sechs/zwanzigzwanzig

Rein sportlich höchstens Zweitligalegende,
beim Training morgens öfter ziemlich müd’.
Mit dreißig auch schon über dem Zenit –
es naht gedanklich das Karriereende.

Doch nimmt sein Sportlerleben eine Wende,
als er ein Auslandsangebot besieht
und kurzerhand in eine Gegend zieht,
wo er dereinst die Frau fürs Leben fände.

Die sportliche Bilanz ist schlichtweg krass,
europaweit hat er die besten Zahlen
und gilt in einträchtigem Sinn als Heiland.

Mit fünfunddreißig gibt’s nen neuen Pass,
wir sehen ihn als Länderspieler strahlen,
und finden ihn noch heut auf seinem Eiland.

______________

Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler*innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie bleiben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert gelegentlich), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

29 Gedanken zu „sechs/zwanzigzwanzig

  1. Endlich Fußball! Und endlich die Lösung ohne Google-Hilfe:
    Rainer Rauffmann.
    Hach, ich mochte diese Typen: ansgarbrinkmannesk (nicht nur optisch), mit dem Talent für eine passable Bundesligakarriere, laissez-faire, rebellisch und Provinzkneipenkult.
    In den heutigen NLZs leider nach 14 Tagen wieder zu Hause…

  2. Ich muss doch sehr bitten: Es gibt nur einen Fußballgott!
    Gesucht ist hier aber offenkundig nicht Alex Meier, sonder Rainer Rauffmann…

  3. Werter Herr Kamke,
    endlich mal könnte ich gleich beim ersten Lesen das Rätsel lösen. Es handelt sich hierbei um Rainer Rauffmann.

  4. Nachdem ich mir wegen der verpassten Lösung eigentlich die Haare raufen sollte,
    es aber nicht tat, da man manchmal schlicht auf der falschen Straßenseite unterwegs sein kann,
    fiel ist mir heute quasi fast aus den Haaren.
    Einzig beim Namen musste ich kurz nochmal nachdenken.
    Doch es handelt sich um den ehemaligen deutschen Fußballer Rainer Rauffmann, der Ende der 90er nach Zypern wechselte und dort nicht nur unzählige Male das Tor, sondern auch sein neues Lebensglück fand. Auf allen Ebenen eine schöne Geschichte. Fast filmreif. Aber eben nur fast.
    Auch heute gilt:
    Danke Kamke, verbunden mit dem Wunsch, dass Du und die deinen einen schönen Nikolaustag und 2ten Advent haben mögen.

  5. Ein Fußballer auf einer europäischen Insel. Tja, da brauchts dann doch Google für mich. In einer Hitliste “Diese deutschen Fußballer wurden im Ausland zur Legende” ist unser Mann auf Platz 25.
    Reiner, oder besser Markos Rauffmann ging nach Zypern, heiratete dort und wurde Zypriot? (Zyprer?). Seine Leistungen in Nikosia machten ihn schlussendlich zum Nationalspieler Zyperns.

  6. Als Heiland auf dem Eiland (der Götter), da kommt mir doch sofort der Rainer Rauffmann in den Sinn. Nun hoffe ich, dass es keine weiteren, mir unbekannten älteren Herren auf Island, Malta oder Reunion zu europäischem Sportler-Ruhm gebracht haben…

  7. Mensch, gestern direkt mal vergessen dem neuen Gehirnsport nachzugehen. Aber ich wäre auch nicht drauf gekommen denk ich.
    Heute brauchte ich nur einmal lesen und wusste sofort um wen es ging. Nur der genaue Name war mir nicht mir präsent. Rauffer? Nein, das war doch der Skifahrer. Reiff? Der kommentiert nur. Also musste für den richtigen Namen doch die Suchmaschine des Vertrauen dran und dort fand ich den korrekten Namen: Rainer (Marcos) Rauffmann

  8. Okay. Da gehe ich nicht tief in die Suche. Eine Zweitligalegende, die auf einer Insel sein spätes Glück fand und Nationalapieler wurde…
    Da fällt mir spontan Rainer Rauffmann auf Zypern ein.

