sechs/zwanzigneunzehn

Die Übersetzung führt zum Sport, latent.
Der gilt, auch ihr zum Trotz, als typisch männlich.
Zwei Leute tun’s. Doch sind nicht unzertrennlich –
drei Siege er, nur zwei der Assistent.

Auch jüngst war unser Held hier – Kompliment! –
(einfach) der Beste, sag ich überschwänglich.
In einer Hinsicht bleibt es unzulänglich:
Er siegt da auf dem falschen Kontinent.

Der andre Sport (man mag an Frisbee denken)
ließ ihn nach Coubertins Medaillen jagen –
beim fünften Mal konnt’ er sich eine schenken.

Zuvor schon sah man ihn kein bisschen zagen,
vielmehr ganz zackig seine Fahne schwenken –
zum Glück konnt’ man den Regen nicht ertragen.

______________

Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert leider gelegentlich), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

26 Gedanken zu „sechs/zwanzigneunzehn

  1. Zwei Menschen betreiben einen Sport, der trotz ihr als typisch männlich gilt, eine Person assistiert und noch dazu der falsche Kontinent? Ich denke da sofort an die Rally Dakar und Jutta Kleinschmidt, und um im Thema von gestern zu bleiben: Es gibt einen sehr bekannten Sieger der Rally Dakar, der auch sonst als Skisportler erfolgreich war, nämlich Luc Alphand. Auch einer dieser Leute, auf die man gewartet hat.

    (Disclaimer: Alphand hat nur einmal gewonnen, schon gar nicht jüngst, und die Abfahrt hat auch nichts mit Frisbee zu tun. Gesucht ist also der Tontaubenschießenbronzemedaillengewinner Nasser Al-Attiyah, der dieses Jahr zum dritten Mal die Dakar gewonnen hat. Ans Fahneschwenken erinnere ich mich nicht.)

  2. hihi.

    nachdem ich zum ersten kaffee bei bobsport und eiskunstlauf (beides nicht exklusiv männlich) festhing, konzentrierte ich mich erst einmal auf die fahnenträger. den entscheidenden hinweis gab es aber – wieder einmal – vom inn. wir sollten ein rateduo daraus machen.

    motorsport. vroom vroom, natürlich! männlicher geht’s nicht, obwohl frau kleinschmidt da wohl widerspräche. und statt dakar gewann er 2019 die seidenstraßenrallye – falscher kontinent. blöd.

    die rede ist von nasser salih nasser abdullah al-attiyah, dem (zackigen!) qatarischen rallyefahrer und sportschützen. 2012 in london bei seiner fünften teilnahme an olympischen spielen brachte ihm das schießen auf frisbees im skeet eine hübsche bronzemedaille ein. hurra!

    da guckste, wa. (ich auch.)

  3. Unglaublich. Den zweiten Tag in Folge eine Idee.

    Übersetzung deutet natürlich auf das Auto hin, das Nasser Al-Attiyah fuhr.

    Bei seiner 5. Olympiateilnahme konnte er 2012 im Skeet Bronze holen.

  4. Unmöglich, es heute zu leugnen: Ohne WIkipedia keine Chance…

    Immerhin geahnt, dass es bei der männlichen Sportart (trotz Jutta Kleinschmidt) mit zwei Personen um Rallye geht – ich musste tatsächlich spontan an Röhrl/Geistdörfer denken, die aber vermutlich niemals getrennt waren – oder?

    Dazu passt, dass die Rally (Paris-)Dakar nicht mehr in Afrika stattfindet. Unter deren Gewinnern befindet sich Nasser Salih Nasser Abdullah Al-Attiyah – ein Name, den ich noch nie gehört habe, geschweige denn, mir merken kann. Und der gewann tatsächlich 2012 eine Bronzemedialle im Skeetwettbewerb – eine Sportart, an die ich aufgrund des Frisbee-Hinweises tatsächlich spontan (neben Diskus) dachte.

