neun/zwanzigachtzehn

Die Namenswitzeschwelle ist recht niedrig
bei einer Dame, die in Rio siegte,
nachdem sie ihre Beine wieder kriegte.
So sportlich und grazil und fein und gliedrig.

Ihr Ex passt zum Bewerb wie Arsch und Friedrich,
sodass er sich bisweilen dort vergnügte,
wo er auch über Konkurrenz verfügte.
Die wiederum fand’s gern mal regelwidrig.

Man wollt’ ihm einen Titel aberkennen,
doch letztlich blieb der Sieg dann unversehrt –
er darf sich dorten Deutscher Meister nennen.

Sie hat dem Land den Rücken zugekehrt
wird bei den Spielen für wen anders rennen,
damit man ihr das Training nicht verwehrt.

______________

Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert leider öfter mal), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

23 Gedanken zu „neun/zwanzigachtzehn

  1. Das war heute wirklich einfach.

    Die gesuchte Sportlerin entschied sich 2016 nach Australien auszuwandern, nachdem sie vorher für Deutschland Gold bei den Paralympics gewann. Ihren Ex-Freund lernte sie in Leverkusen kennen und übte u.a. dieselbe Sportart aus. Bei ihrem Olympiasieg sprang sie dabei sogar einen neuen Weltrekord.

    Den Weltrekord hält auch der gesuchte Sportler im Weitsprung. 2014 startete er bei der DM der nichtbehinderten Athleten und gewann. Der DLV verweigerte ihm aber die Anerkennung und ließ auch nicht zur EM hinzu. Im paralympischen Bereich ist er seit der EM 2012 im Weitsprung ungeschlagen, was u.a. daran liegt, dass er seine Prothesen selbst kreiert.

    Das gesuchte Paar sind Markus Rehm und Vanessa Low, die von 2008 bis wohl 2012 (lässt sich nicht genau feststellen) liiert waren.

  2. Ein Sonntagsrätsel zum Frühstück. Und da meine Frau äußerst leichtathletikaffin (und natürlich galaaffin, ich kauf mir doch die Blättchen nicht selbst…) ist, stammt im wahrsten Wortsinn der weibliche Teil der Lösung von ihr. Weitspringer Markus Rehm war machbar. Seine Story ging (analoge Variante von viral?) medial, weil er
    trotz Beinprothese im nichtparalympischen Wettkampf am Start war und gewann, zumindest bei einer DM. Für den internationalen Bereich hat er, meine ich, das Startrecht erkämpfen wollen, aber nicht bekommen. Von ihr, trotz Hinweis mit der niedrigen Wortwitzschnelle, nie gehört. Aber dafür hat man ja Menschen, die man sonst mit dem adventlichen Rätselwahn eher nervt. „Vanessa Low“, das schall es durch den Raum. Und gleich danach: „Die ist aber jetzt mit einem Australier zusammen und da hingezogen.“ Scio nescio. Aber sie…!

  3. Dass diese beiden Stars des deutschen Parasports mal zusammen waren, war mir vollkommen unbekannt.
    Es geht um Vanessa Low, die in Rio im Weitsprung Gold gewonnen hat und nun Australierin wird. Ihr Ex ist Markus Rehm, der immer mal wieder klagen will, damit er bei den „regulären“ Wettkämpfen teilnehmen darf.

  4. Vanessa Low und Markus Rehm dürften die Gesuchten sein.
    Sie musste ich googeln, Er führte mich zu Lösung durch den behaltenen Titel bei den Weitspringern, den “normalen“.

  5. Heute habe ich es endlich mal “gelesen”
    Bei ihr bin ich mir sehr sicher, dass es sich um die Paralympic-Siegerin Vanessa Low handelt.
    Ihr Ex-Freund macht mir etwas Sorgen, denn Markus Rehm ist auch Weltmeister. Aber er wird es sein.

  6. Sein Name war recht schnell (quasi sofort) klar, – ihrer erforderte noch kurze Recherche: Markus Rehm und Vanessa Low.

    Einen schönen zweiten Advent!

  7. Markus Rehm und Vanessa Low – beide Leichtathleten, er erster Deutscher Meister im Weitsprung, seine Prothesen wurden als Vorteil ausgelegt, weswegen man den Titel aberkennen wollte, sie nach Australien umgezogen und für Down Under nun auch startend.

    A gmähts Wiesle heute…

  8. Endlich mal wieder ein wenig Zeit für den Kalender… Der „unversehrte“ Meistertitel ist ein schöner Hinweis auf Markus Rehm, und dann gilt es nur noch, die Ex-Freundin zu ergoogeln. Vanessa Low (da gibt’s aber wirklich deutlich prädestiniertere Kandidaten für Namenswitze, es kann ja nicht jeder Müller, Meyer, Schmidt heißen) war mir allerdings kein Begriff. Ausgewandert nach Australien. Ich habe auch schon gehört, daß es da sehr schön sein soll.

  9. Paralympischer Sport ist nicht mein Fachgebiet. Da eine Frau „ohne Beine“ gesucht wird, war das aber naheliegend. Und wenn sich dieser Gedanke festsetzt und man „seinen“ Text liest, dann ahnt man, dass es wohl um Markus Rehm geht. Seine Geschichte war einfach zu prominent in den Medien, um sie nicht zu kennen. Ihren Namen musste ich aber leider googeln. Der Namenswitz und die niedrige Schwelle sind dann aber klar.

  10. Erster Gedanke: Olympiasieger in Rio, das muss man doch wissen. Außer den Beachvolleyballerinnen und der Silbermedaille unserer Nachwuchsfussballer sowie dem Sturz der niederländischen(?) Radfahrerin ist aber in meinem löchrigen Gedächtnis irgendwie nicht viel hängen geblieben von diesen Spielen. Ergebnislisten googeln hat auch nicht geholfen. Dann aber doch noch ein Geistesblitz, natürlich, es müssen die Paralympics gemeint sein. Passt ja auch viel besser zum Text. Die Geschichte mit dem Weitspringer war noch präsent, auch wenn ich den Namen wieder googeln musste. Von seiner amourösen Vergangenheit wiederum hatte ich keine Ahnung.
    Vanessa Low und Markus Rehm dürften diesmal gesucht sein.

  11. Bei Friedrich gleich mal die Bob-Seiten geöffnet…schätze mal der kommt noch.
    Dann aber über die verlorenen feingliedrigen Beine zu Vanessa -how Low can you go gekommen. Der Ex Markus Rehm war aber kein Anschieber von Francesco, sondern mit 8.24 Deutscher Meister im Weitsprung.

  12. Markus Rehm. (War mir nicht ganz sicher bei dem Namen, aber ich hab ihn gewusst.)
    Und die Geschichte von der Paralympionikin, die ihre Protesen verloren/geklaut bekommen hatte, sagte mir auch vage etwas. Musste ich googeln. Vanessa Low.

  13. Ich muss jetzt gleich noch Mathe üben
    Doch erst die Lyrik steht bevor
    Nur weil ich dies Herrn Kamke schwor
    Am Wochenende einzuschieben.

    Ich kam heut auf die richtge (?) Lösung nur
    Durch ihn, denn er schien mir durchaus bekannt
    Und zwar, glaub ich, sehr wohl im ganzen Land,
    Durch Weitsprung trotz schwierigster Fraktur.

    Wie üblich kann ich kaum was dazu sagen
    Was so ein Sportler in dem Herzen trägt
    Da muss ich leider wieder Google fragen.

    „Ex-Freundin Markus Rehm“, etwas verrät:
    Vanessa Low – den Tipp kann man wohl wagen
    Da stimmt – scheint mir – auch das Gesamtpaket.

  14. Er ist offensichtlich Markus Rehm.
    Und weil mich Beziehungen nicht die Bohne interessieren, musste ich tatsächlich googlen. Vanessa Low. Ahja, sehr niedrig die Schwelle. >_>

  15. Ich kriege es nicht hin. War bei Kevin Kuske und Ariane Friedrich, aber das passt ja hinten und vorne nicht. Das mit den Namenswitzen ist mir ja eh fremd, deswegen muss ich heute in den sauren Apfel beißen und mein Scheitern erklären. 🙁

  16. Plumps! Der Groschen scheint gefallen. Der Profi Spätzünder gibt sein Ergebnis bekannt. Vanessa Low und Markus Rehm. So, schnell Tee machen und Handball kieken. Tschööö!

  17. Eine Läuferin, die die Beine wiederkriegte – da ist man schnell beim Behindertensport. Die NIEDRIGE Witzschwelle führt zu Vanessa Low.
    Der Deutsche-Meister-Titel, um den es Streit gab, ging an Markus Rehm im Weitsprung bei den nichtbehinderten Sportlern, die monierten, dass er durch seine Prothesen Vorteile habe.
    Dass die beiden mal ein Paar waren, wusste ich nicht. Da hab ich mein Gala-Archiv wohl nicht gut genug gepflegt …

  18. Nachdem ich gestern passen musste, kam heute die erste Ahnung wieder bereits beim ersten Durchlesen. „Er“ müsste doch Markus Rehm sein. Die „Ex“ musste ich dann aber doch googlen, das hatte ich nicht mehr parat: Vanessa Low.

  19. Guten Abend, werte Gäste, sind Sie auch so froh, dass dieses Wochenende endlich vorüber ist? Nun, ich mag ein bisschen übertreiben, aber in der Tat war es zumindest unter Adventskalendergesichtspunkten herausfordernd. Mehrere Feierlichkeiten, dazu Reiserei, und natürlich war ich auch einfach nicht gut vorbereitet.

    Umso schöner, dass Sie das nicht anfocht und Sie sich vielmehr unbeirrt kommentierfreudig und kompetent zeigten. Vielen Dank!

    Zum Thema: Ich hatte keine Ahnung, dass die beiden Gesuchten einst ein Liebespaar waren, erfuhr es eher zufällig im Lauf der Woche. Und dem Vernehmen nach ging es den meisten Mitratenden ähnlich, was daran gelegen haben mag, dass beide, vor allem sie, erst nach dem Ende der Beziehung so richtig ins Licht einer breiten Öffentlichkeit traten.

    Im ersten Quartett wird eine niedrige Namenswitzschwelle genannt, und im Grunde hätte es hiermit schon klar sein können, wenn man – was niemand erwarten konnte – gleich mit der gewählten Vokabel niedrig herumgespielt hätte. (Nein, kein Triathlet.) Die betreffende Sportlerin siegte in Rio, der Gedanke an Olympia lag nahe – der Hinweis auf die fehlenden Beine weist allerdings nicht auf Radfahrer außer Form hin, sondern ist wörtlich zu nehmen. Die “Rennbeine”, wie sie selbst sagte, der paralympischen Sportlerin waren kurz vor den Spielen geklaut worden, sehr hochwertig, filigran, feingliedrig, you name it, wurden dann aber zurückgegeben.

    Ihr Partner scheint in seinen Bewerben häufig fehl am Platz zu sein (hübsch der Hinweis auf den Bobsport in den Kommentaren), sodass er eben woanders startete, wo er auf echte Konkurrenz traf. Die weithin getroffene Vermutung, dass es sich auch bei ihm um einen paralympischen Athleten handelt, führte bei vielen ziemlich rasch zum gesuchten Mann, hierzulande vermutlich neben Oscar Pistorius der bekannteste Paralympier, dessen Kampf um Startrechte und Inklusion medial breit aufgearbeitet wurde: Markus Rehm. Dem im Vergleich zu nicht eingeschränkten Athleten Vorteile durch seine Prothese unterstellt wurden und werden.

    Im ersten Terzett geht’s dann auch um die Leichtathletik-DM 2014, wo er gemeinsam mit Letzteren antreten konnte und, auch zu seiner eigenen Überraschung, vor Christian Reif gewann und diesen Titel nach einigem Hin und Her behalten und sich ohne jede Einschränkung in Form einer bestimmten Wettkampfklasse Deutscher Meister nennen durfte. Verteidigen konnte er ihn dann allerdings nicht mehr, mangels Startrecht im Folgejahr. Mit “unversehrt” war noch einmal ein recht deutlicher Hinweis versteckt, von dem ich allerdings nicht weiß, ob er dem aktuell akzeptierten Sprachgebrauch entspricht. Vereinzelt wurde darauf hingewiesen, dass er nicht nur Deutscher Meister, sondern auch Paralympics-Sieger, Weltmeister, was auch immer sei. Was natürlich stimmt; mein Fokus war lediglich ein anderer.

    Am Ende kommen wir noch einmal zu seiner ehemaligen Partnerin, die nach Olympia 2016 die Nationalität wechselte, der Liebe wegen: Ihr Lebensgefährte (Mann? Schlecht vorbereitet, mal wieder.) ist Australier,und wenn sie ebenfalls dort kontinuierlich trainieren will, lassen das irgendwelche Verbandsstatuten für Ausländer nicht dauerhaft zu. Was mir seltsam und anachronistisch erscheint, in verschiedenen Veröffentlichungen aber so dargestellt wurde.
    Dass es sich um Vanessa Low handelt, ist mittlerweile wohl klar (wobei: viele gaben an, sie gegoogelt zu haben), die niedrige Schwelle damit auch. Überhaupt wurde einiges an Recherche investiert, hübsch der Hinweis von Sebastian Mühlenhof, dass sich das Ende der Beziehung zeitlich nicht genau bestimmen lasse.

    @Lurchmolch: Augen auf bei der Partnerwahl! Gut gemacht. 😉
    @xxlhonk: Ich habe den Eindruck, dass Du einer der ganz wenigen bist, für die Frau Low sofort klar war. Die meisten sprangen eher auf Herrn Rehm an.
    @SD: Na also, geliefert! Wenn’s bei Mathe auch so klappt, bin ich zuversichtlich …
    [Hier könnte eine Antwort an Herrn @sport_thies stehen.]

  20. Sie hat ihren neuen Lebensgefährten letzten Monat (oder auch einen davor) geheiratet (findet man ganz einfach auf ihrem FB-Profil). Das der Thies so daneben lag freut mich allerdings schelmisch.
    (Mist, das hätte ich binnen Sekunden gewusst…ohne Google)

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