Erzählt Geschichten!

Gestern habe ich hier einen Schwank aus meiner Jugend (naja, Jugend) zum Besten gegeben und mich sehr über die Reaktionen gefreut, die in mehreren Fällen so aussahen, dass Kommentatoren eigene Geschichten zum Thema (bzw. ihr eigenes Polk High)  in den Kommentaren versenkten.

Ganz sicher stellen diese paar Reaktionen keine gute Basis für allgemeingültige Schlussfolgerungen dar, und doch stärken sie meine Überzeugung, dass in unserer Blogwelt recht viele Leute einfach gerne Geschichten lesen. Oder sie aufschreiben. Aus dem Stegreif fallen mir ein paar großartige Blogbeiträge der letzten Monate ein, die – um beim fußballnahen Teil meines Feedreaders zu bleiben – nicht in erster Linie Tabellenbilder interpretieren, Nationalmannschaftsnominierungen hinterfragen oder Begleiterscheinungen „unseres“ Sports kommentieren, sondern die in erster Linie Geschichten erzählen. So wie nolookpass in seiner als Glückwunsch daher kommenden Hommage an Kutte, wie Sebastian in einer Schilderung der legendären Nacht in Chisinau, der Trainer in der Ode an den Hagebuttentee, bunki in seiner Liebesgeschichte oder Jannik mit einer als Spielbericht getarnten Chronik einer Familienreise nach Cottbus. Oder viele andere, die ich jetzt grade nicht vor Augen habe.

Bitte nicht falsch verstehen: ich will auch die Kommentare zum aktuellen sportlichen Geschehen lesen und die Texte, in denen gesellschaftsrelevante Komponenten des Fußballs erörtert werden, unbedingt. Und wenn dann gelegentlich eine persönliche sportliche Heldensage dabei ist, oder auch eine Chronik des eigenen Scheiterns, nostalgisches Zeug, irgendsowas, dann habt Ihr mich.

Bitte, erzählt (weiterhin) Geschichten!

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