zwölf/zwanzigzwanzig

Zuerst hat sie zwei Ringe abgehakt,
ging weg und setzte nahtlos fort – alsdann:
Fürs zweite Land warn sogar viere dran –
beim letzten Mal galt sie schon als betagt.

Der Länderwechsel, falls sich jemand fragt,
lag letzten Endes wohl an einem Mann.
Mit ihrem Trainer bandelte sie an
auf palindromischer Medaillenjagd.

Karriere und Familie? Ja, das ging:
K1, K2, ne kleine Kinderschar,
und dann war auch noch Politik ihr Ding.

Sie machte ’nen Regierungsposten klar,
doch blieb die Dauer relativ gering.
Wobei ihr Name stets derselbe war.

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Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler*innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie bleiben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert gelegentlich), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

16 Gedanken zu „zwölf/zwanzigzwanzig

  1. Hm, klingt sehr nach Josefa Idem – nur mit den zwei Ringen vor dem Wechsel nach Italien komme ich nicht ganz klar: Zweier-Kajak?

  2. Vor ein paar Tagen hatte ich schon einmal kurz an Josepha Idem gedacht. Damals passte es nicht. Heute schon. (Hoffentlich).

  3. Gelesen. Geschlossen und auf einen neuen Text gehofft. Da der nicht kam, nochmals gelesen (mehrfach). Und festgestellt, dass ich heute relativ ratlos bin. Keine wirkliche Idee. Weder für Sportart und schon gar nicht für einen Namen.
    Aber ich weiß immerhin das Geschlecht. Es handelt sich um eine Frau. Gibt das wenigstens einen 1/4 Punkt?
    Ich denke nicht, dass ich das heute lösen kann. Werde mich jetzt erstmal in die Weihnachtsbäckerei mit K1 begeben und dann, vielleicht später, noch mal reinschauen. Aber es sieht heute nicht gut aus für mich und meine Quote. Aber so ist es im Leben. Mal verliert man, mal gewinnen die Anderen.
    Dennoch: Danke Kamke.

  4. Nach langer Recherche bin ich auf Josefa Idem gestoßen. Ehemalige Kajak/kajaK Fahrerin, die zuerst für Deutschland und später für Italien angetreten ist. Für 3 Monate war sie Sportministerin in Italien. Die zwei und vier Ringe erschließen sich mir leider nicht.

  5. Werter Herr Kamke,

    seit 8 Uhr habe ich sowohl im Handy als auch auf dem Notebook auf das Gedicht gestarrt. Und ich gehe davon aus, dass mich K1 und K2 auf die richtige Fährte brachte. Es müsste sich um Josefa Idem handeln, die erfolgreiche Kanutin war. Das mit dem Palindrom habe ich nur noch nicht verstanden.

  6. Das Palindrom ließ mich auf den Bobsport tippen.
    Von da war es nur ein kurzer Weg zu Kalliw Humphries die einst von Kanada in die USA wechselte. Google bestätigte mir dann auch den Kerl im Hintergrund und so wurd die Geschichte rund.

  7. 12.12., 08:50 Uhr: „Uff, Kamke. Ringe. Schießen?“

    12.12., 14:50 Uhr: „Ich hab die ganze Zeit Italien im Kopf.“

    12.12., 15:07 Uhr: „KAMKE!“

    Bis auf das Palindrom haben wir es, und da der Name stets derselbe (das war hübsch) ist, muss es Josefa Idem sein, erst deutsche, dann italienische Kanutin und Sportministerin.

  8. Auf Kajak kam ich schnell, dank Palindrom und K1 und K2.
    Nur brachte die erste Google Recherche eine gewisse Inna Osipenko-Radomska ans Licht. Erst für die Ukraine und dann für Aserbaidschan und auch den Trainer geheiratet. Aber ihr Lebenslauf passte nicht zu Rest der Tipps. Der nächste Versuch brachte mich dann womöglich zur Lösung Josefa Idem, erfolgreich für Deutschland 1984, dann nochmal „betagt“ mit Silber dekoriert 2008, im Gegensatz zu meiner ersten Recherche auch kein Namenswechsel oder -zusatz und sogar Politikerin.
    Und dann hab ich auch gelernt, dass meine Erstgenannte ihr das Gold 2008 weggeschnappt hatte.

  9. Damit ich wenigstens etwas stehen habe sage ich Josefa Idem.
    Kann aber nicht sein, da sie achtmal bei Olympia war und nicht nur sechsmal.
    Da bin ich aber gespannt auf die heutige Lösung…

  10. Die Geschichte kenne ich doch schon: gerade bei der Recherche zu einem anderen Kalendertürchen gelesen. Nicht nur von Deutschland nach Italien „gewechselt“ und auf beiden Seiten erfolgreich, sondern dann auch noch Ministerin in Rom geworden. Den Namen musste ich trotzdem nochmal nachgooglen, weder das Langzeit- noch das Kurzzeit-Namensgedächtnis funktionieren noch ausreichend: Josefa Idem, Kanutin und anschließend Politikerin.

  11. Ohne Hilfe: Gisèle Bündchen, die die Ringe ihres Mannes trägt, der beim letzten Gewinn schon betagt war. Ist sie inzwischen Amerikanerin? War Tom ihr Personal Trainer?

