vier/zwanzigneunzehn

Nach diesem Lauf ist Silber Scheibenkleister!
Paar Pünktchen Trost: der Meilenstein-Rekord;
das lang erhoffte Gold jedoch ist fort.
Vier Jahre später klappt’s: Europameister!

Jahrzehnte später ist er nicht begeister-
t, denn der neue Präses in seim Sport
will ihn als Vize künftig nicht mehr dort.
Er ist gewappnet, handelt selbst noch dreister:

Sechs Wochen nach dem bitteren Moment
wird da schon mit ’ner anderen gepennt,
respekt- und rücksichtsvoll wie Moglis Shir Khan.

Die Annahme, dass er den Sport kaum kennt,
trifft zu, und doch sind’s fünfzehn Jahr’ am End’,
die er dort bleibt. Es fehlt ein Reimwort. Birkhahn?

______________

Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert leider gelegentlich), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

29 Gedanken zu „vier/zwanzigneunzehn

  1. Wieder ein Rätsel, bei dem ich beim ersten Lesen dachte: Ach, Kamke.
    Aber wenn die erste Wut verraucht ist, geht man mal etwas strukturierter vor: Lauf, Pünktchen, Europameister. Im Wintersport sind Europameisterschaften eher sekundär, Sommersport, Leichtathletik. Pünktchen? Zehnkampf, oder? Wer ist denn Zehnkampf-Europameister geworden? Hingsen, Kratschmer, Wentz? Nee, keiner von DEN PFEIFEN!!
    Hmm. Werner von Moltke! Hmm. Nur um 4 Punkte geschlagen 1962, 4 Jahre später wurde er Europameister, Vizepräsident DLV bis 1997, danach Präsi des DVV. Passt alles zusammen!
    Was das mit Shir Khan zu tun hat, weiß ich aber noch nicht.

  2. Drei Zehntel über 1.500 Meter fehlten am EM-Titel im Jahr 1962 auf den Russen Wassili Kusnezow für den heute gesuchten Zehkämpfer Werner von Moltke und damit ganze 4 Punkte. Kusnezow war bei seinem abschließenden Lauf tatsächlich 4:41,0 min gelaufen, 4:41,3 hätte Gold für von Moltke bedeutet. Der Trost: Deutscher Rekord und erster Deutscher über 8.000 Punkte.

    Danach ist er jahrelang Funktionär, Vize-Präsident im Deutschen Leichtathletik-Verband. Doch Helmut Digel will ihn im Jahr 1997 nicht mehr. Unmittelbar danach wechselt er in den DVV zu den Volleyballern und bleibt dort 15 Jahre bis 2012.

  3. Ob ich dieses Jahr überhaupt ein Rätsel ohne Google lösen kann…?

    Naja, die erste Sportart war immerhin noch machbar. Nach dem Lauf werden Punkte angeschaut, so dass es wohl um Zehnkampf geht. Welche ehemalige Zehnkämpfer holte Silber mit Rekord, später Gold und wechselte dann als Funktionär in einen anderen Sport? – Keine Ahnung!

    Dank Google aber über diesen Nachruf gestolpert (https://www.sueddeutsche.de/sport/nachruf-charmeur-mit-selbstironie-1.4547527), der quasi die perfekte Antwort auf das Rätsel darstellt.
    – 1962 Silber wegen 4 Punkten nur Silber, jedoch die 8000er Marke geknackt.
    – 1966 Gold
    – Im Streit mit Digel den DLV verlassen und zum DVV gewechselt, ohne jede Ahnung von Volleyball
    Werner von Moltke ist die gesuchte Person.

  4. Dass ich nochmal was über das Adelsgeschlecht Birckhahn lesen würde? Unwahrscheinlich, zumindest vor Beginn der Adventszeit. Hat aber doch geklappt, weil im heutigen Rätsel jemand verborgen war, den man damit wohl in Verbindung bringt.

