siebzehn/zwanzigzwanzig

Der Vaterlandsverband hat sie gequält,
goûtierte weder Avantgarde noch Groove.
Sie hat zum Selbstverwirklichungsbehuf
schon bald den Mutterlandsverband gewählt.

Sie war mit einem Mann (nicht nur) vermählt,
der einst ein sportlich’ Monument erschuf.
Dank Perfektion in ihrem jeden Move
wird es gefühlt zum Welterbe gezählt.

Die Dschungel-Episode war umstritten:
Zwar waren progressive Fans entzückt,
doch ist den Alten das Gesicht entglitten.

Die hielten das Ereignis für verrückt
und priesen pflichtbewusst die guten Sitten.
Sie war, wie auch ihr Bruder, kurz bedrückt.

______________

Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler*innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie bleiben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert gelegentlich), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

25 Gedanken zu „siebzehn/zwanzigzwanzig

  1. Um die korrekte Rechtschreibung zu gewährleisten, musste ich heute Google zu Rate ziehen, aber dass es heute um Isabelle Duchesnay geht, die mit ihrem Bruder Paul den Eistanz revolutionierte (die legendäre Dschungel-Kür, hach, das waren Momente vor dem Fernseher…), war recht schnell klar.
    Dass sie mit Christopher Dean zeitweilig verheiratet war, wusste ich nicht, aber dass dieser als Choreograph ein legendäres Erbe hinterlassen wird, ist glasklar. Der unfassbare Eistanz-Bolero mit seiner eigenen Partnerin Jayne Torvill ist damals mit der Bestnote 6,0 bewertet worden (unfassbar!) und somit das angesprochene „Welterbe“, aber auch die Goldkür von Savchenko/Massot stammt übrigens aus seiner Feder. Was für ein schönes Rätsel, Herr Kamke!! <3

  2. Das sind die Geschwister Duchesnay bzw. explizit Isabelle. Es war tatsächlich nicht klar, dass die beiden eigentlich Franco-Kanadier sind.

  3. Als Sportart war der Eiskunstlauf gleich die erste Idee. Das sportliche Weltkulturerbe: das kann nur die Goldkür von Jane Torvill und Christopher Dean zu Ravells Bolero bei Olympia 84 in Sarajevo gewesen sein, bei der selbst der pubertierende Felix begeistert vorm Fernseher saß.
    Dann wars einfach: Christopher Dean war ein paar Jahre mit Isabelle Duchesnay verheiratet, die, selbst geboren in Kanada, zusammen mit ihrem Bruder, geboren in Metz, zunächst für Kanada und dann nach einem Zerwürfnis mit dem dortigen Verband deutlich erfolgreicher für Frankreich als Eiskunstlaufpaar startete. Die 88/89er Kür, die Bronze bei der WM einbrachte, war als (bis dahin) völlig unkonventioneller Dschungeltanz konzipiert. Und auch das fand Felix – nicht mehr ganz so pubertär – sehr beeindruckend.

  4. Selbstverwirklichungsbehuf! Hmm. Reiten? Nix gefunden! Wer war denn im Dschungelcamp? Nix gefunden! Avantgarde und Groove? Eiskunstlauf!? BINGO!
    Isabelle Duchesnay! So, ran an die Arbeit….

  5. Mal schauen. Was haben wir.
    „Selbstverwirklichungsbehuf“. Irgendwas mit Pferden. Mir fällt Meredith Michaels-Beerbaum ein. Wechselte von den USA zu Deutschland, aber wegen Mann nicht Mutter.