    Mit Hilfe ist es doch etwas anderes. Leider nicht alleine auf die palindromische Sportart gekommen. Auch weil das nur eine Option war, habe eher an palindromische Medaillenreihenfolge gedacht. Sind viele Hinweise drin, die ich erst mit Lösung richtig verstehen konnte. Bspw. Ringe abgehakt. Oder die letzte Zeile.

  12. Dank google doch noch rausgefunden, die Geschichte hätte eigentlich eine sein können, die ich wohl hätte kennen können…

    Josefa Idem war im Kanu für Deutschland und Italien bei Olympia, in Italien Ministerin, und der Nachname ist halt „derselbe“…

  13. Wenn ich das Geschehen bei Twitter recht interpretiert habe, kam das heute ganz gut an. Herausfordernd, aber machbar. Ich hatte mit etwas mehr “Auf sie habe ich gewartet!” gerechnet, wie bei @das_mietmaul, aber da kann man sich, wie verschiedentlich festgestellt, durchaus täuschen. Sehr interessant auch wieder, wie unterschiedlich die Lösungswege waren, mal mit Palindrom, mal ohne, mal eher über K1 und K2, etc … Und vielleicht hat auch einfach @martin recht, dass einige Hinweise drinsteckten, die man eher dann erkennt, wenn die Lösung eh schon bekannt ist.

    Sie hat im ersten Quartett zwei Ringe abgehakt, und vermutlich dachten die meisten in eine olympische Richtung, denn dort gibt es ja, genau, deren fünf. Und wenn wir dieses Jahr bisher darum um eine Diskussion über die Verwendung des Begriffes Olympiade herumgekommen sind, dann können wir doch ein anderes Minenfeld betreten: die fünf Ringe als Symbol für die Kontinente. Die Kontroverse läuft seit Jahrzehnten: Zwischenzeitlich ist vom Tisch, dass jede Farbe für einen spezifischen Kontinent stehe; gleichwohl scheint nach wie vor die Sichtweise vorherrschend, dass die Ringe die Kontinente repräsentieren.

    Ausgehend von dieser Lesart halte ich fest, dass die gesuchte Sportlerin für ihr erstes Land Olympische Spiele auf zwei Kontinenten bestritten hat, für ihr zweites Land auf deren vier. Was nicht bedeutet, dass sie sechsmal teilgenommen hat, @Knut Kleinsorge et al. Beim letzten, ihrem achten Start war sie schon etwa älter. Gerade noch 47. Ach ja, und da stand noch nahtlos. Anders als andere Sportspersonen wurde sie nicht gesperrt oder musste auf den neuen Pass warten, sodass sie tatsächlich achtmal am Stück bei Olympia antrat. Wow!

    Die Quellen sind sich nicht ganz einig, wie ihr Beziehungsstatus zum Zeitpunkt ihres Umzugs in das neue Land war. Auf jeden Fall ist sie zunächst noch für das erste gestartet. Der Nationenwechsel hatte dann aber definitiv mit ihrem Mann zu tun, bzw. wurde durch die Hochzeit erst ermöglicht/beschleunigt. Er war ihr Individualtrainer, obwohl er selbst eine ganz andere Sportart (Volleyball) ausgeübt hatte. Ah, und dann die palindromische Medaillenjagd. Was ein Palindrom ist, wissen alle; diejenigen, denen es entfallen war, haben es gewiss gegoogelt. Schöner Gedanke auch der von @martin mit der Medaillenreihenfolge. Oder die BoB-Verbindung von @SvenGZ.

    Karriere und Familie, ok. K1 und K2, klar, Twitternutzende erkennen darin sofort Kindernamen. Oder aber, ganz ohne Twitter, Sportartenbezeichnungen. Die Kinder kommen dann im Rest der Zeile. Wofür stehen dann also K1 und K2? Genau, für Wettbewerbe im Kanusport. Einer-Kajak und Zweier-Kajak, in beiden holte sie olympische Medaillen, und wenn man sich so ein Kajak mal ganz genau ansieht, ist es tatsächlich ein Palindrom.

    Und dann war auch noch Politik ihr Ding. Sie war schon während der sportlichen Karriere politisch aktiv, kurz danach zog sie ins Parlament ein und wurde wenige Monate später zur Ministerin (u.a. für Sport) berufen. Bereits nach einigen Wochen kamen Diskussionen über fehlerhafte Steuererklärungen auf, die letztlich zu ihrem Rücktritt führten. Andreas Scheuer schüttelt missbilligend den Kopf über, genau, Josefa Idem. Ich dachte lange, sie habe Südtiroler Wurzeln, mindestens der Vorname klingt da nicht so falsch, der Nachname eigentlich auch nicht, irgendwie.

    Ach ja, der Name. Idem.
    Bzw. idem, eadem, idem, wie mein Lateinlehrer gesagt hätte.
    Der-, die-, dasselbe.

    Vielen herzlichen Dank an alle, die den Shoppingsamstag dem Vernehmen nach lieber im Browser verbracht haben, Ihr bereitet mir Freude! Jetzt aber ist Spieleabend im Hause Kamke angesagt, drum bin ich leider ohne weitere Würdigung Eurer Kommentare raus.

  14. Ohne Sportart, Land 1 und/oder Land 2 und zeitlichen Bezug wird’s schwer. Der Name ist mir bewusst nie untergekommen. Und das liegt nicht an den vielen Wahlen in Italien.
    An solchen Aufgabenstellungen erkennt man die wahren Kenner*innen. Erkenne ich neidlos an.

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