  5. Mögliche Stadien des Kamke-Rätselns: Geistesblitz, Zweifel, Geistesblitz, falsche AnNamen, Triumphgeheul. Das ging zwar zum wiederholten Male nicht ohne googlen vonstatten, war aber ausgesprochen unterhaltsam. Und damit zum ersten Quartett und meinem ersten Geistesblitz: Jutta Kleinschmidt. Ich war nämlich schnell bei Rallye. Wegen DIE, aber männlich dominiert. Weil man dafür zwei braucht, Piloten und Navigator. Jutta Kleinschmidt hat aber vermutlich keine zweite Sportart ausgeübt und ist auch kein er. Und schon kam der Zweifel. Es könnte wegen des Begriffs „Übersetzung“ ja auch Radsport gemeint sein? Aber der ist ja DER und nicht DIE Radsport.
    Also weiter im Text. Das zweite Quartett, tja nun, im Nachhinein: Wer da die Lösung findet, vor dem ziehe ich meinen Vier-Zylinderhut. Aber dann: Frisbee, Olympia, Fahne, Regen. Da muss es ja um eine Eröffnungsfeier gehen. Die verregnet war – oder eben nicht (Geistesblitz!), weil man es zu verhindern suchte. Wie in Peking, 2008. Und da hilft dann wieder mal das Netz. Was es da für Listen gibt, Wahnsinn. Was für AnNamen man da findet, beim Durchstöbern der Fahnenträger. Dirk Nowitzki. Toll. Aber was hat der mit Rallyes zu tun? NIX. Frisbee. Scheibenschießen? Eishockey! In Peking war vieles denkbar, aber: Nein, auch nicht. Scheibenschießen! Skeet! Jawoll, die schießwütige Welt ist eine Scheibe – und die Liste der Fahnenträger der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele von Peking 2008, bei denen es wegen des Silbernitrats NICHT regnete, ist lang. Man kann sie nach Schützen durchsuchen und findet Rajvardhan Sing Rathore aus Indien. Der vielleicht mal Cricket gespielt hat, als Zweitsport. Oder auch Handball. Wenn, dann allerdings unüberliefert. Man findet Daniela del Din aus San Marino. Zweitsport: keine Ahnung, aber es ist ja nicht nach einer sie gefragt. Juha Hirvi war ebenfalls fahnentragender Schütze. Ohne ins Klischee verfallen zu wollen, es war vielleicht die finnische. Dann Alla Dad Al-Balushi aus dem Oman (man wundert sich langsam, wie viele Sportschützen als Fahnenträger einmarschieren, zumal Menacho Cesar aus Bolivien noch gar nicht erwähnt wurde, ebensowenig wie Adullah Al-Rashidi aus Kuwait, Jasna Sekaric aus Serbien, George Achilleos aus Zypern und Ziad Richa aus dem Libanon). Und dann war da noch Nasser Salih Nasser Abdullah Al-Attiyah. Und der hat 2008 in Peking die Fahne Katars getragen, 2012 in London bei seiner fünften Olympiateilnahme Bronze im Skeet geholt und als Rallyefahrer die Dakar gewonnen – sowie 2019 die Seidenstraßenrallye. Das war wohl der fremde Kontinent. Das wäre also mein Lösungsvorschlag. Und wenn der´s nicht ist, habe ich wenigstens meinen Spaß gehabt. Schönen Nikolaustag.

  6. Ich hätte gerne wieder den Schwierigkeitsgrad von gestern 😀
    Absolut keine Ahnung bisher, vielleicht kommt ja noch ein Geistesblitz…

  7. Das ist Nasser Al-Attiyah. Sieger der Rallye Dakar 2011, 2015 und 2019 (in Südamerika) und Olympia Bronze Gewinner 2012 im Skeetschießen (Frisbee).

