meinem Gebot aus 2.?
    Nee, schon klar, sich nach der eigenen Lust zu richten, heißt ja nicht, beratungsresistent zu sein. Dennoch: Häufig ist es einfach so, dass ich seltener zum Schreiben komme, als ich gerne würde. Und dann sammelt sich eben manches an, das dann auch in irgendeiner Form verarbeitet werden will. Ode der Narziß in mir berauscht sich einfach an sich selbst und kann nicht aufhören.

    6. Das wiederum deckt sich erfreulicherweise mit meinen Interessen … Wenn jetzt noch mein Mut zur VfB-Lücke bestehen bleibt, könnte das was wieder verstärkt klappen (Zeitbudget und so).

    7. Kann mir nur schwer etwas anders vorstellen.

  9. Jemand bei twitter meinte man soll hier kommentieren kommen.
    Ich find Blogeinträge meistens zu lang. Auch den obigen, und die langen comments hab‘ ich leider nicht gänzlich gelesen.
    Sorry, hope that helps!

  10. Jepp, geht mir alles genau so. Nur schon ein bisschen länger. Pendelnd zwischen den Polen ‚ganz sein lassen‘ und ’nochmal richtig durchstarten‘. Und wenn ich dann mal wieder was schreibe, wirds immer so viel und lang, dass es weder besonders gut wird, noch besonders strukturiert. Gut, das Kommentarproblem hab ich insofern nicht, als dass es nicht weniger geworden sind. Die waren eh häufig wenig.

    Äh. Das hilft jetzt nicht weiter? Äh, ja, stimmt, mir auch nicht. Erstmal weiter machen, so wie es die zeit und die Lust zuläßt, ist bislang alles was mir dazu einfiel. Weiter bin ich auch noch nicht.

  11. Ich lese deine Texte auch mit großem Genuss und würde sie vermissen, wenn sie mal nicht weiter veröffentlicht würden. Sprachlich ist das einfach Extraklasse, da verdränge ich gerne, dass der fachliche Teil über den VfB meine Kenntnisse über den Verein gehörig übersteigt, was wahrscheinlich auch der Grund ist, warum ich kommentarlos lese. Jedenfalls wäre es schön, wenn es hier noch lange weitergeht und du vor allem mit Spaß an der Sache dabei bleibst.

  12. @Murphy:
    Auf jeden Fall trägt’s zur Meinungsbildung bei, danke.

    @erz:
    Sei konstruktiv! Worüber soll ich statt dessen schreiben? Hockey? Tischtennis? Hammerwerfen?

    @mars:
    Doch, klar hilft’s weiter. Und wenn’s nur dahingehend ist, dass wir eine gemeinsame Selbsthilfegruppe auf die Beine stellen und uns über die beiden Pole unterhalten können.

    Das Kommentarproblem ist bei mir so groß auch wieder nicht, aus ähnlichen Gründen – richtig viel war’s bei mir auch nie, aber es war gefühlt etwas breiter gestreut.

    Äh, hast Du da übrigens grade gesagt, meine Texte seien lang, schlecht und unstrukturiert? Pfft. Warte mal ein paar Tage, dann zeige ich Dir lang, schlecht und unstrukturiert (wird aber zum Glück nicht in meinem eigenen Blog veröffentlicht …).

    @Andreas:
    Danke schön. Wie weiter oben schon mal gesagt: Ich kann mir auch schwer vorstellen, nicht mehr zu schreiben. Aber manchmal müssen auch solche Gedanken einfach raus.Wird ne ganz normale Midlife Crisis sein.

  13. Als „Fast-nie-Kommentierer“ ist das vielleicht die richtige Gelegenheit mal festzuhalten, dass ich alle Einträge lese und genieße.

    Doof, dass es dazu einen „Sinnkriseneintrag“ braucht. Vielleicht sollte man analog zum Follower Friday mal ein „Kommentiertag“ anstoßen um gesammelt einmal pro Woche all die guten Blogs mit Kommentaren zu bedenken.

    Ich habe keine konstruktiven Anmerkungen zum Ändern des Stils, des Layouts, des Inhaltes oder sonstewas, es geht mir mit dem hier Dargebotenen wie mit einer guten Band, ich nehme das, was mir hier gegeben wird, als (künstlerischen) Output, der mich berührt und deswegen komme ich wieder. Ich würde deswegen nicht auf die Idee kommen, zu sagen, bitte mehr so oder so.