  9. Das ist nicht meine Kategorie, dieses Verbandsgewechsle, verlangt es doch für googlefreies Rätseln ausgeprägte Partikularinteressen. Um im heutigen Bild zu bleiben: Inselbegabungen. Es ist schnell klar, dass es um einen Fußballer gehen muss – dem zum Ende seiner Karriere eine Insel den Aufstieg zum Superstar ermöglicht hat. Die Suche ist dann auch ebenso schnell erledigt: Rainer, auf Zypern Markos, Rauffmann ist ebendort verehrtes Fußballidol, Rekordtorschütze und sogar Nationalspieler geworden, nachdem die Karriere in Deutschland eher überschaubar war. Der Name sagt mir tatsächlich was, die Story dahinter komischerweise weniger. In einer ganz anderen Rätselwelt wäre im einträchtigen Sinn der Name Matthias Heiland noch interessant geworden, der derzeit im Dress von Eintracht Braunschweig spielt, aber so bleiben wir bei über 300 Sonnentagen jährlich lieber im östlichen Mittelmeer. γεια σου!

  10. Zweite Liga, älteres Semester, Knipser, Insel – könnte, heute mal ganz ohne Google zu bemühen, Schnörresträger Rainer Rauffmann auf Zypern sein?!

  11. Klingt für mich stark nach der Geschichte von Rainer Rauffmann, was mir nach kurzem Googlen auch Gewissheit bereitet.

    Seine Länderspielkarriere habe ich auf Zypern zwar nicht mehr verfolgt, aber seine Zahlen auf der Insel waren beeindruckend…

  12. Es geht also in diesem Rhythmus weiter. Heute ist der Ex-Armine Rainer Markos Rauffmann (ja, zur Namensvalidierung war wieder Google notwendig).
    Wer bei der Beschreibung nicht sofort den zypriotischen Nationalhelden vor Augen hat, hat den Fußball nie geliebt. Oder so.

  13. Kamke, ich hab einen Lauf. Das ist ja beinahe unheimlich, wie einfach das hier ist. Wahrscheinlich pralle ich morgen mit voller Wucht durch den Boden der Tatsachen direkt in den Keller der Schande.
    Heute ist jedenfalls Rainer bzw. Markos Rauffmann gesucht. Das war zwar ein wenig vor meiner (fußballafinen) Zeit aber die Hinweise waren dann doch mehr als ausreichend.

  14. Rainer bzw. nach Namenswechsel Markos Rauffmann. Wusste gar nicht, dass er noch Nationalspieler geworden ist und nach seiner Karriere mit neuer einheimischer Familie in Zypern blieb. Eine moderne Cindarellageschichte im Fußball. Auch wenn es einfach war, ist es in diesen Zeiten schon sehr erbaulich, auch mal solche fast österlichen (aka fußballerische und vermutlich persönliche Wiederauferstehung/Sichneuerfindung) Geschichten in der Corona-Vorweihnachtszeit nachzulesen.

  15. Ich steh im Wald. Komplette Ahnungslosigkeit umgibt mich.
    Nicht einmal der Nikolaus brachte einen Lösungsansatz, nur Dominosteine. Außerdem ritt er unsere Straße lang. Ist das eigentlich nicht eher St. Martin? Noch eine Frage auf die ich die Antwort nicht weiß.

    Nicht mal die Sportart ist mir klar. Fußball liegt nah. Zenit meint den Höhepunkt oder den Klub in St. Petersburg?
    Zweitligalegende Willi Landgraf, oder jemand anderer?
    Anderer, so viel ist klar.

    Ich gebe auf.

  16. Auf Zypern fand er seinen Frieden,
    schoss die Tore, fast 26×7.
    Rainer Rauffmann heißt der Mann
    bei dem ich’s endlich lösen kann.

  17. Bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube,
    heute könnte es schon wieder um Eishockey gehen.
    (Wäre untypisch, andererseits war schon viel Wintersport vertreten.)

    Es geht um die Rolle des sogenannten “Enforcers”,
    oder wie man auf Deutsch auch sagt, “Rainer Rauffmann”.
    Berühmte Enforcer in Popular Culture:
    die https://en.wikipedia.org/wiki/Hanson_Brothers
    MMMBop!

  18. Nachdem ich die letzten Tage entweder nichts gewusst oder schlecht gegoogelt habe, hätte ich den Kalender heute beinahe vergessen. Um 18 Uhr noch dran gedacht, und sofort eine Ahnung gehabt: Da gab’s doch den einen deutschen Fußballer, der nach Zypern ausgewandert ist und dort Torschützenkönig und Nationalsoieler wurde. Wie hieß der noch? Brinkmann? Pustekuchen, ganz so legendär war jener nicht, auch wenn ich dem so einen Move auch zugetraut hätte. Also Rainer Rauffmann, oder Markos Rauffmann, wie er sich mittlerweile nennt und Google verraten hat.