    Ich hatte bei der Rallye Dakar tatsächlich eher mit Luc Alphand gerechnet, aber ich fürchte das Thema ist dann durch.

  8. Da wir den Diskus gerade erst hatten, blieb für das Frisbee-ähnliche Wurfgeschoss nur die gute alte Tontaube, bei den olympischen Spielen in den Schießsportarten Skeet und Trap verwendet. Hier sind mehrfache Teilnahmen gar nicht so selten, Doppelsportler unter den Medaillengewinnern aber schon.
    ناصر صالح ناصر عبد الله العطية, oder auch Nasser Salih Nasser Abdullah Al-Attiyah aus Katar gewann bei seiner fünften Olympiateilnahme 2012 in London die Bronzemedaille im Skeet.
    Ein Jahr zuvor hatte er zum ersten Mal die Dakar Rallye gewonnen, mit Timo Gottschalk aus Deutschland als Beifahrer. 2015 und 2019 gelang ihm das erneut, diesmal mit dem Franzosen Matthieu Baumel. Er ist damit der erste Fahrer, der die Rallye mehrfach gewinnen konnte. Und auch wenn sie nach wie vor Dakar Rallye heißt, findet sie aus Sicherheitsgründen seit 2009 nicht mehr in Afrika, sondern in Südamerika statt.
    2009 war er mit Tina Thörner („ihr zum Trotz“ ein hübscher Name) gestartet, aber nach zwei Etappensiegen disqualifiziert worden, weil er eine unzulässige Abkürzung genommen hatte. Kann ja mal passieren.
    2008 war er zudem Fahnenträger von Katar bei den olympischen Spielen in Peking. Bei der Eröffnungsfeier konnte man den drohenden Regen durch das Abschießen von 1104 Raketen mit Silberjodid verhindern. Was für ein Wahnsinn.
    Fehlt nur noch die Übersetzung: Mein Arabisch ist eindeutig zu schlecht, ich passe und hoffe, dass der Rest stimmt.

  9. Heute empfinde ich die Nuss, die Sie uns in die Stiefel gelegt haben, aber als härter zu knacken. In feinster Eichhörnchenmanier also erstmal die Sportarten herausfinden: Übersetzung? Männlich? Das riecht nach Motorsport… der falsche Kontinent brachte mich zuerst zur DTM, in der ja auch diverse Zweitkarrieren ihren Platz finden, aber der Beifahrer wollte nicht so recht ins Bild passen. Dann also Rallye – und es machte ‚Knack‘. Die Rallye Paris-Dakar fand ja schon länger nicht mehr so statt, wie der Name es vermuten ließe. Jutta Kleinschmidt macht sich gut als nächstes Puzzleteil. Ich gestehe, ab hier musste ich Wikipedia bemühen. Dass der diesjährige Champion (Kategorie Auto) auch mediallendekorierter Wurfscheibenschütze ist, war mir nicht bekannt. Nasser Al-Attiyah?

    Weiterhin nehme ich ‚Diakritikum‘ in meine Wortschatz auf. Bildungskalender! 😛

  10. Eine Sportart für zwei mit klar verteilten Rollen und dann auch noch was mit Kontinent, Übersetzung, so weit komme ich mit Nachdenken. Rallye Dakar.

    Hier muss ich aber nun wie in einem Marienkapellchen eine Kerze anzünden mit dem Aufdruck „Wikipedia hat geholfen“. Der Katarer Nasser Al-Attiyah gewann im fünften Anlauf eine Olympiamedaille im Skeet und dreimal die Rallye Dakar in Südamerika.

  11. Gefühlt war ich ganz zu Beginn schon bei der Lösung, habe dann aber noch ein paar Umwege genommen.

    Fangen wir hinten an: Recht eindeutig Flaggenträger, die Geschichte mit dem Regen erinnert an die Wolkenabwehrraketen in Peking 2008, wenn auch etwas umständlich formuliert.
    Frisbee…Frisbee…SKEET! Also die Medaillengewinner 2008 durchsucht und keinen Fahnenträger gefunden, Scheibenkleister!
    Also nochmal zurück ins Rätsel: der erste Vierzeiler ließ mich an Rallye denken, einzig das mit der Übersetzung hat mich verwirrt zurückgelassen, hmm.

    Naja, nützt ja nix, arbeiten wir uns durch die 204 Fahnenträger der olympischen Fahnenträger 2008. Bei Nummer 49 wurde ich fündig: Nasser Al-Attiyah, Rallye-Champion und nebenbei Skeet-Schütze (überragende Kombination) bei inzwischen 6 Spielen, bei der fünften Teilnahme 2012 (gewieft, Kamke!) gab es dann auch Coubertins Edelmetall, bronzefarben. Der falsche Kontinent: Na klar, die Dakar-Rallye, die in Südamerika ausgetragen wird.

  12. Heute wieder im Tal der Ahnungslosen…

    Ein Rallyefahrer, der sportlich umsattelte? Deutet Übersetzung und die Frisbeeassoziation (Scheibe -> Scheibenrad) auf einen Radsportler hin? Eventuell ein Tandemfahrer? Oder ein Fahrer, der paralympisch unterwegs war?

    Ein Fahnenträger, Regen bei der Eröffnungsfeier – im 5. Anlauf Olympiagold – irgendwie wird kein Schuh draus…

    Ich grüble weiter, vielleicht kommt die Erleuchtung noch…

  13. Die fresbeeeske Analogie zur Gestalt der geplätteten Taube lies den Knoten platzen … der und die Assistententätigkeit haben mir zu den 2 Sportarten verholfen und Wikipedia zu einem Namen:
    Nasser_Al-Attiyah schafft es aus einem tönenden Gefährt tönerne Tauben vom Himmel zuholen.

  14. Nachdem ich mich gestern Abend sehr geärgert habe, dass ich nicht Ester Ledecka als Antwort geschrieben habe (ich hatte es am Tage mit meinem Kollegen besprochen, war mir aber unsicher), habe ich mich heute zunächst noch schwer getan. In welchem Sport, der als männlich gilt, gibt es einen Assistenten? Bob? Doppelsitzer? Dafür sind es aber zu wenig Siege.

    Nach einiger Grübelei kam ich auf den Motorsport und landete dort in der Rallye. Da der gesuchte Sportler „auf dem falschen Kontinent“ gewann, kann es nur ein Sieger der Rallye Dakar sein, da diese ja mittlerweile in Südamerika stattfindet. Schnell die Suchmaschine angeschmissen und dort bin ich dann bei Nasser Al-Attiyah gelandet. 2011, 15 und 19 reichte es zum Sieg. Bei der zweiten Sportart wurde mir dann auch klar, was „man mag an Frisbee denken“ heißt. Es geht nämlich ums Wurfscheibenschießen, wo er in London 2012 Bronze gewann.

    Eine Frage stelle ich mir aber noch: Wann schaffe ich es mal ohne Google und Co.?

  15. Ach, Kamke. Mein Kopf ist erkältungsbedingt heute nicht in der Lage, dieses Rätsel zu lösen. Ist Frisbee ein Hinweis auf Diskuswerfen? Aber welchen Sport übernehmen dann zwei? Ich hab wirklich keine Ahnung

  16. Beim ersten Lesen: Völlige Ahnungslosigkeit. Und große Erleichterung – alles ist wieder normal! 😉
    Das zweite Lesen: Ach, guck, der Hinweis-Kamke ist back on track. Nachdem die zweite Sportart (Tontaubenschießen) recht schnell klar war, zunächst (wegen „Übersetzung“) Sportschütze plus Bahnrad oder so recherchiert – falls ihr das nicht schon wusstet, der Wechsel beim Zweier-Mannschaftsfahren wird auch „Américaine“ genannt – ein Hinweis auf den Kontinent? Wohl eher nicht. Der @Dagobert95 hat einen Geistesblitz und gibt den Tipp, bei den Tontauben (nicht den zu Tode gekommenen Tauben- auch das gab es durchaus einmal, der Blick (https://www.blick.ch/storytelling/2016/olympia_rio/index.html) berichtet über 300 getötete Tauben bei den Wettkämpfen 1900 in Paris, Skandal!) weiterzusuchen. Sportschützen gibt es zahlreiche mit zahlreichen Olympiateilnahmen, aber nur einen Medaillengewinner im „Skeet“, der auch noch eine andere Sportart erfolgreich ausübt und gleichzeitig mal (2008, um genau zu sein) Fahnenträger für sein Heimatland Katar war: Nasser Al-Attiyah, Gewinner der Rallye Dakar 2011, 2015 und jüngst 2019. Ein männlich dominierter Sport, trotz Frau Kleinschmidt, der zuletzt im konkreten Fall in Südamerika, also auf dem „falschen Kontinent“ ausgetragen wird. Beim Regen bin ich auf die Auflösung gespannt. Weitere Interessante Neben-, Zwischen- oder abseitige Ergebnisse habe ich leider nicht zu bieten. Zwischenstand: 3,5 zu 4,0 zugunsten der Ente.

  17. Ich gebe auf.
    Das klingt alles sehr interessant, aber ich bekomme es nicht zusammen. Umso mehr freue ich mich auf die Auflösung.
    Ich hoffe nur, es geht um Sportarten, die mich kaum interessieren – und das sind einige. Dann hab ich wenigstens eine gute Entschuldigung …

  18. Da hat mir Herr Kamke aber ein Ei in den Stiefel gelegt.

    Zwei die sich nicht nah sind, Brüder?
    Irgendwas mit einer fliegenden Scheibe.
    Zackig mit der Fahne wedeln und sich regen oder im Regen stehen.

    Diskurs. Fünfmal. Oerter. Hat der 5 x gewonnen?
    Leider nur 4 x.

    Riedel. Lars. War der nicht 5 x Weltmeister?

    Aber es sollen 2 sein.

    Die Hartings. Robert und Christoph.

    Ich dreh mich im Kreis. Komme nicht weiter.

  19. Meine Lösung heute in vier Schritten:
    1. Was hat das bloß wieder miteinander zu tun?
    2. Die Übersetzung führt zu… (siehe Zeile 1)
    3. „What’s … got to do with it“ von Tina Thörner
    4. Und die war die Beifahrerin von Nasser Al-Attiyah.

  20. Nasser Salih Nasser Abdullah Al-Attiyah ist es wohl.

    Ich kannte ihn nicht, aber Rally Dakar nach 2008 (seit sie nicht mehr in Afrika ausgetragen wird) war klar.

    Bei Dakar hätte ich eigentlich Luc Alphand* vermutet, aber der hat noch in Afrika gewonnen, nur 1 Mal und was Ski Alpin mit Frisbee zu tun hat, weiß ich auch nicht.

    Dann muss es wohl der Scheich sein.

    *Ich hoffe, ich hab da nichts für die nächsten Tage gespoilert; sonst darf der Kommentar auch gerne gelöscht werden.

  21. Puh, da hätte ich fast vergessen zu kommentieren:

    Auf die Lösung gekommen bin ich durch den Hinweis mit den Frisbees, das führte mich zum Sportschießen. So hangelte ich mich dann zu Sportlern, die bei ihren fünften Olympischen Spielen ihre erste Medaille gewinnen konnten, wodurch Herr Nasser Al-Attiyah hervorkam. Er führte mich dann auch zur zweiten Sportart, dem Motorsport in spezieller Form der Rally Dakar, welche er dreimal, aber mit zwei verschiedenen „Assistenten“, also Beifahrern gewinnen konnte.

  22. Aus reiner Verzweiflung und zur Belustigung der anderen ob meiner Antwort ohne Begründung, warum das stimmen sollte: Robert Harting 😅

  23. Ja, es war ein bisschen, vielleicht auch deutlich, schwieriger als tags zuvor. Die deutlich geringere Zahl der Antworten könnte natürlich auch dem Wochentag geschuldet sein, aber.
    In jedem Fall bedaure ich ein bisschen, den Weg zum Zweitsport bzw. zur Nationalität doch so einfach gestaltet zu haben, dass der von mir ganz unbescheiden als recht hübsch eingeschätzte Pfad zum ersten Sport gar nicht begangen werden musste. Oder auf andere Art umgangen wurde. Ich rede in Zungen, nicht wahr?

    Die Übersetzung führt zum Sport. Latent, also laut Duden “vorhanden, aber [noch] nicht in Erscheinung tretend; nicht unmittelbar sichtbar oder zu erfassen”. Nun, der nicht latente, sondern offensichtlichere Weg von der Übersetzung zum Sport führt über das Getriebe, oder Kettenblatt und Ritzel, und weil Radfahren gar nicht so typisch männlich ist, nähern wir uns dem Motorsport. Betrieben von zwei Leuten, da war dann auch mal eine Frau dabei, wie es in Zeile zwei heißt, und wenn ich nicht irre, fiel dann auch der Name Jutta Kleinschmidt, wir sind beim Rallyesport. So weit, so gut.

    Wenn wir allerdings noch einmal einen Schritt zurückgehen und die Übersetzung eher sprachlich interpretieren, ne, dann finden wir möglicherweise noch einen offenbar besser als gedacht versteckten Pfad. Man merkt mir eine gewisse Aufregung an, oder? Da wird man dann schnell noch ein bisschen oberlehrerhafter als sonst. Aber wenn’s auch wirklich keine(r) in den Kommentaren aufgreift. Also zumindest nicht bis zur Mittagszeit, da ich hier die ersten paar Zeilen schreibe. Weitermachen.

    Ich war überzeugt, “(einfach) der Beste” springe sofort ins Auge. Die Sache mit dem nicht zu ertragenden Regen womöglich auch. Typisch männlich vielleicht nicht unbedingt, zwei Leute, weiß nicht.

    Aber jetzt schon, oder? (Simply) the Best, Typical Male, […] can’t stand the Rain, Two People, und – schwupp! – sind wir bei, ähem, Tina Thörner. Die unter anderem mit Jutta Kleinschmidt, die hinter dem heutigen Türchen sonst nicht viel verloren hat, bei der Dakar angetreten ist. Rallyesport.

    Wo sich die Paare – abgesehen von Röhrl/Geistdörfer, das sehe ich auch so, @SD – auch mal trennen, was dann eben dazu führen kann, dass der Gesuchte irgendwo drei Siege feiert, de ersten aber noch mit einem anderen Beifahrer, sodass der Beifahrer (hier: Assistent, heutzutage eher: Navigator) nur deren zwei hat.

    Im zweiten Quartett sollte zum Ausdruck kommen, dass er aktueller Titelträger ist, und um welches Rennen es geht: Nämlich um eines, das auf dem falschen Kontinent ausgetragen wird. Als fänden, was weiß ich, die US Open in Singapur statt. Da passt es doch ganz gut ins Bild, dass die Dakar seit 2009 ausgetragen wird. Wenn jetzt noch der Gesuchte all seine Siege danach gefeiert hat …

    Erstes Terzett, die Frisbee. Eine Wurfscheibe. Für die Jagd, noch dazu. Noch direkter kann man wohl kaum auf die Sportart hinweisen. Außer man hat sie, wie ich, noch unter verschiedenen anderen Namen abgespeichert. Tatsächlich aber: Wurfscheibenschießen. Skeet. Tontauben. Wie auch immer: fünf (bis dahin, gewieft, @Nember!) Olympiateilnahmen, beim fünften Mal hat’s endlich mit einer Medaille geklappt.

