elf/zwanzigzwanzig

Sein Name klingt auf jeden Fall vertraut
für uns in unsrer deutschen Fußballblase.
doch weit gefehlt, ich sag es mit Emphase:
nicht deutsch, kein Kick! Und auch der Name: Laut.

Sein Sport, auf den man dortzulande schaut
mit großem Stolz, Erwartungsdruck, Ekstase,
läuft nicht auf Tartan, Sand, schon gar nicht Grase –
auf ihrem glatten Boden wächst kein Kraut.

Die Leistungsdichte ward ihm zum Problem:
Zu wenig Plätze für zu viele Leute –
ein Länderwechsel war da ganz bequem.

Im Nachbarland gab’s keine solche Meute,
olympisch war da auch Rang drei genehm.
Drei Stockerl in sechs Jahren – seine Beute!

______________

Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler*innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie bleiben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert gelegentlich), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

26 Gedanken zu „elf/zwanzigzwanzig

  1. Werter Herr Kamke,

    ich habe schon die ganze Zeit auf ihn gewartet. Bart Veldkamp konnte sich im niederländischen Team der Eisschnellläufer nicht wirklich durchsetzen und startete dann für Belgien.
    Ich wünsche Ihnen einen spektakulär guten Tag!

  2. Ich tippe auf Bart (nicht Kalli) Feldkamp, Eisschnellläufer zuerst für die Niederlande und anschließend für Belgien.

  3. Da wollte uns der Heinzi mal wieder aufs Glatteis führen. Soll mir recht sein.

    Bart „Karl-Heinz“ Veldkamp hatte das Pech, nur dabei statt mittendrin zu sein – in den Niederlanden gab es einfach zu viele richtig gute Eisschnellläufer.

    In Belgien gab es diese große Leistungsdichte nicht. Zack, rübergemacht. Keine politischen, nur sportliche Gründe. Ey, Caramba, wie sein gezeichneter Vornamensvetter sagen würde.

  4. Schnell klar: es geht um Eisschnellauf und einen Niederländer. Der – so meine Erinnerung – nach Belgien gewechselt ist.
    Bart Veldkamp, nicht zu verwechseln mit Kalli Feldkamp!

  5. Das klingt sehr nach einem österreichischen („Stockerl“) Skirennläufer, der für Deutschland bei den Winterspielen 92/94 und 88 oder 98 Medaillen geholt hat. Dazu fällt mir aber niemand ein – und Luxemburg ist (von den Medaillen man abgesehen) kein Nachbarland.

    Leider heute keine Zeit, mir den ganzen Tag das Hirn zu zermartern, darum dann doch mal nach den Medaillengewinnern gefahndet. „Glatt“ klingt ja dann doch mehr nach Eis…

    Dort bin ich dann über Bart Veldkamp gestolpert: Da klingelte nicht nur Kalli F, sondern auch der Wechsel nach Belgien im Hinterkopf. Bei genauerem Lesen dann auch festgestellt, dass nur Bronze nach dem Wechsel gewonnen wurde – die beiden vorherigen Medaillen (inklusive Gold) noch für die Niederlande. Das passt zu gut, ich logge ein – schon um mich nicht den ganzen Tag immer wieder darüber nachdenken zu müssen…

    Für den abendlichen Leser sind ohnehin die falschen Lösungen und Missverständnisse abwechslungsreicher als immer wieder die richtigen Antworten… Darum hier mal die falschen Fährten, die mich zweifeln lassen:
    – Der Name: Laut? Hmm… Oder nur ein Hinweis, dass er in der Lautsprache gleich klingt, aber anders geschrieben wird?
    – Natürlich das Stockerl…
    – Und: auf „ihrem“ Biden wächst kein Grase? Schöner Hinweis auf das Feld – aber „ihr“ und Eis? Oder stand da mal die Sportart statt Sport? Oder stehe ich nur (was am wahrscheinlichsten ist) auf dem Schlauch?
    Ich lasse mich gerne aufklären und danke mal wieder für den Frühsport.

  6. Wenn man Dresdner ist und 1986 das Grotenburg-Trauma mitten in der Pubertät erfahren hat (Gott strafe Wolfgang Funkel!), dann löst man solche Rätsel nicht.
    Nein, nein, niemals – beim Bart des Duweißtschon!

  7. Die Hinweise waren heute für mich gut zu erkennen.
    Der Name, der im deutschen Fußball geläufig ist.
    Die glatte Fläche war dann Hinweis auf die Sportart.
    Und die Ekstase dann der Hinweis auf das Land. Genau wie der hohe Leistungsdruck.
    Und ich habe das Glück der älteren Generation, so das mir der Name geläufig ist.
    Es handelt sich um den ehemaligen niederländischen Eisschnellläufer Bart Veltkamp, der nach seinem Wechsel nach Belgien noch einmal bei den Spielen 98 in Nagano über die 5.000m Bronze holen konnte.
    Danke Kamke

  8. Moinsen! Beim ersten Kaffee noch unter der Bettdecke kam ich zu folgender Lösung:
    Der Boden könnte Eis sein -> Leistungsdichte= Niederlande -> Liste aller Eisschnellläufer -> (Kalli) Veldkamp hat was von Fußball -> okay, er ging nach Belgien, mit der Quali nun keine Probleme mehr -> Drei Olympia Stockerl 1992-1998 –> das müsste Bart Veldkamp sein!

  9. Auf glattem Boden wächst kein Kraut…
    Auf Eis auch nicht. Und schon bin ich in Holland, Verzeihung den Niederlanden. Dort gibt es viele und gute Eisschnellläufer.
    Einer davon ging nach Belgien. Bart Veldkamp. Der Nachname klingt halt wie Feldkamp, Karl-Heinz.

  10. 11.12., 07:45 Uhr: „Kamkes Rache ist brutal.“

    Das wirklich Schöne an diesem Kalender ist ja, dass ich sehr viel über meinen Opi nachdenke, der noch mehr alles geguckt hat als der Thies und anscheinend bleibt in einem gewissen Alter einiges davon im Vorbeigehen hängen. Gefühlt lief IMMER Skispringen, Biathlon, Leichtathletik, die Olympischen Spiele, Fußball, you name it.

    Zeitlich passt auch heute der Gesuchte perfekt in diese Zeit. Es ist Bart F… äh Veldkamp, der erst für die Niederlande und dann für ein paar Pommes mehr für Belgien schnell eislief.

    Danke, Kamke, für diese schönen Zeitreisen und danke, Opi, für lieb gemeintes „hier wird jetzt nicht gequasselt, ich gucke [Sport]“.

    <3

  11. Meine heutige Lösung lautet Bart Veldkamp.

    Glatter Boden, Leistungsdichte – kann eigentlich nur Niederlande und Eisschnellauf sein.

    Die Drittplatzierten bei Olympia durchgeschaut (von aktuell in die Vergangenheit) und 1998 auf einen Belgier gestoßen.

    Nachbarland. Jo, passt. Manchmal ist es ganz einfach. =)

  12. Es scheint sich um Bart Veldkamp zu handeln. Ich muss gestehen, dass ich diesen Namen noch nie gehört habe. Aber das Internet, ne, das ist echt eine tolle Erfindung.

  13. Nach der blamablen Leistung gestern heute der Versuch der Rehabilitation.

    Nach den Hinweisen weiß man schon, dass es sich um einen Sportler handelt der vermutlich entweder auf Asphalt oder Eis unterwegs ist, in einer Sportart mit starkem Länderschwerpunkt, oder so.

    Im Kopf hatte ich da niemanden, daher musste ich suchen. Mein Bauch meinte, ich solle erst beim Eisschnelllauf suchen und siehe da BART VELDKAMP (und nicht Kalli) springt mir entgegen. Nachdem die niederländische Konkurrenz zu groß wurde, wechselte er nach Belgien und hatte auch dort eine nicht ganz unerfolgreiche Zeit.

  14. Der zweite Vers klingt irgendwie sehr nach Eisschnelllauf und da muss ich an die Niederlande denken…

    So, mal durchgeschaut… hmmm…
    Bart Veldkamp (vermutlich nicht verwandt mit Kalli Feldkamp) hat nach Wechsel nach Belgien Olympiabronze und 3 Medaillen bei WMs geholt…

    Aber 1+3 macht ja 4 ? Oder zählen die beiden Zeilen einzeln?
    Ich bleibe skeptisch, die Fußballreferenz passt ja irgendwie auch nur bedingt…

  15. Uih… den hatte ich schnell!
    Wann ist in 6 Jahren 3 mal das Stockerl möglich? Wenn die Olympischen Winterspiele den Rhythmus wechseln und somit 3x in 6 Jahren stattfinden. 1992/1994 und 1998….
    Ein holländischer Eisschnellläufer hat die Nationalität gewechselt und fuhr 1998 für Belgien. Der Name ist nicht Feldkamp (daher die Anspielung auf Fußball und Kraut) sonder Veldkamp.

    Gesucht ist Bart Veldkamp!

    Juhu!

  16. Erste Strophe: Ok ein deutscher Fußballer heißt auch so, oder so ähnlich. Aber wieso Laut? Lauterbach? @rosalaut?

    Zweite Strophe: Man läuft nicht auf den üblichen Belägen, es gibt Extase, ist es vielleicht Eisschnelllauf in den Niederlanden? Denn auf Eis wächst nix.

    Dritte Strophe: Leistungsdichte? Ja die gibt es in den Niederlanden im Eisschnelllauf zu Genüge.

    Vierte Strophe: Nachbarland? Bleiben nur Belgien oder Deutschland. Niederländische Eisschnellläufer in Deutschland sind mir nicht bekannt, also Belgien. Ja da sind mal welche gewechselt, aber wer?
    Drei Olympia Podien in 6 Jahren? Na dann muss ja Albertville/Lillehammer dabei sein. Mal schauen wer da für Belgien angetreten und dritter geworden ist. Hmm Niemand, in Calgary auch nicht, einen Fußballernamen sehe ich auch nicht. Aber da, in Nagano, jemand aus Belgien: Bart Veldkamp! Klar Kalli Feldkamp… Aber wieso laut?

  17. Laufen auf glattem Boden: Eisschnelllauf liegt nahe. Das Land mit großer Leistungsdichte kann dann fast nur die Niederlande sein. Aber wer? Und wohin ist er gewechselt? Der Nachbarländer gibt es da ja nicht viele. Nach Deutschland fällt mir keiner ein. Aber Belgien? Gab es da nicht mal einen? Aber wie so oft: Namen sind Schall und Rauch. Die Fußballanalogie hilft auch nicht weiter, Google muss ran: Kalli, äh, nein, Bart Veldkamp. Stimmt, den gab es mal.

  18. Leider fehlt mir heute die Zeit, um mich ausführlich mit dem Rätsel zu beschäftigen. Auf Anhieb nicht mal den Hauch einer Idee.

  19. Laufbahn! (implizit, Z.8)

    Ohne Hilfe bis zum belgischen Eisschnellläufer.
    Und Sven Kramer heißt immerhin so wie ein deutscher Fußballweltmeister.
    Aber Fußballer gibt es so viele, dass Wiki mir mit dem Namen helfen musste.

  20. Ich bin wegen des glatten Bodens (und der Stockerln) beim Eisschnelllauf und einem Niederländer, der in eine Nation gewechselt ist, die in Sachen Startplätze weniger umkämpft ist.
    Die drei Stockerl in 6 Jahren deuten auf die Winterspielspanne 1988-1994 oder 1992-1998 hin.
    Für den Rest muss wieder einmal Wikipedia helfen: Es ist Bart Veldkamp, der erst für die Niederlande, dann für Belgien an den Start ging. Schönes Rätsel!

  21. Man sollte nicht kurz vor Toreschluss in den Text eingreifen, es geht einfach selten gut. So fragt @SD zu Recht, woher das “ihrem” in der achten Zeile rührt, und woher soll ich das denn wissen? Na gut, ich weiß es, und man kann es schon auf die Bewohner*innen (oder auch nur die entsprechenden Sportler*innen) in jenem Land beziehen. Trotzdem. Irgendwie.

    Der Name des Sportlers ist offenbar aus einem deutschen Fußballkontext bekannt, bzw. genauer: er klingt so. Tatsächlich aber sprechen wir nicht von Deutschland, nicht von Fußball, und die Namensgleichheit ist – ja, da bedarf es wohlwollender Fantasie bei den Lesenden – nur eine Laut-bezogene, will sagen: homophon.

    Die Sportart ist in seinem Land offenbar wichtig (Stolz, Erwartungsdruck, Ekstase), sie findet auf glattem, eher nicht so fruchtbarem Boden statt.

    Diese dort wichtige Sportart wird von sehr vielen Leuten betrieben, die Dichte ist hoch, die Qualifikationshürden auch, da kann man schon mal woanders hingehen.

    Nebenan ist das Gedränge also nicht so groß, da hat man sich auch über seinen dritten Platz bei Olympia gefreut, während in der Heimat im Grunde nur Gold zählt. Die Stockerl sind wie schon bei (weiß nicht mehr wem) kein Hinweis, sorry, @SD, sondern, ähem, Standardsprache (hat einfach einen besseren sprachlichen Flow als Podest), wohl aber die sechs Jahre, die entweder auf Sommer + Winter (wofür es keinen Anhaltspunkt gibt) oder auf die (Athen 2006 außen vor lassend) einzig passend olympische Zeitspanne von 1992-1998 hindeuten, wie @Andreas Kastner beschreibt.

    Also Winterspiele, und da der Sport “läuft”, bleiben wohl Langlauf uns Eis(schnell)lauf. Womit wir bei Bart Veldkamp wären, den @sport_thies schon lange im Zwischenspeicher hatte. Auch aus meiner Sicht ein Kandidat, den ich weit vorne auf der Liste gehabt hätte, aber vielleicht war er doch nicht ganz sooo bekannt.

    Verlkamp also homophon zu (Karl-Heinz) Feldkamp, dessen Namen Herr @arnesen aus nachvollziehbaren Gründen nicht nennen mag (Wie er wohl die aktuellen Geschehnisse beim KFC betrachtet?). Er holte 92 Gold, 94 dann nur noch Bronze für die Niederlande, wechselte anschließend nach Belgien, für das er 1998 die erste olympische Eisschnelllaufmedaille errang.

    @sport_thies: “… nicht wirklich durchsetzen” ist für einen Olympiasieger eine interessante Formulierung, die für einen niederländischen Schaatser nicht einmal verkehrt ist.

    @Sascha: Der berühmte Namensvetter ist Bart Simpson, oder? Da hatte ich schon überlegt, ihn irgendwie einzubauen. Oder auch, wesentlich platter, das Thema “Kraut” irgendwie noch niederlandespezifisch anzuhauchen, aber, aber, so viele Möglichkeiten, so wenig Zeit und Zeilen.

    @SD: Schön, dass Du zwar keine Zeit hattest, Dir das Hirn zu zermartern, wohl aber für ein paar Denkanstöße an uns. Und dann auch noch den President-elect untergebracht.

    @schnatsch: Cooler Typ, Dein Opi. Hat Dich aufs Leben vorbereitet. Und schön, dass ich Dich dazu bringe, noch mehr als sonst an ihn zu denken. Aber welche Rache? Kommt in meinem Wortschatz gar nicht vor!

    @Felix: Ja, das Ding ist schon nicht schlecht. Hilft auch @Lauti, obwohl doch die Jahreszahl anhand der sechs Jahre leicht einzugrenzen gewesen wäre …

    @Tobi_K80: Rehabilitation ganz ok, würde ich sagen. : )

    @socralynnek: Heute zählen nur olympische Medaillen. Wenn man bei den niederländischen Eisschnellläufer*innen auch noch WM-Medaillen zählen müsste , puh …

    @Mahqz: Haha, @rosalaut, genau! Und ja, der Laut. Diskutabel. Aber so hinterher, von Feldkamp zu Veldkamp? Da hättest Du mir doch den Gefallen tun und so etwas sagen können wie: “Ach so, Laut, klar, jetzt!” (Na gut, vielleicht auch nicht.)

    @Flopumuc: Vicky Leandros gefällt das.

    @martin: Und Sven Kramer hatten wir hier bestimmt schon mal! “Verkackt”.

  22. Ich war überrascht und auch ein wenig überrascht, dass wieder Ski alpin dran ist, kam aber nicht auf den passenden Lift.
    Eisschnelllauf? Das Eis ist mir zu glatt. Ich stand einmal aus Schlittschuhen. Ich lag schnell auf dem gefrorenen Boden der kalten Tatsachen.

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