    Der Reihe nach: Da ist also jemand knapp nicht Europameister geworden. Vier Jahre später aber doch. Jahrzehnte später war der Herr dann Funktionär und dann nochmal. In einer anderen Sportart. Das macht die Sache eigentlich noch trickreicher, weil er die ja selbst aktiv als Leistungssportler nicht ausgeübt hat. Bleibt zur google-Suche, denn ohne die ging es auch heute nicht, die erste Sportart. Ein paar Pünktchen Hinweise geben Anlass zu der Hoffnung, mit der Suche nach Zehnkampf-Europameistern erfolgreich zu sein. Zumal das eine Sportart ist, in der der EM-Titel mal eine gewisse Wertigkeit hatte (so habe ich angenommen. Biathlon und andere alljährliche Geschichten schienen mir nicht geeignet). Und da spuckt einem das allwissende (naja) Netz tatsächlich Werner von Moltke aus. Den kenn ich natürlich. So gut wie Ilhan Mansiz, vielleicht. Und ja, das war der Volleyball-Präsident. Und vorher DLV-Vize (was ja klar ist, denn in der Sportart, in der er erfolgreich war, war er später Funktionär). Und lange davor Europameister im Zehnkampf. Und davor Vize-Europameister im Zehnkampf. Und schon steht hier des Rätsels Lösung. Achja, die Birckhahns. Sind wohl stammesverwandt mit den von Moltkes. Merke:

    Dem Funktionär ist nichts zu schwer.
    Dem Rätselnden dagegen sehr.
    Er scheitert, ein ums an´dre Mal,
    an des Rätselautors Wahl.

    Ob Frau, Obmann, ob offiziell,
    es kommt die Lösung nicht so schnell
    wie in den letzten Jahren üblich.
    Für´s Selbstbewusstsein: Sehr betrüblich.

    Doch ganz egal, es ist Advent.
    Selbst wenn den Sportler keiner kennt,
    Herr Kamke stets am Hinweis feilt.

    Was ich nicht weiß, ein and´rer nennt:
    Es eint die Rätselrunden-Band,
    was die Mode streng geteilt.

  5. Vieles deutet am Anfang auf Steve Cram hin. Meilenweltrekordler war er, Olympiasilber hat er geholt. Coe mag ihn nicht. Aus dem Rest kann ich mir keinen Reim machen.
    Hurz.

  6. Es trifft vieles auf Werner von Moltke zu. Die vergangenen Tage lehrten mich aber, dass trotzdem eine andere Person gesucht wurde. Trotzdem lege ich mich fest und stelle klar, mein Umgang mit Suchmaschinen bei weitem besser, als mein sportliches Allgemeinwissen.
    (

  7. Puh. Heute war und bin ich zu blöd, um die meisten der vermutlich wieder zahlreichen Hinweise zu erkennen. Die grundsätzliche Geschichte ist klar: Vor vielen Jahrzehnten als aktiver Sportler erfolgreich, später dann als Funktionär erst im eigenen und dann in einem anderen Sport. Dazu im ersten Quartett Lauf und Scheibe und Pünktchen und ein Meilenstein. Lauf und Scheibe würden vielleicht auf Biathlon hindeuten, Scheibe und Pünktchen auf Schießsport, alles drei kriege ich schwer zusammen. Hinweise auf die zweite Sportart erkenne ich gar keine. Mogli und Shir Khan? Doch der Birkhahn, vielleicht als Wappentier „gewappnet“?

    Ich habe es dann durch einen Zufall herausbekommen. Wo gibt es seit vielen Jahrzehnten Europameisterschaften? In der Leichtathletik natürlich. Lauf und Punkte zumindest kriege ich dort mit dem Zehnkampf in Einklang gebracht, und wenn man dann ein bisschen durch die Siegerlisten scrollt, fällt der Name Werner von Moltkes ins Auge. (Und jetzt, wo ich es schreibe: Was ist das Wappentier der Familie? Argh.)

  8. Mit der ersten Zeile – Laufen und Scheiben (Diskus!) – sind wir schnell beim Zehnkampf und damit beim Europameister von 66 und Silbermedailliengewinner von 62 (knapp hinterm Sieger und Welrekordhalter Wassili Kusnezow) Werner von Moltke (die, mit dem Birkhuhn im Wappen), der später Vizepräsident des DLV wurde, abgesägt vom neuen (?? er war schon ein paar Jahre im Amt, oder?) Präsidenten Digel. die kurze Google-Recherche nach Details fördert erstaunliches zu Tage.
    Die Gold-Heide wurde seine Nachfolgerin. Er hielt sich nicht lange auf und wurde Präsident der deutschen Volleyballer, was er 15 Jahre blieb.
    Und wenn Shere Khan eine Anspielung auf die aristokratische herkunft sein soll gilt wieder mal: Rätsellevel 10/10.