    Bereits zuvor (Also entweder bei jener Eröffnungsfeier oder bei einer früheren. Unterstellen wir der Einfachheit halber: beim vierten Mal) schwenkte er zackig seine Fahne. Fahnenträger, klar, und vielleicht haben die werten Lesenden ja das Design der katarischen Flagge vor Augen? Schaunse mal nach, aber zackig!

    Bei eben dieser Eröffnungsfeier, 2008 in Peking, fürchteten die Organisatoren – einige hatten es geschrieben – die dräuenden Regenwolken und ließen sie mit chemischer Hilfe (Silberiodid) rechtzeitig abregnen. Was den Fahnenträger bestimmt nicht gestört hat.

    Ja, ich gebe es zu: Ich finde diese Kombination fantastisch. Rallye fahrender Skeetschütze. Ich hatte ihn nur als Rallyefahrer abgespeichert und war in der Tat ziemlich verblüfft, von seiner anderen Karriere zu erfahren.

    Nachtrag, Tage später: Ich hätte ja auch mal noch den Namen nennen können.
    Nasser Al-Attiyah.

    @Scherben81, @Mahqz, @braindrain21: Natürlich dachte ich darüber nach, Eure Kommentare zu zensieren. Aber was soll’s, nehmen wir halt anstelle von Luc Alphand noch irgendeinen abseitigen Randsportler mit rein. Vielleicht.
    Something Beautiful Remains.

    @schnoerpsel: Vroom! (Verzeihung.)
    Den halben Punkt für die irrelevante Seidenstraßenrallye müssen wir leider abziehen. Aber ja, ich gucke. Wa.
    What You Get Is What You See.

    @Alex_muc86: Na also! : )
    In Your Wildest Dreams.

    @SD: Ja, die Trennungen von Rallyepaaren. Vermutlich könnte man Bücher damit füllen. Allein die (anders geartete) Trennung von Jutta Kleinschmidt und Jean-Louis Schlesser würde wohl ausreichen.
    Show Some Respect!

    @Lurchmolch: Mit Vergnügen gelesen, danke schön. Natürlich auch für die Nikolauswünsche. Tatsächlich war mit IHR nicht DIE Rallye, sondern DIE Tina Thörner gemeint, aber: hübscher Gedanke. Und er hat geholfen. Und nächstes Jahr beschäftigen wie uns dann ausschließlich mit Fahnen tragenden Sportschützen aus aller Herren Länder.
    Foreign Affair.

    @Marco: Sei ehrlich, das willst Du nicht ernsthaft.
    When the Heartache Is Over.

    @Hoesel95: Sehr beeindruckend, danke schön. Eine Kleinigkeit: Ari Vatanen war der erste Mehrfachsieger, danach kamen noch einige weiter, namentlich vor allem Stéphane Peterhansel. Selbst in Südamerika hängt Peterhansel unseren Mann ab. Fast perfekte Antwort. Also abgesehen von der Übersetzung, klar.
    The Best.

    @Holger Thies: Frisbee ⇒ Diskus ok, Lars Riedel erst recht, aber wir bräuchten noch eine zweite Sportart.
    It Takes Two.

    @Vickỷ (Verzeihung): Passt. Und wieder vor dem Abendbrot.
    Why Must We Wait Until Tonight?

    @undeednu: Das gefällt mir, wenn wir am Nikolaustag ein Kerzlein anzünden.
    Help!

    @Nember: Umständlich formuliert? Ich lese immer umständlich formuliert! Und bin entsetzt! So ein Scheibenkleister, ey! Auf den Punkt ist das, AUF! DEN! PUNKT!
    Be Tender with Me Baby!

    @Nutman75: Da steht so viel Richtiges drin in der Antwort, vielleicht siehst Du ja nachher noch klarer.
    Steamy Windows.