    „sportlich’ Monument“. Monumente gibt es im Radsport. Puh. Das würde aber weit zurück gehen in der zeit.
    Andere Monumente? Heiden, Eric. Gewinner aller Strecken bei Olympia 1980 im Eisschnelllauf. Der hat eine Tochter, die macht nix mit Sport. Eine Schwester hat er auch. Beth lief auch schnell auf dem Eis und fuhr Rad. Der Rest passt auch eher nicht.
    Beths Tochter ist Langläuferin und Biathletin, auch hier ist eine Sackgasse.
    Aber eine schöne Geschichte war zu finden:
    „Joanne Reids erstes Biathlongewehr stammte von ihrem Großvater. Dieser kaufte sich, kurz bevor bei ihm die Alzheimer-Krankheit diagnostiziert wurde, eine alte Waffe von Anschütz. Nach der Diagnose vermachte er das Gewehr zuerst seiner Tochter Beth, die es wiederum an ihre Tochter Joanne weitergab, da diese die einzige Langläuferin mit Wettkampfambitionen in der Familie war. Dieses Gewehr nannte Joanne Reid „forget-me-not“ (englisch für Vergißmeinnicht)[1] und verwendete es in ihren ersten internationalen Rennen im IBU-Cup und im Weltcup 2015/16.“
    Joanne Reid so ihr Name ist auch nicht die Lösung.

    Mit Dschungel verbinde ich das Dschungelcamp und „The Rumble in the Jungle“.
    Hilft auch nicht.

    Monumente? Eistanz. Bolero. Torvill & Dean. Spox User von früher kenne meine Affinität zum Eistanz ( Kein Eintanz Blog ).
    Aber die beiden sind und bleiben Briten.

    Aber Christopher war mit Isabelle Duchesnay verheiratet. Die ist in Kanada geboren, ging nach Frankreich wegen des Verbandes, tanzte eine spektakuläre Dschungel Kür zusammen mit ihrem Bruder Paul. Selbst die reichte nicht zum gewinnen, aber das Publikum fand die Darbietung phantastisch.

    Lösung also Isabelle Duchesnay.

  6. Ich war erst bei der Dressur. Aus aktuellem Anlass und wegen der Großartigkeit bei Totilas und Edward Gal (deren Kür wäre das Monument), der der ehemalige Ehemann einer Dressurreiterin ist, die Nicole Werner heißt, die aber kaum jemand kennt, selbst google nicht – insofern war die Spur kolossal falsch.
    Also doch Eiskunstlauf und die andere Kür als Monument. Damit kann nur Torvill/Dean und der Bolero gemeint sein. Aber dessen ehemalige Gattin, die ja dann vermutlich auch mal Eislaufen war? Und einen Bruder hat? Könnte sein, dass ich die kenne, aber bestätigen muss das die Suchmaschine. Googelt man dann Herrn Dean, findet man raus, dass er mal mit der Kanadierin Isabelle Duchesnay verheiratet war. Die habe ich immer nur bei Frankreich einsortiert, weil sie mit ihrem Bruder Paul lange Jahre für dieses Land eines der führenden Eistanz-Paare gebildet hat. Es ist also Isabelle gesucht. Aber da fehlt mir doch einiges an Gossip für den richtigen Move …

  7. Ich stehe hier und frage mich ob das vor mir überhaupt Bäume sind. Mir sind die unterschiedlichsten Namen durch den Kopf geschwirrt, aber bei dem Versuch diese mit den Hinweisen übereinanderzulegen immer wieder auf Start zurückgeworfen worden.
    Ich war zuerst beim (Dressur-)Reiten (Meredith M.-B.), aber keiner der Lebensläufe (zu den Namen die mir einfielen) passte. Ähnliches beim Eiskunstlauf und zum Schluss bei der Leichtathletik. Ach ja, Martina Navratilova kam mir noch in den Sinn. War aber nie mit einem Mann verheiratet.
    Ich bin gespannt auf die Lösung…

  8. Dschungel war mein Stichwort, das für mich wenig Assoziationen mit RTL und viele mit Eiskunstlaufen weckt. Das Welterbe besiegelte natürlich die Sportart, auch wenn mir die Liaison mit Christopher Dean nicht (mehr) in Erinnerung war. Den Verbandswechsel allerdings musste ich googeln. Die Duchesnays waren und bleiben für mich immer die wahren Stars des Eistanzens. Und ich lernte: Isabelle hat morgen Geburtstag. Bon anniversaire!

  9. Isabel Duchesnay, trainiert von und kurzfristig vermählt von Christopher Dean, der mit dem Bolero-Eistanz das genannte Monmuent erschuf.

    Tatsächlich hatte ich bei Duchesnay nur einen Wiedererkennungsgedächtnis, ich musste über den Bolero gehen, der mir als einziges Monument einfiel.

    Wobei ich das „behuft“ erst wörtlich genommen hatte und bei Reiner Klimke und Ahlerich bzw. seiner Tochter Ingrid nach passendem gesucht hatte. Die waren aber fest verwurzelt im Münsterland.

    Bei Dschungel dachte ich zuerst, dass Frau Duchesnay in irgendein Dschungelcamp in Frankreich oder Kanada gegangen ist. Ojeh, soweit ist es schon gekommen. Habe mi dann den Dschungel-Eistanz nochmals angeschaut, mich auch daran erinnert, war aber weniger beeindruckt als damals.

    Dass die alten nur gestänkert haben über den Stil der Duchesnays stimmt aber nicht. Hier eine 23-jährige:

    >Einige Elemente habe ich schon bei Torvill/Dean gesehen. Und bei ihnen fand ich es besser“, stänkerte die 23 Jahre alte Moskauer Studentin.<

  10. Von allen Rätseln, die ich nicht ignoriert habe, war das das bisher Schwerste.

    Ok, Eiskunstlauf war Favorit: Frau, künstlerische Begriffe, Moves: Und das wurde auch durch das „pflichtbewusst“ unterstützt.

    Gegrämt hat mich aber das „Monument“, weil das in meiner Sportwahrnehmung so radbezogen ist. Die Gründer von denen können allerdings schwerlich groovige Frauen gehabt haben, hm…

    Auch beim Dressur- und Springreiten war ich schon. Könnten zwei der Viecher „Avantgarde“ und „Groove“ geheißen haben? Klar könnten sie, haben sie aber nicht.

    Der Dschungel, hm: Ali dürfte ausgerumbled sein, dann wohl Dschungelcamp… Minuten des Lebens in Bildergalerien verschwendet. Neinnein, die Navratilova hat zwar Staaten gewechselt, aber nicht zur Mutter hin und ganz sicher nicht auf dem Wege zur Heirat eines Mannes.

    Wieder bisschen Eislaufen, dort sogar schon bei Jane Torvill geschaut. „Heiß!“, sagt das Netz leider nicht.

    Arnesen, du darst auch Rhythmische Sportgymnastik und Bodenturnen nicht vergessen! Hmhmhm, schauhiermal, schaudamal, doch, darfst du.

    Naja, am Ende dann doch der Sieg der Suchmaschine:
    Eiskunstlauf AND Dschungel (Camp weg).

    Salut, Isabelle.

  11. 10:01 Uhr: „Irgendwas mit Dschungelcamp.“

    12:08 Uhr: „Behuf könnte Reiten sein. Mein kamkesches Pferdetrauma kickt.“
    -„Und das so kurz nach Totilas! Groove, Move, Avantgarde – heute ist es ein Musical!“
    „Gibt es Pferdemusicals mit Dschungelsetting?“
    -„Das werde ich nicht googeln.“
    „Appassionata – Thailand Edition.“

    Well.
    Nur zwei Stunden später verließen wir den Irrweg Pferd und Madame wurde sehr aufgeregt und fuchtelte (hat sie nicht gesagt, aber ich konnte das fuchteln lesen) „Jungle Inspired Dance!“ über den Ticker.

    Es ist die kanadisch-französische Eiskunstläuferin Isabelle Duchesnay, die mit ihrem Bruder Paul bei Olympia 1988 eine denkwürdige Dschungelkür hinlegte. Auftritt Opi: Er moserte, was für ein Humbug das sei. Ich war (damals wirklich) noch sehr jung, aber fand es, glaube ich, gut. Ich kann mich jedenfalls immer noch daran erinnern.

    Verheiratet war sie mal mit Christopher Dean, der mit Jayne Torvill vier Jahre zuvor den Eistanz der Eistänze performte. Den habe ich sicherlich auch live gesehen, weil Opi, aber daran kann ich mich nicht erinnern.

    Bolero pfeifend ab.

  12. Werter Herr Kamke,

    nachdem ich auch noch eine Kollegin mit reingerissen habe und immer noch den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe, gebe ich mal wieder auf. Entsetzliche Serie, die ich da gestartet habe.

  13. Lieber Heinz Kamke, was für ein super Rätsel. Aktuell noch zu anspruchsvoll für mich. Mein Hirn raucht schon seit mehr als einer Stunde. Mein Bauchgefühl sagt mir Dressurreiten. Ein anderes Vöglein zwitschert Eiskunstlauf. Ich komme einfach nicht drauf und das macht mich ganz verrückt. Mit besten Grüßen Ina

  14. Mein Mojo ist weg.
    Habe heute drei verschiedene Ansätze gehabt.
    Als erstes die Reiterin und Dressur-Weltrekordlerin Charlotte Dujardin. Deren Name ja auch was monumentales hatte. aber die Britin scheitert dann bereits an dem nicht vorhandenen Wechsel ihre Nationalität.
    Genau wie ihre Landsfrau und Eistanzlegende Jayne Torville (Stichwort Bolero aka Weltkulturerbe). Da gab es das Thema unterschiedliche Nationalität auch nicht. Leider. Aber was für ein Eistanz damals. Hach.
    Und zum Schluss hatte ich Katelyn Ohashi (Die ist Deutsch und Japanischer Abstammung startet aber für die USA. Diese junge Frau hat 2019 die perfekte Turnkür aufs Parkett gelegt. Zu Michael Jackson. Es hagelte 10,0 en mass.
    Aber da passt vieles nicht (Partner und und und)
    Wie gesagt, mein Mojo ist weg.
    Aber Danke Kamke. Das waren schöne (wenn auch falsche Erinnerungen und Infos).

    Dann als zweitws

  15. Zuerst war ich ja beim Reiten gelandet, des Behufs wegen. Nationenwechsel und umfängliche familiäre Bande sind dort ja nicht ungewöhnlich. Dressur womöglich, Groove und Move lassen grüßen. Und bevor ich jetzt Namen spoilere: alle passten jedenfalls nicht zum Text. Auch bei den Springreiterinnen Fehlanzeige.
    Monument, Perfektion, Welterbe ließen dann an Torvill/Dean denken. Beide nicht bi-national unterwegs. Aber Dean war mit Isabelle Duchesnay vermählt … und siehe da, diese wechselte schon früh aus Kanada nach Frankreich, die Dschungel-Episode war ein (Eis-) Tanz und kein Camp … und ihr Tanzpartner war ihr Bruder. Passt. Aber darauf wäre ich nicht alleine gekommen.

  16. Heute will mir nichts einfallen, ich geb’s auf…

    – Gequält: Turn-Opfer? Eiskunstlaufen?
    – Goutiert: Frankreich?
    – Avantgarde und Groove: Künstlerische Sportarten (s.o. oder Tanzen)? Groovy, Baby!
    – Selbstverwirklichung deutet ja auch in diese Richtung – aber BeHUF? Dressur?
    – Mutterland: Okay, Eltern aus unterscheidlichen Ländern, hilft mir aber auch nicht weiter…

    – Mehrere Ehemänner? Oder war der Mann auch Trainer, Choreograf oder Partner?
    – Das sportliche Monument/Welterbe ist vermutlich der Schlüssel zum Rätsel, aber ich komm nicht drauf. Herr Rittberger wird kaum gemeint sein…
    – Zumal es um ihre Moves geht (oder Schach)?

    – Welcome to the jungle, we got fun and games – und rumble, aber passt auch nicht. Und das Camp halte ich eher für eine Falle, denn das „Ereignis“ war vermutlich nur einmalig.

    Damit ist die perfekte Welle für mich beendet 🙁

    Bin mir aber irgendwie sicher, dass es jemand ist, den ich kenne – darum umso gespannter auf die Auflösung…

  17. Ich konnte es natürlich nicht lassen und hab jetzt doch mal Google angeworfen und spaßeshalber auf Regina Weber geklickt – und erfahren, dass sie die Mutter von Leroy Sané ist (okay, ich glaube, das hatten wir schon mal, aber besser wird’s heute eh nicht mehr…).

  18. Über den berühmten Bolero von Christopher Dean, mit dem sie verheiratet war, bei der Eintänzerin Isabelle Duchesnay gelandet. Ihre bekannteste Kür: Der Dschungeltanz, gemeinsam mit ihrem Bruder. Wieder ein sehr schönes Rätsel, an das ich mich im Laufe des Tages herantasten musste (wenn meine Lösung denn stimmt 😊).