    Nur eine Idee, vielleicht liegt es in der Natur Deiner Texte, dass sie eher „konsumiert“ werden. Und nicht als Bühne für Kommentare genutzt werden? Das mag mit den Themen, der Länge zu tun haben. Oder damit, dass die Kommentare sich eher auf wenige (Sport)Blogs zu konzentrieren scheinen. (Und da dafür in großer Stückzahl). Das ist hier ja nicht der Platz, um unter einer kurzen „News“ über mögliche Transfers oder das gerade laufende Spiel des VfB zu spekulieren, so scheint es mir auch nicht gedacht?

    Naja. Jedenfalls fände ich es schön, hier auch weiter schöne Texte zu lesen zu bekommen.

  14. Lieber Herr Kamke, ein Buch von Dir würde ich schon gern lesen. Du könntest ja was über die Erlebnisse einer wöchentlich aufspielenden Freizeitmannschaft schreiben. Oder auch nicht.
    Ein grosses Lob für Deinen Blog, der als mediale Vor/Nachbereitung den sog. Sportteil komplett ersetzt hat.
    Auch Dein Feuilleton lese ich zwischen den Spieltagen immer mit Gewinn.
    Kurz: ich finde es toll, dass Du weitermachst und hoffentlich nicht allzuviel Qualitytime mit der Familie opferst.

  15. @robert:
    Künstlerischer Output, vielen Dank. 🙂
    Und vielen Dank für die Wortmeldung und das, hm, Outing als regelmäßiger Leser. Freut mich.
    Mein Text war in der Tat nicht in erster Linie als konkreter Aufruf zu konstruktiven Hinweisen zu Stil, Layout oder so gedacht, über die ich mich gleichwohl sehr freue.
    Dein Hinweis auf die Natur der Texte ist, da bin ich mir ziemlich sicher, relevant. Die sich aber, davon ist auszugehen, nicht grundlegend verändern wird. Wenn überhaupt.

    @martinkelsch:
    Lieber Herr Kelsch (wie der Fußballspieler, ja?), das ist doch mal eine gute Idee. Dürfte ich bei der diesbezüglichen Recherche auf Dich zukommen? Dieses Feuilleton, wo finde ich das denn? 😉 Danke.

  16. Heinz, ich schätze, Du hast jenes Szenario tatsächlich nur angedacht. Jens Peters fand hier bereits die richtigen Worte, als er treffend kommentierte: „Wir kommen ja nicht wegen des VfBs oder langer Analysen, sondern wegen deiner sprachlichen Eleganz und deiner Art Geschichten zu erzählen. Die ist unvergleichlich.“ Also, walk on!

  17. „nur angedacht“… stimmt, aber mit andenken ist es ja häufig nicht getan. Drum hab ich ja Euch, und da Ihr mir so freundlich Honig ums Maul schmiertet, verschwindet das Angedachte in irgendeiner Schublade …

  18. Auch ich möchte hier mal noch kommentieren, ebenfalls als einer derjenigen, die so gut wie nie in den kommentarspalten anwesend sind, aber trotzdem deine texte genießen.
    und ich gelobe besserung, alle rechtfertigungen, die mir durch den kopf gehen, führen ins leere. auch wenn es etwas blöd ist, nur zu loben, aber um inhaltlich zu kritisieren, fehlt auch mir (obwohl vfb-fan) die nähe, so wird zumindest lob in zukunft hoffentlich regelmäßig kommen (wenn auch mit verspätung als feed-leser).
    mir ist es nicht wichtig, über was und wie oft und wie lange du schreibst. natürlich freue ich mich über jeden beitrag von dir, aber ich werde auch weiterhin mit freuden alles von dir lesen, wenn du beschließt seltener als während der letzten saison zu schreiben (was ich natürlich nicht hoffe) und bedanke mich hiermit auch mal für den aufwand, den du hier betreibst. du bist einer meiner lieblingsblogger.
    und ich finde eine eigene website auch ziemlich egal, für mehr aufmerksamkeit könnte das aber natürlich schon sorgen.

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