    @Felix: Ich gebe zu: Das kommt ein bisschen überraschend.
    Don’t Leave Me This Way!

    @Blutsbruder: Fresbeeesk ist ja nicht so schlecht, ne. Schön, dass Du Dich jetzt auch hier rumtreibst.
    Open Arms.

    Oh. Plötzlich trudelt noch einiges an Kommentaren ein. Damit hatte ich nicht gerechnet, als ich anfing, alle zu beantworten … Anfängerfehler. Und die Diskografie ist so lang dann auch wieder nicht.

    @Seppmaster56:
    Ich wage zu behaupten, dass Du Dich wegen des heutigen Googleeinsatzes nicht zu grämen brauchst. Dürften gar nicht so wahnsinnig viele sein, die ohne ausgekommen sind.
    Cose della vita.

    @sport_thies: First things first: Gute Besserung. Und ansonsten: Mach Dir nichts draus! Sicher, Ela (Wo ist die eigentlich? Grade heute!) wird ein bisschen in der Wunde bohren, aber sonst?!
    We Don’t Need Another Hero.

    @badrulbudur: Überzeugende Hinführung. Klar, ohne Übersetzung, aber das würde mich jetzt auch fast schon ärgern, wenn doch noch jemand damit um die Ecke käme. Dramatische Zustände bei den Tauben gab’s übrigens nicht nur 1900, sondern auch, anders, 1988. Hatten wir hier schon mal, kann’s aber grade nicht raussuchen.
    On Silent Wings.

    @Faouzi: Ich bin gespannt, wie es mit dem Interesse so aussieht. Irgendwie beruhigend, dass es heute nicht nur Thiesi, sondern auch Dich und Sie mal erwischt hat.
    Way of the World.

    @Doktor_d: Du schlägst Dich mit den Disken rum, ich mit einer Diskografie. Passt dann ja auch wieder.
    Disco Inferno.

    @martin: Haha, das ist zum Ende des Tages hin ein sehr schöner Twist.
    What’s Love got to do with it?

    @Flo H.: Ja, wie oben schon irgendwo geschrieben: der Navigator. Wichtig, mehr als Beifahrer oder Assistent. Sollte man gegen und pflegen.
    Better be good to me.

    @borussenleon: Schön, dass Du Dich noch zu Wort meldest, noch dazu: perfekt erkannt!
    Goldeneye.

    Verzeihung. Ich habe einen gewissen Kontrollverlust einzuräumen.
    Nutbush.

  24. Ich bin beruhigt. Bei den Themen Motor- und Schießsport ahnungslos zu sein – damit kann ich prima leben. Die rangieren bei der Frage „Was würde ich denn jetzt mal gerne sehen“ ungefähr auf einer Stufe mit Darts oder Golf, also ziemlich weit unten. Wobei ich beim Rätseln (neben Diskus) zumindest beide Sportarten kurzzeitig im Blick hatte, aber trotzdem keinen Ansatz fand.
    Völlig falsch verstanden hatte ich die Übersetzung in den ersten beiden Versen. Ich dachte der Name der Sportart hätte wörtlich übersetzt irgendeine weibliche Konnotation, der Übersetzung zum Trotz gelte der Sport aber als eher männlich. Mit der Hoffnung, dass mich irgendeine Sportart mit möglicher „weiblicher“ Übersetzung anspringen würde, bin ich auf der Wikipedia-Seite „Liste der Sportarten“ gelandet, wo ich neben Penspinning und Kürbisweitwurf auch Extrembügeln verzeichnet fand. Das lohnt sich nachzulesen!
    Dann war noch die einzige zackige Fahne, die mir eingefallen ist, die von Nepal, was mich zum Fahnenträger Dachhiri Sherpa führte – eine offensichtliche Sackgasse.
    Tja, morgen nächster Versuch.

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