neunzehn/zwanzigneunzehn

Vier Männer tun, was Männer eben machen:
Sie spielen, fangen, spielen Fangen, laufen.
Sie werfen, kicken, chillen oder raufen.
Dazwischen schaut man Videos an, so Sachen.

Die Zeit läuft ab, vielleicht gibt’s ein Erwachen:
Zwar hat man – These! – Geld, ‘nen ganzen Haufen,
doch nichts zu tun – jetzt bloß nicht auch noch saufen!
Was hülfe nun? Den Ehrgeiz neu entfachen?

Ein andrer Sport! Mit Präzision und Zielen.
Sie denken groß und wollen zu den Spielen.
Man liest davon und denkt: “Was soll der Scheiß?”

Doch diese Herrn bekennen nicht nur Lippen,
man sieht sie kaum ‘ne Trainingseinheit skippen.
Und denkt doch an den Esel und das Eis.

______________

Hintergründe zum Kalender.
Über Kommentare zu den Sportler_innen und ihren Sportarten würde ich mich freuen. Sie blieben aber zunächst verborgen. Spannung und so.

Wer Probleme hat, überhaupt zu kommentieren (ja, das passiert leider gelegentlich), ist herzlich eingeladen, mir seinen oder ihren Kommentar per Mail an blog at heinzkamke.de oder auch per Twitter-DM zu schicken. 

19 Gedanken zu „neunzehn/zwanzigneunzehn

  1. Mein erster Tipp wäre der jamaikanische Bob-Vierer gewesen, der 1988 zu Olympia in Calgary angetreten ist. Die Legende sagte, dass die vier vorher Sprinter waren. Jetzt habe ich die Geschichte noch mal nachgelesen und festgestellt, dass die beim Militär waren. Kann also erst mal nicht sein. Glücklicherweise habe ich gleich 5 Zugstunden vor mir. Da werde ich mich noch etwas reinknien.

  2. Football ist immer nur zur playoff-zeit für mich so halbwegs interessant. Sonst zu wenig Zeit dafür. Aber dank der sehr eindeutigen Beschreibung im ersten Quartett kommt man schnell auf die erste Sportart. Das skippen ganz am Schluss verrät die zweite: Curling. Der Rest dazwischen ist ausgesprochen amüsant.
    Jetzt wird Andrea Schöpp nicht gesucht sein, weil a) nicht vier Männer und b) wahrscheinlich auch eher nicht mit Football-Vergangenheit (memo an mich: mal recherchieren…). Aber google verrät schnell: Jarred Allen, Marc Bulger, Keith Bulluck und Michael Roos sind offenbar vier ehemalige NFL-Profis, die sich auf Initiative von Allen als Curling-Team für die Spiele 2022 qualifizieren wollen. Finde ich ne gute, sogar runde Sache, wie das ganze Rätsel heute. Und ja, Esel und Eis und wohl und so. Aber man kanns auch so sehen: ist doch schön, dass die Typen in ihrer Freizeit nicht nur auf dem Sofa hängen, sondern auch mal den Besen in die Hand nehmen …

  3. Das könnte der Viererbob aus Hawaii sein, so meine Eingebung. That was noch easier.

    Nee, ist er natürlich nicht, und diesmal bleibe ich auch nicht im Eiskanal stecken.

    Jared Allen, Marc Bulger, Keith Bulluck und Michael Roos, Footballspieler, die als Curler zu den Winterspielen 2022 nach Peking wollen.
    Ich wünsche viel Erfolg! It won’t be easy.

  4. Heute läufts komplett über die Sportarten und danach Google für die Namen.
    Die erste Sportart ist eindeutig American Football und, da die Herren Geld ohne Ende haben, wird es um NFL Spieler gehen. Die zweite Sportart findet auf dem Eis statt und das “skippen” ist der Trigger für Curling (Skip, der Teamcaptain quasi).
    Jetzt noch schnell googlen welche Footballer eine Zweitkarriere als Curler gestartet haben und dank der SZ (https://www.sueddeutsche.de/sport/curling-nfl-profis-olympia-2022-1.4346409) sind die Namen schnell gefunden. Es geht um Jared Allen, Marc Bulger, Keith Bulluck und Michael Roos. Sie würden gerne zu Olympia 2022.
    Sehr nette Story!

  5. Heute musste Google ran, die Geschichte dahinter war mir gänzlich unbekannt. Allerdings hatte ich bei den Sportarten direkt das Gefühl, es handelt sich um Football und Curling. Dank der Suchmaschine ging es dann recht einfach: Jared Allen baut sich aus ehemaligen NFL-Kollegen ein Curling-Team, mit dem Ziel Olympia 2022. Was eine kuriose Geschichte!

