zweiundzwanzig/zwanzigzwanzig

Der Länderwechsel war hier ne Zäsur.
Beziehungsweise: fiel mit ihr zusammen.
Wir sprechen nicht von ein paar kleinen Schrammen –
der Rückschlag war grundsätzlicher Natur.

Zuvor gab’s (bildlich) ‘ne Verwüstungs-Spur,
das Spiel ließ manchen Platz gefühlt entflammen,
die Spielverläufe glichen Telegrammen:
warn deutlich, laut und kurz – in einer Tour.

Gehörte zu den größten Koryphäen
im Wettkampf um die wichtigsten Trophäen –
nahm jene gleich acht Mal in beide Hände!

Der Stopp war ziemlich jäh, das Trauma groß.
Nach Jahren nochmal so ein Sieg. Famos!
Erfolg im Team. Olympiabronze. Ende.

______________

Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler*innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie bleiben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert gelegentlich), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

29 Gedanken zu „zweiundzwanzig/zwanzigzwanzig

  1. Heimspiel: Tennis.

    Und tatsächlich gibt mir die Lautstärke einen so deutlichen Hinweis, dass ich mir die Absicherung über Wikipedia sparen kann: Monica Seles. Dazu passt dann auch die Verletzung durch das Attentat.

    Bei Rückschlag dachte ich ja erst an Ivan Lendl, weil ich neulich erst mal wieder das Ende des Spiels gegen Chang gesehen habe. Aber dass er im Doppel etwas geholt haben könnte, schließe ich mal aus…

  2. Der Herr Thies hat das Rätsel wahrscheinlich nach 2min gelöst.
    Bei mir hat es gute 1,5h gedauert und ich kann nur hoffen, dass ich richtig liege.
    Alles spricht für Tennis: Rückschlag, Tour, laut, Stopp…
    Die Zäsur mit Länderwechsel nach dem Attentat auf sie. Langes Trauma und 2000 nochmals der Sieg im Fedcup und Olympiabronze.
    Ich glaube es geht um Monica Seles, einzig ihre 9 Grandslamtitel passen nicht zu den 8 Trophäen hier…

  3. Klingt sehr nach Goran Ivanišević. Im Herbst seiner Karriere hat er noch Wimbledon gewonnen. Im Spätfrühling Olympia Bronze.

  4. Werter Herr Kamke,

    es handelt sich heute um Monica Seles. Was hätte sie für eine Karriere haben können. Noch größer als sie eh schon war.

  5. Erfolg im Team irritiert mich. Sonst lies es sich wie Monica Seles, mit dem Dauer-Gestöhne auf dem Platz.
    „Rückschlag“ in Hamburg nach 8 Grand Slam Siegen, irgendwo da ist sie auch von Jugoslawien zu USA gehüpft und in Sydney Bronze. Aber Team?

  6. Mehr ein Tipp als Wissen: Monica Seles?
    Die ist irgendwann Amerikanerin geworden, möglicherweise zur Zeit des Messerattentats?
    […]
    So, und jetzt doch mit Wiki:
    Da passt so vieles, dass ich dabei bleibe.
    Obwohl dort 9 Grand Slams ausgewiesen werden.

    Der Kamke macht doch keine Fehler?

  7. Ein paar Tennisgrößen ihrer Zeit (also vor allem der Zeit der Größen, aber natürlich auch der Zeit der Gesuchten, die eine der Größen ist) haben sich für die US-amerikanische Staatsbürgerschaft entschieden. Ich hätte mit Martina Navratilova gerechnet in diesem Adventskalender, aber nun ist es eben Monica Seles.

  8. Alle Hinweise deuten auf Monica Seles hin. Allerdings sagt Wikipedia, dass sie 9 Grand-Slam-Titel gewonnen hat… Fehler vom Dichter?

  9. Molla Mallory
    Kann ich mich noch genau dran erinnern, wie die meisten hier.

    Ich weiß nicht mal genau, wie ich darauf kam bei Tennis zu suchen. Die 4/24 sind noch möglich.