  19. Das mit dem Dschungel, das war fies. Die zahlreichen Anspielungen auf Rhythmus und die Behufung ließen mich nach Ausschluss des Dressurreitens, dann doch an Eiskunstlauf respektive Eistanz denken. Da mein Gedächtnis nichts zutage förderte, musste das gute alte Google herhalten. Schlicht die richtige Kombination aus Suchbegriffen wollte sich nicht finden lassen. Nachdem ich gestern noch groß tönte, mich mit den Randthemen des Sports nicht auszukennen (also mit dem Schlagerrand – die Boulevardkenntnisse leugne ich auch mit Pandemiefrisur nicht!) – kenne ich jetzt alle Teilnehmer sämtlicher auch internationaler Dschungel-Shows. Zudem dachte ich kurz an Fotostrecken im Tarzan- bzw. Eva-Kostüm.. und naja.
    Gelandet bin ich dann aber bei Isabelle Duchesnay. Keine Ahnung wie, scheint aber ganz gut hinzukommen. In meinem Kopf trommelt den Rest des Abends jetzt wohl Emiliana Torrini. Gute Nacht.

  20. Ohne Hilfe: ich kenn da nur Torville/Dean. Hier auch schon vertreten.
    Mit Hilfe: Torville ist es aber nicht.
    Mit Hilfe, zahlreiche Stunden später: es ist aber doch Torville, Dean, seine Frau und sein Schwager.
    (Und erst mit der Lösung konnte ich die diesmal korrekte Grammatik bzgl. Pronomen, Strophe 2, entschlüsseln.)

  21. Irgendwas mit Eiskunstlauf? („behuf“)

    Pferdesport könnte ja auch noch zu „behuf“ passen…

    Ist Monument ein Synonym für Fabelkür, Fabelweltrekord, Sprung mit Bestnote oder hat das Wort noch einen tieferen Sinn?

    Dschungel? Doch nicht etwa diese Fernsehshow?

    Heute komme ich wohl nicht zur Lösung…

  22. Als recht früh heute Morgen die ersten entspannten Antworten kamen, dachte ich schon, ich hätte mich verschätzt, als ich das heutige Rätsel als eher herausfordernd betrachtet hatte. War es dann aber wohl schon, nach allem, was ich tagsüber so mitbekommen habe. Gar nicht so wenige fanden dennoch ihren Weg zum Ziel. Schön.

    Erstes Quartett, Vater und Mutter mit unterschiedlicher Nationalität, klar. Zwei Formulierungen wiesen insofern möglicherweise in die falsche Richtung, als weder eine Qual im engeren Sinne (trainer*innenseitig, ist ja nicht so abwegig) vorlag noch Pferde im Spiel waren (Behuf). Goûtiert ist falsch geschrieben, stimmt – vielleicht wird dadurch der Frankreichbezug deutlicher. Der erste Verband konnte mit Avantgarde, vielleicht Extravaganz, und Groove, vielleicht auch hier Extravaganz, nichts anfangen. Sie mag indes extravagant und das auch auszuleben gewillt gewesen sein. Huiuiui, seltsamer Satz. Sie konnte da halt nicht, wie sie wollte, und entschied sich, ins Land ihrer Mama zu wechseln.

    Jetzt kommt ein kleiner Sprung zu ihrem (relativ kurzzeitigen) Ehemann, der eben nicht nur das war. Sondern auch, genau, in ihren Sport involviert. Trainer oder so ähnlich, würde man vermuten. Dieser Ehemann hatte zuvor ein “Monument” (ja, ich verstehe natürlich die Radsportansätze, finde aber auch das hier hinreichend monumental) geschaffen. Das Monument enthielt “Moves”, die perfekt vorgetragen wurden von einer Frau oder mehreren Personen. Da der Ehemann dabei war, eher Letzteres. Welterbe ist ein großes Wort, aber wenn man ehrlich ist, hat sich von den Kommentierenden niemand daran gestört, einzelne scheinen gar von “Welterbe” unmittelbar auf die gemeinte Leistung geschlossen zu haben, oder, @Felix?. Nämlich, genau, den Bolero von Torvill/Dean anno 1984. Und eben dieser Christopher Dean war auch an der Kunst der gesuchten Dame beteiligt, als Ehemann und vor allem Teilzeit-Choreograph.

    Nochmal zurück zum Text: Natürlich war das dritte Terzett darauf angelegt, den einen oder die andere zumindest kurzzeitig in Richtung RTL zu stupsen, was teilweise gelungen sein dürfte. @Vicky ist meine Zeugin. Auch wenn Frau @Teilzeitborussin das Gegenteil geltend macht. Und auch wenn man sicherlich geteilter Meinung darüber sein kann, wie progressiv die Fans jener TV-Unterhaltung sind, lässt sich das irgendwie in Einklang bringen. Viel besser passt die Progressivität natürlich zum Dschungeltanz (La jungle), die die hier gesuchte Isabelle Duchesnay im Jahr 1988 gemeinsam mit ihrem erst in der letzten Zeile auftauchenden Bruder Paul auf das Eis zauberte und sehr verstörte Juroren und auch Zuschauer zurückließ. Einerseits. Die anderen tummeln sich hier in den Kommentaren. Nicht übersehen wollen wir noch das Verb (ent-)gleiten in der elften Zeile, das zur Bewegung auf dem Eis ganz gut passt.

    Im zweiten Terzett haben wir dann noch die (auch hier der konservativen Fraktion zugeordnete) Pflicht als Eiskunstlaufbegriff und eben, wie gesagt, den Bruder. Damals hat es für die beiden noch nicht gereicht, doch letztlich veränderten sie den Eistanz kolossal, gewannen eine Reihe internationaler Medaillen und waren eben nur “kurz bedrückt”.

    Das war jetzt vielleicht mal wieder ein bisschen arg oberlehrerhaft ausführlich. Verzeihung. Ich musste heute so viele langweilige Dinge schreiben, dass ich nicht mehr recht an mich halten konnte. und seien wir ehrlich, auch Eure und Ihre durchschnittliche Kommentarlänge ist heute nicht ohne – vermutlich ist es nicht vermessen, das mit längeren Suchabläufen in Verbindung zu bringen, nicht wahr, @Doktor_D?

    @toesiroe: Schön, mit Dir hatte ich heute auf jeden Fall gerechnet.

    @Lurchmolch: Totilas und Edward Gal (die wir hier auch schon hatten) als Monument oder Welterbe – zugegeben, auch ein schöner Gedanke

    @Tobi_K80, @Ina Kast (Herzlich willkommen!), @xxlhonk, @SD, @socralynnek:
    Vielen Dank fürs Teilen. Freut mich immer sehr, wenn Leute nicht drauf kommen und das dann hier nachvollziehbar dokumentieren. Bei Dir auch, @sport_thies, zumal ich ja auf anderem Wege von Deinen Irrungen mitbekommen habe. Und @Arnesen, @schnatsch, klar: Zwar am Ende mit Lösung, aber auch mit schönen Irrungen

    @braindrain21: Da bin ich ja beruhigt, dass ich das mit den ALten und den Jungen nicht gar so apodiktisch behauptet habe.

    @runnertobi: Die 18 war leider schon fix belegt.

    Ist jetzt auch doof, ne. Entgegen der ursprünglichen, na ja, Planung habe ich fast allen irgendwie geantwortet und nur einige wenige unkommentiert gelassen. besonders unangenehmes Beispiel einer Zweiklassengesllschaft. Ich bitte demütig um Verzeihung, wünsche einen schönen Abend und würde mich freuen, Sie morgen wieder hier begrüßen zu dürfen.

  23. Zwei Wörter hätten gereicht, bei Move war ich irgendwie schon beim Eistanz, wohl weil du über andere Tänze nicht schreibst. Bei Dschungel hatte ich das Bild vor Augen, und da war was mit Reporterbemerkungen irgendwas mit Land. Aber auf den Namen wäre ich nicht ohne Suchmaschine gekommen und das mit dem legendären Christopher Dean als Ehemann wusste ich auch nicht.
    Erneut eine schöne Geschichte, mit Eistanz hätte ich bei dir jetzt auch nicht unbedingt gerechnet.

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