  9. Manchmal kommen im Leben ja wilde Dinge zusammen. Der studentische Mitbewohner mit dem Volleyball-Faible. Das Referat über einen fränkischen Sportartikelhersteller.

    Und beim dritten Lesen dann: Gewappnet. Har har Kamke. Der Birkhahn findet sich nämlich auf dem Wappen des dänischen Adelsgeschlechts aus dem der Gesuchte stammt.

    Werner von Moltke, erst Zehnkämpfer, dann Leichtathelatikverbandsvize und schließlich Präsident des deutschen – Obacht – Volleyballverbands.

  10. Werner von Moltke. Zehnkämpfer und Volleyball-Funktionär.
    Lauf als Entscheidung, „Pünktchen Trost“ und Meilenstein-Rekord sprechen für Zehnkampf. Zudem musste er Funktionär gewesen sein (In diesem Falle entweder DLV oder IAAF), um dann später in einen anderen Verband zu wechseln.

    Bei der EM 1962 unterlag von Moltke um nur vier Punkte, stellte aber neuen Deutschen Rekord auf. 1966 kam der Titel. Später bis 1997 Vize-Präsident im DLV, danach direkt zum DVV.

    PS: Das Beste, was dem deutschen Volleyball passieren konnte.

  11. Die aisschweifenden Antworten überlasse ich mal wieder den eloquenteren Teilnehmer*innen dieses Kalenders und beschränke mich auf den Namen:

    Werner von Moltke

  12. hahahaha. ich war mir sicher, wegen der doofen viecher geht es bei der zweiten sportart um irgendwas mit reiten, denn shir khan und birkhahn sind sportpferde, wenn man nur lange genug googelt. also fleißig nach „skifahrer dressurreiter“ gesucht, denn von der ersten sportart hatte ich noch weniger ahnung.
    dann beriet ich mich per messenger mit einer uns beiden bekannten dame, die mir bei der ersten sportart aus der pistole geschossen ZEHNKAMPF entgegen säuselte. ich weiß zwar immer noch nicht, was der tiger mit ihm zu tun hat, aber es ist mir außerordentlich peinlich, weder ihn noch die (meine!) zweite sportart erkannt zu haben.

    wie prophezeit: hoheitlich versagt.

  13. Heute sieht es wieder besser aus: Werner von Moltke
    Die Kombination eines Laufes, der nach Punkten in Silber endet lässt auf den Zehnkampf schließen. Die hier verwendete Bedeutung des Fremdgehens hat mich rätseln lassen, der Wikipedia Eintrag des Gesuchten hat mich dann aufgeklärt. Spannende Geschichte!

  14. Meinen Versuch, den Kamkeschen Reim ungelenk nachzuahmen, schlägt fehl – ich verschiebe aufs Wochenende… Statt dessen mache ich es kurz: Werner von Moltke.

    Ich war zuerst bei den Läufern, der Meile wegen. Hatte die Rechnung aber offenbar ohne den Stein gemacht, so dass dann der letzte Lauf beim Zehnkampf und die 8.000 Punkte nahe lagen. Der Wechsel vom DLV zum DVV nach der Auseinandersetzung mit Digel passt da gut – und schon haben wir zwar keinen Doppelsportler, aber immerhin einen Doppelfunktionär.

    Bin allerdings schon jetzt gespannt, wie die Tiere da reinpassen. Zum Birkhahn nur Folgendes gefunden:

    „Beim Hahn liegt über dem Auge ein unbefiederter, halbmondförmiger und intensiv roter Fleck, der zur Paarungszeit stark anschwillt, so dass sich die Vorwölbungen („Rosen“) über dem Scheitel fast berühren.“

    Das habe zumindest ich nicht beobachten können. Aber ich habe auch keinen Tiger mehr im Tank…

  15. Die Hinweise sind nicht von Pappen hier,
    um zu beschreiben den gesuchten Sieger.
    Da wird sogar bemüht ein Wappentier
    für einen Reim auf Kiplings Dschungel-Tiger.

    Mühsam war die Suche, das steht fest,
    bis ich kam auf einen Zehnkampf-Goldge-
    winner der EM in Budapest,
    nämlich Werner aus dem Haus von Moltke.

    Der „Meilenstein-Rekord“ hat mich erst in Richtung der großen britischen Meilenläufer (Coe, Ovett, Cram) denken lassen, wovon Sebastian Coe ja sogar in das Anforderungsprofil „erst-Sportler-dann-Funktionär“ gepasst hätte . Und einen Europameistertitel vier Jahre nach Silber hat er auch zu bieten.
    Aber das erstmalige Knacken der 8000-Punkte-Marke ist natürlich auch ein Meilenstein.
    Zugegebenermaßen war mir Herr von Moltke weder als Zehnkämpfer noch als Volleyball-Funktionär bis heute ein Begriff, und ich wäre ohne Suchmaschinenhilfe nicht einmal in die Nähe der Lösung gekommen.

  16. Nach „kurzer“ Google-Recherche, bin ich mir sicher, dass es sich um „Werner Konrad Graf von Moltke“ handelt. Die Birkhahn-Verknüpfung gefällt mir besonders gut.

  17. Ich hab ganz vergessen, mich ehrfurchtsvoll wegen der schönen ersten Hebung der sechsten Zeile („-t“) zu verneigen. Große Dichtkunst!

  18. Heute musste ich wieder etwas mehr nachdenken und noch mehr zwischen den Zeilen lesen. Gerade der erste Teil lässt mich stutzen, welche Sportart gemeint. Doch eigentlich kann es nur eine seine: der legendäre Zehnkampf. Aufgrund des weiteren Verlaufs lässt sich erkennen, dass es sich um einen älteren Mann handeln muss, der als Sportfunktionär in einer anderen Sportart unterwegs gewesen sein muss.

    Das Bild von „respekt- und rücksichtsvoll wie Moglis Shir Khan“ lässt mich erst an einen Wechseln an einen Verband aus dem asiatischen Raum denken. Doch der Online-Enzyklopädie sei Dank finde ich heraus, dass Werner von Moltke, der gesuchte Mann, einen anderen Verband in Deutschland, um genauer zu sein den Volleyball Verband, für seine Karriere als Sportfunktionär auserkoren hat.

  19. Dank Badrulbudur bin ich ein zweites mal die Zehnkampfeuropameister durchgegangen, denn die Meile und Punkte konnten eigentlich nur in die Richtung zielen auch wenn ich zwischendurch mal wieder auf dem Eis (Eisschnelllaufmehrkampf? Eiskunstlauf?) war. Dieses Mal bin ich aber nicht in den 70ern hängen geblieben. Und siehe da! Es ist Werner von Moltke. Des Adelgeschlecht mit dem von Birckhahn zusammenhängt. Wahnsinn!

  20. Ach Kamke, heute war es eine Odyssee.
    Birkhahn war nämlich auch ein Pferd, sehr erfolgreich und hinterher als Zuchtbulle aktiv, aber keiner der Jockeys wurde irgendwann mal Europameister. Unfassbar, wie ergiebig man sowas recherchieren kann!
    Das Birkhahn-Pferd hielt uns also sprichwörtlich auf Trab und auf der falschen Fährte.

    Schnell war klar, dass Meilenstein-Rekorde wohl einer der nützlichsten Hinweise war (neben der EM-Redemption – an Funktionärs-Geschichten bin ich in der Regel zu uninteressiert), also rein in die Geschichtsbücher des Pferderennens, Radfahrens und worin man sonst noch so alles eine Meile zurücklegt.
    Interessant fand ich in der Recherche da ja die Biographie von Roger Bannister, der als erster Mensch die Meile unter 4 Minuten lief und 4 Jahre nach Bronze (Scheibenkleister, kein Silber) 1954 EM-Gold holte. Einzig der Rest will mit dem heutigen Rätsel so gar nicht übereinstimmen.

    Kurz: Es ist der adlige Zehnkämpfer Werner Konrad Graf von Moltke, der 1962 nach einem aberwitzig schwachen 1500m-Lauf (Roger Bannister würde sich schlapp lachen) denkbar knapp auf den Silberplatz zurückfiel, die Punkte aber dennoch zur magischen 8000er-Marke ausreichten und 4 Jahre später mit EM-Gold erlöst wurde.
    Das Adelswappentier: Ein vermaledeites BirkhUhn, argh!

  21. Die 1 verpennt,
    die 2 mal mitgelesen,
    die 3 gebrütet und gegoogelt und dann aufgegeben.
    jetzt abe rmal ran an den Speck heute muss doch endlich ein Bobfahrer kommen.

    Nach scannen der Meilen Rekorde über Ovett & Coe zu Digel und Jens-Peter Herold (Meilen Rekord und Europameister), dann zu Harald Schumacher (Europameister und Vize Präsident), aber was haben die alle vorher gemacht? Wäre da nicht dieser leidige Birkhahn gewesen und der unbändige Drang des Kamkes sich auf den letzten Silben zu verraten… Kleister, Meister, Dreister, Deister!

    Als Dressurpferd Silber und völlig unbrauchbar, dann umgeschult und 1977 Silber beim Grand Prix und 1981 Europameister mit Schockemöhle.

    Wenn das nicht stimmt, ist es mir auch egal, die Story gefällt mir gut und ich habe keinen Zeit Details zu verifizieren.

  22. Und wieder neigt ein Jahr sich seinem Ende.
    Das ist die Zeit, sich Reime anzutun.
    Nun reibt sich dort ein schelmischer Tribun
    tagtäglich seine weichgecremten Hände.

    Von Stuttgart aus, da startet die Legende,
    sein Ratespiel, und ich, das blinde Huhn:
    Mag weder schlafen noch ein wenig ruh’n,
    bevor ich eine Lösung an ihn sende.

    Real sieht’s so aus: Ich hab‘ nie ’nen Schimmer.
    Und täglich wird es lauter, mein Gewimmer.
    Die Konsequenz: Ich ziehe mich zurück.

    Und zwar vom Spiel (und nicht zurück ins Zimmer.
    Vielleicht ist es kein „Wiederseh’n“ für immer.)
    Und wünsche allen and’ren noch viel Glück.

  23. Hmm. Auch heute: die Pünktchen könnten auf Zehnkampf hindeuten. Weitere versteckte Hinweise sehe ich nicht, die erzählten Details sagen mir nichts.
    Internet sagt mir schnell „Werner von Moltke“.

  24. Sodele, nach diversen Anläufen habe ich heute keine Lösung.

    Den Lauf habe ich versucht, ist es ein 100 (200, 400..) m Lauf? Ein Lauf beim Schwimmen? Ein Lauf in Sinne einer Siegesserie? Nichts hat mich weitergebracht.

    Hat Scheibenkleister etwas mit Scheiben wie beim Biathlon zu tun? Auch eine blinde Spur…

    Keine passenden Europameister gefunden, die später Funktionär waren.

    Auch der Meilensteinrekord war keine Hilfe… Das Milestone Rennen könnte dem Mietmaul gefallen, bringt auch keine Lösung…

    Habe mich dann an den Birkhahn gehängt und versucht, aus diesem was brauchbares zu machen. Hatte auch überlegt, ob der Birkhahn in eine andere Sprache übersetzt mich weiterbringt. Die englische Übersetzung Blackcock brachte mir auch Suchergebnisse, die nicht wirklich hilfreich waren…

    Viel versucht, nichts brauchbares zustande gebracht – daher warte ich auf die Lösung und bin auf dieselbige gespannt…

  25. Da ich mich für einen Sport-Experten halte, aber zu doof bin, Anspielungen zu verstehen, wieder einmal ein Türchen mit Albtraum-Potenzial. Scheibenkleister – was sich da allein alles hineindenken lässt! Riesenglück aber, ausnahmsweise schnell, ein richtiger Gedanke, und schon löst sich alles auf. Ein bisschen frech, wenn man dann jedes Wort noch zu seinem Ursprung verfolgt und alles auch noch Sinn ergibt. Schlimm. Trotzdem bin ich auch morgen wieder dabei. Vielleicht verstehe ich ja mal was. Wenn nicht: Scheibenkleister.

  26. Shir Khan, ne? Meist wird er auf der zweiten Silbe betont, aber wem sage ich das? Hier und heute musste er aus Gründen eines einigermaßen sauberen Reims damit leben, eher Shír Khan als Shir Khán zu sein. Sie wissen schon, der Birkhahn. Der am Ende doch nicht nur ein die Lücke füllendes Reimwort war, sondern einen inhaltlichen Zweck zu erfüllen hatte. Die Heraldiker sind sich allerdings ein bisschen uneins.

    Erstes Quartett: Wie von vielen erkannt, ging es nicht nur um einen Einzellauf, sondern einen Lauf als Bestandteil eines längeren Wettkampfs. Und der war halt nicht so gut. Bzw. sein Konkurrent war an diesem Tag verdammt schnell, in einzelnen Berichten schimmern gewisse Zweifel an dessen Leistung durch. Wie auch immer: der Wettbewerber fing unseren Mann in der letzten von zehn (lang erhofft!) mit Pünktchen bewerteten Disziplinen ab, sodass in diesem Fall Silber in der Tat eine Enttäuschung war. Den Diskus als Scheibe hatte ich, so mich die Erinnerung nicht trügt, nicht im Sinn, sorry, @Felix, aber vielen Dank fürs Zutrauen. Als Trost der Rekord, erster Deutscher über 8000 Punkten. Nach heutiger Zählung nicht mehr, ich weiß, und ja, die Meile stiftete Verwirrung. Nicht geplant, aber wissend in Kauf genommen, sorry, @SD, @Faouzi et al.. Vier Jahre später hat er dann ja doch noch gewonnen, und natürlich wäre es denkbar gewesen, dass dazwischen drei weitere EM lagen. War aber nicht so.

    Zweites Quartett, Szenenwechsel. Funktionärsebene. Gewagte Silbentrennung, umso mehr freut mich das Lob von @Faouzi, dessen Goldge- und Moltke scho au ziemlich lässig ist. Und @Felix hat natürlich recht, dass der “neue” Präsident, der ihn nicht mehr haben wollte, nicht per se neu war, sondern schon eine Weile im Amt, und nun alles umkrempeln wollte. Verzeihung. Jeder, der überzeugend belegen kann, und jede noch dazu, allein deshalb gescheitert zu sein, erhält bei nächster Gelegenheit ein Kaltgetränk. Besagter neuer Präses hat also seinen bisherigen Vize weggebissen. Dieser ist, Obacht!, gewappnet, Wappenträger, quasi, was aber keinen unmittelbaren Bezug zu seinem nun folgenden dreisten Vorgehen hat. Ach, und niemand hat “seim Sport” moniert. Danke dafür.

    Es dauert tatsächlich gerade mal sechs Wochen, bis sich dieser Herr in einem anderen Sportverband, mit dem er bis dahin herzlich wenig zu tun hatte, als Präsident zur Wahl stellt und gewählt wird. Wobei es nicht so war, was man ja vielleicht glauben könnte, dass dort schlicht eine Vakanz vorlag. Vielmehr siegte er in einer Kampfabstimmung gegen Amtsinhaberin Steffie Schnoor, und irgendwie wirkte das, wenn man sich die Berichterstattung so ansieht, alles nicht so harmonisch, nicht respekt- und rücksichtsvoll. Oder halt so rücksichtsvoll, wie ich beispielsweise Shir Khan wahrnehme, wenn Sie verstehen, was ich meine. Heute morgen um 7.50 Uhr hieß die zweite Zeile übrigens noch “ward er bereits woanders Präsident”, aber irgendwie schien mir das zu holzhammermäßig. Man will die geschätzte Schar der Ratenden ja auch nicht beleidigen. Immer ein bisschen riskant, so kurz vor knapp noch eine Änderung vorzunehmen, da kommt dann gerne mal eine Unwucht rein. Oder ein Tempusfehler, wie ich ihn dann um 7.55 Uhr feststellte. Die Sache mit dem Pennen hat mir irgendwie gefallen, der Bezug zum alten Sponti-Spruch und dem Establishment, auch wenn sich unser Mann ja diesbezüglich eben gerade nicht als established verdächtig gemacht hat. Obwohl er doch gewappnet ist. Hmmm. Also doch: Unwucht.

    Zweites Terzett. Wie gesagt, er hat wenig Ahnung von diesem zweiten Sport, in dem die Annahme übrigens eine Rolle spielt, was ich interessanterweise nicht in den Kommentaren las. Und bleibt dennoch 15 Jahre lang Präsident, erfreulicherweise, wie @Strafraumeck unterstreicht. Und ja, es geht um Werner von Moltke. Zehnkampf-Europameister, DLV-Vize, DVV-Präsident.

    Und was ist mit dem Birkhahn? Nun, da sind wie gesagt die Heraldiker in ihren Ausführungen nicht ganz stringent. Die einen sprechen vom Birkhahn im Wappen derer von Moltke, andere hingegen, und ich hege für diese Sichtweise eine gewisse Sympathie, legen Wert darauf, dass es ein Birkhuhn gewesen sei. (Schließlich hat das Wappentier keinen dem Hahn eigenen unbefiederten, halbmondförmigen und intensiven roten Fleck, der zur Paarungszeit stark anschwillt, nicht wahr, @SD?). Aber wo bliebe des Tigers Würde, schrübe (ja, ja) ich Shir Khun? Unstrittig ist zudem die familiäre Verbindung der von Moltkes zu den von Bir(c)khahns.

    Vielen Dank für die vielen Kommentare und die Erklärungen der jeweiligen Gedankengänge, und schön, dass wieder einige Neulinge vertreten sind.

    Ein paar kurze individuelle Kommentare, mehr schaffe ich leider nicht. Besten Dank übrigens für die Genesungswünsche an meine Tochter. Es wird besser.

    @Lurchmolch: Danke für den Hinweis mit der nicht aktiv ausgeübten Sportart. Im Grunde war Werner von Moltke der Grund dafür, dass im Einleitungstext zum diesjährigen Kalender sinngemäß steht, Bernhard Peters könne durchaus hinter ein Türchen passen. Von ihm weiß ich nicht nur nichts über seine Erfahrungen als Fußballspieler, sondern noch nicht einmal als Hockeyspieler. Thomas Eichin wäre übrigens auch so ein Kandidat gewesen. An “Ob Frau, Obmann, ob offiziell” kann ich mich nicht sattlesen, ganz wunderbar, aber bei der Mode stehe ich gerade auf dem Schlauch. Ja, liebe Lesenden, das geschieht mir bestimmt ganz recht.

    @Doktor_D: Ich lese Deine kurzen Zeugnisse nicht ganz korrekter Antworten und ihrer Entstehung unheimlich gern. Danke.

    @Echho, die Frau: Sorry, er ist es doch.

    @Scherben81: 10.54 Uhr. Hm. ; )

    @Felix: Wie oben geschrieben: Shir Khan (ich bleibe jetzt bei der deutschen Bezeichnung) ist tatsächlich nicht viel mehr als ein Vehikel, um den Birkhahn irgendwie unterzubringen. Der wiederum, das immerhin, das Aristokratische transportieren soll.

    @DonnerBella: Du hier? Wild!

    @borussenleon: Reicht natürlich. Eh klar.

    Die Sache mit dem Zuchtbullen bereitet mir Freude, @nember und @schnoerpsel. Mehr davon!

    @Rl0Lago: Digel, aber nicht von Moltke! Das ist ganz wunderbar. Und Deister, nun, den hatten wir schon, ein bisschen. Erschreckend, wie sich die Reime gleichen.

    @Moosi Moosbach: Heute ist ein trauriger Tag.

    @nutman75: Die Blackcock-Variante gibt dem Ganzen hier einen hübschen Twist. Danke dafür! (Ich lachte sehr.)

    @Dagobert95: Das klingt sehr freundlich, vielen Dank!

  27. Ich habe es diesmal ohne Google gelöst!
    Aber dafür nicht ohne Wikipedia…
    Ich hatte bei der Suche sogar erst beim Birkhahn (auf Wikipedia) angefangen.
    Was mich nicht weiter brachte…

    Das mit dem Lauf, wo ein Titel entshcieden wird, hat mich dann die Wikipediaseite der Leichtathletikeuropameister geführt…
    Bei Werner von Moltke war ich mir schnell sicher. Und erst recht als dann noch ein Klick auf das Adelsgeschlecht eine Verknüpfung zum Birkhuhn zeigte…

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