  10. Ich meine die Sportart und die Sportlerin zu haben. Es passt alles. Nur eine Sache nicht. Ich meine sie hat 9 statt 8 Grand Slam-Titel gewonnen. (Viermal Australien, dreimal French Open, zweimal US-Open aber nie Wimbledon).
    2000 dann (nach Comeback) auch noch einmal Bronze in Sydney.
    Aber ich bleibe bei meiner Lösung.
    Es handelt sich um Monica Seles, gebürtige Jugoslawin, spielte für die USA und wurde dann auch noch Ungarin.
    Danke Kamke

  11. Puh, ähh, keine Ahnung.
    Auch mit Google komme ich nicht weiter. Mein erster Gedanke war, dass es eine Sportart ist, die im Einzel ausgetragen wird, aber auch als Mannschaft olympisch ist. Zudem muss es Trophäen geben, die deutlich wichtiger als andere sind. Auch muss man diese Trophäen mit beiden Händen halten (Medaillen, Jacken/Gürtel oder zu kleine Preise fallen raus). Vielleicht ist „Rückschlag“ auch ein Hinweis auf die Sportart?
    Mein erster Gedanke war Tennis, wo Ivan Lendl acht Grand-Slam-Titel holte, bevor er für die USA startete. Allerdings fehlte ihm Olympia-Bronze danach.
    Auch Molla Mallory gewann acht Grand-Slam-Titel und wechselte in die USA. Sie gewann noch dazu einmal Olympia-Bronze, allerdings im Einzel und noch als Norwegerin.
    Leider brachte die folgende Suche unter olypischen Team-Wettbewerben auch keinen Erfolg. Ich bin echt gespannt, wo ich falsch abgebogen bin.

  12. Hm. Ich hätte als Sportart Biathlon vermutet und als Nationenwechsel DDR->BRD, dann kämen Andrea Henkel und Kati Wilhelm in Frage, Kati Wilhelm ist mal spektakulär gestürzt, also entscheide ich mich für sie, allerdings der Möglichkeit gewahr, dass das auch alles überhaupt nicht stimmen könnte. Wir werden es ja erfahren…

  13. Erster Gedanke: Ivan Lendl. Nationalität durch den eiserner Vorhang mit großen Probleme gewechselt. Die Mentalität und Spielweise auf dem Platz passt zu ihm, aber leider nirgendwo Olympiabronze. Schon gar nicht im Doppel, also was nun?

    Mal gucken was heute Nachmittag noch so in meinen Kopf kommt.

  14. Heute ist es ja leicht-vertrackt (gleichzeitig, wie in: süß-sauer). Auf Tennis deutet ja einiges hin: die Tour, der Stopp.

    First try: Martina Navratilova. Hat aber 9 mal Wimbledon gewonnen und ist sehr früh zum US-Pass gewechselt.

    Ivan Lendl hat 8 Grand-Slams. Super. Aber: kein Olympiabronze, kein Trauma… Hmm

    Aber das war ja noch Моника Селеш. Zunächst unter heimischer Jugoslawischer Flagge gestartet, in der Zeit, da der Staat zerbrach („Zäsur“) in die USA gewechselt, Attentat („Trauma“), späte Fed-Cup-Siege+Olympiabronze in Sydney.
    Aber verdammte 9(!!!) Grand Slam-Siege!
    Ja was weiß denn ich.

  15. Ich denke ja vor dem Lesen diese Woche jeden Morgen: Heute muss es Tischtennis sein.
    Hat heute nur so mittel geklappt. Monica Seles ist es wohl.

    Die Fed Cup-Jahre waren krass, in denen die USA Seles, Davenport, die zwei Williams, Capriati und weitere zur Verfügung hatte. (Deutschland spielte hingegen mit Andrea Glass und Elena Pampoulova.)

  16. Monica Seles.

    Da war ich tatsächlich wieder eine Weile auf dem Male Bias Trip, aber weder Ivan Lendl noch Fred Perry haben je Bronze gewonnen bei Olympia. Dazu musste ich dann Googlen. Als ich nochmals überprüft habe, ob ein männliches Pronomen vorkam, war da keines (und nebenher habe ich gelernt, dass Koryphäe in der Tat geschlechtsneutral ist und es keine Koryphäin gibt). Also evt. Frau. Das müsste dann Seles sein: Sie direkt in Wikipedia eingegeben und dann stimmte alles.

    Vielleicht ihre größte Leistung war, dass sie doch nochmal zurückgekommen ist und noch einen Grand-Slam, noch einen Fed-Cup und nochmal Bronze bei Olympia gewann.

    Ansonsten gibt es mir über diese ganze große Tragödie hinaus einen Stich, dass der Attentäter letztendlich doch halbwegs erreichte, was er wollte: Eine Gegnerin von Steffi Graf, die vor dem Attentat 6 der letzten 8 Grand Slams gewann, zumindest soweit beeinträchtigt, dass sie danach nie wieder dauerhaft das alte Niveau erreichte (und Steffi Graf, die natürlich nichts dafür konnte, danach wieder das Tennis dominierte).

    Das Leben ist nicht immer gerecht.

  17. Der Kamke macht doch keine Fehler?

    Die einzige Tennisspielerin mit 8 Grand-Slam-Titeln, Molla Mallory, hatte zwei Nationalitäten (NOR und USA) und eine Olympische Bronzemedaille (aber noch für NOR).
    Verrückt genug, aber reicht mir nicht.

    Ich bleibe bei Seles.

  18. Herr Kamke! Billige Tricks! Und ich falle drauf rein. Peinlich. Nein, beschämend.(geschrieben im T-Shirt bedruckt mit durchaus feministischer Parole)
    Tennis. Ich war so sicher, dass es Tennis ist. Das ist, das wird Sie enttäuschen, trotz großem Rasentunier um die Ecke, noch weniger meine Welt als Basketball. Aber es passte alles so schön: Rückschlag; Platz; Trophäen; die Tour; Spiele, die keine definierte Zeit dauern; beidhändig sein können; olympisch; Team-Wettbewerbe und bestimmt noch mehr gute Hinweise, die ich als Laie überlas. Nur passen wollte keiner, der Bronzemedaillengewinner – auch nicht die ‚vor meiner Zeit‘. Also war ich ein bisschen im Golfsport unterwegs und versuchte mich gedanklich vom Tennis zu lösen. Bis es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen fiel: Wo steht denn, dass es ein Mann ist…



    Monica Seles.

  19. Das Attentat am Hamburger Rothenbaum hat in wenigen Sekunden alles in ihrem Leben verändert. Einfach nur furchtbar, was da passiert ist. Die Lösung heißt: Monica Seles.

  20. Mmh, erste Eingebung Tennis. Ohne Google auf Monica Seles gekommen, aber 9 statt 8 Grand Slam-Titel, und Olympia-Bronze ja, aber im Einzel. Dann mal in den Siegerlisten geschaut. Bei 8 kommt tatsächlich Ivan Lendl, der ja so ganz grundsätzlich auch passen könnte, aber die Hinweise wie Olympia-Bronze etc. passen gar nicht. Mal weiter schauen…

  21. Aaah. Das hat ein bisschen gedauert – wenn es denn stimmt. Keine Ahnung, warum, aber ich bin lange Zeit nicht auf die richtige Sportart gekommen. War beim Boxen, beim Radsport – aber das passte alles nicht so richtig. Lange war ich aus irgendwelchen Gründen außerdem der Überzeugung, es ginge um einen Mann. Aber das steht da nirgends. Da steht auch nichts von einer Frau. Denn mit dem Hinweis wäre es vermutlich zu einfach gewesen. Wenn ich den Rest also richtig deute, dann ist da eine Spielerin gesucht, die ihre Spiele laut und schnell gewonnen hat. In einer Rückschlagsportart. Und die von einer Verletzung gestoppt wurde (die sie in dem Fall nicht durch den Sport selbst, sondern durch die Messerattacke von Hamburg im Wortsinn an dessen Rande erlitten hätte). Um dann nach Verbandswechsel nochmal erfolgreich zu sein. Da kommt man dann doch irgendwie zügig zum Tennis, zumal zu einer so auffälligen Spielerin wie Monica Seles es war (beidhändig, eh). Google hat mir meine Überlegungen dann zu großen Teilen bestätigt. Allein auf die acht Trophäen (ich hab in den Jahren nicht mitgezählt, wikipedia sagt, es seien neun Grand Slams) und den Erfolg im Team kann ich mir keinen Reim machen (sic!). Aber wurscht, das mit der Moni passt ganz gut, ich möchte lösen.

  22. „Spielverlauf“ – Ballspiel
    „Erfolg im Team“ – es gibt also Einzel- und Mannschaftswettkämpfe

    Das kann nur… ich habe keine Ahnung. Vermutlich wieder irgendein Wintersportquatsch.

  23. Rückschlag und Stopp ließen mich an Tennis denken, vielleicht jemand, der achtmal einen Grand-Slam-Pokal mit beiden Händen in die Höhe stemmte? Und siehe da: der achtmalige Grand-Slam-Gewinner Ivan Lendl trat im Herbst seine Karriere nochmal als US-Amerikaner auf manchen Platz. Leider gewann er aber nicht mehr Bronze im Team, also Doppel oder Mixed. Nächster Kandidat: der aus dem letzten Jahr wohlbekannte Fred Perry. Auch er wechselte spät in die USA, aber damals gab es Tennis gar nicht bei Olympia, abgesehen davon, dass er als damaliger Profi nicht hätte mitmachen dürfen. Oder habe ich etwas übersehen? Vielleicht doch nicht 8x Grand-Slam im Einzel? Vielleicht insgesamt, Doppel oder Mixed eingeschlossen? Aber bei den Olympiadritten im Tennis war dann bestenfalls noch Goran Ivanisevic auffällig, der für Jugoslawien und Kroatien antrat. Bei weitem aber nicht so viele Trophäen holte. Moment: der ganze Text weist eigentlich keinen Hinweis auf das Geschlecht des/der Gesuchten auf. Hm, aber auch da springt mir bei den Olympiadritten niemand ins Auge, die ich eigentlich einer anderen Nation zuordnen würde. (Exkurs: Aha, Claudia Kohde-Kilsch saß für die Linke und jetzt für die SPD im Stadtrat von Saarbrücken.)
    Wenn nicht Tennis, was dann? Tischtennis. aber die Olympiadritten im Team und Doppel sind dort soweit im Unbekannten, dass ich nicht glauben kann, dass Herr Kamke diese bei einem angeblich ohne Googlen lösbaren Rätsel in Betracht gezogen haben kann. Zudem passt die Metapher mit dem Platz nicht wirklich.
    Badminton dürfte noch unbekanntere Olympiadritte haben … das schließe ich jetzt auch mal aus.
    Und nun? Golf gibt es bei Olympia nicht im Team. Und auch sonst nicht viele Sportarten bzw. explizit Spiele, wo man einzeln als auch im Team starten kann. Oder doch eine reine Mannschaftsportart? Da fehlt mir aber jeder Ansatz. Ich bin raus.

  24. Ich Vollhonk. Natürlich ist es Seles.
    Nur hatte die 8 Grand Slam Siege vor dem Attentat von Hamburg.
    Und danach dann noch eine Verletzung. Und den NEUNTEN Grand Slam gewann sie danach (96) bei den Australian Open. Dann stimmt doch alles. Wer lesen kann, war schon immer klar im Vorteil.
    Danke Kamke.
    Und Grüße an Thies, der das direkt beim ersten Lesen gewusst haben wird. Denke ich.

  25. Sehr prominente Sportpersonen mit sehr beeindruckendem sportlichem Lebenslauf, zudem mit Bemerkenswertem abseits des rein Sportlichen, machen die Sache nicht immer leicht. Süß-sauer, gewissermaßen, wie @Felix sagen würde. Die Gefahr, sich bei Medaillen oder Titeln zu verzählen, die Vielzahl an Informationen, die man unterbringen möchte, was dann zu Themensprüngen und zum Weglassen möglicherweise besonderes relevanter Inhalte führt. Und natürlich auch der Sorge, dass es zu einfach sein konnte, weshalb man dann vielleicht doch noch die eine oder andere, sagen wir, Hürde einbaut. Zum Beispiel die Frage des Geschlechts. So auch heute.

    Ok. Bei unserer Person (fürderhin also “sie”) fiel der Länderwechsel zeitlich mit einer anderen Zäsur zusammen. Möglicherweise bestand auch ein inhaltlicher Zusammenhang. Es werden Schrammen angesprochen, wir dürften es also mit Verletzungen zu tun haben, vielleicht körperlich, vielleicht seelisch, vielleicht beides. Und dann steht da noch “Rückschlag”. Die Chance, dass wir es mit Tennis, Badminton, Squash oder Tischtennis zu tun haben, ist nicht so gering.

    Vor jenem Einschnitt fegte sie das jeweilige Gegenüber vom Platz, vermutlich mit ziemlich viel Power (entflammen, Reibung, Wärme, was weiß ich, Sie spüren, was ich meine). Die deutlichen und kurzen Spielverläufe passen auch zur Rückschlagsportart (will sagen: keine festgelegte Spielzeit, vermutlich ja eh keine Mannschaftssportart). Die Tour passt auch. WTA, ATP, die Pendants bei den anderen Kandidatinnen weiß ich nicht zu benennen. Tennis also immer wahrscheinlicher, zumal die Spiele “laut” waren. Vielleicht war die Lautstärke ja auch beim Tischtennis ein Thema, ich weiß es nicht, beim Tennis aber auf jeden Fall. Insbesondere bei den Damen, soweit ich das überblicke. Und @A.P.Eljot liefert eine Reihe von Argumenten, wieso es eher Tennis sein dürfte als jene verwandten Sportarten.

    Sie war eine der besten, legen wir uns geschlechtsmäßig mal fest, Spielerinnen im Kampf um die wichtigsten Trophäen – wenn wir also beim Tennis bleiben, um die Grand Slams. Von denen sie sage und schreibe acht gewann. Und wir sind ja immer noch vor der Zäsur, nicht wahr?
    (Ja, langweilig, ne, den gleichen Trick hatten wir ja auch schon bei Familie Mogore-Tlałka. Wie jetzt, Trick? Da müssen wir schon genau bleiben, Kamke! ja, hm, weiß nicht. Der Weg von der Spitzfindigkeit zur Hinterlist ist ja auch kein weiter, wobei: Eigentlich wird es ja im Folgeabsatz durchaus aufgeklärt.) Zumindest Herr @xxlhonk hat mir zugestimmt, in deutlichen Worten.

    Wo waren wir? Genau: Acht Grand-Slam-Titel vor der Zäsur, alle beidhändig errungen. Und zwar nicht mit dieser halbherzigen Beidhändigkeit, nur Rückhand und so, ne, schon richtig beidhändig.

    Stopp als weiterer Tennishinweis, nochmalige Betonung des Traumas, also nicht “nur” eines Kreuzbandrisses oder so. Nach Jahren dann “nochmals so ein Sieg”, mit Bezug auf die vorige Strophe. (Worauf auch sonst, könnte man sagen, wenn man ein furchtbarer Besserwisser wäre, der sich einer gewissen Diskussionswürdigkeit durchaus bewusst ist.) Famos.

    Die letzte Zeile dann noch einmal ein bisschen tricky, weil sie sich nicht auf ein einziges Ereignis bezieht. Erfolg im Team kann im Tennis entweder Doppel oder einen Mannschaftswettbewerb oder beides bedeuten. Den Hopman-Cup hat sie nur für ihr erstes Land gespielt, fällt also raus, als Doppelspielerin ist sie mir nicht nennenswert in Erinnerung, aber der Fed Cup, den hat sie dreimal gewonnen. In einem nicht ganz so schlechten Team, muss man schon sagen. Zudem Olympiabronze im Einzel, und dann war vielleicht irgendwann die Karriere zu Ende (das hat sich aber ganz schön hingezogen) oder halt einfach das Gedicht.

    Natürlich sprechen wir von Monica Seles, die in den Jahren 1990-1993 den Tennissport dominierte und durch diese wahnsinnige Tat einer noch viel größeren Karriere beraubt wurde. Während wir, wie Pam Shriver offenbar sagte, “um das Duell einer Generation betrogen“ worden seien, nämlich jenem mit Stefanie Graf. Auch wenn ich persönlich nicht unbedingt glaube, dass Graf Seles hätte Paroli bieten können, Herr @braindrain21 hat das Thema schön aufgegriffen. Dass die Situation nach dem Attentat auch für Frau Graf nicht einfach war, eigentlich für das gesamte Tennis, liegt auf der Hand. In vielerlei Hinsicht.

    Viele haben den Weg gefunden, gar nicht so wenige auch nicht; die Geschlechterfrage war ganz spannend. Ich hatte die Frage eigentlich nur offen halten wollen; dass einige (@Vicky hat es sehr eindrücklich geschildert, @Lurchmolch ging es offenbar ähnlich) diese Abzweigung gar nicht als solche erkannten, sondern auf der vermeintlichen Vorfahrtsstraße in die falsche Richtung voran preschten, war so nicht intendiert.

    Jetzt sollte ich mal zum Ende kommen; sorry, wenn ich den vielen ausführlichen Antworten keine ausführlichen Antworten widmen kann.

    @SD: Zumal wir Chang/Lendl schon mal hatten. Auch wenn es kein Ausschlusskriterium ist.

    @Marco und viele andere, auch bei Twitter: Ja, die 9. Was soll ich sagen?!

    @Doktor_D: Und den Davis Cup auch noch! Hier allerdings ist er raus.

    @Arnesen: Doch, doch, macht er. Hier war’s aber zumindest Absicht.

    @undeednu: Bei Navratilova wäre die Aufgabe des Weglassens noch schwieriger geworden, das wollte ich mir nicht antun.

    @Wanne: Haha, schöner Kommentar. (Ich vermute, auch da war es die 8, die den Weg gewiesen hat.) Jetzt wird’s eng, oder?

    @Strafraumeck: Haha, den Ausschluss von Medaillen finde ich fantastisch.

    @toesiroe: Ich gebe zu: Das kommt überraschend.

    @martin: Ich glaube wirklich, den Namen Elena Pampoulova noch nie gehört zu haben. Ah, jetzt. Elena Wagner, schon eher. Und Tischtennis, ja, das ist so eine Sache. Jie Schöpp hatten wir schon. Wobei es bei ihr wie bei vielen anderen Chines*innen so zu sein scheint, dass sie in China nicht gut genug war und dort keine nennenswerte Karriere hatte. (Ich weiß, das gilt analog für Olajuwon auch.) Ich fand das Thema Tischtennis bei dem Thema einerseits offensichtlich, andererseits schwierig, häufig auch mangels Bekanntheit. Na ja, mal sehen.

    @Ina Kast (aus dem Thies-Team): Ja, schrecklich. Und auch ja, ich wollte einfach gern den schicken Nutzerinnennamen hier hinschreiben.

    @Stadioncheck: Ich bin schon versucht, darauf hinzuweisen, dass Tennis ja eh nicht so Dein Sport sei, aber irgendwie wär das ja auch … schäbig.

    @A.P. Eljot: Das habe ich gerne gelesen.

    Wie immer: vielen Dank, ein großes Vergnügen! Morgen könnte es eng werden, zeitlich. (Zuerst einmal könnte es eng werden, überhaupt etwas im Kalender vorzufinden, aber das ist zunächst nicht Ihr und Euer Problem.)

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