    Der Vollständigkeit halber noch die restlichen drei Namen: Marc Bulger, Keith Bulluck und Michael Roos.

  6. Das Rätsel übersteigt meine Vorstellungskraft:
    Ex-Profi-Footballer als Curlingmannschaft.

    (Ich kannte sie natürlich nicht, aber Suche nach „Cool Runnings Football“ liefert sofort das Ergebnis.)

  7. Am Ende war es das Wort “skippen”, das mich auf die (hoffentlich) richtige Fährte brachte. Denn bei welcher Sportart braucht man einen Skipper? Richtig: beim Segeln. Aber auch beim Curling. Gab es denn bei Olympia schon mal ein kurioses Curling-Team aus Athleten einer anderen Sportart? Keine Ahnung. Aber dass es das gefragte Quartett wirklich zu den Spielen geschafft hat, steht ja auch gar nicht da … Vielleicht, weil man es noch gar nicht weiß? Vielleicht üben die ja noch.
    Dann waren da noch in den ersten vier Zeilen ein paar Hinweise auf den ersten Sport der Gesuchten, die mich an American Football denken ließen.
    Und schon ging’s schnell: Die Suchmaschineneingabe “Footballer beim Curling” führte zu einem SZ-Artikel über die ehemaligen Footballer Jared Allen, Marc Bulger, Keith Bulluck und Michael Roos, die mir alle völlig unbekannt sind, die sich aber in den Kopf gesetzt haben, es im Curling zu den Winterspielen 2022 zu schaffen. Passt doch. Deshalb:
    Statt vorschnell cool aufs falsche Eis zu rennen,
    bedien ich mich bei Münchner Zeitungsquellen.
    Und ohne auch nur ein’ der vier zu kennen,
    sag ich mal: Bulger, Bulluck, Roos und Allen.

  8. Gestern stand ich im Urwald ( siehe Twitter ) und habe nicht gemerkt das Tarzan gesucht wurde.

    Heute sehe ich nur eine große, weiße Fläche. Es wehen Fahnen. Weiße Fahnen. Ostfriesische Nationalfahne laut dem ostfriesischen Götterboten: Weißer Adler auf weißem Grund.

    Was das mit der Lösung zu tun hat? Weiß nicht. Vermutlich nichts.

    Bei vier Leute die auf Eis gehen fällt mir nur ein: Ja, wer hätte das gedacht, Jamaika hat ne Bob Mannschaft.

  9. Die Sportarten waren heute machbar. Da ich es mit Namen und Geschichten aus dem Sport nicht so habe, musste ich dann Google bemühen und fand folgende 4 Namen (zählt das dann auch 4 Punkte, damit ich noch auf 12 richtige Lösungen komme?):

    Jared Allen
    Marc Bulger
    Keith Bulluck
    Michael Roos

  10. Gestern wieder nicht die Zeit gefunden zu schreiben, aber den Weißmüller habe ich auch ohne Hilfsmittel erkannt.

    Heute so: Die Geschichte hört sich nach einem Plot eines schönen Kinofilms aus den 90ern an, fast.
    Ist ja auch was mit so Sportartwechslern und nach einer wahren Begebenheit und mit Olympia und so, aber die jamaikanischen Bobfahrer hatten wohl nicht so viel Geld. Und die Eissportart klingt nicht so nach Bobfahren…

    Sportarten klingen ansonsten nach: Rugby oder Football
    und: Curling (Eis, Skipper, Präzision)

    und eine kurze Recherche ergibt dann: Ein paar ehemalige NFL-Footballer trainieren gerade hart dafür, sich 2022 für Olympia im Curling zu qualifizieren…

    Ich denke, diese Geschichte wird dann wohl die Lösung sein

  11. Das können heute eigentlich nur die 4 Fußballer des FC Eupen sein, die als 4-Staffel bei der Eupener Biathlon-Staffel-Stadtmeisterschaft (Präzision, Zielen etc.) antraten. Ein Torwart war bestimmt auch dabei, damit es mit dem Werfen und Fangen auch hinkommt. Für Olympia hat es trotz intensiven Trainings nicht ganz gereicht.

    http://www.biathlon-tour.de/biathlon-tour-2018/tourberichte/etappenberichte-2017/nachbericht-zur-31-etappe-2017-in-eupen/

    😉

  12. Marc Bulger, Jared Allen, Keith Bulluck und Michael Roos werden gesucht.
    Von der NFL aufs Eis mit dem Ziel Olympia 2022. Frage mich nur, ob da ein Nationalitätswechsel nicht der einfachere Weg gewesen wäre, schließlich ist Curling in Nordamerika nun nicht so klein, als dass da jeder ankommen könnte.

    Der Skip war übrigens der Tip, der mich auf Curling brachte. Allerdings wäre ich ohne Google verloren gewesen, denn John Jahr (der kam mir noch in den Sinn) hatte keinen anderen Sport ausgeübt und passte auch sonst nicht wirklich.

  13. Das erste Quartett sprach sehr für American Football, Rugby oder Anverwandtes. Oder doch irgend etwas, was man zu viert spielt? (Gibt es überhaupt irgendeinen Ballsport zu viert in einem Team?)
    Dem zweiten Quartett entnimmt man mehr oder weniger nur, dass die Herren sich wohl nach dem (wohl-) verdienten Karriereende einem anderen Sport zugewandt haben.
    1. Terzett: Präzision und Ziele sind gefragt. Sonst auch nicht viel Hilfe.
    Im 2. Terzett dann der entscheidende Hinweis: skippen. Da fällt einem doch sofort Curling ein. Eis passt auch.
    Also 4 Freunde, die nach ihrem Raufsport Granit übers Eis schubsen und wischen? Siehe da, die gibt es tatsächlich: Jared Allen, Marc Bulger, Keith Bulluck und Michael Roos, ehemalige erfolgreiche Footballer und eher weniger erfolgreiche Curler.

  14. Für mich klang das zunächst wie vier Jungs von Jackass, die sich dachten, sie haben Bock auf was Seriöses und olympische Spiele. Präzision, na klar, Bogenschießen. Eh logisch, dass man da nichts findet.
    Oder doch die “Cool Runnings”-Bobmannschaft der Jamaikaner, die vorher bestimmt alle irgendwas mit Leichtathletik zu tun hatten?
    Am ehesten passt die Beschreibung oben aber vielleicht auf Football oder Rugby. Ich finde trotzdem niemanden. Ach, Kamke.

  15. Ja, das war heute wohl eher ein Google-Tag. Die Sportarten waren relativ leicht zu erkennen, die Namen tendenziell nicht in aller Munde, die Geschichte aber zu schön, um sie nicht aufzuschreiben. Und ganz ehrlich: Der Text wurde mit sehr heißer Nadel recht spät in der Nacht gestrickt, da war mit fein ziselierten Hinweisen und Andeutungen, die das Ganze auch ohne Suchmaschine irgendwie erleichtern könnten, nicht mehr zu rechnen.

    Was dann natürlich auch die Auflösung zu einer knappen Sache macht. Vier Männer in einer Männersportart, in drei Zeilen American Football beschrieben, oder eben das, was sich der inkompetente Laie so darunter vorstellt. Bis hin zum Videobeweis, klar.

    Zweites Quartett, Karriere geht zu Ende, die Profis haben ne Menge Geld verdient und langweilen sich, könnten gar auf dumme Ideen kommen. Man braucht einfach einen geregelten Tagesablauf.

    Dieses Olympia soll ja ganz cool sein, also sucht man einen Sport, um sich zu qualifizieren. Mit Präzision und Zielen. Sehen doch wie Zielscheiben aus, die Häuser beim Curling, oder war “Zielen” eine substantivierte Verbform? Oder geht’s doch um das große sportliche Ziel, “die” Spiele? Man weiß es nicht, ist aber egal. Auf jeden Fall klingt es absurd. Nach Scheiß.

    Sie scheinen es aber ernst zu nehmen, und natürlich ist hier der Skip als Hilfe eingebaut, weil ein Besen, der in einer neuen Sportart vielleicht gut kehrt, dann doch zu holzhammermäßig gewesen wäre. Am Schluss für diejenigen, die den Skip übersehen haben, noch der Hinweis, dass es aufs Eis geht, auch bildlich für den Esel, und allzu viel bleibt dann ja nicht. Abgesehen von Bobfahren, offenbar.

    Jared Allen und seine Teamkollegen Marc Bulger, Keith Bulluck und Michael Roos Wollen nach Peking. Was sich nicht ganz einfach zu gestalten scheint.

    Hübsch auch: “Allen revealed […] that his curling career began as the result of a bet with a buddy, with the five-time Pro Bowler accepted the challenge of becoming an Olympic athlete. While he initially considered taking up badminton, curling proved to be the final choice.”

    Besten Dank für die Antworten und die Zeit; scheint vielen so gegangen zu sein, wie ich oben vermutet hatte: die Sportarten erkannt, dann kurz gegoogelt, häufig bei der Süddeutschen gelandet. Oder eben, anders, in einem jamaikanischen Bob, seltener in Eupen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert