neun/zwanzigneunzehn

Weit vor der Wende ging’s olympisch los.
Sie startete im Team mit andern Damen
– ich kannte keine von den Drein mit Namen –
und stand fast an der Spitze des Tableaus.

Die Konkurrenz nicht nur im Land war groß,
sodass ihr an der Zukunft Zweifel kamen:
Man engagierte sich im großen Rahmen,
sie sah die Grenzen ihres Topniveaus.

Es zog sie dann, weil sie noch Ehrgeiz hatte,
auf ein erheblich andres Feld: zur Platte.
Auch dort kam sie zu coubertinschen Weihen.

Erst Silber und vier Jahre später Dritte;
zudem gewann sie, meistens rechts der Mitte,
noch zwei WM. Das imponiert dem Laien.

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Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert leider gelegentlich), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

30 Gedanken zu „neun/zwanzigneunzehn

  1. Da haste mich aber auf schöne falsche Fährten geschickt, Kamke! Zur Platte, rechts der Mitte, also tief in den Geschichtsbüchern vom Tischtennis gekramt und sogar die Fühler nach Trainern ausgestreckt, denn die Auswahl an nicht-chinesischen Gewinnern ist wahrlich überschaubar.
    Was wird also noch auf einer Platte ausgetragen? Fechten, im weitesten Sinne. Die Eishockey-(Eis-)Platte. Doch nicht schon wieder ein Taekwon- oder Judoka?!
    Da ich gestern schon die Wende komplett fehlinterpretiert hatte, wagte ich mich heute zunächst nicht daran, mich auf die Nationalität festzulegen.
    Wo wendet man denn noch? Schwimmen?
    Aber mal ehrlich, es kann doch nicht so schwer sein, eine multiple Medaillengewinnerin („Auch dort“) aus der Hochzeit der, schauen wir mal doch vorsichtshalber, DDR zu finden?

    War es dann auch nicht mehr. Es handelt sich um Roswitha Krause, erst olympisches Schwimmsilber in der Noname-Staffel, dann der Umschwung auf die damalige Handball-Holzplatte und die entsprechenden Erfolge bei Weltmeisterschaften und olympischen Spielen. Starke Karriere!

  2. Nach dem gestrigen Reinfall heute ein neuer Versuch.
    Der Hinweis auf die Wende deutet auf eine Sportlerin aus der DDR. Der Wechsel zur Platte entweder auf Tischtennis oder aber auf Handball. Letzteres führte zum Ziel.
    Roswitha Krause gewann 1968 in Mexiko-Stadt Silber mit der 4x100m Freistil-Staffel der DDR. Danach wechselte sie zum Handball und gewann 1976 mit der DDR Silber und 1980 Bronze. Zudem wurde sie 1975 und 1978 Handball-Weltmeisterin.

  3. Das heute war, nach zeitbedingter Pause,
    am Sonntag gestern heute ziemlich leicht.
    Ich wusste schnell, dass einmal googlen reicht.
    Die Lösung für den Tag: Roswitha Krause.

    Wer regelmäßig das Sonett vergleicht
    mit allem, was er weiß und hat zu Hause,
    dem war schnell klar, sie badet im Applause,
    eh sie vom Becken auf die Platte weicht.

    Die Platte, weiß man, wenn man’s selbst gespielt,
    meint Handball und addiert man noch die Wende,
    führt das zum Schwimmen und zu einem Ende.

    Zu dem der DDR, für die behände
    sie aufgefüllt hat, die Medaillenstände.
    Der Weg zur Krause heute: sehr gezielt.

  4. Nachdem ich mich die vergangenen Tage mangels Ideen raushalten musste, schien mir das Rätsel heute dann doch wieder lösbar.

    Die ersten Zeilen deuteten auf einen Team- oder Staffelsport, Leichtatlethik vielleicht, die Zeilen zum anderen Sport auf Tischtennis-Doppel.

    Die Olympiasiegerinnen beim Tischtennis waren dann aber doch schnell abgehandelt. Die spielen ihren Sport alle schon seit der frühesten Kindheit und aus der DDR kommt da auch niemand.

    Dann also kein Tischtennis. Erste Idee verlief im Sande.

    Dann der Gedanke, dass das Spielfeld im Handball auch Platte genannt wird. Und hier fanden sich dann auch die zum Rätsel passenden Olympiaerfolge.

    Nun musste ich also nur noch die richtige Sportlerin finden und landete bei Roswitha Krause.

    Ich glaube, das dürfte die Lösung sein

  5. Ach, lieber Heinzi. Endlich wusste ich mal wieder etwas. Zwar keinen Namen, aber die Sportarten. „Vor der Wende ging’s olympisch los“. Herrlich. Also Startschwimmerin einer Staffel. Und die Platte? Ja, Tischtennis wäre möglich gewesen, aber doch eher Handball („Rechts der Mitte“). Nun musste ich googeln und es reichten die beiden Sportarten als Suchbegriffe. Roswitha Krause also. Ich freue mich, mal wieder etwas beigetragen haben zu können.

  6. Habe nie an die Tischtennisplatte geglaubt, Fechten hieße die Bühne auch anders, Gewichtheben ebenso. Also doch das zweiterwartbare, Handball.
    Das Schicksal der Nachwendegeburt klärte mich dann wiederum über die große Titelsammelei der DDR-Handballerinnen auf und von dort war es dann über die Kaderlisten eine schnelle Mitte zu Roswitha Krause.
    (Wobei, spielt man die mit Rückraumspielern? Freistil, quasi.)

  7. Ich fange einfach hinten an. Handball als den zweiten erfolgreich ausgeübten Sport zu identifizieren ist nicht so schwer. Platte lautet das Stichwort. Und bei Nationalmannschaft ist man schnell bei der DDR Auswahl, die ist in den 70ern ziemlich erfolgreich.

    Jetzt nur noch den Namen der Gesuchten finden lassen, denn ich gebe zu, da habe ich keinerlei Ahnung.
    Roswitha Krause. Sie erschwamm zunächst in der 4 100 m Freistil Staffel olympisches Silber 1968 und wechselte dann zum Handball und erreichte mit ihren Mannschaftskameradinnen die aufgezählten Erfolge.

    Sehr imponierend.

  8. Heieiei, heute ist es wieder absolut unmöglich für mich.
    Mein einziger Ansatz wäre „zur Platte“ und Tischtennis. Aber das bringt mich auch überhaupt nicht weiter….

  9. Wieder mal ein sehr schönes Rätsel und gleich in der ersten Zeile ging es mit der Wende los.
    Schwimmen, Segeln, ein Hinweis auf eine DDR Sportlerin oder beides?
    Für 4 Damen ist aber kein Platz in den olympischen Booten, vermutlich also eine Staffel.
    Laufen, Biathlon, Langlaufen? oder eben Schwimmen!
    Fast an der Spitze des tableaus…
    Vielleicht Silber? zumindest kein Gold.
    Mit der Mitte konnte ich nur wenig anfangen, aber zum Ende hin gibt es dann noch 2 Olympische Medallien. Also insgesammt 3 und damit ist man dann auch schnell bei der ersten Frau, die bei Sommerspielen Medallien in 2 Sportarten geholt hat.
    Silber in der 4x100m Freistielstaffel für die DDR, Silber in Montreal und Bronze in Moskau im Handball und 2 WM Titel im Ostblock, also rechts der Mitte, alles passt! auch dass das Spielfeld Unterhaltung Hanballern Platte genannt wird kommt wieder in Erinnerung, auch wenn ich da ebenfalls Laie bin.
    Trotzdem möchte ich lösen: Roswitha Krause

  10. Roswitha Krause. Schwimmerin und Handballerin der DDR.

    Ich war deutlich zu lange beim Tischtennis. Stichwort: „Platte“. Kenne mich jetzt sehr gut im chinesischen Tischtennis aus und kenne die Linkshänderinnen („rechts der Mitte“) besonders gut.

    Aber sobald der Groschen beim Handball fiel, ging es schnell.

  11. Handball!!!!!!!
    Die Platte ist nicht die Tischtennisplatte, sondern das Handballfeld…
    Jetzt noch kurz gegooglet und auf Roswitha Krause getroffen. 68 in Mexico Silber über 4x100m im Schwimmen und danach 76 Silber, 80 Bronze im Handball.
    Meine Güte, da gibt man schon auf und plötzlich macht es doch noch Klick!

  12. Was spielt denn Kamke heute für ne Platte?
    Will er uns Richtung Table-Tennis lenken?
    Die falsche Spur ist doch wohl völlig Latte,
    die kann er sich genauso gut auch schenken.
    Damit kommt er nicht durch, der feine Herr.
    Die ersten rufen: „Kamke, geh nach Hause!“*
    Es geht um Handball/Schwimmen, DDR
    (mit Orden** gar). Gesucht: Roswitha Krause.

    * Kamke eunt domus!
    ** 1968 und 1976: Vaterländischer Verdienstorden in Bronze

  13. Heute keine Chance ohne Wikipedia. „Platte“ klingt zunächst nach Tischtennis, aber zu „rechts der Mitte“ passt ein anderer Sport viel besser, nämlich Handball. Was den zweiten Sport angeht, bleiben viele Optionen. Eine gewisse Aufmerksamkeit scheint offenbar gegeben zu sein, weshalb Bahnrad, Kanu, Rudern und so ausscheiden. Also entweder Medaillen im Schwimmen oder in der Leichtathletik. Bei DDR-Bezug geht beides, aber der Wessi in mir kannte die Frau leider nicht. Wikipedia sagt Roswitha Krause. Krasse Karriere.

  14. Sollte mir tatsächlich den zweiten Tag in Folge die Entschlüsselung gelingen? Ich habe Zweifel und rufe doch – dank rechts der Mitte – Roswitha Krause ins weite Rund.

  15. Ich muss gestehen: Mir sagten alle 4 nichts, auch Roswitha Krause nicht.

    Ich habe das Gefühl, ich kann und weiß nichts – außer raten mit Wikipedianer Hilfe.

    Eigentlich war ich – wie vom Autor sicherlich gewollt – beim Tischtennis. Das habe ich aber schnell aufgegeben, war dann doch irgendwie zu offensichtlich.

    Die Wende brachte mich zum Schwimmen – rechts der Mitte auf den Osten der Republik. Man engagierte sich im großen Rahmen deutet zwar auf das Doping-Projekt hin, habe ich aber zeitlich (trotzBRD) einfach mal auf die Olympischen Spiele 72 bezogen. Vorher = 68. Und bei der 3. Starterin ploppte dann der Handball mit Silber 76 und Bronze 80 sowie zwei Weltmeisterschaften auf. Die Platte passt dann auch irgendwie…

    Naja, zumindest einmal ist die Ausrede „zu jung“ gestattet – auch irgendwie schön…

  16. Ich habe gesucht und gesucht, aber ich komme nicht auf den Namen. Für mich sind die Sportarten Tischtennis (wegne „zur Platte“) und eine Laufstaffel. Mit dieser Kombination konnte ich aber keinen finden, sodass ich wohl dort einen Fehler habe.

  17. Hmmmm… Eine Schwimmerin/Leichtathletin/Sonstige Staffelteilnehmerin, die danach zum Tischtennis (an die Platte) gewechselt ist und da erfolgreich war… Klingt machbar, finde aber niemand passendes…

    Grübel…

  18. Da war ich zunächst auf dem Holzweg, was die Sportarten betraf.
    Platte, da war Tischtennis der erste – wenn auch profane – Gedanke, rechts der Mitte könnte auf ihre bevorzugte Seite im Doppel hindeuten. Und da gab es auch die ein oder andere, die bei Olympia zunächst Silber und dann Bronze holte. Vielleicht sogar aus Südkorea, auf der Landkarte „rechts“ des „Reichs der Mitte“? Aber keine der Verdächtigen scheint eine Vergangenheit in einem anderen Sport gehabt zu haben. Zumal ja Tischtennis in Ostasien auch kaum als Ausweichsportart vor zuviel Konkurrenz in Betracht käme.
    Tja, und die Quartette geben ja nicht viel an Infos zur anderen Sportart her … scheint kein Randsport und (auch?) im Team ausübbar zu sein. Mit drein anderen? Oder insgesamt zu dritt? Half nicht viel weiter. Zurück zum Anfang. Platte? Wo gibt es noch eine Platte? Ohje, natürlich! Vorgestern noch mit Tochter in der Halle den Spielerinnen auf der Platte zugeguckt, und heute früh auf Sportdeutschland.tv. Fällt mir da direkt eine Handballerin ein, mit vorherigem Zweitsport? Gar bei Olympia? Nö. Schnell die Handballergebnisse gegoogelt. Die DDR war 76 Zweiter, 80 Dritter. Passt. Nun auch der Hinweis „vor der Wende“! Und jetzt war es auch nicht mehr schwer, Roswitha Krause zu finden, die vor einer sehr erfolgreichen Handball-Karriere schon quasi einen Kotinos als Mitglied der 4x100m Freistil-Staffel der DDR in Mexico City gewann.

  19. Von der Medaillienausbeute müsste es Frau Roswitha Krause sein.

    Der Erstsport Schwimmen passt: 4 * 100 Freistil, Wende (Schwimmen und Politik), DDR das Jahr 1968 (weit vor der Wende), Konkurrenz war groß in der DDR.

    Beim Zweitsport Handball passt nur die Medaillienausbeute.

    Ob Sie Startschwimmerin war und im rechten Rückraum oder Außen im Handball habe ich nicht gefunden, aber kann schon sein.

    Aber die Platte brachte mich doch ziemlich lange ziemlich auf den Holzweg. Was ich immerhin zur Platte berichten kann, ist, dass olympische Tischtennisspielerinnen aus aller Welt (wer weiß, wie Wende gemeint ist) selten eine Zweitsportart ausüben.

    Unklar bleibt mir, was die Platte mit Handball zu tun hat. Google spuckt weder zu Handball noch zu ihrem Verein was aus. Aber das wird mir ja heute abend erklärt (oder ich liege falsch).

  20. Nachtrag: Habe jetzt doch noch gelernt, dass man das (Hallen-)Handballfeld wohl Platte nennt. Zumindest in vielen Presseartikeln – Wikipedia berichtete nichts davon.

    Dann müsste eigentlich alles passen.

  21. Heute war es nicht ohne Hilfe, von Nember möglich. Den Bedarf für Tipps hat dieser aber, durch nichtssagende Blicke und Kommentare (er hatte die Lösung bereits), selber kreiiert.

    Nun, nachdem ich an der TischtennisPLATTE meinen gesamten Nachmittag und nicht unbedeutend viel Arbeitszeit investiert habe, hatte ich mich zum ersten Tipp von Nember breitschlagen lassen.
    Der da war: „Kein Tischtennis!“ Na danke für nichts…
    Nach diesem Tipp habe ich frustriert der aufgeschobenen Arbeit fröhnend, auf weitere Tipps gewartet. Die da waren penta bis sich die Lösung ergab… der 5. war allerdings auch so nutzlos, wie Sandalen im Skiurlaub.

    Wäre ich meinem ersten Riecher treu geblieben, ohne Ablenkung des Kollegen, der noch am gestrigen Rätselt nagte, hätte sich das Rätsel auch ohne Tipps lösen lassen. (Wahrscheinlich nicht – denn da war ja noch diese Platte… ganz klar Tischtennis.)

    Lösung für heute: Roswitha Krause.

    Vielen Dank fürs Rätsel.

  22. Ich als Handballer hätte bei Platte früher drauf kommen können. Gesucht wird Roswitha Krause, tippe ich Mal…

  23. Es macht mich wahnsinnig. Ich komme nicht drauf. Platte. Da kommt doch nur Tischtennis in Frage? Oder Handball? Oder Fechten? Aber keine Google-Suche führt zum Ergebnis. Ich bin erschüttert.
    Ach, Kamke.

  24. Das Wort an ich mich festfresse ist „Platte“ – Naheliegend ist da doch wohl Tischtennis und d afindet sich Qiao Hong die chinesische Rechtshänderin mit Silber 92 und Bronze 96, beherrschte das Doppel (rechts der Mitte?) mit Deng Yaping. Allerdings findet man da keine Leben vor diesem Leben und schon gar kein olympisches. Über den Tag dann wahlweise an Platte und Rechts der Mitte gedacht, Rechtsaußen nach Fußball Weltmeisterinnen gesucht – puhh.
    Fechterin mit Faible für die rechte Seite der Planche (Platte?) Eine Dänin namens Lachmann hat mal Silber und Bronze geholt – aber sonst passt wenig.

    Christa Luding-Rothenburger war die nächste Spur Olympisch im Eisschnelllauf und im Bahnsport…
    Platte, Platte, Platte
    Plattenbau, Startplatte, Schießen auf Platten, platte Reifen….ich bin platt und geb auf.

  25. Heute kaum Zeit fürs Rätseln gehabt – und auch kaum Ideen. (Erst recht keine guten. Tischtennis, so ein Quatsch.) Zum Glück, denn sonst wäre ein ohnehin, ich sag mal maximal mittelprächtiger Montag auch noch zu einem maximal mittelprächtigen Montag ohne Kamke-Lösungsversuch geworden..zum Glück sagte der Herr des Hauses beim ersten Lesen sofort „Handball! Beim Handball geht man auf die Platte!“ Der Rest ergab sich dann. Roswitha Krause ist unser ganz heißer Tipp.

  26. Altah. Ne Stunde Wikipedia durchsucht…
    Roswitha Krause heißt sie.

    Wende – könnte Segeln sein.
    Platte – wenn es Tischtennis wäre, wäre das mal ein Hinweis hier…
    Zu Softball würde es gut passen. Right Fielderin.
    Aber nee.

  27. Heute versuch‘ ich mich auch mal an einer Lösung. Aus den vier Damen folgerte ich einen Staffelwettbewerb, die Wende ließ mich an eine DDR-Mannschaft als auch an Schwimmsport denken. Und ab dann halfen mir nur noch die wikipedischen Ergebnislisten, denn über eine der silbern dekorierten Staffelschwimmerinnen der DDR war zu lesen, dass diese auch im Handball die bedichteten Erfolge feierte. Es müsste sich um Roswitha Krause handeln. (Auf Handball wär ich allerdings ohne Wiki nicht gekommen)

  28. Damit ihr auch noch was von der Suche habt, auf Platz 2 heute:
    Katherine Rawls, die nach verfehlter Olympia-Quali 1932 im Schwimmen sich auf die Platte des 3m-Turms begab, dort Silber holte und 4 Jahre später Bronze in der Schwimmstaffel. (Auf der Sprungplattform stand sie immer besonders weit rechts der Mitte.)

  29. Oh, das ging ja heute sehr gemächlich los, vielleicht blieb es auch ziemlich lange so. Ich schreibe das hier um die Mittagszeit, heute Abend wird es ein bisschen eng, stadionbedingt, und wer weiß, wie groß meine Lust hinterher noch ist.

    Ok, die Wende. Diesmal vielleicht wirklich die von Herrn @Nember bereits gestern via Twitter herbeigedachte DDR (“War wegen stante pede (=unverzüglich) und Wende in die DDR verkopft …”) Zudem hat die Wende ja auch noch eine sportliche Komponente. Ist bestimmt irgendwo im Geräteturnen, gewiss beim Segeln und Surfen sowie definitiv im Schwimmen anzutreffen, vermutlich noch an anderen Stellen. Gehen wir der Einfachheit halber einmal davon aus, dass besagte Dame schwamm und dort im Team (vermutlich also einer Staffel) bei olympischen Spielen vor 1989, schätzungsweise deutlich früher (“weit vor” ist ja Definitionssache) eine Medaille gewann, die nicht golden war, tendenziell silbern (fast an der Spitze). Kristin Otto und Kornelia Ender waren eher nicht dabei, die hätte der Hausherr vermutlich gekannt.

    Zweites Quartett, viele gute Schwimmerinnen in der DDR, die Gesuchte sah ihre Felle davonschwimmen. Irgendwo stand, die Neu-Orientierung auf mehr Ausdauer im Training habe ihr nicht behagt: „Als Schnellkrafttyp bin ich damit nicht klar gekommen“. Gewiss ist das Ganze auch im Kontext der zunehmenden Bemühungen der DDR zu sehen, sich im Schwimmsport mit beträchtlichem, vielfältigem Engagement an die Spitze zu setzen.

    Also was anderes, sie war ja noch jung. Und begann, einen Sport auf einem Feld zu betreiben. Und irgendwas mit Platte. Wieder Olympia, wieder Medaillen, dazu zwei WM-Titel, das Ganze meist rechts der Mitte, was hier keine politische Aussage beinhalten soll. War sie beim Tischtennis nur auf einer Plattenhälfte stark, oder war es dann doch eher eine andere Sportart, wo wir noch den Plattenbezug herstellen müssen? Rechte Achterin beim Fußball, Tennis-Doppelspielerin auf der Einstandseite, was weiß ich. Google findet
    90.000 Ergebnisse für ‘Handball “auf der Platte”’, das dürfte als ganz gutes Indiz durchgehen.

    [Interessanterweise scheint Herr @sport_thies, seines Zeichens ehemals ambitionierter Tischtennisamateur (ok, Liebhaber bestimmt nach wie vor) irgendwie dort hängengeblieben zu sein, und ich möchte ihm drüben bei Twitter so gern zwei Worte zurufen, die ihn unmittelbar auf die Spur brächten: Ach, Andi!]

    Rechter Rückraum, Olympiamedaillen 1976 und 1980, zuvor 1968 im Schwimmen (4*100): Roswitha Krause. Das imponiert vermutlich nicht nur dem Laien, aber gut.

    Einige wenige individuelle Anmerkungen (lückenlos geht nur am Wochenende …):

    @Nember: Perfekt. So war es gedacht. Erst ein bisschen mit Tischtennis rumschlagen, dann den Schwenk schaffen. Auch wenn ich Sorge hatte, dass der Hinweis auf die Platte zu plump sei, um Tischtennis überhaupt in Erwägung zu ziehen.

    @Hoesel95:Genau so.

    @Lurchmolch: Sehr schön, danke. Wobei: Genau so sollte es doch gerade nicht sein, Mensch! Aber es stand zu erwarten: Leute mit eigener Handballvergangenheit wüssten sofort, wovon die Rede ist. Und ja, natürlich kommt die Platte auch zunehmend bei TV-Übertragungen von Seiten der Experten zur Sprache.
    “Sie badete im Applause”. Ein Connaisseur!

    @Moosi Moosbach: Willkommen zurück!

    @Ansgar: Du hast Tischtennis nie geliebt!

    @Hopihalido: “2 WM Titel im Ostblock” ist eine fantastische Interpretation von “rechts der Mitte”, die merke ich mir. (Und grade sehe ich, dass auch @SD das ähnlich interpretiert hat.) Nicht schlecht auch die chinesischen Linkshänderinnen bei @strafraumeck. Linkshänderin dürfte Frau Krause als Halbrechte (uiuiui) ja auch gewesen sein.

    @Marco: Wieder mit dem Hund draußen gewesen für die Erleuchtung?

    @Faouzi: Pfft. 11 richtige Antworten um 14 Uhr, da war die falsche Spur wohl doch ganz erfolgreich. Nämlich! Oder sie haben mich schon alle nach Hause geschickt, klar. Egal, ich schau auf die helle Seite des Lebens.
    [Die ersten rufen: „Kamke, geh nach Hause!“ – Ich lachte minutenlang.]

    @Scherben81: Ah, schön, dass Du von der krassen Karriere schreibst. Die hatte ich seit Wochen und bis heute morgen um halb acht auch da stehen, gereimt allerdings auf “coubertinscher Ehre”. Konnte ich dann doch nicht ertragen. Dessen ungeachtet aber: krass.

    @SD: “zu jung” – gern geschehen. Und sei nicht so hart zu Dir!

    @APEljot: Ah, da ist der fehlende Schritt, den @Sebastian Mühlenhof und @nutman75 nicht gegangen sind: von der Platte zur Platte. Schöne, ausführliche Schilderung, da habe ich immer ein ganz schlechtes Gewissen, wenn ich so kurz antworte. Wo ich mich doch über die hinführenden Schilderungen so freue.

    An dieser Stelle muss ich wohl abschneiden. Erst Termin, dann Stadion, und irgendwann zwischendurch vielleicht die Kommentare veröffentlichen.
    Vielen Dank, meine Damen und Herren, ich hoffe sehr, Sie morgen in gewohnter Frische hier anzutreffen.

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