  19. Fußball, Eiland: Zypern, war mal bei der Frankfurter Eintracht…
    So sagte meine Erinnerung schnell…

    Aber wie hieß er nochmal?

    Halben Tag überlegt, dann doch google gefragt… Rainer Rauffmann!
    Mist, Gedächtnis für sowas war mal besser.

  20. Liebe Mitratende, Ihr seid ja schon ziemlich fußballfixiert, oder? Nur weil da Zweitligalegende und Länderspiele steht, muss es sich um Fußball handeln, wenn ich so manchen Kommentar recht gedeutet habe? Was ist denn mit Handball, Hockey, was weiß ich, na? Okay, Eishockey kam, bei @martin, aber es gibt gewisse Anzeichen, dass er das nicht ganz ernst gemeint haben könnte.

    Ok, Ihr habt trotzdem recht: Wir sprechen von Fußball. Der Großteil derer, die sich am Sonntag die Zeit genommen haben (erneut mindestens um die 25 Leute, herzlichen Dank!), fand den gesuchten Namen ziemlich schnell bzw. wusste ihn auf Anhieb. Also, nicht lang drumrumreden: Es geht um Luka Kostić.

    Wär schön, ne? Niemand drauf gekommen außer @haake, die das völlig selbstverständlich und ohne weitere Erklärung hingeschmissen hat. Wie, sagen wir, Gerd Müller nach einem verwandelten Strafstoß. Alles wie immer, noch Fragen?

    Aber nein, leider war es trotz hübscher Vita nicht Luka Kostić, sondern Rainer (Markos) Rauffmann.

    Zweitligalegende, in Liga 1 war’s so mittel, sein Verhältnis zu Ernst Middendorp ist hinreichend dokumentiert. Er war wohl nicht immer hundertprozentig professionell, deshalb beim morgendlichen Training mitunter unausgeschlafen, dieses Google kennt ein paar Anekdoten. Dass die Karriere nach seiner Zeit in Bielefeld stagnierte, ist sicherlich nicht ehrabschneidend; er sagte, so ich mich recht entsinne, hernach selbst, zu jener Zeit ans Ende der Laufbahn gedacht zu haben.

    Dann kam dieses Angebot aus Zypern, das er nach eigenen Angaben nicht ernst nahm, aber gern nutzen wollte, um ein bisschen Sonne zu tanken. Tja, kam dann doch anders. Er ging hin, blieb, spielte Fußball und fand die offenbar richtige Frau.

    Er traf wie blöd, Europas bester Torschütze 1998, aber der Koeffizient! Also ging der Goldene Schuh an Nikolaos Machlas von Vitesse. Die Verehrung für Rauffmann war messianisch, “in sieben Spielzeiten für Omonia Nikosia bestritt er 152 Ligaspiele und erzielte dabei 181 Tore.” Omonia heißt übrigens Eintracht, die letzte Zeile des ersten Terzetts will also keineswegs die Einzigartigkeit von Alex Meier in Zweifel ziehen, @SD.

    2002 erhielt er die zyprische Staatsbürgerschaft, wurde tatsächlich Nationalspieler, traf dort auch. Und Rauffmann lebt noch immer auf der Insel, wird dort offenbar über Vereinsgrenzen hinweg mit großem Respekt betrachtet.

    @xxlhonk: Vielen Dank, mein Nikolaustag war in der Tat ein schöner. Viel Familie, frische Luft, ein bisschen Arbeit, ne Menge Schokolade, am Abend Raclette.

    @Moe: Na also!

    @Stadtneurotiker: Ich musste dann doch lachen über die Meppenzeile. : )

    @Lurchmolch: Mir scheint, Matthias Heiland gilt durchaus als ausgeprägtes Partikularinteresse …

    @Tobi_K80: Ich werde mich bemühen, Deinen Rhythmus nicht zu brechen.

    @Doktor_D: Danke, das ist auch gut für mein Selbstbewusstsein, wenn die anderen Kommentare sich in Superlativen zur Einfachheit überbieten. Wenigstens einer, den ich zu intensivem Nachdenken zwingen konnte.

    @Katischakalaka: Hey, schön, dass Du mal vorbeischaust. Auch noch gereimt!

    @martin: Sehr schön! Der Film lief nach meiner Erinnerung in den 80ern immer mal wieder am späten Samstagabend, ganz angeschaut habe ich ihn als Jugendlicher nie.

    Schönen Sonntagabend noch, vielen Dank fürs Mitmachen, wir lesen uns hoffentlich morgen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert